Kukuk macht’s noch mal in Braunschweig

Christian Kukuk siegt mit Lacasino im Großen Preis der Volkswagen AG Foto: ACP-Fotografie-Pantel.de
Christian Kukuk siegt mit Lacasino im Großen Preis der Volkswagen AG Foto: ACP-Fotografie-Pantel.de

Der Sieg im Großen Preis der Volkswagen AG beim Braunschweig CLASSICO geht in diesem Jahr an Christian Kukuk. Zum zweiten Mal nach 2017 hat sich der Bereiter aus dem Stall Beerbaum den Braunschweiger Sieg gesichert. 2017 saß er auf Cordess, in diesem Jahr hatte er den elfjährigen Lordanos-Sohn Lacasino unter dem Sattel. „Dieser Sieg ist für mich eine unheimlich schöne, emotionale Sache und ich freue mich sehr, hier jetzt stehen zu dürfen“, strahlt der Sieger. „Lacasino hat ein großes Dankeschön verdient. Nach der Mauer im zweiten Umlauf habe ich ehrlich gesagt nur noch Richtung nächsten Sprung gesteuert, den Rest hat er gemacht. Er hat sensationell mitgekämpft und es mir heute sehr leicht gemacht!“ Kukuk blieb mit seinem ‘Kämpfer’ in beiden Umläufen fehlerfrei und flitzte in 34,76 Sekunden durch die zweite Runde. Uneinholbar für alle anderen.

13 der 42 Starter aus zehn Nationen durften im zweiten Umlauf noch mit um den Sieg reiten, keiner kam an Kukuks Zeit heran. Platz zwei ging an die 23-jährige Finja Bormann. Bormann und Braunschweig – das passt. Im vergangenen Jahr hatte die aufstrebende Springsportlerin bereits ein Springen der großen Tour gewonnen, in diesem Jahr wurde es Platz zwei im Sattel des 13-jährigen A Crazy Son of Lavina im Besitz des Elmgestüts Drei Eichen, Familie Müter. Mit 36,58 Sekunden legte sie eine verdammt schnelle Runde aufs Parkett und blieb dennoch fast zwei Sekunden hinter der Zeit von Kukuks Husarenritt. „Bis zum Großen Preis lief das Wochenende für mich nicht so gut, gestern hatte ich zwei Fehler im Stechen“, resümierte Finja Bormann. „Vielleicht war das genau richtig, so habe ich heute im zweiten Umlauf einen kühlen Kopf behalten.“

Deutlich wird der enorme Speed der beiden Erstplatzierten auch, wenn man auf die weiteren Platzierten blickt: Rolf-Göran Bengtsson folgt auf Platz drei in 37,25 Sekunden. Sein Partner: der elfjährige Holsteiner Carlyle. „Ich war heute ein bisschen feige, naja zurückhaltend, und bin nicht voll nach vorne geritten“, gab Bengtsson zu. „Aber auch sonst hätte ich gegen Christian keine Chance gehabt.“

Fünf Reiter hatten das Kunststück vollbracht und sind in beiden Umläufen fehlerfrei geblieben. Einfach war das nicht, Parcourschef Marco Behrens hatte sich wieder einmal einen kniffligen Parcours ausgedacht. Als besondere Tücke im Parcours von Parcourschef Marco Behrens erwies sich die dreifache Kombination auf der Schlusslinie. „Die Dreifache am Ende und zum Ausgang hin, das war schwierig für die Pferde“, erklärte Tobias Meyer. „Da hatte ich auch ein paar Probleme, aber Corny hat toll mitgekämpft.“So schaffte das Erfolgspaar zwar noch den Sprung in die zweite Runde, dort aber kassierten sie einen Abwurf und wurden am Ende Achte.

Birgit Honé, Ministerin des Landes für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, gehörte bei der Siegerehrung ebenso zu den Gratulanten wie Anke Kapphammel, Bürgermeisterin der Stadt Braunschweig, und Gunnar Kilian, Mitglied des VW-Konzernvorstandes. Die Volkswagen AG ist Partner des Braunschweiger Turniers von Anfang an, also jetzt seit 18 Jahren – eine stabile und erfolgreiche Partnerschaft! Kilian war es eine besondere Freude, den Schlüssel für das Siegerfahrzeug an Christian Kukuk zu übergeben: einen VW T-Roc Sport mit 150 PS im Wert von 43.500 Euro. Ein schönes nachträgliches Geburtstagsgeschenk. Vor knapp drei Wochen hat der Sieger seinen 29. Geburtstag gefeiert.

Sonderehrenpreis für…
…den erfolgreichsten Reiter der Großen Tour, den Löwen Cup, erhielt Harm Lahde.
…den erfolgreichsten Reiter des Braunschweig CLASSICO 2019, der Veolia-Sonderehrenpreis, ging an den Polen Jaroslaw Skrzyczynski.
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Das Braunschweig CLASSICO-Fazit von…
…Axel Milkau
, Turnierchef des Braunschweig CLASSICO: „Es waren alle gut drauf. Die 700 Meter Entfernung zwischen Stall und Halle können wir nicht ändern, aber das Wetter war in diesem Jahr ideal – Pferde, Reiter, Pfleger, alle waren bester Stimmung. Wir hatten tollen Sport, sehr viele wunderbare, emotionale Momente und mit 25.000 Zuschauern an den drei Turniertagen sind wir total happy. Für uns war der Braunschweig CLASSICO ein absoluter Erfolg!“
 
…Franke Sloothaak
, sportlicher Leiter des Braunschweig CLASSICO: „Das Prüfungsangebot, die Mannschafts-Wettbewerbe und die gewaltige Stimmungslage – es war fantastisch. Wir hatten auch super Sieger mit beispielsweise Holger Wulschner, Tobias Meyer, Michael Jung und Felix Haßmann. Wir hatten erstklassige Parcours mit toller Linienführung, gebaut von Marco Behrens. Und dann das Braunschweiger Publikum, das auch am Samstagabend um 23.00 Uhr bei der letzten Siegerehrung noch sitzen blieb und den Sportlern Respekt zollte. Ich denke, der Braunschweig CLASSICO ist toll gelungen!“

…Eve Jobs, US-amerikanische Springreiterin: „Ich bin das erste Mal in Braunschweig gewesen, zum ersten Mal überhaupt in Deutschland auf einem Turnier. Dieses Turnier ist unglaublich, phänomenal. Ich bin wirklich sehr nervös wegen des Weltcup-Finales, weil ich mein Team stolz machen und mein Land gut vertreten möchte, aber ich hätte mir kein besseres Turnier zur Vorbereitung auf das Weltcup-Finale vorstellen können als Braunschweig. Vielen Dank, dass ich hier beim Braunschweig CLASSICO an den Start gehen durfte.“

Und der Braunschweig CLASSICO-Ausblick von…
……Axel Milkau
, Turnierchef des Braunschweig CLASSICO: „Mit sechs statt wie bisher fünf Hauptsponsoren haben wir im kommenden Jahr noch mehr Möglichkeiten. Wir werden den U25-Springpokal wieder nach Braunschweig zurückholen. Er passt einfach genau zu unserer Philosophie. Und wir werden die Youngster-Tour von zwei auf drei Prüfungen aufstocken, die dritte Prüfung sogar als Weltranglistenspringen. Deshalb werden wir im kommenden Jahr schon am Donnerstagabend beginnen und auf dreieinhalb Turniertage aufstocken.“

LC Kids-Trophy geht weiteren
Es war eine Premiere, die ganz sicher weiterhin ihren Platz im Programm des Braunschweig CLASSICO behalten wird: die LC Kids-Trophy, der Führzügel-Wettbewerb für die Kleinsten. „Wer diese glänzenden Kinderaugen gesehen hat, die leuchtenden Augen der Eltern und Zuschauer, die Tränen der Siegerin – ich wollte diese Trophy unbedingt. Sie gehört zu Braunschweig“, betont Turnierchef Milkau aus voller Überzeugung. „Diese Trophy zeigt, was Herzblut für Pferde bedeutet.“ 20 Kinder durften bei der Premiere der LC Kids-Trophy an den Start gehen. Alle haben einen Scheck über 300 Euro bekommen – für die Jugendförderung in ihrem Verein. Die Nachwuchsförderung ist und bleibt ein Hauptaugenmerk in Braunschweig.

