Gebangt – gehofft – gewonnen: Christian Ahlmann Rider of the Year

Freude pur - Christian Ahlmann wurde von Janne Meyer-Zimmermann und Andreas Kreuzer in der Olympiahalle kräftig "abgeduscht". (Foto: Stefan Lafrentz)
Freude pur – Christian Ahlmann wurde von Janne Meyer-Zimmermann und Andreas Kreuzer in der Olympiahalle kräftig „abgeduscht“. (Foto: Stefan Lafrentz)

(München) Er hatte sich das anders gedacht mit dem Titelgewinn. Christian Ahlmann, Rider of the Year 2018, wollte eigentlich sportlich einen rundum gelungenen Eindruck hinterlassen mit dem routinierten Schimmel Colorit. Daraus wurde nichts und ganz unvermutet sorgten die Top-Drei der DKB-Riders Tour dafür, dass ungeahnte Spannung aufkam bei der sechsten und letzten Wertungsprüfung der internationalen Springsportserie im Großen Preis der Deutschen Kreditbank AG. “Das war ein ganz großes Ziel von mir,” so Christian Ahlmann, “ich bin schon viele Jahre bei der Riders Tour dabei, war immer gut, hab aber nie gewonnen und deshalb wurde es mal Zeit.”

Favoriten mussten zittern

Ungeahnte Spannung kam auf, als zunächst Janne Friederike Meyer-Zimmermann mit ihrer noch jungen Stute Bali im Umlauf Fehler sammelte, auch Denis Nielsen und DSP Cashmoaker kamen nicht fehlerfrei ins Ziel und schließlich katapultierte sich Ahlmann mit drei Abwürfen aus der Siegerrunde heraus. “Das passte heute nicht so richtig, er hatte Fehler wo andere auch Fehler hatten, die zweite Hälfte war dann gut,” fasste Christian Ahlmann zusammen. Es war der 28 Jahre alte Andreas Kreuzer, der den Sieg des Westfalen ins Wanken bringen konnte und Kreuzer ließ mit Calvilot nichts unversucht, lieferte einen fehlerfreien Umlauf mit Calvilot ab und versuchte alles in der Siegerrunde.

“So wie ich geritten bin, hat man glaub ich gesehen, dass ich alles riskieren musste”, sagt Andreas Kreuzer, “ich hätte gewinnen müssen. Ob ich Zweiter oder Dritter bin, war für den Wert des Erfolges gar nicht entscheidend.” Kreuzer hat seine Möglichkeiten klug genutzt, vor der Finaletappe in München rangierte der Springreiter aus Damme auf Platz vier im Ranking der Riders Tour, jetzt ist er stolzer Besitzer eines nagelneuen Autos, so wie Ahlmann und Meyer-Zimmermann auch.

Adrenalin pur – Janne Friederike Meyer-Zimmermann

Janne Friederike Meyer-Zimmermann bekundete offen, mit jedem Starter in der Siegerrunde “irgendwie” gebangt zu haben. “Ehrlich, ich kenne den Sieger im Großen Preis, Edward Levy, überhaupt nicht, aber der ist so geil geritten und ich hab ihn angefeuert…”, lachte die Springreiterin, “ich hatte ja so vier, fünf Leute, die mich noch vom zweiten oder dritten Platz hätten verdrängen können und ich hab bei jedem mitgezittert und SMS mit Tjark hin und her geschickt…” Trainer Tjark Nagel bangte mit. “Das ist ja das Schöne an der DKB-Riders Tour,” so die Hamburger Amazone, “es kann passieren, dass man es nicht selbst in der Hand hat, aber es ist so spannend mit zu fiebern…”

Französischer Sieg im Großen Preis

Edward Levy und die 12 Jahre alte Stute Rebeca LS zeigten in der Olympiahalle München, das man ein großes internationales Springen auch als einer der ersten Starter in der Siegerrunde gewinnen kann. An der fabelhaften Zeit von 39,71 Sekunden scheiterten die Verfolger ein ums andere Mal. Am dichtesten kam Torben Köhlbrandt (Ibbenbüren) mit Miss Bubbles an die Siegerzeit heran und wurde Zweiter vor der Südafrikanerin Lisa Williams mit Campbell auf Platz drei. “Das war ein tolles Turnier hier”, so Levy über seinen allerersten Start bei den Munich Indoors.

