„Jetzt hab ich Blut geleckt!“

Zwei superschnelle Nullrunden legte die französische Nationenpreisreiterin Penelope Leprevost auf dem neunjährigen Vancouver de Lanlore hin, und holte sich somit den Sieg. (Foto: TS Foto)

München-Riem – 70.000 Besucher, eine Bombenstimmung und Pferdesport auf ganz hohem Niveau: Die Pferd International München hat vom 10. bis 13. Mai mit einem Highlight nach dem anderen aufgewartet.

Keine Maus hätte mehr auf der Tribüne Platz gehabt, als am Sonntagnachmittag der Große Preis des Bayerischen Staatsministeriums auf dem Programm stand. 42 Starter hatten sich in die Listen des CSI3*-Springens eingetragen, am Ende hatte eine Amazone die Nase vorn. Zwei superschnelle Nullrunden legte die französische Nationenpreisreiterin Penelope Leprevost auf dem neunjährigen Vancouver de Lanlore hin – das war der Sieg. Auf dem zweiten Platz triumphierte ein überglücklicher Patrick Afflerbach. Der junge Königsbrunner hatte auf seiner selbst gezogenen Holsteiner Stute Ciara ebenfalls zwei flotte Null-Fehler-Ritte hinter sich gebracht und sich damit auf Rang zwei katapultiert. „Ich bin sehr stolz, dass ich als astreiner Amateur mit einem Pferd aus eigener Zucht so eine Leistung erbringen konnte“, freute sich der Schwabe. Nächstbester Bayer war Maximilian Lill (Schweizer Hof) mit Eldorado auf Platz 5.

Im Cup für Nachwuchspferde, einem internationalen Springen mit Stechen, gab es einen Doppelsieg für Max Kühner. Der Münchner, der für Österreich startet, holte sich mit Vancouver Dreams und Electric Blue P sowohl die goldene als auch die silberne Schleife.

Ein Augenschmaus für alle Dressurfans bot sich am Sonntagnachmittag in der NÜRNBERGER Dressur-Arena, als die Grand Prix Kür der 5*-Tour anstand. Sieben Reiter  hatten sich qualifiziert, am Ende spielte die sechsfache Olympiasiegerin Isabell Werth (Rheinberg) wieder einmal ihre ganze Routine aus. So zeigte sich ihr Don Johnson trotz seiner 16 Jahre zwar vor dem Beginn der Prüfung gewohnt aufmüpfig, doch kaum hatte die Kür begonnen, gelang eine Lektion nach der anderen wie am Schnürchen. Da konnte keiner der Konkurrenten mithalten, der Sieg mit beeindruckenden 83,3 Prozent war den Beiden nicht zu nehmen. Auf den zweiten Platz steuerte Dorothee Schneider den bayerischen Wallach Sammy Davis Jr., der Begeisterungsstürme bei den Zuschauern erntete. „Sammy ist ein Wahnsinns-Pferd und heute wieder einmal ein Traum im Viereck gewesen“, freute sich die Frankfurterin, die Benjamin Werndl (Aubenhausen) auf Platz drei verwies. Auch der junge Mann hatte eine tolle Kür gezeigt und in den Trabverstärkungen und Piaffe und Passage die Stärken seines Pferdes bestens präsentiert.

Traumhafte Nachwuchspferde gab es in der Qualifikation zum NÜRNBERGER Burg-Pokal zu sehen, der wichtigsten Dressurserie für den vierbeinigen Nachwuchs. Annabel Frenzen aus Krefeld stellte ihre beiden Pferde Silberstern und Kiefferhofs Imperius mit viel Gefühl vor, steuerte sie von Höhepunkt zu Höhepunkt und erntete schließlich mit Platz eins und zwei den verdienten Lohn. Dicht dahinter rangierte Uwe Schwanz vom Waldhauserhof in Sauerlach mit Rockson. „Nach kleinen Fehlern in der Einlaufprüfung war das heute vom Gefühl her eine Gänsehautrunde“, so der Profi, der den siebenjährigen Rockefeller-Sohn in diesem Jahr noch gerne für das Finale des NÜRNBERGER Burg-Pokals in Frankfurt qualifizieren möchte. „Jetzt habe ich Blut geleckt“, schmunzelte Uwe Schwanz.