Der Braunschweig CLASSICO-Termin 2020 zum Vormerken: 05.-08. März!​​​​​​ 2020 !

ERGEBNISSE des Braunschweig CLASSICO:

Sonntag, 24. März 2019:


05. Großer Preis der Volkswagen AG  – Int. Springprüfung mit 2 Umläufen (1.55 m) – CSI3*

1. Christian Kukuk, GER / Lacasino 0 Strafpunkte 34.76 sec  alle im 2. Umlauf
2. Finja Bormann, GER / A crazy son of Lavina  0 Strafpunkte 36.58 sec
3. Rolf-Göran Bengtsson, SWE /  Oak Grove’s Carlyle  0 Strafpunkte 37.25 sec
4. Harm Lahde, GER /  Larry  0 Strafpunkte 37.43 sec
5. Jan Andre Schulze Niehues, GER /  Fitch  0 Strafpunkte 45.30 sec
6. Robert Whitaker, GBR / Catwalk IV  4 Strafpunkte 35.99 sec
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Braunschweig: Christian Kukuk siegt im Großen Preis

FN Logo (Herkunft: FN)
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Braunschweig (fn-press). Nach 2017 hieß der Sieger im Großen Preis von Braunschweig erneut Christian Kukuk (Riesenbeck). Der Bereiter im Stall von Ludger Beerbaum beendete den Parcours mit dem Oldenburger Lacasino in fehlerfreier Bestzeit.

Die besten 13 Paare aus dem ersten Umlauf konnten sich für die zweite Runde qualifizieren. Am besten meisterte Christian Kukuk den von Macro Behrens gestalteten Parcours. Sein elfjähriger Oldenburger Lordanos-Nachkomme Lacasino galoppierte fehlerfrei in 34,76 Sekunden ins Ziel. Der Ritt wurde mit einem schicken vierrädrigen Ehrenpreis des Sponsors Volkswagen im Wert von 43.500 Euro belohnt. An Christian Kukuks Spitzenzeit biss sich die die Konkurrenz die Zähne aus. Fast zwei Sekunden länger benötigte Finja Bormann. Im Sattel des ZfdP-Wallachs A crazy son of Lavinia v. Azurro Classico beendete sie den zweiten Umlauf in 36,58 Sekunden. Für die 23-Jährige ist Braunschweig gewissermaßen ein Hausturnier, denn sie arbeitet als Bereiterin nur 25 Kilometer entfernt im Elmgestüt Drei Eichen bei Familie Müther in Königslutter. Über den dritten Platz freute sich Rolf-Göran Bengtson. Der Schwede mit Wohnsitz in Itzehoe blieb mit dem Holsteiner Oak Grove’s Carlyle ebenso fehlerfrei (0/37,25).

Die zweitwichtigste Prüfung des Turniers, das Veolia Championat, gewann Michael Jung (Horb). Nach seiner Siegesserie in Dortmund vor zwei Wochen war der Vielseitigkeits-Olympiasieger und -Weltmeister erneut eine Klasse für sich. Im Sattel der elfjährigen westfälischen Stute fischerChelsea v. Check In meisterte er das zehnköpfige Stechen fehlerfrei und in blitzschneller Zeit von nur 33,71 Sekunden. „Chelsea ist wunderbar in die schweren Springen hineingewachsen, sie ist sensibel, vorsichtig und energiegeladen“, lobte Jung seine Partnerin. Zweiter im Championat wurde Harm Lahde (Heeslingen) mit dem Schimmelwallach Larry (0/36,04), gefolgt von dem in Belgien lebenden Briten Robert Whitaker, Sohn der Springreiterlegende John Whitaker. Whitaker und sein Holsteiner Catwalk v. Colman beendeten das Stechen einen Hauch langsamer (0/36,12).   hen

Braunschweig: BaWü neuer Deutscher Meister

FN Logo (Herkunft: FN)
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Braunschweig (fn-press). Nach zwei Umläufen durften sie sich in Braunschweig feiern lassen: Die drei Mitglieder des Teams Baden-Württemberg, Hans Dieter Dreher (Eimeldingen), Tobias Schwarz (Herbolzheim) und Tina Deuerer (Bretten), gewannen souverän die Deutsche Meisterschaft der Landesverbände.

Mannschaftsführer Karl-Heinz Streng hatte das richtige Händchen, mit Hans-Dieter Dreher und Tina Deuerer zwei der erfahrensten Springreiter für die Deutsche Meisterschaft auszuwählen, die wiederum ins Braunschweiger Turnier, das seit diesem Jahr „Braunschweig Classico“ heißt, eingebunden war. Gemeinsam mit Tobias Schwarz musste das Team allerdings um den Sieg bangen, denn im ersten Umlauf hatte es lediglich mit dem vierten Platz abgeschlossen, während die Reiter aus Rheinland-Pfalz die Führung übernahmen. Stunden später in der zweiten Runde wurden die Karten neu gemischt: Wie schon im ersten Umlauf blieb Hans-Dieter Dreher im Sattel des Oldenburgers Arko Junior (v. Arko) fehlerfrei, dasselbe gelang auch Tina Deuerer, die den Holsteiner Casall-Nachkommen C.T. einsetzte. Der Youngster im Team, Tobias Schwarz (25), und die Holsteiner Stute La Belle (v. Limbus) kassierten in beiden Runden einen Abwurf, so dass das Team Baden-Württemberg schlussendlich mit acht Fehlerpunkten und insgesamt 365,2 Sekunden souverän die Deutsche Meisterschaft der Landesverbände gewonnen hatte.

Mit zwölf Fehlerpunkten schlossen zwei Teams ab: Hannover und Saarland. Die schnelleren Ritte (362,05) gelangen den Hannoveranern, die von Mannschaftsführer Hilmar Meyer betreut wurden. Harm Lahde (Heeslingen) und die niederländischen Stute Oak Grove’s Flickering Star kamen ebenso in beiden Umläufen fehlerfrei ins Ziel wie Tim-Uwe Hoffmann (Rhade) mit der Hannoveranerin Casta Lee (v. Cassus). Bei Steffen Engfer (Rosengarten) und der hannoverschen Cashman-Tochter Catja summierten sich zwölf Fehlerpunkte. Beim drittplatzierten Landesverband Saarland (Mannschaftsführer Manfred Reitmeyer) erzielten Andreas Woll (Neunkirchen) und die Holsteinerin Cutest Tabou v. Clinton mit zwei fehlerfreien Runden das beste Ergebnis. Niklas Betz (Kirkel) und die westfälische Stute Una Beretta (v. Ustinov) patzten einmal, bei Thies Beyer (Illingen) und dem Zweibrücker Hengst Superior v. Stalypso fielen an zwei Hindernissen die Stangen. Auf den weiteren Plätzen folgten die Teams aus Schleswig-Holstein (16), Rheinland-Pfalz (18), Sachsen (21) und Berlin-Brandenburg (28). Alle weiteren Landesverbände fielen aus der Wertung bzw. hatten sich für den zweiten Umlauf nicht qualifizieren können. 

