Göteborg: Titel-Triple für Werth und Weihegold

Oh yes, she’s done it again! The incredible German athlete Isabell Werth claimed her third consecutive and fifth overall FEI Dressage World Cup™ title at the Scandinavium Arena in Gothenburg, Sweden tonight. (FEI/Christophe Taniere)
Oh yes, she’s done it again! The incredible German athlete Isabell Werth claimed her third consecutive and fifth overall FEI Dressage World Cup™ title at the Scandinavium Arena in Gothenburg, Sweden tonight. (FEI/Christophe Taniere)

Göteborg/SWE (fn-press). Es ist der dritte Weltcup-Titel in Folge für Isabell Werth und Weihegold OLD: Im schwedischen Göteborg gewannen die beiden die abschließende Grand Prix Kür mit 88.871 Prozent. Helen Langehanenberg und Damsey FRH belegten nach einem tollen Finish den dritten Rang. Die Final-Premiere von Benjamin Werndl und Daily Mirror endete mit einem zufriedenstellenden zwölften Platz.

Es war ein Herzschlagfinale, wie es sich die 11.500 Zuschauer im Göteborger Scandinavium nur wünschen konnten. Die US-Amerikanerin Laura Graves, im Grand Prix mit ihrem Wallach Verdades Zweite hinter Werth und Weihegold, legten in der Kür 87.179 Prozent vor. Eine Kampfansage an die Titelverteidigerin. Doch diese ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Mit der Oldenburger-Stute Weihegold (von Don Schufro – Sandro Hit) gelang Isabell Werth eine nahezu fehlerfreie Runde. Die amtierenden Europameister verteidigten damit zum zweiten Mal in Folge den Weltcup-Gesamtsieg. Für Werth (Rheinberg) ist es der fünfte Titel. 1992 siegte sie mit Fabienne – damals ebenfalls in Göteborg. Mit Warum Nicht folgte 2007 in Las Vegas der zweite Triumph.

Trotz aller Erfolge – das Triple ist auch für Isabell Werth, die in diesem Jahr 50 Jahre alt wird, ein besonderer Erfolg. „Es wäre heute fast perfekt gewesen, wenn ich nicht so arrogant in den Einerwechseln gewesen wäre. Zwischendurch war ich mir fast schon ein bisschen zu sicher, hatte das Grinsen schon im Gesicht. Das war unnötig. Aber Weihe war heute fantastisch und hat verdient gewonnen. Das war einfach ihr Tag. Als das Publikum auf der Schlusslinie schon applaudierte, war ich ganz euphorisch und hatte Gänsehaut. Die Atmosphäre war, wie immer hier in Göteborg, überragend“, sagte Werth.

Langehanenberg und Damsey mit Volldampf aufs Podium
Glückselig war auch Helen Langehanberg (Billerbeck). Im Grand Prix mit ihrem Hannoveraner Hengst Damsey FRH (von Dressage Royal – Ritual) noch Fünfte, ritt sie heute auf einen Podestplatz vor. Die beiden Mannschaftseuropameister lieferten eine überragende Runde ab und erzielten zum Höhepunkt der Hallensaison eine neue persönliche Bestleistung – 86.571 Prozent! Der inzwischen 17-jährige Hengst zeigte sich von seiner besten Seite und war top motiviert. So motiviert, dass er am Ende der Prüfung kaum zu halten war und volle Kraft voraus auf den Richter bei C, Magnus Ringmark zutrabte. Dieser nahm es jedoch mit Humor: „Das war lustig. Aber ich habe Helen vertraut, dass sie noch rechtzeitig den Rückwärtsgang einlegt“, sagte der Schwede.

Auch für Helen Langehanenberg war es eine emotionale Rückkehr nach Göteborg. 2013 hatte sie mit Damon Hill NRW im Scandinavium den Gesamtweltcup gewonnen. Nun setzte sie mit Damsey alles auf eine Karte. Und das Risiko zahlte sich aus. „Ich habe heute jede Sekunde im Viereck genossen, Damsey war so voller Energie. Ich glaube, die Atmosphäre, der Applaus der Zuschauer am Ende, hat ihn sehr motiviert und er wollte gerne noch weitermachen. Ich bin so stolz auf ihn und dankbar, dass ich das hier mit ihm erleben darf“, sagte Langehanenberg.

Gelungene Premiere von Werndl und Daily Mirror
Benjamin Werndl (Aubenhausen) und Daily Mirror schlossen ihre erste Weltcup-Saison mit 79.1 Prozent auf Rang zwölf ab. Das machte Lust auf mehr: „Es fühlte sich geil an. Ich möchte gerne probieren, das wieder zu erleben und mich vielleicht noch ein bisschen weiter vorne zu platzieren“, sagte der 34-Jährige und ging gleich in die Analyse. „Ich war hier, um etwas zu lernen, und das habe ich. Beide Ritte waren nicht fehlerfrei, aber heute war „Ken“ (Daily Mirrors Spitzname) losgelassener als im Grand Prix. Wir haben viele persönliche Bestleistungen aufgestellt in letzter Zeit, es war klar, dass das nicht immer so weiter gehen kann. Sicher war im Grand Prix auch Nervosität dabei, heute auch noch etwas. Wenn man das öfter mitmacht, wird man auch abgezockter. Hier mit Fehlern 79 Prozent zu erreichen, ist wirklich nicht so schlecht für die erste Weltcup-Saison.“ Im Grand Prix hatten die beiden mit 73 Prozent Platz elf belegt, heute unterliefen ihnen zwar noch Fehler in der Galopptour, dafür zeigten sie eine ausdrucksstarke Piaff-Passage-Tour.

