Amsterdam: Platz 1 bis 3 für Deutschland

Isabell Werth gewinnt mit Weihegold die Weltcup-Qualifikation in Neumünster (Foto: FEI/Arndt Bronkhorst)
Isabell Werth gewinnt mit Weihegold die Weltcup-Qualifikation in Neumünster (Foto: FEI/Arndt Bronkhorst)

Amsterdam (fn-press). Eine beeindruckende Kostprobe ihrer Stärke auf dem Viereck gaben die deutschen Reiterinnen bei der Weltcup-Etappe in Amsterdam ab. Isabell Werth (Rheinberg) siegte mit der Stute Weihegold OLD vor Dorothee Schneider (Framersheim), die den Wallach Sammy Davis jr. an den Start brachte. Auf Rang drei folgte mit Helen Langehanenberg und dem Hengst Damsey FRH wiederum ein deutsches Paar.

Sieg Nummer zwei in der laufenden Weltcup-Saison für Weihegold: Nach Stockholm Anfang Dezember 2018 gewann die 14-jährige Oldenburgerin mit Isabell Werth nun auch ihre zweite Weltcup-Kür. Die Don Schufro-Tochter erhielt von den fünf Richtern für ihre makellose Vorführung zwischen 84 und 88 Prozent, im Schnitt übernahm das Paar mit 86,81 Prozent deutlich die Führung. Das Amsterdamer Publikum spendierte standing ovations. Über vier Prozent weniger erzielte Dorothee Schneider (82,675). Auch ihr 13-jähriger bayerischer Wallach Sammy Davis v. San Remo machte seine Sache bestens. Dieselbe Rangierung an erster und zweiter Stelle hatte es am Vortrag auch im Grand Prix gegeben.

Verlief der Grand Prix für Helen Langehanenberg mit dem Hannoveraner Damsey vielleicht ein wenig enttäuschend (Platz sieben), präsentierte sich der 17-jährige Sohn des Dressage Royal in der Kür in Topform. 82,440 Prozent bedeuteten Platz drei. Eine so große Dominanz gelingt den deutschen Weltcup-Akteuren auch nicht alle Tage. Die mit nach Amsterdam gereiste Bundestrainerin Monica Theodorescu hatte jedenfalls allen Grund, stolz auf ihre „Mädels“ zu sein.

Auf dem vierten Rang schloss sich der Schwede Patrik Kittel mit dem Oldenburger Delauny an (82,29). Für die gastgebenden Niederländer erreichte Hans Peter Minderhoud mit dem KWPN-Hengst Glock’s Dream Boy das fünftbeste Ergebnis (81,38). Als vierter deutscher Starter ging Frederic Wandres (Hagen a.T.W.) in Amsterdam auf Punktejagd. Mit dem zwölfjährigen Hannoveraner Duke of Britain bekam der Bereiter auf dem Hof Kasselmann 77,08 Prozent (Platz zehn).

Noch zweimal macht der Dressur-Weltcup auf dem Weg zu seinem Finale in Göteborg (3. bis 7. April) Station: in Neumünster und in s’Hertogenbosch. Die meisten Punkte hat bislang Dorothee Schneider auf dem Konto (70), knapp gefolgt von Helen Langehanenberg (68) und Benjamin Werndl (65). Neben der vorqualifizierten Titelverteidigerin Isabell Werth kann Deutschland noch zwei weitere Teilnehmer schicken. Es bleibt also spannend, wer sein Ticket lösen wird.   hen

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Stockholm: Doppelsieg für Weihegold OLD

FN Logo (Herkunft: FN)
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Stockholm (fn-press). Die Turnierpause ist beendet, die Oldenburger Stute Weihegold OLD kehrte in Stockholm auf die sportliche Bühne zurück und siegte mit Isabell Werth (Rheinberg) im Grand Prix und in der Kür. Platz zwei im hochdotierten Wettbewerb „Saab Top Ten Dressage“ belegte der Schwede Patrik Kittel mit Delaunay OLD.

Gemeinsam mit dem Automobilhersteller Saab und dem Stockholmer Veranstalter hatte Patrik Kittel im vergangenen Jahr das Top-Ten-Finale der weltbesten Dressurreiter ins Leben gerufen. Die Premiere erwies sich als voller Erfolg, sodass nun die zweite Auflage folgte. Gleich drei deutsche Paare gingen in Schwedens Hauptstadt an den Start, es wären sogar vier gewesen, denn qualifiziert war auch Sönke Rothenberger (Bad Homburg). Aber der Student musste absagen, weil er keinen Dispens von seiner Universität erhalten habe, teilt die Familie mit.

So konnte Isabell Werth ihrer Favoritenrolle souverän gerecht werden. Ihre 14-jährige Oldenburger Stute Weihegold hatte seit dem Turnier in Donaueschingen im August Pause und startete in Stockholm brillant in die Hallensaison. Die Don Schufro-Tochter begeisterte in allen Lektionen der schweren Kür und wurde von den fünf Richtern sehr deutlich an die Spitze rangiert (89,775 Prozent). Die für Dressurverhältnisse mit umgerechnet rund 233.000 Euro extrem hoch dotierte Prüfung schüttete allein für das Siegerpaar 70.000 Euro aus.