Das ebenfalls in Braunschweig ausgetragene Deutsche Hallenchampionat der Landesmeister gewann Inga Czwalina von der Insel Fehmarn mit dem Holsteiner Wallach Cezanne v. Cardenio. Das Paar hatte im Finale der besten drei die Ziellinie fehlerfrei in 39,41 Sekunden überquert. Platz zwei sicherte sich Philipp Bölle (Haselünne) mit dem Hengst Coupe d’Or, Oldenburger Springpferd v. Coupe de Coeur, mit einem Abwurf in 39,98 Sekunden. Die schnellste Zeit, aber zwei Abwürfe hatte der drittplatzierte Niklas Betz (Kirkel) mit dem Mecklenburger Contan v. Contact Me (8/38,36).   hen

Ein ‘Balsam-Sieg’ für Holger Wulschner

Santi Serra begeisterte das Publikum mit seiner Freihitsdressur Foto: ACP-Fotografie-Pantel.de
Santi Serra begeisterte das Publikum mit seiner Freihitsdressur Foto: ACP-Fotografie-Pantel.de

Schon kurz vor dem Stechen im Preis der Deutschen Kreditbank AG (DKB) stellte DKB-Teamathlet Holger Wulschner eins klar: „Ich möchte nicht Zweiter werden!“ Eine klare Ansage, die ebenso klar umgesetzt wurde. Mit 0,8 Sekunden Vorsprung sicherte sich Wulschner auf BSC Cha Cha Cha in 34,63 Sekunden diesen Sieg beim Braunschweig CLASSICO. Der Schwede Rolf-Göran Bengtsson ordnete sich mit dem elfjährigen Carlyle auf dem zweiten Platz ein. Seine Zeit für den Stechparcours betrug 35,43 Sekunden. Zwei superschnelle Runden, zwei erfahrene Pferde, zwei Topsportler im Sattel, ein Stechen in erstklassiger Profimanier!

Dritter wurde im Sattel von Lissino Karl Brocks in 37,02 Sekunden. Auch das war eine ganz besondere Leistung, Brocks saß auf dem jüngsten Pferd des Stechens. Der Limbus-Sohn ist gerade einmal acht Jahre jung. Brocks hat den Achtjährigen zügig und mit viel Gefühl durch den Parcours gesteuert – eine echte Teamleistung von Reiter und Pferd.

„Der Umlauf mit dem Doppelwasser war eigentlich überhaupt nicht mein Parcours“, gab der Sieger unumwunden nach dem Stechen zu. Aber der 14-jährige Casall-Sohn blieb souverän fehlerfrei. „Cha Cha Cha hatte eine ziemlich lange Pause“, erklärte Wulschner. „Wir sind jetzt erst drei Turniere wieder gegangen. Dass er so schnell wieder so gut werden würde, habe ich nicht erwartet.“ Der Holsteiner ist für seine Grundschnelligkeit bekannt, die spielte Wulschner im Stechen aus, allerdings… „vielleicht hätte ich sogar zum letzten Sprung hin noch mehr riskieren können“, grinste Wulschner und klopfte seinem schnellen Sieger den Hals. „Ich hatte schon eine gewisse Durststrecke. Da ist so ein Erfolg hier in Braunschweig schon Balsam für die Seele!“ Zu den ersten Gratulanten gehörte auch Stefan Unterlandstättner, der Vorstandsvorsitzende der DKB, mit hoch zufriedenem Lächeln. Er freute sich über spannenden Spitzensport im Preis der DKB und über den Sieg eines DKB-Teamathleten. Doppelter DKB-Erfolg!

Nur eine einzige Dame hatte den Einzug ins Stechen geschafft, zugleich die Jüngste im Starterfeld des Stechens: Mylen Kruse. Die 19-Jährige aus Zeven geht für den heimischen Pferdesportverband Hannover beim Braunschweig CLASSICO an den Start. Ihr flogen die Herzen der Zuschauer zu. Ihre fehlerfreie Runde im Stechen und der fünfte Platz im Preis der DKB wurde frenetisch und sportlich bejubelt. Typische CLASSICO-Stimmung!

Acht der 32 Paare hatten den Sprung ins Stechen dieser internationalen Springprüfung mit Stechen geschafft, sieben davon für Deutschland am Start. Ein Markenzeichen für die Klasse des deutschen Springsports in der Volkswagen Halle.

Am morgigen Sonntag steht für die internationalen Springreiter der Höhepunkt des Braunschweig CLASSICO auf dem Programm: der Große Preis der Volkswagen AG ab 15.30 Uhr. Dann werden ganz sicher nicht nur die großen Sieger von heute, Holger Wulschner und Michael Jung, noch einmal richtig angreifen…

Die Große Braunschweig-Nacht – geht ‘rasant’ weiter
Carsten Graf, Vorstandssprecher der PSD Bank Braunschweig eG, ist ein Fan von Rasanz. Er liebt es, bei der Großen Braunschweig-Nacht am Samstagabend mit einem Vierspänner in die Volkswagen Halle zu flitzen. In diesem Jahr wurde er etwas ruhiger in die Halle ‘kutschiert’ – auf dem Wagen für die Hindernisse. Das sei auch sehr schön gewesen, aber ‘rasant’ sei ihm noch lieber, gestand Graf. Davon gab es bei der Großen Braunschweig-Nacht im Rahmen des CLASSICO 2019 auch reichlich, zum Beispiel mit dem Horseman Team: Drei Männer, die per pedes unter riesigem Jubel der voll besetzten Volkswagen Halle über olympische Hindernisabmessungen sprangen. Oder bei der Pferdekünsterlin Melie Phillipot, deren kleine Puppen-Partnerin auf einem wieselflinken Shetty durch die Halle flitzte. Die Classico-Besucher – begeistert! Die Studentin Lisa Röckener bezauberte dagegen mit Anmut und Eleganz in der Kommunikation mit ihrem Pferd. Santi Serra, der Künstler der Freiheitsdressur, in Braunschweig mit langem rotem Frack, spielte mit seinen Arabern und seinem Hund. Wenn Tiere und Menschen dieselbe Sprache sprechen. Es war die exzellente Mischung, die die Große Braunschweig-Nacht 2019 zu einem wunderbaren Erlebnis machte. Und Graf versprach: Die PSD Bank wird auch im nächsten Jahr diese Ausnahmeshow präsentieren. Und wieder: Jubel der CLASSICO-Zuschauer und riesige Vorfreude auf 2020!

Baden-Württemberg ist Deutscher Meister

Graf Moritz wurde mit 20 Jahren in den Ruhestand verabschiedet. Foto: ACP-Fotografie-Pantel.de
Graf Moritz wurde mit 20 Jahren in den Ruhestand verabschiedet. Foto: ACP-Fotografie-Pantel.de

„Morgen gewinnen wir!“, hatte Hans-Dieter Dreher bereits am Abend zuvor gesagt und hinzugefügt: „Für Dich!“ Der Adressat war der baden-württembergische Mannschaftsführer Karl-Heinz Streng. Gesagt, getan. Das Team Baden-Württemberg siegte in der Deutschen Meisterschaft der Landesverbände präsentiert von der Öffentlichen Versicherung Braunschweig.

Mit doppelter Nullrunde legte Dreher auf dem neunjährigen Arko Junior den Grundstock. Landesmeisterin Tina Deuerer zog mit C.T. ebenso nach. „C.T. hat wahrscheinlich schon mehr gesehen als ich. Er ist gut und sehr erfahren, das hat er hier wieder gezeigt.“ Der Dritte im Siegerteam war der Youngster, der 25-jährige Tobias Schwarz, im Sattel von La Belle. Mit je einem Fehler pro Umlauf rundete er den baden-württembergischen Erfolg ab.