Das Paar aus Bayern hatte sich über die Hallensaison hinweg stetig gesteigert, in Stuttgart erstmals die magische 80-Prozent-Marke in der Kür geknackt. Die Qualifikationsphase schlossen sie als Drittbeste hinter Helen Langehanenberg und Dorothee Schneider ab – damit hätten sie einen Startplatz knapp verpasst. Pro Nation sind nur drei Reiter startberechtigt, Isabell Werth war als Titelverteidigerin bereits gesetzt. Jedoch wurde Schneiders Sammy Davis jr. nach einem Infekt nicht rechtzeitig fit, sodass die beiden auf die Reise nach Göteborg verzichten mussten und Werndl mit Daily Mirror doch noch nachrückte.

Glückseligkeit nach Verkündung der Ergebnisse
Als feststand, dass es gleich zwei deutsche Paare auf das Podest geschafft hatten, lagen sich die deutschen Teammitglieder – Reiter, Trainer, Pferdebesitzer, Pferdepfleger, Tierarzt, Angehörige – in den Armen. „Das ist einfach gewaltig, wie Isabell und Helen das hier gemacht haben. Ein Traum. Zwei auf dem Podest – besser geht’s nicht“, jubelte Bundestrainerin Monica Theodorescu. „Großen Respekt habe ich auch vor Benni. Er nimmt ganz viel von hier mit. Ich weiß genau wie sich das anfühlt, zum ersten Mal ein Weltcup-Finale zu reiten. Er hatte eine tolle Saison und sich damit in den Top-Sport hineingeritten.“ jbc

Die Ergebnisse gibt es unter www.longinestiming.com/#!/equestrian/2019/1638/html/en/longinestiming/resultlist_D02.html

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Göteborg: Isabell Werth und Weihegold OLD siegen zum Auftakt

Pokal Weltcup-Finale Dressur (Foto: FEI/Liz Gregg)
Pokal Weltcup-Finale Dressur (Foto: FEI/Liz Gregg)

Göteborg (fn-press). Die Mission Titelverteidigung ist in vollem Gange. Zum Auftakt des Weltcup-Finales der Dressurreiter haben Isabell Werth und Weihegold OLD den Grand Prix für sich entschieden und sind auf dem besten Weg, ihren Titel zum zweiten Mal zu verteidigen. Unter die Top-Fünf schafften es auch Helen Langehanenberg und Damsey FRH. Benjamin Werndl und Daily Mirror, die beide zum ersten Mal an einem Weltcup-Finale teilnehmen, wurden zum Auftakt Elfte.

Isabell Werth (Rheinberg) konnte sich einmal mehr voll auf ihre 14-jährige Oldenburger Stute (von Don Schufro – Sandro Hit) verlassen und ihre gesamte Routine ausspielen. Mit einem Ergebnis von 81.755 Prozentpunkten hielten die beiden ihre wohl ärgsten Konkurrenten aus den USA auf Abstand. Laura Graves und Verdades belegten mit 80.109 Prozent Rang zwei. „Weihe war heute fantastisch. Sehr fokussiert und motiviert. Sie ist momentan in wirklich guter Form, manchmal vielleicht ein bisschen zu motiviert. Aber ich habe mich heute sehr wohl mit ihr gefühlt und die Atmosphäre mit den vielen Zuschauern genossen“, sagte Werth. „Aber morgen ist ein neuer Tag und ich bin sicher, die anderen werden kämpfen. Es bleibt spannend!“. Das bestätigte Laura Graves umgehend: „Ich bin hungrig darauf, morgen wieder auf dem Podium zu stehen“, sagte die US-Amerikanerin.

Berechtigte Hoffnungen auf eine solche Platzierung kann sich auch Helen Langehanenberg (Billerbeck) machen. Mit ihrem Hannoveraner Damsey (von Dressage Royal – Ritual) erreichte sie im Grand Prix 76.957 Prozent und damit Platz fünf. „Ich freue mich unheimlich, dass Damsey und ich hier dabei sein dürfen, das ist keine Selbstverständlichkeit, weil die drei deutschen Startplätze hart umkämpft waren“, sagte Langehanenberg. „Mir hat der Grand Prix heute große Freude bereitet und ich glaube, Damsey auch. Er ist inzwischen 17 Jahre alt, eines von fünf Pferden in diesem Alter, die hier antreten. Ich finde, das zeigt doch eindrucksvoll, dass Dressursport auf höchsten Niveau die Pferde nicht kaputt macht. Wir wollen alle das Beste für unsere Pferde. Und solange Damsey noch so viel Freude daran hat auf Turniere zu fahren, werde ich ihn auch nicht in Rente schicken.“

Weit entfernt von der Rente sind der 34-jährige Benjamin Werndl (Aubenhausen) und sein 15-jähriger westfälischer Wallach Daily Mirror (von Damon Hill – Florestan). Die beiden bestreiten ihre erste Weltcup-Saison und starteten auf Anhieb durch. Sie beendeten die Qualifikationsphase auf Rang drei. Ihre Premiere in Göteborg meisterten die beiden mit 73.758 Prozent und belegten damit Platz elf. „Heute ist noch nicht alles aufgegangen, was ich mir vorgenommen hatte. Es kam noch nicht die ganze Zeit über die letzte Souveränität auf, die wir haben können. Das ist, woran ich jetzt weiter arbeite – mehr Ruhe reinzubringen und meinem Pferd mehr Souveränität zu geben, auch in solchen Extremsituationen. Die Atmosphäre hat ihn schon gepackt, das habe ich gespürt“, sagte Werndl.