Ergebnis Großer Preis der Deutschen Kreditbank AG, Internat. Springen (1,55m) mit zwei Umläufen

1. Edward Levy (Frankreich), Rebeca LS 0/ 39,71

2. Torben Köhlbrandt (Ibbenbüren), Miss Bubbles 0/ 41,23

3. Lisa Williams (Südafrika), Campbell 0/ 45,11

4. Alain Jufer (Schweiz), Rahmannshof Tic Tac 0/ 46,07

5. Guido Klatte (Lastrup), Quinghai 4/ 40,31

6. Nisse Lüneburg (Hetlingen), Luca Toni 4/ 40,89

Ranking DKB-Riders Tour nach der sechsten und letzten Etappe 2018

1. Christian Ahlmann (Marl) 40 Punkte

2. Janne Friederike Meyer-Zimmermann (Hamburg) 27

3. Andreas Kreuzer (Damme), 23

4. Denis Nielsen (Isen), 20

5. Gerrit Nieberg (Münster), 20

5. Lars Nieberg (Münster), 20

5. Mario Stevens (Molbergen), 20

5. Edward Levy (Frankreich), 20

5. Matthew Sampson (Großbritannien), 20

10. Elisabeth Meyer (Ising), 19

DKB-Riders Tour im Internet – www.DKB-riderstour.de,

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München: Christian Ahlmann ist Rider of the Year

FN Logo (Herkunft: FN)
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München (fn-press). Nach fünf Etappen erreichte Deutschlands wichtigste Springsportserie „Riders Tour“ in der Münchner Olympiahalle ihr Jahresfinale. Erstmals darf sich Christian Ahlmann (43) als „Rider of the Year“ feiern lassen. Dieser Titel fehlte noch in der Sammlung des 43-Jährigen aus Marl.

Sein Punktevorsprung war zwar enorm, aber Christian Ahlmann konnte sich des Triumphes vor dem Münchner Finale der Riders Tour nicht sicher sein. Janne-Friederike Meyer-Zimmermann (Pinneberg) hätte ihm dem Titel streitig machen können und Andreas Kreuzer (Damme) mit einem Sieg zumindest gleichziehen können. Aber letztlich patzte die Konkurrenz, so dass Ahlmann mit 40 Punkten der Jahresbeste der Riders Tour ist und dafür mit einem schicken Automobil des Sponsors Mercedes belohnt wurde. In der Prüfung selbst, dem Großen Preis, lief es für Ahlmann allerdings nicht gerade optimal. Im Sattel des 15-jährigen Württemberger Hengstes Colorit (v. Coriano) kassierte er 13 Fehlerpunkte. Auch die Zweite im Ranking, Janne-Friederike Meyer-Zimmermann, fand nicht zu ihrer Topform. Mit der neunjährigen Holsteiner Stute Bali v. Cancara brachte sie es auf neun Fehlerpunkte. Andreas Kreuzer schließlich gab in der Siegerrunde mit seinem Wallach Calvilot v. Calvaro sogar auf.

Sieger des Großen Preises wurde der Franzose Edward Levy. Mit dem 24-Jährigen, der in der Vollbluthochburg Deauville (Normandie) lebt, hatte niemand gerechnet. Seine Stute Rebeca LS führte die Siegerrunde in fehlerfreien 39,71 Sekunden an. 13 Paare traten zur Siegerrunde an, neun von ihnen hatten den Umlauf fehlerfrei gemeistert, hinzu gesellten sich die vier besten Reiter mit vier Fehlern. Zweitbester wurde Thorben Köhlbrandt mit der Stute Miss Bubbles, Oldenburger Sportpferd v. Balou du Rouet, gefolgt von der Südafrikanerin Lisa Williams, die den Catoki-Nachkommen Campbell in ebenso fehlerfreien 45,11 Sekunden ins Ziel steuerte.   hen