„Wir haben Höchstleistungen in allen Disziplinen gesehen und werden uns für nächstes Jahr wieder neue Highlights überlegen“, prophezeite Eventchef Jürgen Blum. Und auch Jacqueline Schmieder, die den Präsidenten des Bayerischen Reit- und Fahrverbands, Hans-Peter Schmidt, nach 16 Jahren in seinem Amt abgelöst hatte, zog eine positive Bilanz: „Unser Image wird von Jahr zu Jahr besser.“

Start-Ziel Sieg für Annabel Frenzen und Silber Stern im NÜRNBERGER BURG-POKAL

Sieg für Annabel Frenzen und Silber Stern im NÜRNBERGER BURG-POKAL (Foto: Maximilian Schreiter

München / Nürnberg. Silber Stern heißt der Star der Qualifikation zum NÜRNBERGER BURG-POKAL  im Rahmen der Pferd International in München. Der erst siebenjährige Rheinländer Wallach holte sich vorgestellt von Annabel Frenzen sowohl in der Einlaufprüfung wie auch in der Finalqualifikation den ersten Platz. Das Paar siegte am Sonntag mit 72,756 Prozent. Frenzen durfte sich sogar doppelt freuen, denn mit ihrem zweiten Pferd Kiefferhof’s Imperius sicherte sich sich mit 72,268 Prozent zusätzlich noch den zweiten Platz. An dritter Stelle rangierte Uwe Schwanz mit seiner Nachwuchshoffnung Rockson. Das Paar erhielt 71,634 Prozent.

„Ich bin richtig stolz auf meine Pferde. Silber Star und Imperius haben einen guten Job gemacht“, freute sich die Strahlende Siegerin. Die Reiterin ist indes in der Szene keine Unbekannte.Sie gewann bisher knapp 90 Prüfungen der schweren Klasse und gilt auch als erstklassige Ausbilderin junger Pferde.

Vom 07. Bis 10. Juni wird im Rahmen der Deutschen Meisterschaften in Balve das nächstze Finalticket der renommierten Prüfungsserie vergeben. Der NÜRNBERGER BURG-POKAL ist ein stetiges Versprechen auf die Zukunft des Dressursports hierzulande: Bislang gewannen Pferde, die über diese Reihe gefördert wurden, 135 Medaillen bei Olympischen Spielen, Welt-und Europameisterschaften sowie nationalen Titelkämpfen.

Seit ihrer Premiere 1992 liefert diese Serie einen wichtigen Impuls für den Dressursport und hat seither die Ausbildung junger Dressurpferde nachhaltig verändert. Initiator der Prüfungsreihe ist der Ehrenaufsichtsratsvorsitzende des Namensgebers NÜRNBERGER Versicherung, Hans-Peter Schmidt, zugleich Präsident des Bayerischen Reit- und Fahrverbands. In den Anforderungen, die an die jungen Pferde gestellt werden, sieht das Ehrenmitglied der Deutschen Reiterlichen Vereinigung FN pferdegerechte Standards gesetzt. Nur das sorgfältige und geduldige Heranführen an höchstes sportliches Niveau sowie der vertrauensvolle Umgang mit dem Pferd sind Voraussetzungen für spätere Höchstleistungen.

Mehr Informationen unter www.nuernbergerburgpokal.de

NÜRNBERGER BURG-POKAL 2018

Standorte und Termine

Hagen: Friederike Hahn Die Fürstin 74,366%

Mannheim: Dorothee Schneider First Romance 73,659%.

Redefin: Kira Wulferding Brianna 76,171%.

München-Riem: Annabel Frenzen Silber Stern 72,756%

Balve Optimum / Deutsche Meisterschaft 07.06. – 10.06.

Dressurfestival Bonhomme 21.06. – 24.06.

Bettenrode / Bettenröder Dressurtage 05.07. – 08.07.

Neu-Anspach / Dressurfestival Wintermühle 26.07. – 29.07.

Verden / Verden International 01.08. – 05.08.

Donaueschingen / CHI Donaueschingen 16.08. – 19.08.

Schenefeld / Horse & Classic 23.08. – 26.08.

Nürnberg / Faszination Pferd 30.10. – 04.11.

Finale Frankfurt / Festhallen Reitturnier 13.12. – 16.12.

Die Zukunft gehört Simone Blums „Springwunder“

Die Sieger im Barrierenspringen Helmut Schönstetter (r.) und Christoph Gaillinger. Foto: ts-foto

  München-Riem – Die Spannung war beinahe mit Händen greifbar: Im Championat von München, einem CSI3*-Springen mit Siegerrunde am Samstagnachmittag, ging der Sieg bei Pferd International München an Marcel Marschall mit Cassius van de Smis vom Team CWD, der mit Schnelligkeit und Präzision überzeugte. Überraschend kämpften sich der Italiener Riccardo Pisani und sein Pferd Cristo 28 vom Team CEP, die zusammen als einer der Lucky Loser in die Siegerrunde einzogen, auf den zweiten Platz. Beste bayerische Starterin war die amtierende Deutsche Meisterin Simone Blum, die sich mit Cool Hill einen elften Platz im internationalen Starterfeld erkämpfte. „Mit seinen acht Jahren hat Cool Hill heute eine tolle Leistung gebracht, auch wenn wir noch kleine Unstimmigkeiten hatten und wir noch viel lernen müssen, bin ich sicher, dass die Zukunft diesem Springwunder gehört“, freute sich die junge Frau aus dem oberbayerischen Zolling.