Die Grand Prix Kür und damit die Entscheidung um das Weltcup-Finale der Dressurreiter steht am Samstag um 16 Uhr auf dem Programm. Isabell Werth hat die Chance, den Titel zum dritten Mal in Folge und zum fünften Mal insgesamt zu gewinnen. jbc

Den Zeitplan sowie Starter- und Ergebnislisten finden Sie hier: www.longinestiming.com/#!/equestrian/2019/1638/html/en/longinestiming/index.html

Dortmund: Isabell Werth dreimal siegreich

FN Logo (Herkunft: FN)
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Dortmund (fn-press). Isabell Werth (Rheinberg) beeindruckte das Publikum in der Dortmunder Westfalenhalle mit gleich drei Siegen. Im Sattel des westfälischen Wallachs Emilio gewann sie den Grand Prix und den Grand Prix Special, mit dem Hannoveraner Don Johnson belegte sie im Grand Prix Platz zwei und siegte in der Kür. Ihr Maximalziel hatte die 49-Jährige mit deutlichem Vorsprung erreicht.

Isabell Werth setzte ihre beeindruckende Siegesserie auch beim Dortmunder Hallenturnier „Signal Iduna Cup“ fort. Nach einem schon sehr guten Grand Prix legte ihr Westfale Emilio (v. Ehrenpreis) am Folgetag im Grand Prix Special noch einmal „eine Schippe drauf“ und gewann erneut haushoch. Die Nummer 1 der Weltrangliste und ihr 13-jähriger Wallach erhielten von drei Richtern über Prozent. Zwei Richter sahen das Paar bei rund 76 Prozent, so dass sich in der Summe ein Ergebnis von 79,128 Prozent ergab.

Knapp vier Prozent weniger erzielte Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen) mit der niederländischen Stute Zaire-E (75,489). Die Beiden hatten im Grand Prix Rang fünf belegt. Dritte im Special wurden die Schwedin Therese Nilshagen. Sie stellte den Oldenburger Hengst Dante Weltino (v. Danon I) der Station Dressurpferde Leistungszentrum Lodbergen vor und wurde mit 74,085 Prozent bewertet.

Zur besten Zeit, am Samstagabend, hatten sich sechs Dressurpaare in der Kür präsentieren können. Überlegene Siegerin war auch hier Isabell Werth. In dieser Prüfung setzte sie ihren 17-jährigen Hannoveraner Don Johnson v. Don Frederico ein. „Johnny“, der im Grand Prix den zweiten Platz hinter seinem Stallkollege Emilio belegt hatte, machte seine Sache bestens. Mit 81,595 Prozent hielt er die Konkurrenz in der Kür mühelos in Schach. Platz zwei sicherte sich Ingrid Klimke (Münster) mit dem elfjährigen Hannoveraner Hengst Franziskus v. Fidertanz (76,84), gefolgt von der Portugiesin Maria Caetano. Die 32-Jährige aus Lissabon, die mit ihrem Ausbilder Ton de Ridder (Aachen) in den Grand Prix Sport fand, stellt mit dem Schimmelhengst Coroado ein Pferd aus der Lusitano-Zucht vor. 72,805 Prozent lautete das Richterurteil.   hen

Dressurqueen Isabell Werth beim SIGNAL IDUNA CUP

Isabell Werth kennt sich bestens beim SIGNAL IDUNA Cup aus! Foto: Stefan Lafrentz
Isabell Werth kennt sich bestens beim SIGNAL IDUNA Cup aus! Foto: Stefan Lafrentz

Sie ist die Nummer Eins der Weltrangliste mit Weihegold OLD und außerdem noch die Nummer drei und vier mit Bella Rose und Emilio. Olympia- WM- und EM-Gold hat sie reichlich gesammelt und tut es immer noch – jetzt kommt Isabell Werth in die Westfalenhallen zum SIGNAL IDUNA CUP, um das zu machen, was sie kann und liebt – Reiten.

Die erfolgreichste Dressurreiterin der Welt wird beim SIGNAL IDUNA CUP im CDI antreten und bringt dafür zwei Pferde mit. Das ermöglicht sowohl den Start im Grand Prix Special, als auch in der Grand Prix Kür am Samstag und Sonntag. Ihr Hannoveraner Top-Athlet Don Johnson und Emilio sollen die Reise nach Dortmund antreten.  Dortmunds Pferdesportfans dürfen sich also auf eine weitere exquisite Teilnehmerin im internationalen Dressurfeld freuen. Aus insgesamt acht Nationen kommen die Kandidaten für Piaffen, Pirouetten und Passagen, darunter auch „Fabi” Fabienne Müller-Lütkemeier aus Paderborn, Werths WM-Teamkolleginnen Dorothee Schneider (Framersheim) und  Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen). Und auch Tausendsassa Ingrid Klimke und Anabel Balkenhol (Münster) treten in den Westfalenhallen an.

