Juli 12, 2020

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Lancade siegt unter Adrie de Vries in den R. WEMPE 100. German 1000 Guineas, Gr.2

Lancade siegt unter Adrie de Vries in den R. WEMPE 100. German 1000 Guineas, Gr.2

WEMPE 100. German 1.000 Guineas: Nachgenannt und allen davongerannt

Marc Ruehl 0049-2272-83351 www.m Lancade siegt unter Adrie de Vries in den R. WEMPE 100. German 1000 Guineas, Gr.2

Der erste Stuten-Klassiker im deutschen Galopprennsport war am Sonntag der große Höhepunkt der zwölf Leistungsprüfungen auf der Rennbahn Düsseldorf. In den WEMPE 100. German 1.000 Guineas (Gruppe II, 62.500 Euro, 1.600 m) gab es durch Lancade unter Adrie de Vries einen Außenseitersieg vor No Limit Credit und der aus England entsandten Favoritin Rose of Kildare. Die Veranstaltung fand ohne Zuschauer statt.

Mit der von Yasmin Almenräder in Mülheim trainierten und nachgenannten Lancade hatten die Wetter bei einer Quote von 12,3:1 kaum gerechnet. Jockey Adrie de Vries ließ die für den Stall Raffelberg startende Stute langsam auf die Beine kommen. Noch im Hintertreffen galoppierend ging es in die Gerade, wo Lancade immer weiter beschleunigte und am ganzen Feld vorbeilief.

„Die Stute hatte sehr gut gearbeitet, deshalb war es eine gute Entscheidung sie nachzunennen. Sie lief ja beim letzten Start schon imponierend, und deshalb hatten wir auch einige Ambitionen. Für das Team war das ein wichtiger Sieg“, sagte Adrie de Vries unter Freudentränen.

Yasmin Almenräder: Toller Ritt von Adrie de Vries

Trainerin Yasmin Almenräder erklärte über Lancade, die als Jährling 17.000 Euro bei der BBAG-Auktion gekostet hatte und mit den 35.000 Euro Siegprämie, die es für den dritten Treffer beim vierten Karrierestart gab, ihre Gewinnsumme auf 41.500 Euro steigerte: „Ich bin einfach nur glücklich. Das war ein toller Ritt von Adrie de Vries, der den Riesenspeed der Stute genau richtig einsetzte. Pferdekauf hat viel mit Intuition zu tun. Sie war bei der Auktion zwar sehr klein, hatte aber ansonsten alles, was ein Rennpferd ausmacht.“ Besitzer ist die Gemeinschaft des Stalles Raffelberg aus Mülheim, wo Yasmin Almenräder ihre Pferde vorbereitet. Es war der bedeutendste Sieg für die Betreuerin.

200 Meter vor dem Ziel konnte man noch an einen Sieg von No Limit Credit (Clément Lecouevre) glauben, doch die Stute aus dem Stall von Andreas Suborics musste sich am Ende mit eineinviertel Längen geschlagen geben und blieb als Zweite mit Nase-Vorteil vor der englischen Gast-Stute Rose of Kildare (Ioritz Mendizabal). Damit verpasste Trainer Mark Johnston einen Hattrick in diesem Klassiker, den er in den vergangenen beiden Jahren nach England entführt hatte.

Vierte wurde Paloma Ohe, auch Tabera hielt beim ersten Saisonstart als Fünfte lange mit. Die hochgehandelte Democracy ließ aus guter Position bald nach.