Zum elften Mal wurde in Braunschweig diese Deutsche Meisterschaft ausgetragen, zum zweiten Mal nach 2016 standen die ‘Ba-Wüs’ ganz oben auf dem Podium. Streng war stolz und sehr zufrieden und er ließ es sich nicht nehmen, einige Worte direkt an Turnierchef Axel Milkau zu richten. „Ich bin schon sehr viel auf Turnieren herumgekommen, aber was man hier in Braunschweig den Reitern bietet, ist aller Ehren wert und unvergesslich.“

Eigentlich war der Sieg in diesem Jahr für die heimische Mannschaft Hannover schon zum Greifen nah. Teamreiter Harm Lahde brachte es vor dem letzten Ritt auf den Punkt: „Steffen muss nur noch null reiten, dann haben wir’s. Er kann das, aber ich weiß, dass das auch nicht so einfach ist!“ Auch Lahde und Tim-Uwe Hoffmann, erstmals bei den ‘Senioren’ im Team, hatten zwei Nullrunden in den Teamtopf geworfen, der gesamte Druck lastete also auf Schlussreiter Steffen Engfer. Aber es fehlte das Quentchen Glück. Zwei Abwürfe musste Engfer mit Catja in der zweiten Runde notieren. So landete Hannover auf Platz zwei der Meisterschaftswertung. „In diesem Jahr haben wir Euch noch den Vortritt gelassen“, zwinkerte Hannovers Mannschaftsführer Hilmar Meyer dem Sieger ‘Kalli’ Streng zu. „Aber im nächsten Jahr sind wir dran.“

Zum allerersten Mal hat das Team aus dem Saarland den Sprung aufs Podium dieser Meisterschaft geschafft. Andreas Woll, Thies Beyer und Niklas Betz sind für das Saarland geritten, Mannschaftsführer Manfred Reitmeier platzte vor Stolz. „Das ist wirklich ein geniales Gefühl – gerne wieder!“ Und es war knapp. Mit acht Fehlerpunkten insgesamt hatte sich Baden-Württemberg den Sieg gesichert, mit zwölf Fehlerpunkten folgte Hannover und auch die Saarländer hatten zwölf Fehlerpunkte gesammelt. So entschied am Ende die Zeit über Silber und Bronze. 362,05 Sekunden standen nach beiden Runden auf dem Konto Hannover, nur acht Sekunden mehr waren es für das Saarland.

Pech hatte das Team Rheinland-Pfalz. In Führung liegend ist das Trio mit Emilia Löser, Dominique Michelle Weber und Isabelle Gerfer in die zweite Runde gestartet, aber dann sammelte jede der drei Reiterinnen Fehlerpunkte. Der Podiumsplatz war dahin, der Ehrgeiz für 2020 noch einmal mehr geschürt.

Knud Maywald, der Vorstandsvorsitzende der Öffentlichen Versicherung Braunschweig, war fast erschöpft nach dieser Deutschen Meisterschaft. Als ehemaliger Springsportler hat er absolut mitgefiebert und er weiß genau, wie schmal der Grat des Erfolgs in diesem Sport ist. „Ich kann nur meinen ganz herzlichen Glückwunsch an alle drei Teams auf dem Podium aussprechen. Es war ganz hervorragender Sport, den Sie uns hier haben miterleben lassen.“

Turnierchef Axel Milkau sprach wahrscheinlich allen, die bei dieser Meisterschaft in der Volkswagen Halle dabei waren, aus der Seele. „Pferdesport ist ein besonderer Sport. Ich bin unseren Partnern, wie der Öffentlichen Versicherung Braunschweig, sehr dankbar. Ohne diese Partner könnten wir nicht all die Menschen hier in die Volkswagen Halle einladen, um unseren emotionalen Sport so wie heute in der Meisterschaft zu erleben. Vielen Dank!“
 
 
Zwei besondere Abschiede im CLASSICO-Rahmen


• Andreas Müller – 16 Jahre lang hat Andreas Müller neben seinem Beruf beim Luftfahrt-Bundesamt als erster Vorsitzender des Reitclubs Braunschweig-Lehndorf e.V. die Ärmel hochgekrempelt und angepackt: Er hat Turniere organisiert, Mitglieder verwaltet, Zuschüsse beantragt, Infrastruktur aufgebaut und umgestaltet und auch selbst mit Unterricht gegeben. Und er hatte immer ein offenes Ohr für die Belange der Mitglieder. Im Oktober 2018 hat Müller das Amt an Dr. Jörg Hilger übergeben, beim Braunschweig CLASSICO sagte er offiziell ‘bye bye’.
 
• Graf Moritz – „Er hatte immer einen eigenen starken Charakter – eine starke Persönlichkeit zwischen Genie und Wahnsinn.“ Keiner weiß das besser als Dirk Klaproth. Zehn Jahre lang hat der Springprofi den gekörten Hannoveraner Hengst im Besitz der Familie Arendt geritten.
Mehr als 40 Siege in schweren Springen haben ‘der Graf’ und Klaproth zusammen gefeiert.
Im Oktober 2018 ist Graf Moritz mit 19 Jahren bei seinem letzten Turnier am Start gewesen. Heute, topfit mit 20 Jahren, wurde er im Rahmen des Braunschweig Classico vom Sport verabschiedet.
 
Don Classico ist da
Just in dem Moment, in dem Graf Moritz in der Volkswagen Halle verabschiedet wurde, wurde etwa 20 Kilometer entfernt auf dem Elmgestüt ‘Drei Eichen’ der Familie Müter ein Fohlen geboren. Gerhard Müter hat live die Verabschiedung des ‘Grafen’ beim CLASSICO erlebt und parallel per Videoüberwachung auf seinem Handy die Geburt seines Fohlens verfolgt. Ein Fohlen aus der vierjährigen Stute Comtesse Baronesse und von Don Diarado. „Spontan haben wir direkt hier entschieden: Dieses Fohlen heißt Don Classico und Axel Milkau ist mit dem Braunschweig CLASSICO der Pate.“ Wer weiß, vielleicht geht Don Classico in einigen Jahren selbst beim Braunschweig CLASSICO an den Start?

Michael Jung ist neuer Veolia Champion

Siegerehrung des Veolia Championats: Harm Lahde (GER), Axel Milkau (Turnierleiter), Michael Jung (GER), Matthias Harms (Vorsitzender der Geschäftsführung Veolia), Franke Sloothaak (Sportlicher Berater des Braunschweig CLASSICO), Robert Whitaker (GBR)
Siegerehrung des Veolia Championats: Harm Lahde (GER), Axel Milkau (Turnierleiter), Michael Jung (GER), Matthias Harms (Vorsitzender der Geschäftsführung Veolia), Franke Sloothaak (Sportlicher Berater des Braunschweig CLASSICO), Robert Whitaker (GBR)

Sieg mit 2,3 Sekunden Vorsprung – die Erfolgsliste von Michael Jung wird immer unfassbarer. Mit der elfjährigen fischerChelsea hat der dreimalige Vielseitigkeits-Olympiasieger das Veolia Championat des Braunschweig CLASSICO gewonnen. „Die Stute ist wirklich in Topform“, schien der Sieger fast selbst fassungslos. „Es macht unheimlich viel Spaß, sie zu reiten.“ Bereits vor zwei Wochen hatte das Paar den Großen Preis in Dortmund gewonnen. „Chelsea ist wunderbar in die schweren Springen hineingewachsen, sie ist sensibel, vorsichtig und energiegeladen.“ Energiegeladen – das war das richtige Stichwort für Julien Mounier, den Direktor des Geschäftsbereichs Energie bei Veolia. „Die ganze Prüfung war so voller Energie, noch mehr als im vergangenen Jahr. Für uns ist es eine unheimlich schöne Sache, hier beim CLASSICO dabei zu sein.“