So viel Prominenz im und am Viereck
Reichlich Gelegenheit nicht nur für Dressurfans zum Gucken und Fachsimpeln. Gut möglich, dass auch Bayern Münchens Thomas Müller genau hinschaut am Sonntag, weil erstens Ehefrau Lisa Müller im CDI antritt und zweitens eben auch Isabell Werth und Jessica von Bredow-Werndl – mit und von beiden hat Lisa Müller trainiert und gelernt. Schwedens Therese Nilshagen bringt ihren Dante Weltino OLD mit nach Dortmund und die Russin Tatyana Kosterina die Stute Diavolessa VA.

Frühstart für das Championat der SIGNAL IDUNA
Bereits um 13.00 Uhr, also deutlich früher als ursprünglich geplant, beginnt am Samstag das Championat der SIGNAL IDUNA, die letzte Möglichkeit zur Qualifikation für die MITSUBISHI MOTORS Masters League. Der TV-Sender Sport1 zeigt Bilder aus dem Championat von 18.30 – 19.30 Uhr in einer Zusammenfassung. Nur 24 Stunden später können Sportfans bei sport1.de live das Finale der MITSUBISHI MOTORS Masters League im Großen Preis der Bundesrepublik Deutschland verfolgen!

Um 16.15 Uhr folgt am Samstag nach dem Championat das von VILSA Mineralbrunnen präsentierte Finale im Westfalenhallen-Cup in einer Stilspringprüfung Kl. A** mit Publikumswertung. Westfalens Nachwuchsreiter können dann mächtig auftrumpfen.

Wenn Pferde reisen…
In der Nacht von Aschermittwoch auf Donnerstag reisen die Pferdetransporter aus allen Himmelsrichtungen in Dortmund an und der Veranstalter ESCON-Marketing hat in Zusammenarbeit mit dem Reiterverein Dortmund Vorsorge getroffen, dass die Anreise auf dem Gelände und der Bezug der Boxen unproblematisch und ruhig verlaufen kann. Genug helfende Hände sind ebenso da wie genug Platz zum Ausladen. Aus 17 Nationen kommen die Teilnehmer des SIGNAL IDUNA CUP 2019 in den Dortmunder Westfalenhallen.

Schnell Tickets sichern!
Tickets sind an den Tageskassen der Westfalenhalle oder im Online-Shop unter www.eventim.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Telefonisch können unter 0231 1204 666 von Mo-Fr von 9-18 Uhr Karten bestellt werden.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.escon-marketing.de

Begeisterung pur für “W und W” – Weihegold und Werth

Isabell Werth und Weihegold OLD brillieren in der Kür. (Foto:Lafrentz)
Isabell Werth und Weihegold OLD brillieren in der Kür. (Foto:Lafrentz)

(Neumünster) Den ersten Schritt in die neunte Qualifikationsstation des FEI World Cup Dressage hat Titelverteidigerin Isabell Werth aus Rheinberg klar nach ganz vorn gesetzt. Die Rheinbergerin gewann mit ihrer 14 Jahre alten Stute Weihegold OLD den Grand Prix de Dressage – Preis von Madeleine Winter-Schulze mit sagenhaften 82,56 Prozent und war rundherum zufrieden mit “Weihe” wie die smarte, dunkle Schönheit nur genannt wird. Sie habe alles abrufen können, stellte die weltweit erfolgreichste Dressurreiterin zufrieden fest und setzte noch hinzu: “Die Prüfung heute, die Athmosphäre und die Zahl der Zuschauer haben deutlich unterstrichen, dass der Grand Prix in der bekannten Form richtig ist und keiner Verkürzung bedarf.”

Je älter, je besser

Die Konkurrenz ließ nichts unversucht. Helen Langehanenberg aus Billerbeck pilotierte ihren 17 Jahre alten Damsey FRH auf den zweiten Rang, stellte fest, dass er sich wohl in der Holstenhalle gefühlt habe und dass es ein gutes Gefühl sei, hinter Isabell Werth und Weihegold auf Platz zwei zu landen: “Das ist ja fast wie gewinnen.” Einen feinen Erfolg verbuchte die irische Dressurreiterin Judy Reynolds, die im westfälischen Dorsten lebt, mit ihrem 17 Jahre alten KWPN-Wallach Vancouver K –  sie wurde Dritte und verdrängte damit Mannschafts-Weltmeisterin Dorothee Schneider aus Framersheim auf den vierten Rang. “Es ist wie mit Damsey”, unterstrich Reynolds, “je älter und reifer er wird, desto mehr steigert er sich.”

