Bordeaux: Ludger Beerbaum Fünfter im Großen Preis

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Bordeaux (fn-press). Im Weltcup-Springen von Bordeaux lief es für Ludger Beerbaum (Riesenbeck) nicht optimal, aber im Großen Preis einen Tag später ritt der 55-jährige Riesenbecker mit dem rheinischen Wallach Cool Feeling auf Platz fünf. Die Prüfung gewann die Französin Felicie Bertrand.

Neun Paare hatten sich im Großen Preis von Bordeaux fürs Stechen qualifiziert. Sie setzten weitgehend andere Pferde als im Weltcup-Springen ein, so auch Ludger Beerbaum. Am Vortag mit Casello am Start, bekam im Großen Preis der rheinische Wallach Cool Feeling seine Chance. Das elfjährige Pferd stammt übrigens von Cornado NRW ab, jenem Hengst, mit dem Marcus Ehning große Erfolge feierte. Beerbaums Zeit von fehlerfreien 38,34 Sekunden sollte für den Sieg allerdings nicht reichen – es wurde Platz fünf.

Allgemein überraschend ritt die international nicht so bekannte 36 Jahre alte Französin Felice Bertrand zum Sieg. Mit der 13 Jahre alten französischen Stute Sultane des Ibis v. Quidam de Revel galoppierte sie in unglaublich schnellen 35,88 Sekunden in Ziel. Platz zwei sichert sich der Ire Bertram Allen mit dem Holsteiner GK Casper (v. Cato) in fehlerfreien 36,11 Sekunden, Dritter wurde der Franzosen Simone Delestre mit Chesall Zimquest (0/36,61).

Hinter dem fünftplatzierten Ludger Beerbaum behauptete sich Vielseitigkeits-Ass Michael Jung auf Platz sieben. Mit der elfjährigen westfälischen Stute fischerChelsea v. Check In hatte er im Stechen einen Abwurf kassiert.    hen

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Bordeaux: Dritter Sieg für Daniel Deußer

Germany's Daniel Deusser produced his third sensational win of the season at the 13th and last qualifier of the Longines FEI Jumping World Cup™ 2018/2019 Western European League in Bordeaux, France tonight riding Tobago Z. (FEI/Eric Knoll)
Germany’s Daniel Deusser produced his third sensational win of the season at the 13th and last qualifier of the Longines FEI Jumping World Cup™ 2018/2019 Western European League in Bordeaux, France tonight riding Tobago Z. (FEI/Eric Knoll)

Bordeaux (fn-press). Zum Abschluss des Qualifikationsreigens für das Weltcup-Finale der Springreiter in Göteborg Anfang April ritt Daniel Deußer (Mechelen) noch einmal zum Sieg. In Bordeaux führte der 37-Jährige mit dem Hengst Tobago Z das sechsköpfige Stechen in fehlerfreier Bestzeit an und verwies den Belgier Gregory Wathelet mit Iron Man auf Platz zwei.

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei: Nach seinen Siegen bei den Weltcup-Qualifikationen von Verona und Madrid Ende 2018 gelang nun bei der letzten Etappe in Bordeaux der dritte Triumph. Erneut mit dem elfjährigen Zangersheider Hengst Tobago Z am Start, sicherte sich Daniel Deußer nach fehlerfreiem Umlauf seinen Platz im Stechen, das noch fünf weitere Reiter erreicht hatten. Rund eineinhalb Sekunden schneller als der Belgier Gregory Wathelet ritt Deußer über die Ziellinie (46,37 Sekunden). Sein Sieg wurde mit knapp 60.000 Euro belohnt. „Ehrlich gesagt, so eine Saison hatte ich noch nie. Nicht nur drei Siege, sondern auch Vierter in Leipzig und Dritter in Amsterdam, das ist ganz großartig“, sagte Deußer zurecht begeistert.

Der zweitplatzierte Gregory Wathelet (47,72) konnte mit dem ebenfalls elfjährigen belgischen Hengst Iron Man van de Padenborre den drittbesten Reiter locker auf Abstand halten: Der Spanier Eduardo Alvarez Aznar benötigte mit seinem französischen Wallach Rokfeller de Pleville Bois Margot 49,16 Sekunden.

Für Daniel Deußers deutsche Mitstreiter verlief der Weltcup wenig glücklich. Marcus Ehning (Borken) und sein Westfale Funky Fred sammelten acht Fehlerpunkte, Ludger Beerbaum (Riesenbeck) und der Holsteiner Casello zwölf, und Beerbaums Angestellter Christian Kukuk gab mit dem Westfalen Limonchello sogar auf.