Auf Platz zwei der 1,50-Meter-Springprüfung landete Harm Lahde mit dem 13-jährigen Schimmelwallach Larry. „Ich bin super zufrieden mit Platz zwei“, und grinsend fügte der Chefbereiter des Gestüts Eichenhain hinzu. „Ich bin ja auch ganz knapp hinter der Zeit von Michael.“ 33,71 Sekunden war die Siegzeit von Jung, 36,04 Sekunden brauchte Lahde für den Stechparcours. Eine Zeitdifferenz, die definitiv selten ist im Springsport. Robert Whitaker, Sohn von Springreitlegende John Whitaker, reihte sich im Sattel seines Toppferdes Catwalk auf Platz drei ein. Vor zwei Wochen in Dortmund hatte er sich schon hinter Jung aufstellen müssen, in Braunschweig erneut. „Michael ist einfach schneller“, so seine nüchterne Analyse. „Morgen im Großen Preis werde ich noch mehr Gas geben müssen.“

Insgesamt zehn der 41 Starter hatten das Stechen im Veolia Championat erreicht, in dem es nicht nur um 25.000 Euro Preisgeld ging, sondern auch um Weltranglistenpunkte. Die meisten Fehler im Umlauf schlugen in der zweifachen und der dreifachen Kombination zu Buche. Besonders ärgerlich verlief der Parcours für Christian Kukuk. Der Bereiter aus dem Stall Beerbaum drehte mit dem elfjährigen Lacasino eine wunderbare Runde – und dann berührte der Oldenburger ganz sanft die letzte Stange. Fehler. „Der erste und der letzte Sprung – das sind oft die schwersten Sprünge“, resümierte der sportliche Leiter des Braunschweig CLASSICO. „Und wenn es ‘zu gut’ läuft, dann will am Ende vielleicht auch manchmal zu schön reiten.“ Insgesamt hat Sloothaak das Veolia Championat genossen. Es sei spannend gewesen, mit vielen guten Ritten, eine Herausforderung ohne Überforderung. „An dieser Stelle muss man auch dem Parcourschef Marco Behrens ein dickes Kompliment machen. Es war ein Spitzenparcours.“

Veolia verlängert für drei Jahre
Selbst Turnierchef Axel Milkau hat davon nichts gewusst. Nach dem Veolia Championat verkündete Matthias Harms, Vorsitzender der Geschäftsführung und Geschäftsführer des Bereichs Entsorgung bei Veolia: „Wir werden nicht nur im nächsten Jahr weiterhin Partner des Braunschweig CLASSICO sein, sondern auch im nächsten und im übernächsten Jahr.“

Braunschweig-Fans der ersten Stunde
Lothar Rutzen, 77, ist ein Fan vom ersten Braunschweiger Turniermoment an. Vor 14 Jahren hat er bei den LöwenClassics in der Volkswagen Halle Ulrich Janke kennengelernt. Seitdem sitzen die Herren nebeneinander, immer ganz weit oben, neben der Sprecherkabine von ClipMyHorse-Kommentator Henner Hoeschen, und haben die Halle im Total-Blick. In all den Jahren haben sie noch kaum eine Prüfung verpasst. Rutzen fühlt sich dem Turnier eng verbunden, nicht zuletzt, weil er Turnierchef Axel Milkau unterrichtet hat, als der gerade einmal fünf Jahre jung war. Rutzen war Reitlehrer und Polizeireiter, Janke ist Zeit seines Lebens auf Schulpferden geritten – und das macht er auch heute noch. Zwei Pferdefans durch und durch, die auch 2019 die CLASSICO-Stimmung, den Sport, die Spannung und die Pferde-Atmosphäre genießen und: „Wir kommentieren jeden Ritt und haben denselben Humor – das macht sehr viel Spaß!“

Braunschweig CLASSICO 2019!
Restkarten für den Sonntag gibt es noch an der Tageskasse.

ERGEBNISSE des Braunschweig CLASSICO:

Samstag, 23. März 2019:


15. Starter Cup der Sportförderung LC Nationale Springprüfung FuZ (1,40m) 

1. Marcel Wegfahrt, GER / Agropoint Cerna 0 Strafpunkte 50,67 sec
2. Dirk Klaproth, GER / Zalandra 0 / 53,12 sec
3. Christof Kauert, GER / Ragazy de la Serre 0 / 53,37 sec
4. Christoph Lanske, GER / Cinderella 0 / 54,93 sec
5. Maximilian Wricke, GER / Askido 0 / 57,26 sec
6. Tina Deuerer, GER / Smint 0 / 58,28 sec

8./9. Deutsche Meisterschaften der Landesverbände präsentiert von der Öffentlichen Versicherung Braunschweig
Mannschafts-Springprüfung Kl. S* / 1. Umlauf mit Einzelwertung

Mannschaftswertung:

1. Rheinland – Pfalz
2. Hannover
3. Schleswig-Holstein
4. Baden-Württemberg
5. Saarland
6. Weser-Ems
7. Hannover-Jun.
8. Sachsen

Einzelwertung:
1. Tobias Meyer, WES / Coeur de Lion, 0 Strafpunkte 57.91 sec
2. Frederic Knorren, RHL  / Chaccomio M,  0 Strafpunkte 57.93 sec
3. Christoph Kauert SAN / San Chano 0 Strafpunkte 59.67 sec
4. Harm Lahde, HAN /Oak Grove’s Flickering Star, 0 Strafpunkte 60.15 sec
5. Inga Czwalina, SHO / Armata; 0 Strafpunkte 60.71 sec
6. Michael Kölz, SAC / Dubai BLH; 0 Strafpunkte 61.10 sec


17. HGW-Bundesnachwuchschampionat der Springreiter gefördert von der Horst-Gebers-Stiftung
      In Memoriam Debby Winkler, Nationales Stilspringprüfung der Kl. M*

 
1. Isabelle Grandke / Quukske Z Wertnote 9,0
2. Emilia Löser / Champions League  8,8
3. Niels Carstensen / Galaxie du Moulin  8,7
4. Paul Ercken / Abe II  8,6
5. Sophia Riedlinger / Ce la vie  8,5
6. Henrike-Sophie Boy / Con D’Arpina  8,4


03. VEOLIA Championat, Int. Springprüfung mit Stechen (1.50 m) CSI3* Prüfung zählt für LONGINES Rankings

1. Michael Jung, GER / fischerChelsea,  0 Strafpunkte 33.71 sec. alle im Stechen 
2. Harm Lahde, GER / Larry, 0 Strafpunkte 36.04 sec.
3. Robert Whitaker, GBR / Catwalk IV, 0 Strafpunkte 36.12 sec.
4. Sebastian Adams, GER / Carlo, 0 Strafpunkte 37.74 sec.
5. Eve Jobs, USA / Limbridge, 0 Strafpunkte 39.15 sec
6. Steffen Engfer, GER / Dapardie, 0 Strafpunkte 39.62 sec

Neue Hallenchampioness: Inga Czwalina

Neue Deutsche Hallenchampionesse der Landesmeister Inga Cwalina mit Philip Bölle und Niklas Betz Foto: ACP-Fotografie-Pantel.de
Neue Deutsche Hallenchampionesse der Landesmeister Inga Cwalina mit Philip Bölle und Niklas Betz Foto: ACP-Fotografie-Pantel.de

„Dieser Titel steht auf meiner Liste mit ganz oben!“ Inga Czwalina ist neue Deutsche Meisterin des Hallenchampionats der Landesmeister. Damit ist die Springreiterin die dritte Dame, die sich diesen Titel sichert – nach Sarah Nagel-Tornau 2009 und Pia-Katharina Bostock-Beeking 2016. Zum elften Mal wurde dieses Championat im Rahmen des Braunschweiger Hallenturniers, dem Braunschweig CLASSICO, ausgetragen und hat sich zu einem absolut begehrten Titel-Wettkampf entwickelt.