Am Abend ging dann auf dem Hufeisenplatz noch einmal richtig die Post ab. Im Barrierespringen holten sich am Ende gleich zwei Bayern den Sieg. Helmut Schönstetter (Englhör) mit dem bayerischen Wallach All Star und Christoph Gaillinger (PSG Schweizer Hof) mit Schweizer Hofs La Capitol blieben als Einzige nach dem vierten Stechen immer noch ohne Fehler – das war Gold.

Auch sonst war bei Süddeutschlands größter Pferdeveranstaltung allerhand geboten. Allein am Samstag strömten rund 20.000 Zuschauer auf die Olympia-Reitanlage in München-Riem und erlebten Pferdesport in all seinen bunten Facetten. Kamen neben den sportlichen Höchstleistungen auch in der Nürnberger Dressurarena voll auf ihre Kosten. Hier war als Highlight der Preis des Gestüts Ammerland, ein CDI5* Grand Prix Special angesagt, für den sich die Reiter am Vortag im Grand Prix qualifizieren mussten. Zwar entschieden sich einige der Favoriten für die Kür am Sonntag, doch war der Special trotzdem absolut hochkarätig besetzt. Am Ende hatte das vierbeinige „Küken“ die Nase vorn: Mit einer fantastischen Runde setzte sich Jessica von Bredow-Werndl an die Spitze, die ihre elfjährige Trakehner Stute Dalera BB nach Freitag erst zum zweiten Mal in einer 5*-Prüfung an den Start brachte. „Das war eine ganz feine Runde, es hat richtig Spaß gemacht, da zuzuschauen“, zeigte sich Bundestrainerin Monica Theodorescu begeistert. Nach kleinen Fehlern landete Annabel Balkenhol (Münster) mit Trakehner Hengst Heuberger auf dem zweiten Platz. Beste Reiterin aus weißblauer Sicht war Stefanie Schatz-Weihermüller aus Bayreuth mit Wunderkind.

Martina Scheibenpflug

Pferd International München im Bayerischen Fernsehen:

Sonntag, 13. Mai Blickpunkt Sport 22.00 Uhr

Mehr Informationen unter www.pferdinternational .de

Olympisches Flair beim Riemer Reitturnier

Isabell Werth – Fotograf: Maximilian Schreiner

  München-Riem – Eine letzte Piaffe, dann winkte Isabell Werth befreit den Zuschauern auf den vollen Rängen zu: Die sechsmalige Olympiasiegerin im Dressurreiten hatte bei Pferd International München mit Don Johnson ihren vierbeinigen Crack gesattelt und lieferte in der NÜRNBERGER Dressur-Arena eine bilderbuchreife Runde. 77,93 Prozent schlugen für die Rheinbergerin zu Buche, damit verwies sie die Frankfurter Weltcup-Finalistin Dorothee Schneider und deren bayerischen Hengst Sammy Davis jr. auf den zweiten Platz. Dritte im Bunde des starken Damentrios wurde Jessica von Bredow-Werndl. Die 32-Jährige aus Aubenhausen (Kreis Rosenheim) hatte sich mit ihrer Trakehner Stute Dalera BB zum ersten Mal in eine CDI5*-Prüfung gewagt und ebenfalls eine weitgehend fehlerfreie Vorführung gezeigt. „Ich bin sehr froh, dass ich heute so eine gute Runde hingelegt habe“, freute sich die junge Mutter über die Leistung ihres Nachwuchspferdes.

Schon am Vormittag hatten Bayerns Dressurreiterinnen gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen ist. Als der Grand Prix Special in der 3*-Tour anstand, mussten sie zwar Alexandra Stadelmayer (Geislingen) und Lord Liechtenstein den Vortritt lassen. Victoria Michalke (München) mit Dance On und Stefanie Schatz-Weihermüller aus Bayreuth mit C’est la vie belegten im Preis der Meggle Gruppe die Plätze zwei und drei im starken Teilnehmerfeld.

Auch im Springparcours lief es rund für eine bayerische Reiterin: Als CSI3* war die zweite Qualifikation für den Großen Preis am Sonntag ausgeschrieben. 48 Reiter hatten sich in die Starterliste eingetragen, am Ende führte zwar Jan Wernke aus Handorf-Lengenberg die Ehrenrunde an, doch dicht dahinter folgte die amtierende Deutsche Meisterin Simone Blum, die in Zolling (Kreis Freising) lebt und trainiert. Mit Con Touch S legte sie eine flotte Nullrunde hin und machte damit ihre Ambitionen auf das sportliche Highlight am Sonntag eindeutig klar.