Nach der letzten der 13 Stationen stehen die 18 qualifizierten Reiter aus der Westeuropa-Liga für das Finale in Göteborg Anfang April fest. Daniel Deußer führt das Ranking mit 99 Punkten an, auf Platz zwei folgt Christian Ahlmann (72). Mit dabei sind ferner Steve Guerdat (SUI), Kevin Staut (FRA), Martin Fuchs (SUI), Henrik von Eckermann (SWE), Gudrun Patteet (BEL), Irma Karlsson (SWE), Edwina Tops-Alexander (AUS), Lorenzo de Luca (ITA), Francois Mathy Jr (BEL), Niels Bruynseels (BEL), Max Kühner (AUT), Eduardo Alvarez Aznar (ESP), Olivier Robert (FRA), Olivier Philippaerts (BEL) und Peder Fredricson (SWE). Auf den Plätzen 19 bis 21 folgen mit Ludger Beerbaum, Hans-Dieter Dreher und Marcus Ehning drei deutsche Reiter. Sie können nur dann in Göteborg starten, wenn qualifizierte Reiter auf die Teilnahme am Weltcup-Finale verzichten.     hen

Amsterdam: Daniel Deußer wird Dritter im Weltcup

That winning feeling!! Sweden’s Henrik von Eckermann celebrates his extraordinary victory with Toveks Mary Lou in today’s twelfth leg of the Longines FEI Jumping World Cup™ 2018/2019 Western European League in Amsterdam (NED). (FEI/Arnd Bronkhorst)
That winning feeling!! Sweden’s Henrik von Eckermann celebrates his extraordinary victory with Toveks Mary Lou in today’s twelfth leg of the Longines FEI Jumping World Cup™ 2018/2019 Western European League in Amsterdam (NED). (FEI/Arnd Bronkhorst)

Amsterdam (fn-press). Weltcup-Sieg in Verona, Sieg auch in Madrid, und beinahe hätte es auch mit dem dritten Triumph in Amsterdam geklappt. Für Daniel Deußer (Mechelen/Belgien) und Tobago Z endete das Stechen des Weltcup-Springens letztlich mit Platz drei. Der 37-Jährige konnte dennoch sehr zufrieden sein, denn im Großen Preis belegte er noch den zweiten Platz mit der Stute Jasmien vd. Bisschop.

Das Weltcup-Springen von Amsterdam hatte es wahrlich in sich. Lange Zeit waren es nur zwei Reiter, die den anspruchsvollen, von dem Niederländer Louis Konickx gebauten Parcours fehlerfrei überwunden hatten. Erst gegen Ende der Prüfung wuchs das Feld im Stechen auf acht Paare an. Mit von der Partie: Daniel Deußer und der elfjährige Zangersheider Fuchshengst Tobago Z . Die beiden gaben im Stechen alles, Deußer riskierte extrem enge Wendungen, und dennoch sollte die Zeit von 33,54 Sekunden nicht reichen. Der nach ihm startende Schweizer Pius Schwizer und der Mecklenburger Wallach Cortey Cox (v. Carlo) waren noch einen Hauch schneller unterwegs (33,34), aber auch für den Eidgenossen zerplatzte die Hoffnung auf den Sieg. Noch mal über zwei zehntel Sekunden flotter galoppierte schließlich der Schwede Henrik von Eckermann mit seiner großartigen westfälischen Montender-Tochter Toveks Mary Lou über die Ziellinie (0/33,01): Sieg und knapp 50.000 Euro Preisgeld in der mit insgesamt 151.000 Euro dotierten Weltcup-Prüfung. Marcus Ehning (Borken) hatte Pech, sein 16-jähriger französischer Wallach Pret a Tout trat einmal die Stange herunter. Als 13. verpasste Ehning knapp die Platzierungsränge.

Auch wenn der dritte Weltcup-Sieg Daniel Deußer versagt blieb, so hatte der 37-Jährige doch allen Grund, mit sich und seinen Pferden zufrieden zu sein. Am Vortag hatte er im Großen Preis von Amsterdam mit der zehnjährigen belgischen Schimmelstute Jasmien vd. Bisschop den zweiten Platz hinter dem siegreichen Franzosen Simon Delestre mit Hermes Ryan belegt. Platz drei erzielte er außerdem mit der erst neunjährigen belgischen Stute Kiana van het Herdershof in einem weiteren Fünf-Sterne-Springen.

Noch eine Qualifikation steht vor dem Weltcup-Finale in Göteborg Anfang April aus: Am kommenden Wochenende haben die Aktiven in Bordeaux letztmalig Gelegenheit, Punkte zu sammeln. Aus deutscher Sicht sicher in Göteborg dabei sind Daniel Deußer, der nun mit 79 Punkten in Führung liegt, und Christian Ahlmann (72).   hen

Amsterdam: Platz 1 bis 3 für Deutschland

Isabell Werth gewinnt mit Weihegold die Weltcup-Qualifikation in Neumünster (Foto: FEI/Arndt Bronkhorst)
Isabell Werth gewinnt mit Weihegold die Weltcup-Qualifikation in Neumünster (Foto: FEI/Arndt Bronkhorst)

Amsterdam (fn-press). Eine beeindruckende Kostprobe ihrer Stärke auf dem Viereck gaben die deutschen Reiterinnen bei der Weltcup-Etappe in Amsterdam ab. Isabell Werth (Rheinberg) siegte mit der Stute Weihegold OLD vor Dorothee Schneider (Framersheim), die den Wallach Sammy Davis jr. an den Start brachte. Auf Rang drei folgte mit Helen Langehanenberg und dem Hengst Damsey FRH wiederum ein deutsches Paar.

Sieg Nummer zwei in der laufenden Weltcup-Saison für Weihegold: Nach Stockholm Anfang Dezember 2018 gewann die 14-jährige Oldenburgerin mit Isabell Werth nun auch ihre zweite Weltcup-Kür. Die Don Schufro-Tochter erhielt von den fünf Richtern für ihre makellose Vorführung zwischen 84 und 88 Prozent, im Schnitt übernahm das Paar mit 86,81 Prozent deutlich die Führung. Das Amsterdamer Publikum spendierte standing ovations. Über vier Prozent weniger erzielte Dorothee Schneider (82,675). Auch ihr 13-jähriger bayerischer Wallach Sammy Davis v. San Remo machte seine Sache bestens. Dieselbe Rangierung an erster und zweiter Stelle hatte es am Vortrag auch im Grand Prix gegeben.