Im Finale der besten Drei waren außerdem Philip Bölle aus Westfalen, Bereiter im Stall Sprehe, und Niklas Betz aus dem Saarland, Bereiter im Stall Haunhorst. Der 20-jährige Betz musste mit dem Mecklenburger Contan als erster Reiter ins Stechen der besten Drei, zwei Abwürfe machten alle Hoffnungen auf den Titel zunichte. Die 41-jährige Czwalina ritt als Zweite mit Cezanne in den Parcours, bewies Nerven und blieb fehlerfrei. In 39,41 Sekunden absolvierte sie den Stechparcours und setzte damit Bölle mächtig unter Druck. Der Griff im Sattel von Coupe d’Or an, riskierte vielleicht etwas zu viel und kassierte einen Abwurf. Sieg für die Dame von der Insel, Platz zwei für Bölle, Dritter wurde Betz.

Erfahrene Top-Profis wie beispielsweise der dreimalige Derbysieger Toni Haßmann scheiterten in dem anspruchsvollen Parcours des Umlaufs. Nach Verweigerung und Abwurf gab Haßmann im Sattel von Daring Queen auf.

Inga Czwalina betreibt auf Fehmarn einen Springstall, seit zwei Jahren sitzt sie im Sattel des zehnjährigen Holsteiners Cezanne. „Er kann wirklich unheimlich springen. Letztes Jahr bin ich mit ihm draußen Deutsche Vizemeisterin geworden und jetzt dieser Indoor-Titel. Das hat für mich einen super Stellenwert!“ Und schmunzelnd gab sie zu: „Heute Morgen hatte ich einen Fehler und habe gar nicht mehr damit gerechnet, hier ins Stechen zu kommen. Es ist einfach klasse!“ Am Rand hatte Vater und Trainer Peter Rauert das Stechen beobachtet und mitgefiebert. „Wir trainieren bestimmt schon seit 30 Jahren zusammen“, lacht die Siegerin. „Und eigentlich gibt er mir immer den gleichen Tipp: ‘Null und Schnellster, der gewinnt!’“

Es war das erste Mal, dass Inga Czwalina in dieser Meisterschaft mitgeritten ist – und morgen geht es für sie weiter. Zusammen mit Theresa Ripke geht Czwalina in der Deutschen Meisterschaft der Landesverbände für das Team Schleswig-Holstein an den Start. Die Gratulanten nahmen nach ihrem Sieg heute kein Ende, Reiterkollegen, Trainer und natürlich Teampartnerin Theresa Ripke: „Morgen noch mal!“, flüsterte Ripke der Siegerin ins Ohr und spielte damit auf die ausstehende Team-Meisterschaft an. „Na klar“, strahlte Czwalina. „Das war noch mal ein richtiger Push für morgen!“

Morgen, Samstag, steht die Entscheidung in der Team-Meisterschaft, im Deutschen Hallenchampionat der Landesverbände,an. Beginn: 17.30 Uhr.

Auf geht’s zum Braunschweig Classico 2019!
Restkarten gibt es noch an der Tageskasse.

ERGEBNISSE des Braunschweig CLASSICO:

Freitag, 22. März 2019:

06.  Preis der Cederbaum Container GmbH Internationale Springprüfung FuZ  (1,35m) CSIYH1*

1. Felix Haßmann, GER / SIG Black Panther 0 Strafpunkte / 52,25 sec
2. Finja Bormann, GER / Sally 0 / 52,90 sec
3. Tim-Uwe Hoffmann, GER / Spectre H 0 / 54,30 sec
4. Christian Sladowski, GER / Imany 0 / 54,47 sec
5. Jaroslaw Skrzyczynski, POL / Greatest 0 / 54,61 sec
6. Robert Bruhns, GER / La Nessa 0 7 55,11 sec.

14. Preis des Mittelstandes Finale Deutsches Hallenchampionat der Landesmeister; Nationale Springprüfung
      Kl. S***  
Addition Fehler/Zeit aus Prüfung 12 und 13 

1. Inga Czwalina, SHO / Cezanne 0 Strafpunkte 39.41 sec im Finale
2. Philip Bölle, WES / Coupe d’Or 4 Strafpunkte 39.98 sec im Finale
3. Niklas Betz, SAR / Contan 8 Strafpunkte 38.36 sec im Finale

Tobias Meyer beflügelt von Mia zum Sieg

Der Sieg im Preis des Handwerks ging an Tobias Meyer mit Corny Foto: ACP-Fotografie-Pantel.de
Der Sieg im Preis des Handwerks ging an Tobias Meyer mit Corny Foto: ACP-Fotografie-Pantel.de

„Bei mir passt im Moment einfach alles!“, strahlt Tobias Meyer und steckt seinem zehnjährigen Westfalen Corny die goldene Schleife an. „Sportlich läuft es super, ich bin vor 21 Tagen Vater geworden und am 28. Mai heirate ich!“ Töchterchen Mia und die zukünftige Ehefrau Vanessa sind auch in Braunschweig dabei, haben die Daumen gedrückt und den ehrgeizigen Springprofi zusätzlich zum Sieg beflügelt.

In 53,69 Sekunden ist das Paar Meyer-Corny durch den Parcours im Preis des Handwerks, einer internationalen Springprüfung mit 1,50-Meter-Hindernissen, gesaust. „Eigentlich bin ich gar nicht auf Sieg geritten“, grinst der Sieger. „Der Parcours war einfach top für uns. Corny hat so viel Qualität, dass ich einfach immer die engsten Wege genommen habe. Es wäre noch schneller gegangen.“ Die 33 internationalen Kollegen von Meyer probierten alles, konnten aber die Zeit des Beflügelten nicht knacken. In 53,81 Sekunden kam ihm der Pole Jaroslaw Skrzyczynski am dichtesten. Skrzyczynski wurde am Ende auf Jerico Zweiter vor dem immer schnellen Felix Haßmann, der heute auf seinem bewährten Holsteiner Cayenne WZ saß.

Im vergangenen Jahr ist Meyer zu seinem ehemaligen Arbeitgeber, dem Gestüt Sprehe, zurückgekehrt. Seitdem ‘läuft’s’! Der 30-Jährige gewann die Großen Preise auf Hofgut Albführen, in Verden, in Salzburg und Neustadt/Dosse. „Ich habe super Pferde im Moment, ein tolles Team und große Unterstützung von Jan Sprehe. Er ist immer dabei und hilft mir.“ So auch in Braunschweig. Zum vierten Mal ist Meyer in der Volkswagen Halle am Start und er genießt es: „Die Bedingungen sind klasse, aber ganz besonders schön ist hier die Atmosphäre. Das macht einfach Spaß und irgendwie war ich hier auch immer ganz erfolgreich.“ Corny wird auch Meyers Sportpartner im Großen Preis von Braunschweig am Sonntag sein – eine erste ‘Duftmarke’ haben die beiden heute gesetzt, eine Ansage für die gesamte Konkurrenz mit Blick auf die kommenden Prüfungen beim Braunschweig CLASSICO.

Sieg für Plate, Jobs startet gut in den CLASSICO
Auch die 20-jährige Tochter von Apple-Gründer Steve Jobs, Eve, ist erfolgreich in den Braunschweig CLASSICO gestartet. Im internationalen Eröffnungsspringen drehte die Studentin der Elite-Universität Stanford eine souveräne Nullrunde und wurde Neunte. Dabei saß Jobs auf der 14-jährigen Stute Venue d’Fees des Hazalles, mit der sie sich auch für das Weltcup-Finale in zwei Wochen in Göteborg qualifiziert hat.