Helen geht als 15. Starterin in die Kür

Das Top-Trio verfolgte auch die Auslosung der Startreihenfolge für den FEI Dressage World Cup in der Grand Prix Kür (Preis der VR Bank Neumünster) am Sonntag ab 10.00 Uhr genau. Nars Gottmer aus den Niederlanden eröffnet den Run auf Weltcup-Punkte bei der neunten von zehn Qualifikationsstationen in Neumünster am Sonntag, Helen Langehanenberg ist 15. und letzte Starterin der Prüfung. Isabell Werth und Weihegold treten als 12. Paar um 11.49 Uhr an, direkt nach Dorothee Schneider und Sammy Davis jr. (11.40 Uhr) und vor Benjamin Werndl aus Aubenhausen mit Daily Mirror (11.58 Uhr).  Schleswig-Holsteins Weltcup-Kandidatin Kathleen Keller aus Appen und ihr San Royal sind um 11.03 Uhr gefordert in der Holstenhalle 1.

FEI Dressage World Cup live

Der FEI Dressage World Cup wird vom Weltreiterverband unter www.feitv.org im Livestream übertragen. Eine Zusammenfassung zeigt auch das NDR-Fernsehen im Sportclub live. Übrigens. Dressur pur beginnt am Sonntag in den Holstenhallen bereits um 07.55 Uhr mit dem Grand Prix Special im Championat der Pferdestadt Neumünster – präsentiert von der R+V / VTV Generalvertretung Stapelfeldt. Und auch in dieser Prüfung dürfen sich Fans auf Isabell Werth, Helen Langehanenberg, Dorothee Schneider und Kathleen Keller freuen.

VR CLASSICS Ergebnisüberblick

3 CDI-W – FEI Grand Prix de Dressage, Preis von Madeleine Winter-Schulze
1. Isabell Werth (Rheinberg/RFV Graf von Schmettow Eversael) auf Weihegold OLD 1899.00
2. Helen Langehanenberg (Billerbeck/RV St.Georg Münster e.V.) auf Damsey FRH 1757.50
3. Judy Reynolds (IRL) auf Vancouver K 1727.50
4. Dorothee Schneider (Framersheim/Frankf.Turnierst.Schw.Gelb e.V.) auf Sammy Davis jr. 1726.50
5. Benjamin Werndl (Tuntenhausen/RFV Aubenhausen e.V.) auf Daily mirror 9 1721.50
6. Adelinde Cornelissen (NED) auf Aqiedo 1680.00

Details auch unter www.pst-marketing.de

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Amsterdam: Platz 1 bis 3 für Deutschland

Isabell Werth gewinnt mit Weihegold die Weltcup-Qualifikation in Neumünster (Foto: FEI/Arndt Bronkhorst)
Isabell Werth gewinnt mit Weihegold die Weltcup-Qualifikation in Neumünster (Foto: FEI/Arndt Bronkhorst)

Amsterdam (fn-press). Eine beeindruckende Kostprobe ihrer Stärke auf dem Viereck gaben die deutschen Reiterinnen bei der Weltcup-Etappe in Amsterdam ab. Isabell Werth (Rheinberg) siegte mit der Stute Weihegold OLD vor Dorothee Schneider (Framersheim), die den Wallach Sammy Davis jr. an den Start brachte. Auf Rang drei folgte mit Helen Langehanenberg und dem Hengst Damsey FRH wiederum ein deutsches Paar.

Sieg Nummer zwei in der laufenden Weltcup-Saison für Weihegold: Nach Stockholm Anfang Dezember 2018 gewann die 14-jährige Oldenburgerin mit Isabell Werth nun auch ihre zweite Weltcup-Kür. Die Don Schufro-Tochter erhielt von den fünf Richtern für ihre makellose Vorführung zwischen 84 und 88 Prozent, im Schnitt übernahm das Paar mit 86,81 Prozent deutlich die Führung. Das Amsterdamer Publikum spendierte standing ovations. Über vier Prozent weniger erzielte Dorothee Schneider (82,675). Auch ihr 13-jähriger bayerischer Wallach Sammy Davis v. San Remo machte seine Sache bestens. Dieselbe Rangierung an erster und zweiter Stelle hatte es am Vortrag auch im Grand Prix gegeben.

Verlief der Grand Prix für Helen Langehanenberg mit dem Hannoveraner Damsey vielleicht ein wenig enttäuschend (Platz sieben), präsentierte sich der 17-jährige Sohn des Dressage Royal in der Kür in Topform. 82,440 Prozent bedeuteten Platz drei. Eine so große Dominanz gelingt den deutschen Weltcup-Akteuren auch nicht alle Tage. Die mit nach Amsterdam gereiste Bundestrainerin Monica Theodorescu hatte jedenfalls allen Grund, stolz auf ihre „Mädels“ zu sein.

Auf dem vierten Rang schloss sich der Schwede Patrik Kittel mit dem Oldenburger Delauny an (82,29). Für die gastgebenden Niederländer erreichte Hans Peter Minderhoud mit dem KWPN-Hengst Glock’s Dream Boy das fünftbeste Ergebnis (81,38). Als vierter deutscher Starter ging Frederic Wandres (Hagen a.T.W.) in Amsterdam auf Punktejagd. Mit dem zwölfjährigen Hannoveraner Duke of Britain bekam der Bereiter auf dem Hof Kasselmann 77,08 Prozent (Platz zehn).