Verlief der Grand Prix für Helen Langehanenberg mit dem Hannoveraner Damsey vielleicht ein wenig enttäuschend (Platz sieben), präsentierte sich der 17-jährige Sohn des Dressage Royal in der Kür in Topform. 82,440 Prozent bedeuteten Platz drei. Eine so große Dominanz gelingt den deutschen Weltcup-Akteuren auch nicht alle Tage. Die mit nach Amsterdam gereiste Bundestrainerin Monica Theodorescu hatte jedenfalls allen Grund, stolz auf ihre „Mädels“ zu sein.

Auf dem vierten Rang schloss sich der Schwede Patrik Kittel mit dem Oldenburger Delauny an (82,29). Für die gastgebenden Niederländer erreichte Hans Peter Minderhoud mit dem KWPN-Hengst Glock’s Dream Boy das fünftbeste Ergebnis (81,38). Als vierter deutscher Starter ging Frederic Wandres (Hagen a.T.W.) in Amsterdam auf Punktejagd. Mit dem zwölfjährigen Hannoveraner Duke of Britain bekam der Bereiter auf dem Hof Kasselmann 77,08 Prozent (Platz zehn).

Noch zweimal macht der Dressur-Weltcup auf dem Weg zu seinem Finale in Göteborg (3. bis 7. April) Station: in Neumünster und in s’Hertogenbosch. Die meisten Punkte hat bislang Dorothee Schneider auf dem Konto (70), knapp gefolgt von Helen Langehanenberg (68) und Benjamin Werndl (65). Neben der vorqualifizierten Titelverteidigerin Isabell Werth kann Deutschland noch zwei weitere Teilnehmer schicken. Es bleibt also spannend, wer sein Ticket lösen wird.   hen

Leipzig: Christian Ahlmann siegt zum siebten Mal im Großen Preis

Germany’s Christian Ahlmann won his second qualifier of the season with a brilliant performance from Caribis Z at the eleventh leg of the Longines FEI Jumping World Cup™ 2018/2019 Western European League in Leipzig (GER) today. (FEI/Leanjo de Koster)
Germany’s Christian Ahlmann won his second qualifier of the season with a brilliant performance from Caribis Z at the eleventh leg of the Longines FEI Jumping World Cup™ 2018/2019 Western European League in Leipzig (GER) today. (FEI/Leanjo de Koster)

Leipzig (fn-press). Die Leipziger Messehallen sind einfach ein gutes Pflaster für Christian Ahlmann und seine Pferde. Zum siebten Mal gewann der 44-Jährige aus Marl den Großen Preis – das Weltcup-Springen im Rahmen der Messe Partner Pferd – diesmal mit Caribis Z. Es war Ahlmanns zweiter Weltcup-Sieg in dieser Saison. Damit übernahm er nun auch die Führung in der Gesamtwertung.

Vier deutsche Paare hatten es in das siebenköpfige Stechen des Großen Preises von Leipzig geschafft. Tobias Meyer (Neuenkirchen) und seine Stute Queentina, die aus der Oldenburger Springpferdezucht stammt (von Coupe de Coeur – Quidam’s Rubin), hatten den ersten Umlauf als erstes deutsches Paar fehlerfrei absolviert. Das Stechen beendeten sie mit acht Strafpunkten auf Rang sieben. Marcus Ehning (Borken) und seinem westfälischen Hengst Comme il Faut (von Cornet Obolensky – Ramiro) wurde gleich der erste Sprung zum Verhängnis – vier Strafpunkte, aber in kurzer Zeit (39.95sec). Noch ein wenig schneller waren Daniel Deußer (Mechelen/BEL) und Tobago Z unterwegs – sie benötigten 39.53 Sekunden für den Stechparcours, doch auch bei ihnen fiel eine Stange. Die beiden deutschen Paare machten somit die Plätze vier und fünf unter sich aus. Ohne Fehler beendeten der Belgier Francois Mathy jr. mit Uno de la Roque und der Italiener Lorenzo de Luca mit dem Oldenburger Hengst Armitage’s Boy (von Armitage – Feo) das Stechen. Ein wenig schneller war letztlich Mathy (41.49sec), der damit den zweiten Platz vor de Luca (42.19sec) belegte.

Als letztes Paar im Stechen hatten Ahlmann und Caribis also den Sieg in der Hand – und ließen ihn sich nicht nehmen. 40.70 Sekunden benötigten die beiden für ihren Triumph. „Das einzige, worüber ich in diesem Moment unglücklich bin ist, dass Leipzig nur einmal im Jahr stattfindet“, sagte Christian Ahlmann nach der Siegerehrung. „Dieses Turnier ist einfach etwas ganz Besonderes für mich. Hier läuft es immer sehr, sehr gut. Auch heute hatte ich das nötige Quäntchen Glück. Als letzter Starter im Stechen konnte ich die Konkurrenz gut beobachten und wusste, dass ich zwar zügig, aber nicht mit dem allerletzten Risiko reiten muss.“

In den vergangenen zehn Jahren siegte Ahlmann sieben Mal im Großen Preis von Leipzig, 2011 gewann er dort das Weltcup-Finale mit seinem Ausnahme-Hengst Taloubet Z, den er 2018 mit einem erneuten Erfolg in den sportlichen Ruhestand schickte. „Nicht nur ich, sondern auch meine Pferde fühlen sich hier offensichtlich sehr wohl. Caribis hat sich in den letzten Jahren unheimlich gut entwickelt und ist aus dem Schatten meiner früheren Championatspferde Codex und Taloubet herausgetreten“, sagte Ahlmann.