Im Cup für Nachwuchspferde zeigte Max Kühner, geborener Münchner, aber seit einigen Jahren international für Österreich am Start, dass Pferd International München immer noch sein Heimturnier ist. Mit Vancouver Dreams holte er sich in nach einer fehlerfreien Runde die goldene Schleife. Auch eine bayerische Amazone landete am Freitag einen Coup im Springparcours. Kristin Asmus vom Schweizer Hof konnte sich mit Caprizio den Sieg in der Munich Trophy Large Tour sichern.

Mit Luke McDonald gegen die Promis

Bester Bayer auf Rang vier: Max Weishaupt und Luke McDonald. Foto: ts-foto/Gühring,

Top-Springsport, tanzende Dressurpferde und 20.000 begeisterte Zuschauer: Schon am Auftakttag ging bei Pferd International München auf der Olympia-Reitanlage die Post ab. Zur Sache ging es da gleich auf dem großen Hufeisenplatz, der mit seiner olympischen Vergangenheit immer wieder für das entsprechende Flair sorgt.

  48 Reiter hatten sich in der ersten Qualifikation zum Großen Preis von Bayern, dem Preis der Freunde Pferd International München 2018, in die Starterlisten eingetragen, nur fünf davon schafften den Umlauf fehlerfrei und landeten damit im Stechen. Und hier wurde es richtig spannend, am Ende machte ein Däne das Rennen. Soren Pedersen steuerte den dreizehnjährigen Hengst Tailormade Chaloubet in Rekordzeit durch den Parcours, die Uhr blieb bei 38,66 Sekunden stehen, das war der Sieg. Auf Platz zwei landete Alexander Schill (RV Ichenheim) mit Cruising vor der Vorjahressiegerin im Großen Preis, Annina Züger aus der Schweiz, die Louis gesattelt hatte. Einen guten vierten Platz belegte der beste Bayer im Top-Starterfeld: Max Weishaupt aus Jettingen hatte seinen bayerischen Hengst Luke McDonald gesattelt und lieferte mit dem 16-jährigen Lord Inci Pit-Sohn eine gelungene Runde.

Für Soren Pedersen erwies sich Süddeutschlands größte Freiluftveranstaltung rund ums Pferd überhaupt als gutes Plätzchen. Mit Tailormade Sandros S Bella holte sich der Däne auch in einem CSI***-Springen den Sieg. Die goldene Schleife in einem CSI*-Springen ging an Mario Walter (Ostalb) mit Lancerto, gefolgt von Maximilian Schmid aus Utting, der Cassia de Lys auf Rang zwei steuerte.

Am Donnerstag stand bei Pferd International München auf dem großen Hufeisenplatz auch eine Premiere auf dem Programm: Zum ersten Mal hatte die veranstaltende Hippo GmbH ein Springen für Reiter mit Handicap ausgeschrieben. Im Preis der Brose Unternehmensgruppe gab es am Ende zwei Sieger in den beiden Abteilungen. In der ersten Gruppe setzte sich Christian Feigl vom RFV Chiemgau-Nord mit Erotic Extasy an die Spitze, die zweite goldene Schleife kassierte Robin Wuttke (Spremberg) mit Aimee.

Im letzten Springen des Tages kassierte dann der bayerische Österreicher Max Kühner die goldene Schleife. Mit Vancouver Dreams sauste der Münchner Familienvater, der international für die Alpenrepublik reitet, den Sieg im Cup für Nachwuchspferde.

Hoch her ging es am Donnerstag auch in der NÜRNBERGER Dressurarena. Schon am Morgen hatten sich zwei bayerische Reiter im CDI* gegen die internationale Konkurrenz behaupten können. So setzten sich Frank Freund (Obere Mühle) mit Royal Cabaret und Rudi Widmann mit Foxtrott auf die Plätze zwei und vier. „Das war Royal Cabarets erster internationaler Auftritt und gleich ein Wahnsinns zweiter Platz“, freute sich der junge Schwabe gemeinsam mit seiner Trainerin Ulla Salzgeber. Die goldene Schleife in dieser Prüfung holte sich Annabel Balkenhol aus Münster mit Crystal Friendship.

Promis im Viereck trafen aufeinander, als es um den Sieg in den Stars von Morgen, einer Serie des Bayerischen Reit- und Fahrverbands ging. Klare Siegerin in dieser S*** wurde die Frankfurter Weltcup-Finalistin Dorothee Schneider mit ihrem Nachwuchspferd Kiss Me, gefolgt von Benjamin Werndl aus Aubenhausen und seinem Famoso. Auf Platz drei folgte die Weltcup-Dritte von Paris, Jessica von Bredow-Werndl mit Ferdinand BB.