Noch zweimal macht der Dressur-Weltcup auf dem Weg zu seinem Finale in Göteborg (3. bis 7. April) Station: in Neumünster und in s’Hertogenbosch. Die meisten Punkte hat bislang Dorothee Schneider auf dem Konto (70), knapp gefolgt von Helen Langehanenberg (68) und Benjamin Werndl (65). Neben der vorqualifizierten Titelverteidigerin Isabell Werth kann Deutschland noch zwei weitere Teilnehmer schicken. Es bleibt also spannend, wer sein Ticket lösen wird.   hen

Frankfurt: Kür-Sieg für Isabell Werth und Don Johnson FRH

FN Logo (Herkunft: FN)
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Frankfurt/Main (fn-press). Isabell Werth hat das diesjährige internationale Frankfurter Festhallen-Reitturnier mit einem Sieg abgeschlossen. In der Grand Prix Kür gewann sie mit Don Johnson FRH. Die beiden erreichten ein Ergebnis von 80.3 Prozent. Ingrid Klimke und Franziskus wurden zweitbestes deutsches Paar und belegten Rang zwei.

„Jetzt kann Weihnachten kommen“, sagte Isabell Werth (Rheinberg) nach dem Sieg. Ihr 16-jähriger Hannoveraner Wallach Don Johnson war zuletzt im Mai auf einem Turnier gestartet. „Das ist der momentan sehr komfortablen Situation bei uns im Stall geschuldet, dass so viele Grand Prix Pferde da sind. Da ist Jonny leider ein bisschen zu kurz gekommen. Er hat vor Langeweile schon das ein oder andere Gummi-Tier in seiner Box erlegt“, berichtete Werth. „Heute bin ich sehr zufrieden mit ihm. Er ist ja immer für alles gut und kann auch schonmal den Kopf zwischen die Beine stecken und losbocken. Er ist einfach ein Charakterpferd und mir sehr ans Herz gewachsen. Der Sieg ist ein schöner Abschluss für dieses Wochenende.“

Am Vorabend hatte Werth mit ihrem Nachwuchspferd Descolari den Siegerpreis des Nürnberger Burg-Pokals gewonnen. Auch in dieser Prüfung hatte Ingrid Klimke Platz zwei belegt – dort mit Nachwuchspferd SPH Dante. Für Klimke stand nach der Grand Prix Kür fest: „Hinter Isabell Zweite zu werden ist ja wie gewinnen.“ Mit ihrem zehnjährigen Hannoveraner Hengst Franziskus erreichte die Münsteranerin 76.025 Prozentpunkte. Auch Platz drei belegte ein Hannoveraner: Dambuci NI und seine finnische Reiterin Emma Kanerva wurden mit 75.325 Prozent bewertet.

Neben den sportlichen Ergebnissen konnte Turnierleiter Klaus-Martin Rath auch einen neuen Besucherrekord verkünden: Insgesamt haben in den vergangenen Tagen 47.400 Zuschauer die Festhalle besucht. „Das Turnier war so gut besucht wie noch nie“, sagte Rath. „Das liegt auch daran, wie wir hier in Frankfurt den Sport weitergeben können. Wir haben zum Beispiel das Glück, mit Isabell Werth jemanden zu haben, der es wie kein anderer versteht das Publikum zu animieren und zu begeistern, wie man im Siegerpreis gesehen hat. Davon lebt das Turnier, das macht es lebendig und lebhaft, und das ist einfach unbezahlbar.“ Einen Zuschauer-Zuwachs habe es zum Beispiel am Donnerstag-Abend gegeben, wo erstmals eine Prüfung mit Zwei- und Vierspänner-Kutschen ausgetragen worden war, die beim Publikum außerordentlich gut ankam.

Ein Zuschauermagnet sind in Frankfurt auch immer wieder die Serien für die Nachwuchspferde, der Louisdor-Preis und der Burg-Pokal. „Die Serien haben sich über die Jahre hier etabliert und erfahren eine große Resonanz. Die Prüfungen sind ein idealer Aufbau für die Pferde und man sieht, dass die Breite an Qualität zunimmt“, sagte Isabell Werth. „Wenn man die Pferde betrachtet, die dieses Jahr hier gestartet sind, dann sind das tolle Aussichten für die kommenden Championate. Es ist kein Zufall, dass Pferde wie Weihegold, Dalera oder Sammy Davis junior richtig gute Mannschaftspferde geworden sind. Der Louisdor-Preis ist ein Internationaler Prüfstein, viele Pferde gehen hier ihren ersten Grand Prix. Und wenn sie hier eine Gute Prüfung gehen, dann können wir davon ausgehen, dass wir die Pferde auch international wiedersehen.“ jbc

Ergebnisse aus Frankfurt finden Sie hier: http://festhallenreitturnier-frankfurt.de/front_content.php?idcat=1007
Ein Foto des Siegerpaares steht hier zum Download zur Verfügung: https://drive.google.com/open?id=1Nx4bj7NKAsOvQfyuWg7N-KJ2ImED-LbV

Stockholm: Doppelsieg für Weihegold OLD

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Stockholm (fn-press). Die Turnierpause ist beendet, die Oldenburger Stute Weihegold OLD kehrte in Stockholm auf die sportliche Bühne zurück und siegte mit Isabell Werth (Rheinberg) im Grand Prix und in der Kür. Platz zwei im hochdotierten Wettbewerb „Saab Top Ten Dressage“ belegte der Schwede Patrik Kittel mit Delaunay OLD.