Tickets für Göteborg in der Tasche
Mit diesem Sieg übernahm er auch die Führung in der Weltcup-Gesamtwertung. Leipzig war die elfte von 13 Qualifikationen für das Weltcup-Finale, das am ersten April-Wochenende im schwedischen Göteborg stattfindet. Ahlmann hatte Ende 2018 auch die Station in Mechelen/BEL gewonnen und kann nun sicher für das Finale planen. Dort will er auf den Hengst Clintrexo Z setzen, mit dem er in Mechelen siegte. Auch Daniel Deußer hat das Ticket für Göteborg in der Tasche – sein zweiter Platz in Leipzig bescherte ihm 13 weitere Punkte, sodass er nun Platz drei im Ranking einnimmt. 18 Reiter der Westeuropa-Liga dürfen am Finale teilnehmen. Ludger Beerbaum (Riesenbeck) rangiert derzeit auf Platz 14, Hans-Dieter Dreher auf Platz 17. Marcus Ehning hat durch seinen fünften Platz in Leipzig einen Sprung nach vorne gemacht und liegt jetzt in Lauerstellung auf Rang 21. Er hat noch die Chance, in Amsterdam/NED und Bordeaux/FRA zu punkten.

Bundestrainer Otto Becker konnte ein positives Fazit des Leipziger Turniers ziehen. Nicht nur der Große Preis, auch das Championat von Leipzig waren fest in deutscher Hand. Dieses hatte Marco Kutscher vor Deußer und Ahlmann gewonnen. Aus Sicht der Veranstalter war das Turnier ebenfalls ein voller Erfolg. Die Ausstellungsfläche war in diesem Jahr noch erweitert worden. Insgesamt waren 74.700 Besucher an den vier Turniertagen in die Messehallen gekommen, darunter auch Polit-Prominenz. Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt ließ sich zum Beispiel den Großen Preis nicht entgehen. jbc

Alle Informationen zum Weltcup der Springreiter erhalten Sie hier: https://inside.fei.org/hub/longines/longines-fei-world-cup%E2%84%A2-jumping-weu

Die Ergebnisse aus Leipzig finden Sie hier: https://www.longinestiming.com/#!/equestrian/2019/1520/html/en/longinestiming/resultlist_07.html

Die letzten Weltcup-Punkte sind verteilt – Multi-Champion Boyd Exell siegt in Leipzig

Boyd Exell aus Australien gewinnt den FEI Welt Cup Fahren der Vierspänner. Foto: Sportfotos-Lafrentz.de
Boyd Exell aus Australien gewinnt den FEI Welt Cup Fahren der Vierspänner. Foto: Sportfotos-Lafrentz.de

Leipzig – Die PARTNER PFERD, präsentiert von der Sparkasse Leipzig und der Sparkassen-Finanzgruppe Sachsen, war die letzte Etappe des FEI Driving World Cup. Es siegte Boyd Exell und nun stehen sie fest, die Finalisten für Bordeaux.

Er ist schon oft als Favorit in Leipzig an den Start gegangen, denn er hat schon alles gewonnen, was es im Fahrsport zu gewinnen gibt. Und auch in diesem Jahr kam Boyd Exell (AUS) als aktueller Weltmeister in die Sachsenmetropole. Letztlich gewonnen hatte er bisher drei Mal beim FEI Driving World Cup in Leipzig, aber es hatte auch schon Niederlagen für ihn hier gegeben, wie zum Beispiel im vergangenen Jahr, als der Schweizer Jérome Voutaz siegreich am Thron dieser lebenden Fahrerlegende rüttelte. Doch diesmal lief es gewohnt gut für den Australier. Er siegte und verwies einen anderen Jungspund in die Schranken. 

Bram Chardon (NED), Sohn des Erfolgsfahrers Ijsbrand Chardon, sicherte sich Platz zwei, gefolgt von Voutaz auf Rang drei. Da Exell mit einer Wildcard in Leipzig an den Start ging, musste er den Topscore an den Zweitplatzierten abgeben, der sich somit auf Platz zwei im FEI Driving World Cup-Ranking vorschob. Und er gibt zu, er fühle den Atem von Bram Chardon regelrecht im Nacken: „Das hat wohl etwas mit der Jugend zu tun, als ich in dem Alter war, hab ich auch versucht, die älteren Fahrer zu ärgern“, lachte Exell. „Ich musste mich schon sehr konzentrieren, weil ich weiß, dass Bram richtig schnell sein kann“, außerdem bekommt Chardon natürlich exzellente Tipps von seinem Vater Ijsbrand, bei dem es in Leipzig eher durchwachsen lief: „Wir leben zusammen, wir trainieren zusammen, wir tauschen Gespanne. Im Parcours sind wir natürlich Konkurrenten, aber ansonsten arbeiten wir sehr eng miteinander und unterstützen uns natürlich so gut es eben geht!“ Das nächste Aufeinandertreffen von Bram und Ijsbrand Chardon mit Boyd Exell wird es also nun beim Finale in Bordeaux Anfang Februar geben. 