Martina Scheibenpflug

Pferd International München im Bayerischen Fernsehen:

Freitag, 11. Mai Rundschau 18.30 Uhr

Samstag, 12. Mai Rundschau 18.30 Uhr

Sonntag, 13. Mai Blickpunkt Sport 22.00 Uhr

Mehr Informationen unter www.pferdinternational .de

Ein Klassiker bei Pferd International – Der NÜRNBERGER BURG-POKAL 2018

2017 sicherten sich Aikje Fehl und Chilly Jam das begehrte Finalticket im NÜRNBERGER BURG-POKAL. Foto: Maximilian Schreiner

Nürnberg / München. Bei Pferd International sind die Augen der Pferdesportfans traditionell auf das Dressurviereck gerichtet. In der NÜRNBERGER Dressur-Arena ist die deutsche Spitze zu Gast und damit ist Sport auf Weltniveau garantiert. Höchste Klasse haben damit insbesondere die Prüfungen der 5-Sterne-Kategorie zu bieten mit der Grand Prix Kür als Höhepunkt.

Heimlicher Star ist jedoch der NÜRNBERGER BURG-POKAL, der an  Samstag und Sonntag ausgetragen wird. Zuerst wird dabei die Einlaufprüfung absolviert, aus der die 12 besten Paare für die Qualifikation vorrücke. Diese findet am Sonntag statt und der Sieger löst das begehrte Ticket für das Finale in der Frankfurter Festhalle.

Prominenteste Starter im aktuellen Jahrgang ist Mannschafts-Olympiasiegerin Dorothee Schneider, die am vergangenen Wochenende bereits in der Qualifikation von Mannheim erfolgreich war. Erfahrung im NÜRNBERGER BURG-POKAL kann zudem die Vorjahresfinalistin Stefanie Wolf aufweisen und der bayerische Lokalmatador Benjamin Werndl.

Am Start wird auch Lisa Müller sein, die sich bei ihrem Heimturnier ebenfalls gute Chancen ausrechnet. Für die Ehefrau von Fußball-Weltmeister Thomas Müller ist die Olympia-Reitanlage seit jeher ein gutes Pflaster.

Bei Pferd International wird der vierte Teilnehmer für das traditionsreiche Finale am Jahresende ermittelt. Nach den Stationen Hagen, Redefin und Mannheim geht mit der Qualifikation am Sonntag das erste Drittel des diesjährigen Zyklus zu Ende. Nächster Austragungsort sind die Deutschen Meisterschaften am zweiten Juni-Wochenende, die im Sauerland beim Balve Optimum stattfindet.

Der NÜRNBERGER BURG-POKAL findet als Fundament in der Ausbildung junger Dressurpferde weit über die nationalen Grenzen hinaus Anerkennung. Für Ideengeber Hans-Peter Schmidt, Präsident des Bayerischen Reit- und Fahrverbands und Ehrenmitglied der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) sind in diesem Wettbewerb pferdegerechte Standards etabliert worden. Der  Ehrenaufsichtsratsvorsitzende des Namensgebers NÜRNBERGER Versicherung setzt sich seit Jahrzehnten für den partnerschaftlichen Umgang mit dem Pferd ein.

Mehr Informationen unter www.nuernbergerburgpokal.de

Die Topstars im Sattel locken nach München-Riem

Das Podium bei der Pressekonferenz (Foto: Maximilian Schreiner)

Nur noch drei Tage, dann geht’s los: Vom 10. bis 13. Mai findet auf der Olympia-Reitanlage in München-Riem Deutschlands größtes Pferdefestival statt. Vier Tage lang erwartet die veranstaltende Hippo GmbH rund 70.000 Besucher, die auf der 30 Hektar großen Anlage Spitzensport bestaunen und alles rund um die edlen Vierbeiner finden.

Dabei steht in der NÜRNBERGER Dressur-Arena höchste Perfektion auf dem Programm: Auf CDI5* Niveau glänzen Weltberühmtheiten mit Dressursport, wie man ihn sonst nur aus Aachen kennt. Die drei ausgeschriebenen, hochkarätigen Prüfungen der Königsdisziplinen – Grand Prix, Grand Prix Spezial und Grand Prix Kür – am Freitag, Samstag und Sonntag haben für Nennungen gesorgt, die das Publikum staunen lassen.

