Offenburg: Jörne Sprehe gewinnt Großen Preis

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Offenburg (fn-press) Im zwölften Jahr ihrer Turniergeschichte feierten die „Baden Classics“ im Offenburger Messegelände eine Siegerin aus dem Süden: Die 36-jährige Jörne Sprehe (Fürth) gewann mit ihrer Stute Luna den Großen Preis des Drei-Sterne-CSI und verwies die Französin Penelope Leprevost auf Rang zwei.

Rund ein Jahr hatte Jörne Sprehes 13-jährige Stute Luna verletzungsbedingt pausiert, nun ist sie wieder top in Schuss: Die Tochter des Westfalen L’Avian aus einer Pilot-Mutter beeindruckte mit einer makellosen fehlerfreien Runde im Umlauf des Großen Preises der „Baden Classcis“ und gab auch im 13 Paare umfassenden Stechen ihr Bestes: Mit einem enormen Vorsprung von knapp drei Sekunden schoss die braune Pferdelady über die Ziellinie. Jörne Sprehe drehte nach der Siegerehrung eine nicht minder flotte Runde mit ihrem Ehrenpreis, einem nagelneuen Automobil der Marke Smart.

Vor so viel Rasanz im Parcours musste selbst die ansonsten wegen ihrer schnellen Runden gefürchtete Französin Penelope Leprevost kapitulieren. Die 38-Jährige aus der Normandie hatte den zehnjährigen Hengst Vancouver de Lanlore eingesetzt. Auch er blieb fehlerfrei und meisterte die Anforderungen rund eine halbe Sekunde schneller als der drittplatzierte Cardano CH mit dem Schweizer Niklaus Rutschi im Sattel. Auf dem vierten Platz behauptete sich der Olympiasieger von 2000, Jeroen Dubbeldam aus den Niederlanden, mit dem KWPN-Wallach Eldorado S.

Für Hans Dieter Dreher (Eimeldingen) und den Hannoveraner Prinz wäre im Großen Preis vielleicht ein etwas besseres Resultat als Platz sieben möglich gewesen. Die schnelle Zweit hätte für Platz zwei gereicht, aber der elfjährige Sohn des Perigueux patzte an einem Hindernis, es wurde Platz sieben. Kleiner Trost: Mit dem Wallach hatte Dreher in einem 1,50-Meter-Springen, der Hauptprüfung des Turnier-Freitags, das zweitbeste Ergebnis erreicht. Diese Prüfung gewann der Niederländer Jens van Grunsven mit der Stute Cika. hen

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Weltcup Voltigieren: Jannik Heiland siegt auch in Offenburg

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Offenburg (fn-press). Jannik Heiland hat zum Abschluss der Weltcup-Qualifikation einen Sieg eingefahren. Der Vize-Weltmeister gewann bei der zweiten Auflage der Winter-Serie in Offenburg mit seinem Pferd Highlander und Longenführerin Winnie Schlüter. Auch die weiteren Athleten um Bundestrainerin Ulla Ramge und Disziplintrainer Kai Vorberg überzeugten. Auf Rang zwei landeten jeweils Weltmeisterin Kristina Boe (Hamburg) und Viktor Brüsewitz (Wulfsen).

Bei der vierten und abschließenden Qualifikations-Etappe des Weltcups 2018/19 hinterließ Heiland in der Baden-Arena mit Highlander und Longenführerin Winnie Schlüter einen souveränen Eindruck. Nach seinem Sieg in Leipzig vor zwei Wochen gewann der 26-Jährige nun mit seiner Kür zum Thema „Der Pianist“ auch in Offenburg beide Durchgänge und kam in der Summe auf 8,734 Punkte. Damit sicherte sich Heiland in der laufenden Weltcup-Saison die volle Ausbeute von 30 Punkten und zog im Gesamtranking am Schweizer Lukas Heppler (28) vorbei.
Auf Platz zwei in Offenburg folgte Viktor Brüsewitz, der als „Pate“ mit Laser und Longenführerin Tanja Evers zu 8,507 Punkten voltigierte und den Franzosen Clément Taillez (8,427) auf Platz drei verwies, gefolgt vom Amerikaner Kristian Roberts, Salzburg-Sieger Lorenzo Lupacchini aus Italien sowie Lukas Heppler. Für das Weltcup-Finale im französischen Saumur sind nun vier deutsche Athleten qualifiziert. Neben Vorjahressieger Jannis Drewell gehen Jannik Heiland sowie Thomas und Viktor Brüsewitz an den Start.

Bei den Damen konnte sich am Ende einmal mehr Nadja Büttiker durchsetzen. Die Schweizerin voltigierte in Offenburg zu 8,688 Punkten und verwies damit Weltmeisterin und Vorjahres-Siegerin Kristina Boe knapp auf Rang zwei (8,535). Boe holte sich mit ihrem Pferd Highlander und Longenführerin Winnie Schlüter jedoch mit der Tageshöchstnote von 8,97 Punkten den Tagessieg im zweiten Durchgang. Platz drei ging an die Dänin Sheena Bendixen (8,271), die sich knapp vor der Neusserin Janika Derks (8,190) platzieren konnte. Die Rheinländerin, die in Leipzig gewonnen hatte, war mit Jessica Lichtenberg und Carusso Hit am Start.
Beim Weltcup-Finale in Saumur wird neben Kristina Boe und Janika Derks auch Corinna Knauf aus Köln die deutschen Farben vertreten.

Im Pas-de-Deux schicherten sich die Schweizerinnen Zoe Maruccio und Syra Schmid die 15 Punkte für den Turniersieg. Das einzige angetretene Pas-de-Deux trifft nun beim Weltcup-Finale auf die deutsche Vertretung Torben Jacobs und Theresa-Sopie Bresch, welches auf den Stationen in Salzburg und Leipzig gewonnen hatte.

Den Masterclass-Teamwettbewerb in Offenburg entschied die Mannschaft Pegasus Mühlacker vom Landesverband Baden-Württemberg mit 7,728 Punkten knapp vor der bayrischen Vertretung vom RG Gut Waffenschmiede (7,719).

Zahlen und Fakten
die Saison 2018/19 ist die neunte Weltcup-Saison in der Geschichte des Voltigier-Sports;
das Weltcup-Finale wurde bislang fünfmal in Deutschland ausgetragen (Leipzig 2011, Braunschweig 2013, Dortmund 2016 bis 2018), zweimal in Bordeuax / FRA (2012 und 2014) und einmal in Graz / AUT (2015);
acht Damen und Herren und vier Pas-de-Deux können sich für das Finale qualifizieren;
die meisten Weltcup-Gesamtsiege in allen Disziplinen konnte bislang Deutschland einfahren (8), gefolgt von Italien (4), Frankreich und Schweiz (3), Österreich (2) und Großbritannien (1).