Strahlende Gesichter gab es auch bei den Organisatoren. Turnierchef Volker Wulff verkündete einen neuen Besucherrekord mit 74.700 Besuchern: „Langsam ist es fast ein bisschen unheimlich, weil wir Jahr für Jahr bessere Zahlen erreichen, die sich schon im Vorverkauf ankündigen.“ Dem pflichtete Leipzigs Messe-Chef Martin Buhl-Wagner bei: „Über die PARTNER PFERD zu gehen, macht große Freude, denn es ist voll und das zeigt mir, dass wir offensichtlich wieder alles richtig gemacht haben, auch mit der Erweiterung um die Glashalle.“ Die PARTNER PFERD 2020 findet übrigens statt vom 16. bis 19. Januar 2020.

Dienstag, 22. Januar, 16.00 bis 17.00 UhrEurosport, Highlights
Im Livestream werden die Prüfungen der FEI World Cups (Springen, Fahren, Voltigieren) von FEI.TV im Internet übertragen, alle weiteren Prüfungen der PARTNER PFERD können Sie bei ClipMyHorse.TVverfolgen

Über die PARTNER PFERD:
Traditionell zu Beginn des Jahres vereint die PARTNER PFERD hochkarätigen Turniersport mit einer umfassenden Ausstellung, informative Sonderschauen mit unterhaltsamen Abendshows, eine Kinder-Erlebniswelt mit abwechslungsreichen Vorführungen und Präsentationen im Aktionsring. Die PARTNER PFERD zeigt facettenreichen Reitsport mit Stars zum Anfassen und lockt jährlich rund 70.000 Pferdesportfans, Profi- und Hobbyreiter sowie Interessenten für Urlaub und Freizeit zu Pferde nach Leipzig.

Die PARTNER PFERD im Internet: 
www.partner-pferd.de und www.facebook.com/partnerpferdleipzig

Weltcup Voltigieren: Dreifach-Sieg für deutsche Athleten in Leipzig

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Leipzig (fn-press). Die deutschen Voltigierer haben beim Weltcup in Leipzig erneut überzeugt und mit ihren Leistungen nahtlos an die Top-Ergebnisse der Weltreiterspiele angeschlossen. Den Schützlingen von Bundestrainerin Ulla Ramge und Disziplintrainer Kai Vorberg gelang bei der 22. Auflage der PARTNER PFERD (zum 11. Mal mit Voltigieren) ein Dreifach-Triumph. Janika Derks (Dormagen), Jannik Heiland (Wulfsen) sowie Theresa-Sophie Bresch und Torben Jacobs (Köln) gewannen die dritte der vier Qualifikationsetappen der Winter-Saison 2018/19.

Bereits im vergangenen Jahr hatte er auf dem Gelände der Leipziger Messe ganz oben gestanden. Zu Beginn des Turnierjahres 2019 feierte Jannik Heiland nun seinen zweiten Partner-Pferd-Sieg. Der 26-Jährige dominierte mit seinem Pferd Dark Beluga und Longenführerin Barbara Rosiny in beiden Durchgängen die Konkurrenz und gewann die Weltcup-Station deutlich mit 8,815 Punkten. Damit machte der Drittplatzierte des Vorjahres-Finals einen großen Schritt in Richtung erneuter Final-Teilnahme.
Auf Rang zwei in Leipzig landete Thomas Brüsewitz aus Köln. Der WM-Dritte aus dem Vorjahr ging mit seinem Pferd Danny Boy OLD sowie Longenführer Patric Looser an den Start und kam im Endergebnis auf 8,582 Punkte. Platz drei ging an den Kolumbianer Juan Martin Clavijo (8,275), gefolgt von Viktor Brüsewitz (8,04).

Bei den Damen überzeugte in Leipzig die amtierende Vize-Weltmeisterin Janika Derks aus Dormagen. Die Spitzenathletin vom RSV Neuss-Grimlinghausen stieg mit einem souveränen Sieg in die Weltcup-Saison ein. Mit 8,629 Punkten gewann die 28-jährige Physiotherapeutin mit Dark Beluga und Longenführerin Barbara Rosiny deutlich vor der Konkurrenz und verbuchte die maximale Ausbeute von 15 Zählern im Weltcup-Ranking. Für eine Überraschung sorgte die 18-jährige Alina Ross aus dem mecklenburgischen Userin. Die Vize-Europameiserin der Junioren landete bei ihrem ersten Turnier bei den Senioren gleich auf Rang zwei. Mit San Zero und Longenführerin Marion Schulze kam das ostdeutsche Gespann auf 7,779 Punkte. Rang drei ging an die amtierende Weltmeisterin Kristina Boe. Die 30-Jährige Unfall-Chirurgin, die vor zwei Jahren in Leipzig gewonnen hatte, verbuchte mit ihrem Don de la Mar und Longenführerin Winnie Schlüter nach einem Sturz im zweiten Durchgang 7,746 Punkte. Im Anschluss an den Weltcup in Leipzig wurde Boe offiziell aus dem Sport verabschiedet. In einer emotionalen Abschiedsrede rührte Wegbegleiter Kai Vorberg nicht nur die Hamburgerin selbst, die in den vergangenen Jahren alles gewinnen konnte, was es im Voltigiersport zu gewinnen gibt (EM-Gold 2017, WM-Gold 2018, Weltcup-Sieg 2018) zu Tränen. „Wir sind stolz, dich auf deinem Weg begleitet zu haben“, unterstrich der Co-Bundestrainer. Boe wird nun noch bei der Weltcup-Station in Offenburg und beim Finale in Saumur antreten. Das Turnier in Leipzig jedoch war ihr letzter Auftritt mit ihrem „Donny“, der übrigens in Leipzig von seinem Zuchtverband für seine Leistungen mit dem Namenszusatz DSP (Deutsches Sportpferd) ausgezeichnet wurde.