Gemeinsam mit dem Automobilhersteller Saab und dem Stockholmer Veranstalter hatte Patrik Kittel im vergangenen Jahr das Top-Ten-Finale der weltbesten Dressurreiter ins Leben gerufen. Die Premiere erwies sich als voller Erfolg, sodass nun die zweite Auflage folgte. Gleich drei deutsche Paare gingen in Schwedens Hauptstadt an den Start, es wären sogar vier gewesen, denn qualifiziert war auch Sönke Rothenberger (Bad Homburg). Aber der Student musste absagen, weil er keinen Dispens von seiner Universität erhalten habe, teilt die Familie mit.

So konnte Isabell Werth ihrer Favoritenrolle souverän gerecht werden. Ihre 14-jährige Oldenburger Stute Weihegold hatte seit dem Turnier in Donaueschingen im August Pause und startete in Stockholm brillant in die Hallensaison. Die Don Schufro-Tochter begeisterte in allen Lektionen der schweren Kür und wurde von den fünf Richtern sehr deutlich an die Spitze rangiert (89,775 Prozent). Die für Dressurverhältnisse mit umgerechnet rund 233.000 Euro extrem hoch dotierte Prüfung schüttete allein für das Siegerpaar 70.000 Euro aus.

Während Isabell Werths Weihegold in der Vergangenheit schon die magischen 90 Prozent überwunden hatte und diesmal knapp unter ihrem Rekord blieb, erzielte der Schwede Patrik Kittel mit dem Oldenburger Wallach Delaunay v. Dr. Doolittle ein neues Bestergebnis: 85,875 Prozent, Platz zwei für den im Münsterland lebenden 42-Jährigen.

Auch Isabell Werths deutsche Kolleginnen beendeten die Kür im satten 80er-Bereich. Dorothee Schneider (Framersheim) wurde mit dem bayerischen Wallach Sammy Davis jr. v. San Remo Dritte (84,725 Prozent), Helen Langehanenberg (Billerbeck) führte den Hannoveraner Damsey v. Dressage Royal auf Platz vier (83,495). Mit Tinne Vilhelmson Silfven und dem Hannoveraner Don Auriello sowie Therese Nilshagen und dem Oldenburger Hengst Dante Weltino schlossen sich zwei weitere schwedische Paare an, so dass der Wettbewerb zu einem deutsch-schwedischen „Duell“ geriet. hen

Stuttgart: Isabell Werth zum 15. Mal German Master der Dressurreiter

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Stuttgart (fn-press). Isabell Werth hat zum 15. Mal den Titel German Master der Dressurreiter gewonnen. Im Rahmen des internationalen Stuttgarter Hallenreitturniers siegte sie im Grand Prix Special mit Emilio – wie bereits 2015 und 2016. Platz zwei belegte Dorothee Schneider mit dem zehnjährigen Faustus, der noch eine besondere Auszeichnung erhielt. Der dritte Rang ging an Jessica von Bredow-Werndl und Zaire-E.

Isabell Werth (Rheinberg) hat ein turbulentes Wochenende hinter sich. Nicht nur, dass sie mit der vollen Ausbeute von vier Siegen bei vier Starts die Heimreise antritt. Zwischendurch jettete sie nach Norddeutschland, um ihrer langjährigen Freundin und Förderin Madeleine Winter-Schulze eine besondere Auszeichnung zu überreichen. Winter-Schulze, Präsidiumsmitglied der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, erhielt in Osnabrück die Ehrengabe des Landessportbundes Niedersachsen – inklusive Überraschung: „Plötzlich stand Isabell auf der Bühne, hielt die Laudatio und überreichte mir den Preis. Das war eine wunderbare Überraschung. Wenn ich das erzähle, muss ich schon wieder schlucken“, berichtete die 77-Jährige, die sich nach ihrem Oberschenkelhalsbruch, den sie sich bei einem Sturz bei den Weltreiterspielen im September zugezogen hatte, wieder topfit auf den Beinen zeigte.

Werth war am Samstagmorgen als erste Reiterin mit ihrem Emilio in den Grand Prix gestartet und legte ein unerreichbares Ergebnis vor. Dann ging es zum Flughafen Richtung Norddeutschland, Übergabe der Auszeichnung, zurück nach Stuttgart und schnell noch ein Sieg mit Bella Rose in der Weltcup-Kür. Am folgenden Tag dann der Grand Prix Special um den Titel German Master mit Emilio. Sieg mit 79.872 Prozent. Für Werth ist es der 15. German-Master-Titel, den sie bereits mit sechs verschiedenen Pferden gewinnen konnte: Gigolo, Satchmo, El Santo NRW, Bella Rose, Emilio und Don Johnson FRH.

Im weiteren Klassement tauschten Dorothee Schneider (Framersheim) und Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen) die Platzierungen aus dem Grand Prix. Mit 76.426 Prozent belegte Schneider mit dem zehnjährigen Faustus den zweiten Rang. „Faustus hat ein unglaubliches Potenzial. Manchmal ist er noch etwas introvertiert, aber er kommt immer mehr aus sich heraus. Heute hat er einen super Job gemacht“, sagte Schneider. Im Anschluss an die Prüfung erhielt der Hannoveraner Wallach den Otto-Lörke-Preis als bestes deutsches Nachwuchs-Dressurpferd 2018 (mehr dazu lesen Sie hier).