Während Isabell Werths Weihegold in der Vergangenheit schon die magischen 90 Prozent überwunden hatte und diesmal knapp unter ihrem Rekord blieb, erzielte der Schwede Patrik Kittel mit dem Oldenburger Wallach Delaunay v. Dr. Doolittle ein neues Bestergebnis: 85,875 Prozent, Platz zwei für den im Münsterland lebenden 42-Jährigen.

Auch Isabell Werths deutsche Kolleginnen beendeten die Kür im satten 80er-Bereich. Dorothee Schneider (Framersheim) wurde mit dem bayerischen Wallach Sammy Davis jr. v. San Remo Dritte (84,725 Prozent), Helen Langehanenberg (Billerbeck) führte den Hannoveraner Damsey v. Dressage Royal auf Platz vier (83,495). Mit Tinne Vilhelmson Silfven und dem Hannoveraner Don Auriello sowie Therese Nilshagen und dem Oldenburger Hengst Dante Weltino schlossen sich zwei weitere schwedische Paare an, so dass der Wettbewerb zu einem deutsch-schwedischen „Duell“ geriet. hen

Donaueschingen: Cosmo und Weihegold siegen

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Donaueschingen (fn-press). Über ein hochklassig besetztes Dressurfeld konnten sich Zuschauer und Veranstalter des 62. Internationalen S.D. Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnisturniers in Donaueschingen freuen. Mit Isabell Werth (Rheinberg) und Sönke Rothenberger (Bad Homburg) stellten sich zwei Kandidaten für die Weltreiterspiele dem Wettkampf.

Dass sich das Geschehen auf dem Dressurviereck des traditionsreichen CHI Donaueschingen zu einer spannenden Angelegenheit entwickeln würde, war vor allem zwei Paaren zu verdanken: Isabell Werth und Sönke Rothenberger, deren Spitzenpferde Weihegold und Cosmo beim CHIO in Aachen nicht an der zweiten Sichtung für die Weltreiterspiele in Tryon teilgenommen hatten, sattelten ihre WM-Kandidaten zum Formcheck im Schlosspark von Donaueschingen. Während die 13-jährige Oldenburgerin Weihegold v. Don Schufro mit Isabell Werth im Grand Prix ihr Bestes gab (82,652 Prozent), schenkte der elf Jahre alte niederländische Wallach Cosmo v. Van Gogh seiner Umwelt mehr Aufmerksamkeit, als seinem Reiter Sönke Rothenberger recht sein konnte. In einer Ecke reagierte der braune Wallach so widersetzlich, dass er mit zwei Beinen sogar das Viereck verließ. Sönke Rothenberger schaffte es zwar, ihn zur weiteren Mitarbeiter zu motivieren, aber mehr als Platz drei mit 76,196 Prozent war an diesem Tag nicht drin. Zwischen den ungestümen Cosmo und die Siegerin Weihegold schob sich Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen), die ihre niederländische Stute Zaire E sehr schön präsentierte (76,413).
Im Grand Prix Special wurden die Karten neu gemischt. Jetzt spielten Tänzer Cosmo und Rothenberger ihre ganze Klasse aus und brillierten in allen Lektionen mit höchstem Ausdruck. 84,652 Prozent sprachen für sich. Neuer internationaler Rekord für dieses Paar im Special, das in Balve bei den nationalen Titelkämpfen mit knapp einem Prozent weniger Deutscher Meister (Special) geworden war. Weihegold rangierte mit einer ebenfalls hervorragenden Prüfung an zweiter Stelle (81,745), Jessica von Bredow-Werndl und Zaire folgten mit 77,383 Prozent auf Rang drei.
Der Rest des Feldes stand ein wenig im Schatten der drei Olympia-Kaderreiter, zeigte aber auch sehr ansprechende Leistungen. Vierter wurde Frederic Wandres (Hagen a.T.W.) mit dem Hannoveraner Duke of Britain v. Dimaggio. Das Paar beendete den Special mit 73,426 Prozent. Auf Platz fünf behauptete sich die Schweizerin Anna-Mengia Aerne mit dem Deutschen Sportpferd Raffaelo Va Bene v. Royal Diamond (72,17).     hen

Dreamteam beim CHI Donaueschingen – Isabell Werth und Weihegold OLD

Isabell Werth mit Weihegold OLD (Foto: Stefan Lafrentz)
Isabell Werth mit Weihegold OLD (Foto: Stefan Lafrentz)

Zusammen sind sie das weltbeste Dressurpaar: Isabell Werth und Weihegold OLD zieren die Pole-Position der Weltrangliste und kommen beide zum CHI Donaueschingen. Deutschlands Dressur-Queen  – weltweit erfolgreichster Reitsportler aller Zeiten – hat sich entschieden, ihre Olympiastute Weihegold OLD beim CHI an den Start zu bringen.