Der bereits zweite Sieg in dieser Weltcup-Saison gelang Torben Jacobs und Theresa-Sophie Bresch, die für das Team Norka des VV Köln-Dünnwald als einziges Pas-de-Deux angetreten waren. Die Rheinländer gewannen mit Danny Boy OLD und Longenführer Paric Looser mit 8,473 Punkten.

Die abschließende Qualifikations-Station für den Weltcup wird in zwei Wochen bei den Baden-Classics in Offenburg ausgetragen. Das Finale steigt im April im französischen Saumur.

Dubai: Philipp Weishaupt Dritter im Großen Preis

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Dubai (fn-press). Philipp Weishaupt (Riesenbeck) ritt im Großen Preis von Dubai, zugleich Weltcup-Etappe der arabischen Liga, auf Platz drei. Im vierköpfigen Stechen gelang dem 33-Jährigen mit seiner Oldenburger Stute Che Fantastica zwar die schnellste Runde, aber ein Abwurf machte den Sieg zunichte. Es wurde Platz drei hinter der Siegerin Janika Sprunger (Schweiz) und Paolo Paini (Italien).

Während der Frost Deutschland in diesen Tagen fest im Griff hat, genießt Philipp Weishaupt die Sonne Arabiens. Der Bereiter im Stall von Ludger Beerbaum besucht seit Anfang Januar die Spitzenturniere in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Nach Abu Dhabi führte die Tour nun in die Wüstenmetropole Dubai. Im Sattel der Stute Che Fantastica, die Weishaupt seit Sommer 2017 reitet, gelang einer der vier fehlerfreien Ritte im Umlauf des Großen Preises, der als Weltcup-Etappe der arabischen Liga ausgeschrieben war. Die zehnjährige Oldenburgerin v. Check In war zwar im Stechen mit 47,85 Sekunden die mit Abstand schnellste, aber ein Abwurf trübte das Ergebnis. So platzierte sich Weishaupt an dritter Stelle, denn die Schweizerin Janika Sprunger und der niederländische Hengst Bacardi blieben mit 49,96 Sekunden ebenso fehlerfrei wie der Italiener Paolo Paini mit der italienischen For Pleasure-Tochter Ottaca Meraviglia (51,29). Einmal ritt Weishaupt in Dubai als Sieger vom Platz: In der Weltcup-Qualifikation hatte er den Holsteiner Wallach Bela Horizonte v. Baloubet du Rouet eingesetzt und in diesem Zeitspringen die Ziellinie als schnellster überquert.

Von den deutschen Aktiven war auch Jörg Naeve (Bovenau) in Dubai am Start. Der 51-jährige Holsteiner ist seit Wochen in den Emiraten unterwegs. In Dubai war seine Partnerin die Holsteiner Stute Be Aperle VA. Die Clarimo-Tochter verfehlte mit fünf Fehlerpunkten allerdings die Platzierung im Großen Preis. Dennoch verliefen die Turniertage für Jörg Naeve sehr erfolgreich, denn mit Be Aperle gewann er das Eröffnungsspringen und mit der belgischen Stute HH Fleur gelang der zweite Platz in einem weiteren Fünf-Sterne-Springen.    hen

Mal wieder einfach Weltklasse – Die besten Pferdesportler kommen nach Leipzig

Am Donnerstag geht es los: DIE PARTNER PFERD 2019 mit Spitzensport, über 260 Ausstellern und dem neu geschaffenen Forum PFERD zum Erfahrungs- und Wissensaustausch rund ums Pferd. Foto:Thomas Hellmann
Am Donnerstag geht es los: DIE PARTNER PFERD 2019 mit Spitzensport, über 260 Ausstellern und dem neu geschaffenen Forum PFERD zum Erfahrungs- und Wissensaustausch rund ums Pferd. Foto:Thomas Hellmann

Leipzig – Noch 48 Stunden, dann geht sie los, die 22. PARTNER PFERD, präsentiert von der Sparkasse Leipzig und der Sparkassen-Finanzgruppe Sachsen. Und das heißt auch, dass die weltweite Elite im Springsattel, auf dem Kutschbock und im Voltigierzirkel wieder in die Leipziger Messe pilgert. Vom 17. bis 20. Januar wird hier um wertvolle Weltcup-Punkte gekämpft und zwar in drei Disziplinen. 

Sie kommen als Medaillenträger der vergangenen Weltreiterspiele, amtierende Europameister, Weltcup-Sieger, Nationenpreisreiter, Equipe-Fahrer und Team-Voltigierer. Sie sind die besten ihrer Disziplinen und treten in Leipzig mit ihren Top-Pferden an. Denn egal ob im Longines FEI Jumping World Cup, FEI Driving World Cup oder FEI Vaulting World Cup – die jeweiligen Finals stehen unmittelbar bevor und das Abschneiden in Leipzig ist entscheidend für die jeweilige Qualifikation. 