Beinahe die komplette Weltspitze mit insgesamt rund 80 Pferden hat sich angekündigt. So wird die sechsfache Olympiasiegerin Isabell Werth mit ihren Spitzenpferden Don Johnson und Emilio an den Start gehen. Dazu werden Dorothee Schneider, Annabel Balkenhol und Nadine Capellmann für Prominenz im Dressurviereck sorgen. Mit Victoria Max-Theurer und Astrid Neumayer reisen Österreichs Spitzenreiter an. Auch aus Bayern werden sich weißblaue Dressurgrößen wie Jessica von Bredow-Werndl, Matthias Kempkes, Stefanie Schatz-Weihermüller, Lisa-Maria Klössinger und Victoria Michalke der internationalen Konkurrenz stellen.

Auf dem Springplatz ist an den vier Tagen ebenfalls viel geboten: Bewundern Sie mit CSI3*, CSI1*, CSI YH Prüfungen und der CSI Am A+B – Tour Topsport im Parcours. Für einen krönenden Abschluss sorgt der Große Preis von Bayern, der am Sonntagnachmittag in zwei Umläufen ausgetragen wird. Somit haben sich auch im Springlager die weltbesten Reiter nicht lange bitten lassen.

Allein 260 Springpferde werden während Pferd International München in den Stallungen untergebracht. Allen voran wird die amtierende Deutsche Meisterin Simone Blum aus Zolling auf dem Turnier an den Start gehen. Auch Max Kühner, der Starnberger, der international erfolgreich für seine Zweitheimat Österreich reitet, wird in München seine Pferde satteln und um Siege und Platzierungen reiten.

Nicht zu vergessen: Der „Neubayer“ Denis Nielsen, jüngst Sieger der Großen Preise in Dortmund und Hagen, hat sich in die Nennungslisten eingetragen. Und wenn dann noch überregionale Topreiter wie Detlev Kaiser jun., Niklas Krieg oder die Schweizer Vorjahressiegerin im Großen Preis Annina Züger ins sportliche Geschehen eingreifen, ist Spannung auf höchstem Niveau garantiert.

Neben den Höhepunkten in Sachen Pferdesport können sich Besucher bei Pferd International München wieder sämtliche Wünsche rund um die Vierbeiner bei einem Einkaufsbummel durch die Ausstellung auf über 7.000 Quadratmetern Freifläche und 1.400 Quadratmetern Halle erfüllen.

Pferd International: Wer wird Working Equitation Weltmeister?

Pferd international lockt mit der WM Working Equitation 2018 (Grafik: Veranstalter)

Nach dem riesigen Erfolg der Europameisterschaft 2016 in München-Riem greifen die Working Equitation Reiter in diesem Jahr bei Pferd International München endgültig nach den Sternen. Auf dem Gelände der Olympia-Reitanlage tragen die Worker im Rahmen der Pferd International München vom 10. bis 13. Mai ihre Weltmeisterschaft aus.

In 2016 zählt die veranstaltende Hippo GmbH allein 13.000 Working Equitation Zuschauer innerhalb von vier Tagen – das dürfte absoluter Rekord im Turniergeschehen dieser weltweit aufstrebenden Reitsportdisziplin sein. 2017 setzte sich dieser Trend mit dem internationalen Turnier in München-Riem weiter auf beindruckende Weise fort. Die „Worker“ sind mittlerweile fester Bestandteil der größten Pferdemesse Süddeutschlands.

2018 werden vier Tage lang die weltbesten Reiter der Working Equitation um den Weltmeisterschaftstitel in der Einzel- und Mannschaftswertung antreten. Die Trenddisziplin ist zurecht ein Publikumsmagnet, denn die Working Equitation bietet Sport auf höchstem Niveau und begeistert mit Präzision, Teamwork, Spannung gepaart mit Freude am und mit dem Partner Pferd. Die Geschichte dieser Reitsportdisziplin geht auf die traditionelle iberische Arbeitsreitweise zurück. Die landwirtschaftliche Arbeit mit dem Pferd als Reittier zum Hüten von Weidetieren forderte seit jeher Wendigkeit, Gehorsam, Geschick und Übersicht. Diese Attribute sind es, die heute im Working Equitation Sport verlangt werden und in den einzelnen Teildisziplinen Dressur, Trail, Speedtrail und Rinderarbeit gezeigt werden müssen.

Die Anforderungen beginnen in entsprechenden Einsteigerklassen und erhöhen sich bis hin zur Masterclass, dem Anforderungsprofil das auf Championaten wie der Welt- und Europameisterschaft verlangt wird. Wird bei den Einsteigerklassen noch beidhändig geritten, ist die einhändige Zügelführung in der Masterclass vorgeschrieben. Bei Pferd International München ist also Spannung pur auf höchstem „Working“- Niveau angesagt.