“Da wir ja in Absprache mit dem Dressurausschuss entschieden haben, Bella Rose in Aachen zu zeigen, war der Plan dann ohnehin so, das Weihegold Ende August –  also vor den Weltreiterspielen – nochmal bei einem Turnier an den Start gehen soll”, erläutert Isabell Werth den “Schwenk”. Ursprünglich war der Grand Prix-Held Don Johnson FRH für Donaueschingen vorgesehen. Der Hannoveraner ist eine echte Wundertüte, mal Top-Athlet mit Weltklassequalität, mal echter Lausebengel  – immer aber ein Hingucker.

Das Erfolgspferd

Nun dürfen sich die Dressurfans beim CHI Donaueschingen auf Isabell Werth mit ihrer schwarzen Schönheit freuen. Mit der jetzt 13 Jahre alten Oldenburger Stute Weihegold OLD, die eine Bilderbuchkarriere aufweisen kann, gewann Isabell Werth Mannschafts-Gold und Einzel-Silber bei den Olympischen Spielen in Rio 2016, außerdem Doppel-Gold bei den Europameisterschaften 2017 in Göteborg und die Weltcup-Finals  2017 und 2018. “Weihe”, wie sie meistens nur genannt wird, ist eine Tochter von Don Schufro, ihre Mutter Weihevoll stammt von Sandro Hit ab. So konzentriert, brav und immer gleichmäßig die Stute auch wirkt, ist sie doch sensibel, schlau und höchst aufmerksam. Weihegold punktet in Piaffe und Passage und in den Übergängen – all das beherrscht sie mit der Sicherheit eines Metronoms. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist fressen – bevorzugt übrigens Möhren. Madame verfügt über einen gesunden und ausgeprägten Appetit. Tägliche Arbeit, Ausgang auf Paddock und Weide halten Weihegold OLD bei Laune und guter Figur.

Vor Tryon nach Donaueschingen

Die Weltreiterspiele im US-amerikanischen Tryon beginnen am 6. September, bis dahin gilt es, in jeder Disziplin die Pferde vor allem gesund, fit und in Turnierform zu halten. Der deutsche Vierspännerfahrer Georg von Stein aus Modautal kurvt beim CAI in Donaueschingen also genauso durch die kombinierte Prüfung im Fahren wie Isabell Werth im Dressurviereck die beste und gleichmäßigste Vorstellung anstrebt. Je besser die Konkurrenz, desto höher der Antrieb…

Werth befindet sich durchaus in einer ungewöhnlichen Situation. Vier hochklassige Grand Prix-Pferde, drei davon beständig über 80 Prozent in den Ergebnissen, das hat man auch als fleißigste Ausbilderin selten. “Ich habe noch nie zuvor drei Pferde gleichzeitig mit über 80-Prozent-Ergebnissen gehabt”, bekennt die Rheinländerin. Kaum eine oder einer hält allerdings mit so viel Ausdauer an einem Pferd fest. Bella Rose`s Verletzungspause war lang, gleichwohl hat die Reiterin der Fuchsstute alle Zeit der Welt gegeben. Legendär auch die “Hoch`s und Tief`s” mit Satchmo, dessen Weg zur Weltspitze mit Hindernissen gepflastert war.

Von Anfang bis Ende…

“Wenn ich mich einmal für ein Pferd entschieden habe, dann geht das bis zum letzten Atemzug”, sagt Isabell Werth schlicht. Und hält das auch ein, durch “dick und dünn”. Satchmo, Whisper und First Class verleben derzeit vergnügt ihre Rente in Rheinberg bei Isabell Werth wie zuvor Gigolo, Fabienne, Anthony, Apache oder Warum nicht FRH (Hannes). Doch nicht nur bis zum letzten Atemzug begleitet Werth Ihre Pferde – Sie bildet Ihre Schützlinge auch selbst aus und bringt Sie selbst bis in den großen Sport.

Die “Rentenversicherin” kommt nun zum CHI Donaueschingen, die Rentner und die Sportkollegen und -kolleginnen im Rheinberger Stall haben dann ein entspanntes Wochenende. Wer das Dreamteam Werth und Weihegold OLD noch vor Tryon sehen und erleben möchte, ist beim CHI Donaueschingen vom 16. – 19. August perfekt aufgehoben.

Dressur pur in Donaueschingen

Donaueschingen ist sowohl für den NÜRNBERGER BURG-POKAL, der wichtigsten Serie für sieben bis neun Jahre alte Dressurpferde, als auch  für den Louisdor-Preis – Nachwuchspferde Grand Prix für acht bis zehn Jahre alte Pferde, Qualifikationsstandort. Zum internationalen Grand Prix – Preis der Bad Dürrheimer Mineralbrunnen GmbH & Co. KG – wird am Samstag ab 15.30 Uhr gebeten. Der Grand Prix Special – Meggle Preis – folgt am Sonntag ab 10.15 Uhr in Donaueschingen.

Tickets, News und alle weiteren Informationen gibt es unter www.escon-marketing.de