Gleich zwei Mitglieder der mit WM-Bronze dekorierten deutschen Equipe gehen in Leipzig an den Start, nämlich Marcus Ehning, der 2018 zudem den Großen Preis und den Nationenpreis von Aachen sowie den Großen Preis von Genf gewonnen hat. Außerdem kommt sein WM-Teamkollege Maurice Tebbel. Der Vorjahressieger im Sparkassen-Cup – Großer Preis von Leipzig, der Wertungsprüfung für den Longines FEI Jumping World Cup, Christian Ahlmann darf natürlich auch nicht fehlen. Er siegte übrigens auch bei der letzten Qualifikation vor dem Jahreswechsel in Mechelen (BEL). Auch Ludger Beerbaum macht weiterhin mit beim Weltcup, bester Deutscher im Ranking ist derzeit allerdings Daniel Deußer – beide kommen ebenfalls nach Leipzig. Genauso wie Hans-Dieter Dreher, der die Teilnahme am Finale in Leipzig fix machen möchte: „Ich habe jetzt 34 Punkte, das reicht noch nicht ganz und ich bräuchte in Leipzig mindestens eine gute Platzierung am Sonntag. Deshalb komme ich auch mit meiner derzeitigen Nummer eins im Stall: Berlinda“, erklärt Dreher und kann sich noch sehr gut an 2015 erinnern, als er mit Embassy II an Ort und Stelle gewann: „Die Siegerehrung in Leipzig war unvergesslich! Das Publikum ist total mitgegangen und bei der Ehrenrunde haben ganz viele die Hände in die Arena gehalten und ich hab die im Vorbeireiten abgeklatscht, das war genial!“

Die Springszene ein bisschen aufmischen wollen die beiden Vielseitigkeits-Multi-Champions Sandra Auffarth und Michael Jung, die beide schon mehrfach bewiesen haben, dass ihnen auch im Parcours alles zuzutrauen ist – Auffarth wurde dritte beim Deutschen Spring-Derby 2018 und Michael Jung war unter anderem im Großen Preis von Wiesbaden platziert. In Leipzig feiert Sandra Auffarth, unter anderem Doppelweltmeisterin der Vielseitigkeit von 2014, nun ihr Weltcup-Debut: „Ich bin schon ein bisschen aufgeregt, aber ich freue mich total darauf, wieder etwas Neues auszuprobieren“, lacht die 32-Jährige. In der Messehalle wird sie mit ihrem Derby-Pferd Nupafeed’s La Vista und Landlort in der großen Tour starten, außerdem bringt sie noch ein siebenjähriges Pferd für den Equiline Youngster Cup mit.

Aus der WM-Silber-Mannschaft reist die schwedische Erfolgsamazone Malin Baryard-Johnsson zur PARTNER PFERD. Aber auch der Einzel-Vize-Weltmeister Martin Fuchs (SUI) hat in Leipzig genannt. Lange um eine WM-Medaille mitgeritten ist auch Max Kühner (AUT), der letztlich sechster im Finale wurde und sich einiges für die Weltcup-Saison vorgenommen hat. Ganz vorne mit dabei und ziemlich sicher qualifiziert fürs Finale ist Kevin Staut (FRA), der im Weltcup-Ranking auf Platz drei und in der Weltrangliste auf Platz zwölf liegt. Die beiden herausragenden Italiener 2018 waren Alberto Zorzi und Lorenzo de Luca. Zorzi wurde vierter in der hochdekorierten Endabrechnung der Longines Global Champions Tour, de Luca wurde siebter im Finale der WM und auch sie gehen in Leipzig auf Weltcup-Punkte-Jagd.

Besonders unter den Eindrücken der Weltreiterspiele in Tryon stehen die Starterlisten im FEI Driving World Cup und im FEI Vaulting World Cup. Bei den Fahrern strahlt weiterhin der Stern von Ausnahmefahrer Boyd Exell (AUS) besonders hell. Im Sommer fuhr er seinen fünften Weltmeistertitel ein, sieben Mal gewann er das Finale im FEI Driving World Cup und er ist ungebrochen siegeshungrig. Aber seine Konkurrenz in Leipzig kann sich allemal sehen lassen: Team-Weltmeister und Einzel-Vizemeister Chester Weber (USA), das komplette Vize-Weltmeisterteam aus den Niederlanden mit Bram und Ijsbrand Chardon sowie Koos de Ronde, der Team- und Einzel-Bronzemedaillengewinner Edouard Simonet (BEL) – sie alle werden Exell in der Leipziger Messe im Nacken sitzen. Wer einmal Fahrsport bei der PARTNER PFERD erlebt hat, weiß dass das Wort ‚Stimmung‘ hier nicht ausreicht: Begeisterung, Ekstase, Leidenschaft – die Halle bebt, wenn die Vierspänner unterwegs sind!