Der Sieg in dieser Springprüfung über 1,45-Meter-Hindernisse, dem Preis von Madeleine Winter-Schulze in Memoriam Dietrich Schulze, ging an Julia Plate aus Oldendorf. Eine Hannoveranerin siegt beim wichtigsten Hallenturnier ihres Landesverbandes – ein gutes Omen auch für die kommenden Tage des Drei-Sterne-Turniers? Die 23-jährige saß im Sattel des neunjährigen Balou du Rouet-Sohns Balotelli. Ein emotionaler Sieg mit einem besonderen Pferd, denn schon als Fohlen hatte Familie Plate den Hannoveraner gekauft und selbst ausgebildet. Trainer Hilmar Meyer war vom Siegesritt seiner Schülerin begeistert: „Sie hat genau das umgesetzt, was wir beim Parcours abgehen besprochen haben. Sie ist nicht verrückt geritten, hat aber konsequent überall den kürzesten Weg genommen.“ Somit war sie am Ende stolze eineinhalb Sekunden schneller als der zweitplatzierte Karl Brocks und der achtjährige Hengst Lissino. Brocks ist nicht nur erfahrener Springprofi, sondern seit Beginn des Jahres 2019 auch Bundestrainer der Ponyspringreiter. Auf Platz drei reihte sich Harm Wiebusch mit Clouseau ein.

LC Kids-Trophy – Premiere gestartet
Zum ersten Mal sind auch die Kleinsten in das Braunschweiger Turnier in der Volkswagen Halle eingebunden. Am heutigen ersten Turniertag konnten sich die Nachwuchssportler für das Finale am Sonntag qualifizieren. Die Aufregung bei den Jüngsten CLASSICO-Startern war riesig, die bei den Eltern, Omas, Opas und Tanten noch größer. Zwei wurden heute besonders gut mit der Aufregung fertig und genossen ihren Auftritt auf der CLASSICO-Bühne in fast perfekter Haltung: Karlie Bramlage und Maximilian Senf, beide erhielten heute die Topnote von 8,0 und siegten in ihrer jeweiligen Abteilungen. Die fünfjährige Karlie saß dabei auf ihrer dunkelbraunen Funky Peaches, die in dieser Prüfung mit 1,48-Meter Stockmaß schon zu den großen Vierbeinern gehörte. Der siebenjährige Maximilian hatte seinen Schimmelwallach Shorty dabei, mit 18 Jahren sehr erfahren und mit 1,05 Meter in bodennaher Höhe.
***Der CLASSICO-Tipp: Am Sonntag treten die besten Zehn der Qualifikation zum Finale der ersten LC Kids-Trophy an, ab 14.15 Uhr, direkt vor dem Großen Preis. Zwei Highlights am Ende des Braunschweig CLASSICO – auf keinen Fall verpassen! Einige Resttickets sind noch zu haben.

***Braunschweiger Geburtstagssplitter
Happy Birthday an die baden-württembergische Landesmeisterin Tina Deuerer. An ihrem Geburtstag beschenkte sich die leidenschaftliche Pferdesportlerin mit einem erstklassigen zweiten Platz auf C.T. im Einlaufspringen der Deutschen Meisterschaft der Landesverbände präsentiert von der Öffentlichen Versicherung Braunschweig. Wir gratulieren!

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CLASSICO – Zahlenspiele

Es geht los! Sportlicher Berater Franke Sloothaak, Turnierleiter Axel Milkau, Hilmar Meyer und Harm Lahde Foto: ACP-Fotografie-Pantel.de
Es geht los! Sportlicher Berater Franke Sloothaak, Turnierleiter Axel Milkau, Hilmar Meyer und Harm Lahde Foto: ACP-Fotografie-Pantel.de

Es ist so weit: Morgen geht die 18. Auflage des internationalen Braunschweiger Drei-Sterne-Springturniers los. Zum ersten Mal unter dem Namen ‘Braunschweig CLASSICO’.

320 Pferde werden in den kommenden drei Tagen in der Volkswagen Halle unter Reitern aus 15 Nationen an den Start gehen. Insgesamt stehen 18 Prüfungen auf dem Programm: elf nationale Prüfungen und sieben für die internationalen Springreiter, in drei Prüfungen geht es dabei um Punkte für die Weltrangliste. Hinzu kommt in diesem Jahr erstmals die Kids Trophy für die Kleinsten zwischen vier und neun Jahren. „Wir wollen den Kindern einen unvergesslichen Moment schenken“, betont Turnierchef Axel Milkau und freut sich: „Die Kinder durften sich bewerben, der Andrang war enorm groß! Jetzt werden Kinder aus 20 verschiedenen Vereinen der Region Braunschweig bei unserer Kids Trophy-Premiere dabei sein!“

Insgesamt wird in den CLASSICO-Tagen um rund 190.000 Euro Preisgeld geritten, inklusive des Siegautos für den Gewinner des Großen Preises von Braunschweig. In diesem schwersten Springen des Turniers sind die Hindernisse übrigens bis zu 1,55 Meter hoch. Zugegeben: damit hat der Braunschweiger Löwe mit 1,78 Meter Höhe noch die Nase vorne, aber auch über den könnten die meisten internationalen Spitzenpferde springen.

15 Teams treten zur Deutschen Meisterschaft der Landesverbände an, 28 Reiter bewerben sich um den Titel ‘Deutscher Hallenchampion der Landesmeister’. Zum elften Mal finden diese Titelkämpfe in Braunschweig statt. Bei den Teams der Landesverbände ist Westfalen bisheriger Rekordmeister mit fünf Siegen.

Zum dritten Mal ist er in Braunschweig am Start: Harm Lahde, der Chefbereiter des Gestüts Eichenhain. Zum ersten Mal darf er im Team für Hannover antreten. „Ich habe sofort ‘ja’ gesagt als ich gefragt worden bin. Wir sind alle heiß darauf, in Braunschweig im Team zu reiten.“ Vier Pferde hat der 32-Jährige mit zum CLASSICO gebracht, darunter auch Oak Grove’s Vogelfrei, mit dem er gerade im Februar in Neumünster ein großes Springen gewonnen hat. Hannovers Mannschaftsführer Hilmar Meyer setzt auf den erfahrenen Springprofi. „Es knistert bei allen, wenn man bei dieser offiziellen Deutschen Meisterschaft an den Start gehen darf. Da braucht man einen nervenstarken Reiter als Anfangsreiter für das Team.“ Genau diesen Part wird Lahde übernehmen.

Bei den Hallenchampions stellte Westfalen – ebenso wie Weser-Ems – bisher dreimal den Sieger, im vergangenen Jahr war es Martin Fink. Aber nur einer hat es bisher geschafft, sich den Titel zweimal zu sichern: der amtierende Deutsche Meister Mario Stevens aus Molbergen, der 2011 und 2017 gewann.

Harm Lahde und Mario Stevens – beide haben sich natürlich auch einiges für den Braunschweig CLASSICO 2019 vorgenommen. Aber die Konkurrenz wird dagegen halten. Leopold van Asten und Jur Vrieling reisen aus den Niederlanden an, Robert Whitaker aus England und Rolf-Göran Bengtsson für Schweden – alles international erfahrene Spitzenreiter, die beispielhaft für Braunschweigs Starterfeld stehen. Und bereits am Donnerstagnachmittag ist aus den USA schon Steve Jobs’ Tochter Eve in Braunschweig gelandet. Im ‘Gepäck’ ihr Pferd für das Weltcup-Finale in Göteborg, Venue d’Fees des Hazalles. Mit der 14-jährigen Stute möchte sich die 20-Jährige in Braunschweig auf das Finale Anfang April vorbereiten.