Mirjam Wittmann auf WM-Kurs

Wenn Mirjam Wittmann an ihre reiterlichen Anfänge zurückdenkt, muss sie heute noch schmunzeln. „Ich bin schon als kleiner Zwerg auf der Tribüne des Reitvereins Würmtal in Gräfelfing gesessen und wollte allen erzählen, wie sie reiten sollen“, erinnert sich die 41-Jährige noch genau. Schließlich war die Mama eine erfolgreiche Dressurreiterin und da wollte das Töchterchen nicht zurückstehen: Die Kleine wurde immer wieder in den Sattel gesetzt, begann im Alter von vier Jahren mit dem Voltigieren und als die Familie drei Jahre später nach Frauenholz bei Rosenheim zog, gab es das erste eigene Pony. Kaibal war ein klein geratener vierjähriger Vollblutaraber, der Mirjam Wittmann – roh wie er war – beibrachte, wie man am besten in jeder Lebenslage im Sattel bleibt.

Schon mit neun Jahren gelang ihr dies immer besser und so begann sie, „der Mama die Pferde wegzunehmen“. Allen voran Luzifer, den bayerischen Dunkelfuchswallach mit Trakehner-Hintergrund, der fertig ausgebildet bis zur Klasse S war. „Er war für mich ein tolles Lehrpferd und so habe ich schon mit zwölf Jahren meine ersten M-Platzierungen geholt“, sagt Mirjam Wittmann stolz. Die Aufnahme in den Oberbayerischen Kader und ein Jahr später in den Bayernkader folgte prompt. Mit 14 Jahren landete die junge Frau einen weiteren großen Coup: Auf Luzifer heimste sie die erste Schleife in einer Dressurprüfung der schweren Klasse ein.

Und weil‘s so schön war, machte Mirjam ihr Hobby zum Beruf. Sie absolvierte nach Beendigung der Schulzeit – wie konnte es anders sein – eine Lehre zur Pferdewirtin. Als sie diese 2001 mit Erfolg beendet hatte, heuerte sie als Bereiterin auf dem Andalusierhof der Familie Berger bei Rosenheim an. Dort gab es iberische Pferde, für welche die frisch gebackene Pferdewirtin schnell ihre Liebe entdeckte. 2003 erstand sie Junco, einen imposanten Lusitanohengst, mit dem sie Platzierungen bis zur M**-Dressur einheimste.

Die Prüfung zur Pferdewirtschaftsmeisterin folgte bald und 2008 pachtete Mirjam Wittmann eine kleine Reitanlage in Aschau.

Als diese Anlage 2012 abgerissen wurde, verschlug es die geborene Gräfelfingerin zu Familie Mayer auf deren Betrieb in Ostermünchen im Norden von Rosenheim. Bis heute ist Mirjam Wittmann dort selbstständig tätig, fährt in zig umliegende Reitbetriebe, um dort Unterricht zu geben und übernimmt Berittpferde.

Auch mit den Erfolgen im Dressurviereck hätte es einfach so weitergehen können, doch 2013 kam es zu einer entscheidenden Wende: Bei Pferd International München sah die junge Frau zum ersten Mal die Reiter der Working Equitation. Mit dieser Entdeckung machte ihre Karriere im Sattel eine Wende um 180 Grad: „Ich war begeistert und habe mich am Stand der Buchautorin Angelika Graf informiert“, schildert die 41-jährige ihre Anfänge im Lager der „Worker“.

Prompt lud sie Angelika Graf zu einem Lehrgang ein und schon ging‘s los. 2014 starteten Mirjam Wittmann und Junco, mittlerweile stolze 21 Jahre alt, zum ersten Mal auf einem WE-Turnier. Hier belegten sie gleich den zweiten Platz in der Klasse M und wagten sich kurz darauf im Rahmen der Deutschen Meisterschaft in die Master Class, die höchste Anforderung im Working Lager. Rang fünf machte Lust auf mehr und so ging die junge Dame im Jahr 2015 sowohl mit Junco als auch mit Neuerwerb Kiro, ihrem Pura Raza Espanola an den Start.

Bald folgte die Aufnahme in den Bundeskader und weitere Erfolge ließen nicht lange auf sich warten: ein Jahr später holte Mirjam Wittmann sowohl den Deutschen Meistertitel als auch Mannschaftssilber bei der Europameisterschaft in München-Riem. Danach war sie endgültig von ihrer Entscheidung überzeugt. Und wenn vom 10. bis 13. Mai bei Pferd International München die Weltmeisterschaft der Working Equitation Premiere feiert, wird die 41-Jährige wieder dabei sein. Dafür hat sie seit vielen Monaten trainiert, sowohl mit Bundestrainer Nuno Avelar als auch mit Dressurausbilder Jochen Leicht, auf dessen Anlage bei Ebersberg Kiro derzeit untergebracht ist.