Einen prickelnden Gegensatz liefern die Voltigierer und auch die eleganten Turner zu Pferd bringen einen üppigen Strauß von sage und schreibe acht WM-Medaillen mit. Allen voran: Kristina Boe. Mit Doppelgold im Gepäck (Einzel- und Teamwertung) reist sie mit ihrem WM-Pferd Don de la Mar nach Leipzig, und zwar um sich zu verabschieden. Nach der Weltcup-Saison ist nämlich Schluss: „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“, fasst die 30-Jährige ihre Entscheidung zusammen. In Leipzig wird sie also zum letzten Mal ihre zauberhafte Kür zeigen, die sie dem Leben der Forscherin Jane Godell gewidmet hat. Eine PARTNER PFERD ohne die Brüder Victor und Thomas Brüsewitz ist kaum vorstellbar, und so sind die beiden auch in diesem Jahr dabei. Letzterer erreichte Herren-Bronze in Tryon. Neu in Leipzig ist Janika Derks, die Einzel-Silber und Bronze im Pas de Deux gewann. Jannik Heiland war ebenfalls Mitglied im Gold-Team und sicherte sich den Vize-Einzeltitel, auch er wird für den Weltcup punkten wollen.

Eigentlich waren die Sitzplätze am Turniersamstag und -sonntag bereits ausverkauft, aber „wir haben nochmal alles zusammengekratzt, was an Rückläufen unter anderem aus Ehrenkarten da war, und jetzt gibt es für die beiden Tage noch etwa 100 Sitzplatz-Tickets. Auch für den Freitag mit der Sparkassen Sport-Gala gibt es noch wenige Restkarten“, freut sich Turnierchef Volker Wulff, der mit vollem Haus bei der 22. PARTNER PFERD rechnen kann.

TICKETS

PARTNER PFERD Tickets für alle vier Veranstaltungstage können online unter www.partner-pferd.de/de/ticket, unter der Vorverkaufsnummer 0800-21 81 050 oder an den bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden. Die PARTNER PFERD in Leipzig ist immer ein Garant für ein unvergessliches Erlebnis für die ganze Familie.

Über die PARTNER PFERD

Traditionell zu Beginn des Jahres vereint die PARTNER PFERD hochkarätigen Turniersport mit einer umfassenden Ausstellung, informative Sonderschauen mit unterhaltsamen Abendshows, eine Kinder-Erlebniswelt mit abwechslungsreichen Vorführungen und Präsentationen im Aktionsring. Die PARTNER PFERD zeigt facettenreichen Reitsport mit Stars zum Anfassen und lockt jährlich rund 70.000 Pferdesportfans, Profi- und Hobbyreiter sowie Interessenten für Urlaub und Freizeit zu Pferde nach Leipzig.

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Mechelen: Ahlmanns letzter Triumph 2018

Christian Ahlmann gewinnt Weltcup-Springen in Mechelen (Foto: Dirk Caremans)
Christian Ahlmann gewinnt Weltcup-Springen in Mechelen (Foto: Dirk Caremans)

Mechelen (fn-press). Großer Erfolg einen Tag vor Silvester: Christian Ahlmann (Marl) beschließt das Jahr 2018 mit einem Sieg im Weltcup-Springen in Mechelen/Belgien. Sein erst neunjähriger Schimmelhengst Clintrexo bewies im vierköpfigen Stechen erneut seine große Klasse.

Die neunte Etappe des Weltcups der Springreiter führte die Aktiven ins Messezentrum von Mechelen/Belgien. Nur vier Paare schafften es, den anspruchsvollen Parcours fehlerfrei zu meistern und sich fürs Stechen zu empfehlen, darunter auch Ludger Beerbaum (Riesenbeck) und Christian Ahlmann (Marl). Der Franzose Kevin Staut setzte mit dem Holsteiner Wallach Edesa’s Cannary (v. Caretino) als erster Starter mit fehlerfreien 40,98 Sekunden die Marke, die es  zu „knacken“ galt. Der niederländischen Nummer 1 der Welt, Harrie Smolders, gelang es als nächster Reiter mit seinem Spitzenpferd Don VHP Z nicht (0/41,4). Nicht glücklich verlief das Stechen für Ludger Beerbaum. Sein Holsteiner Hengst Casello v. Casall verweigerte an einem Oxer, es summierten sich insgesamt 14 Fehlerpunkte. Am Ende sollte es Platz vier werden. Als Letzter des Quartetts im Stechen hatte es Christian Ahlmann in der Hand. Sein hochtalentierter neunjähriger Zangersheider Hengst Clintrexo flog geradezu über die Hindernisse. Fehlerfreie 39,87 Sekunden bedeuteten den Sieg.

Nach neun von 13 Stationen des Weltcups der Westeuropa-Liga liegt weiterhin der Schweizer Steve Guerdat mit 58 Punkten in Führung, dahinter Daniel Deußer und Kevin Staut (jeweils 51). Christian Ahlmann folgt an Position sechs (46 Punkte), Ludger Beerbaum an neun (38).

Daniel Deußer, der in unmittelbarer Nachbarschaft des Messegeländes von Mechelen lebt, konnte sich zwar mit dem OS-Wallach Calisto Blue im Weltcup-Springen nicht fürs Stechen qualifizieren, aber für ihn verliefen die Turniertage dennoch recht erfreulich: Im Großen Preis einen Tag zuvor behauptete er sich mit der erst neunjährigen Stute Jasmien vd. Bisschop an zweite Stelle hinter dem Belgier Koen Vereecke und Jativia. In einem weiteren 1,50-Meter-Springen platzierte sich Deußer zudem mit Jasmien an dritter Stelle.   hen