6.500 Sitzplätze stehen für die Springsportfans in der Volkswagen Halle bereit. Beste Aussichten auf die 2.000 Quadratmeter Reitfläche und auf die Show-Highlights der Braunschweiger Nacht: Vier Showacts der Extraklasse werden am Samstagabend begeistern.

220 ehrenamtliche Helfer gehören zum Team von Turnierchef Axel Milkau. Nicht wenige von ihnen sind bereits zum 18. Mal dabei, manche mit der ganzen Familie über drei Generationen. So treu wie die Helfer sind Braunschweigs Sponsoren. Die Deutsche Kreditbank AG (DKB) steht beispielsweise zum sechsten Mal als einer der Hauptsponsoren an der Seite des Turniers, ebenso stetige und begeisterte Partner sind die Öffentliche Versicherung Braunschweig, Veolia, die Volkswagen AG und BRW Finanz AG.

Zahlen, die zeigen: die Braunschweiger lieben den Springsport, die Reiter lieben Braunschweig. Typische CLASSICO-Zahlen!

Auf geht’s zum Braunschweig Classico 2019!
Der Vorverkauf für die 18. Auflage des Braunschweig CLASSICO vom 22.-24. März 2019 hat begonnen. Tickets gibt es deutschlandweit an allen bekannten Vorverkaufsstellen und über AD Ticket https://loewen-classics-ticketshop.reservix.de/events.
Zudem sind Tickets in den Konzertkassen Schild 1a und Schloss-Arkaden (EG) in Braunschweig und in den Service-Centern der Braunschweiger Zeitung sowie an der Tageskasse am Veranstaltungswochenende erhältlich.

Kleiner’ Nationenpreis mit großen Emotionen

Die siegenden Mannschaften im Hallenchampionat 2018 aus Westfalen - Berlin-Brandenburg - Baden-Württemberg · Foto: Gr.-Feldhaus
Die siegenden Mannschaften im Hallenchampionat 2018 aus Westfalen – Berlin-Brandenburg – Baden-Württemberg · Foto: Gr.-Feldhaus

Samstagabend, 23. März 2019, 19.00 Uhr, die Volkswagen Halle Braunschweig bebt, Fans jubeln, andere zücken Taschentücher zum Tränen trocknen und ein Team steht strahlend ganz oben auf dem Treppchen – die neuen Deutschen Team-Meister, gekürt im Rahmen des Braunschweig CLASSICO.

Es könnte kurz vor oder kurz nach 19.00 Uhr werden, aber ansonsten ist diese Vorhersage gar nicht schwierig. Zum elften Mal wird in Braunschweig die Deutsche Meisterschaft der Landesverbände präsentiert von der Öffentlichen Versicherung Braunschweig ausgetragen – Samstagabend steht die Finalentscheidung an. Es ist wahrscheinlich der emotionalste Wettbewerb des Braunschweig CLASSICO.

Im Team für den eigenen Landesverband zu kämpfen, das ist etwas besonderes. „Wenn man als Team in Braunschweig gewinnt, das ist schon eine gewaltige Freude! Aber man steht natürlich auch mehr unter Druck, als wenn man ‘nur’ für sich alleine reitet“, treffend bringt es Hilmar Meyer auf den Punkt – und er weiß, wovon er spricht. 2010 gehörte er zum Team Hannover. Es war der letzte Sieg für das Team im gastgebenden Verband. „Ich war ein paar Mal mit im Team Hannover. Dort im Team zu reiten, das hat Nationenpreis-Charakter!“, betont der Springsportprofi. „Das ist einfach eine tolle Idee, die sich super entwickelt hat.“ Diese Meisterschaft sei eine unheimliche Aufwertung der jeweiligen Landesmeisterschaften, so Meyer. „Jeder Reiter will auf der Landesmeisterschaft gut sein, auch um in Braunschweig reiten zu dürfen.“

Im Oktober vergangenen Jahres hat Hilmar Meyer seinen Rücktritt vom aktiven Springsport verkündet – nach 286 Siegen auf 73 verschiedenen Pferden! Beim CLASSICO ist er trotzdem dabei: Als Mannschaftsführer des Teams Hannover. „Auch die anderen Landesverbände schicken starke Mannschaften, aber ich glaube, für unser Team ist alles möglich“, schmunzelt Meyer. In seinem Team treten Harm Lahde, Tim-Uwe Hoffmann und Steffen Engfer an. „Tim-Uwe ist letztes Jahr noch im Jugendteam dabei gewesen. Dieses Jahr habe ich ihn zum ersten Mal mit ins Seniorenteam genommen“, erklärt der Mannschaftsführer. „Er ist ein super Talent und ein sehr schneller Reiter. Harm – zu ihm muss man fast nichts sagen. Er ist seit Jahren ein konstant guter Reiter. Ich kenne ihn sehr gut und er ist mein Nachbar (schmunzelt). Und Steffen hat sich über gute Ergebnisse absolut bewiesen. “

Aber das heimische Team wird auf starke Konkurrenz treffen. Die Westfalen sind Rekordmeister in der Volkswagen Halle. Fünfmal (!) haben sie sich schon den Titel gesichert und treten – natürlich – auch 2019 mit ihrem erfolgreichen Mannschaftsführer Klaus Reinacher an. Ganz dicke Konkurrenz kommt auch aus Baden-Württemberg angereist. Die ‘Ba-Wüs’ haben das letzte Mal 2016 in Braunschweig dominiert und wollen 2019 wieder ganz vorne angreifen. Mit im Team ist die baden-württembergische Landesmeisterin Tina Deuerer. „Ich war noch nie auf dem Turnier in Braunschweig“, erklärt Deuerer. „Ich freue mich sehr auf das Turnier! Einerseits, weil es einen sehr familiären Ruf mit toller Organisation hat und andererseits, weil ich für Baden-Württemberg reiten darf. Als Teammitglied versucht jeder, das Beste für die Mannschaft zu geben. Und ich stelle meine persönliche Ambition gerne in den Dienst der Mannschaft.“ Ein kurzes Zögern, ein ehrgeiziges Funkeln in den Augen und sie ergänzt: „Ich glaube, wir sind sehr gut aufgestellt!“ Es folgt eine kurze ‘Deuerer-Analyse’ ihres Teams, die wie eine fröhliche Kampfansage an alle anderen Landesverbände klingt: „Mit Hansi Dreher haben wir einen bärenstarken internationalen Top-Reiter, mit Tobias Schwarz einen jungen Wilden, der sehr konstant schnell und sehr oft fehlerfrei reitet. Ich selbst reite CT, er ist ehrgeizig und macht es sehr oft sehr gut. Und außerdem haben wir Kalli Streng als Mannschaftsführer. Er ist in Fragen der Strategie und Einsatz vor Ort die Optimalbesetzung.“

Insgesamt haben 15 Teams ihre Nennungen für die Deutsche Meisterschaft der Landesverbände abgegeben. Für jedes Team geht es um Taktik, Technik und – am Ende – den Titel, den Meistertitel! Wie ein ‘kleiner’ Nationenpreis mit großen Emotionen in der Volkswagen Halle Braunschweig.

Auf geht’s zum Braunschweig Classico 2019!
Der Vorverkauf für die 18. Auflage des Braunschweig CLASSICO vom 22.-24. März 2019 hat begonnen. Tickets gibt es deutschlandweit an allen bekannten Vorverkaufsstellen und über AD Ticket https://loewen-classics-ticketshop.reservix.de/events.
Zudem sind Tickets in den Konzertkassen Schild 1a und Schloss-Arkaden (EG) in Braunschweig und in den Service-Centern der Braunschweiger Zeitung sowie an der Tageskasse am Veranstaltungswochenende erhältlich.