Wenn drei Zehnerzüge durchs Stadion donnern…

Zehnerzug unterwegs Fotografin: Petra Hapke

Pferdefans macht Euch bereit: Mit Pferd International München findet vom 10. bis 13. Mai zum 35. Mal Süddeutschlands größtes Pferdeevent statt. Über 60.000 Besucher erwartet die veranstaltende Hippo GmbH an den vier Tagen auf der Olympia-Reitanlage in München-Riem.

Neben sportlichen Highlights in Dressur und Springen bietet auch das Schauprogramm wieder viele Höhepunkte, die besonders Familien und Kinder begeistern werden. So feiert der Initiator des Ravensburger Weihnachtscircus und der Show Equus in Kempten Premiere in Riem: Elmar Kretz aus dem Allgäu zeigt Freiheitsdressuren und zirzensische Lektionen mit Arabern, Lusitanos und einem Pony. Mit „Lacuerra“ werden die Besucher in eine neue Sportart eingeführt, weiter bietet das Team von Equimondi drei Mal täglich interessante Vorträge und Demonstrationen zu verschiedenen Pferdethemen im Stadion.

Die Chrome Ranch präsentiert die Westernreit-Disziplinen der Cowboys mit ihren Quarter Horses. Am Freitag dürfen ein paar Kinder selbst in den bequemen Westernsattel steigen und eine Runde auf einem echten Quarter im Stadion drehen.

Auf Rassevielfalt muss niemand verzichten, natürlich werden die Friesen vom DFZ, die Tinker vom Schrankenschneiderhof und eine Showgruppe mit Fjordpferden alle Herzen höher schlagen lassen. Das Programm ergänzen die Haflinger von Claus Luber und die Mounted Games Challenges, die mit Ihren Ponys wieder zu einem rasanten Turnier ins Stadion locken.

Eine besondere Premiere ist als krönender Abschluss geplant: Claus Luber, Georg Bacher und Andreas Maurus donnern mit ihren Zehnerzügen durchs Stadion und zeigen die erste Quadrille mit drei Zehnerzügen. Wer dann Lust auf noch mehr Reitsport hat, ist herzlich eingeladen sich die geschickten Chukker des Polo Gold Cups jeden Nachmittag anzusehen und mit den Teams bei Ihrem Polo Turnier mit zu fiebern.

Finden Sie Ihr Ticket zu Pferd International München unter www.ticketmaster.de 

Mehr Informationen unter www.pferdinternational .de

Worker küren den Weltmeister

Auch die Working Equitation findet ihren Platz beim Pferd International (Foto: Petra Hapke)

Nach dem riesigen Erfolg der Europameisterschaft 2016 in München- Riem greifen die Working Equitation Reiter in diesem Jahr bei Pferd International München endgültig nach den Sternen. Im Rahmen von Süddeutschlands größter Pferdeveranstaltung tragen die Worker vom 10. bis 13. Mai auf der Olympia-Reitanlage in München-Riem ihre Weltmeisterschaft aus.

Die Pferd International München begeistert jedes Jahr gut 70.000 Besucher. Schon vor zwei Jahren zählt die veranstaltende Hippo GmbH allein 13.000 Working Equitation Zuschauer 

innerhalb von vier Tagen – das dürfte absoluter Rekord im Turniergeschehen dieser weltweit aufstrebenden Reitsportdisziplin sein. 2017 setzte sich dieser Trend mit dem internationalen Turnier in München-Riem weiter beindruckend fort.

Vier Tage lang werden die weltbesten Reiter der Working Equitation um den Weltmeisterschaftstitel in der Einzel- und Mannschaftswertung antreten. Die Trenddisziplin Working Equitation bietet Sport auf höchstem Niveau und begeistert das Publikum mit Präzision, Teamwork, Spannung und vor allem Freude am und mit dem Partner Pferd.

Working Equitation geht auf die traditionelle iberische  Arbeitsreitweise zurück. Die landwirtschaftliche Arbeit mit dem Pferd als Reittier zum Hüten von Weidetieren forderte seit jeher Wendigkeit, Gehorsam, Geschick und Übersicht.

Diese Attribute sind es, die heute im Working Equitation Sport verlangt werden und in den einzelnen Teildisziplinen Dressur, Trail, Speedtrail und Rinderarbeit gezeigt werden müssen.

Die Anforderungen beginnen in entsprechenden Einsteigerklassen und erhöhen sich dann bis hin zur Masterclass, dem Anforderungsprofil das auf Championaten wie der Welt – und Europameisterschaft verlangt wird. Wird bei den Einsteigerklassen noch beidhändig geritten, ist die einhändige Zügelführung in der Masterclass vorgeschrieben. Bei Pferd International München ist also Spannung pur angesagt.

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