Der dritte Platz ging an Jessica von Bredow-Werndl und ihre niederländische Stute Zaire-E. Die beiden erreichten ein Ergebnis von 75.809 Prozent. „Stuttgart war bisher nicht so Zaires Lieblingsturnier, aber seit diesem Jahr schon. Sie war auch gestern toll zu reiten und hat sich von der Atmosphäre hier nicht aus der Ruhe bringen lassen. Bei ihr liegen Genie und Wahnsinn sehr nah beieinander. Früher ist mehr der Wahnsinn durchgekommen, jetzt, mit zunehmendem Alter, kommt das Genie mehr durch“, sagte von Bredow-Werndl, die auf die Unterstützung ihrer gesamten Familie bauen konnte. „Mein kleiner Sohn war heute schon um sechs Uhr auf den Beinen. Er erklärt mir morgens erstmal, worauf es wirklich ankommt im Leben.“

Auch die Plätze vier, fünf und acht belegten deutsche Paare. Bundestrainerin Monica Theodorescu war zufrieden mit dem diesjährigen Stuttgart-Wochenende: „Unser Ziel ist es, dass jeder Reiter und sein Pferd immer ein kleines bisschen besser werden. Dieses Jahr ist das wieder unglaublich gut gelungen. Wir haben tolle Pferde, schönen und hochwertigen Sport gesehen. Das ist es, woran wir ständig arbeiten, genauso daran, dass die Pferde Freude am Sport haben. Auch das haben wir am Samstag schon in der Kür gesehen. Ich freue mich, dass wir hier in der Kür zeigen durften, was wir können, nachdem es uns in Tryon wegen des Wetters verwehrt geblieben war.“ jbc

Alle Ergebnisse aus Stuttgart finden Sie hier: www.longinestiming.com/#!/equestrian/2018/1514/html/en/longinestiming/index.html

Stuttgart: Isabell Werth und Bella Rose gewinnen Weltcup-Kür

Germany’s Isabell Werth posted her second victory in the FEI Dressage World Cup™ 2018/2019 Western European League series when coming out on top with Bella Rose at the German Masters in Stuttgart (GER) today. (FEI/Leanjo de Koster)
Germany’s Isabell Werth posted her second victory in the FEI Dressage World Cup™ 2018/2019 Western European League series when coming out on top with Bella Rose at the German Masters in Stuttgart (GER) today. (FEI/Leanjo de Koster)

Stuttgart (fn-press). In Stuttgart schließt sich der Kreis, so hatte es Isabell Werth zuvor formuliert: Vier Jahre nach dem vorerst letzten Start ihrer Stute Bella Rose in der Schleyer-Halle, auf den eine lange Verletzungspause folgte, siegten die beiden nun in der Stuttgarter Weltcup-Kür. Dorothee Schneider mit Sammy Davis jr. sowie Helen Langehanenberg und Damsey FRH folgten auf den Plätzen zwei und drei.

Bei den Weltreiterspielen in Tryon/USA blieb ihnen der Start in der Grand Prix Kür noch verwehrt – aus Sorge vor den Folgen des Hurricanes Florence war die Prüfung im September abgesagt worden. Isabell Werth und ihr Herzenspferd Bella Rose, die 14-jährige westfälische Stute von Belissimo M, brachten dennoch zwei Goldmedaillen mit nach Hause – eine mit dem Team, eine im Grand Prix Special. Zwei Monate später durften die beiden nun auch zeigen, was sie in der Kür können. Mit 85.71 Prozentpunkten setzten sie sich beim Stuttgarter Hallenreitturnier in der Weltcup-Qualifikation an die Spitze des Klassements.

„Ich hatte noch nie ein Pferd mit solchen durch den Körper schwingenden Piaffen und Passagen. Bella besitzt eine unglaubliche Gehfreude. Sie ist jede Sekunde wert, die man in sie investiert – sie gibt es doppelt zurück“, sagte Werth nach der Siegerehrung. Mit Emilio hatte sie bereits Anfang November die Weltcup-Qualifikation in Lyon/FRA für sich entscheiden. Als Titelverteidigerin ist die Rheinbergerin bereits für das Weltcup-Finale im April 2019 gesetzt. Mit Weihegold OLD gewann sie das Hallen-Finale in den vergangenen beiden Jahren. Mit der Oldenburger Stute peilt sie nun das Top-Ten-Finale in Stockholm an. Bella Rose erhält jetzt eine Turnierpause – einen Start mit der Fuchsstute beim Weltcup-Finale in Göteborg schloss Werth bereits aus.

Auf Platz zwei folgten in Stuttgart mit 81.840 Prozent die Mannschaftswelt- und Europameister Dorothee Schneider (Framersheim) und ihr DSP-Wallach Sammy Davis jr. (von San Remo). „Sammy war fantastisch, frisch und engagiert. Er hatte heute Spaß daran, mit mir zu tanzen“, kommentierte Schneider ihre Vorstellung. Die beidem hatten sich in der vergangenen Saison erstmals für das Weltcup-Finale qualifiziert. Aktuell sind sie dabei diesen Erfolg zu wiederholen, denn in der laufenden Saison punkteten sie bereits in Lyon/FRA und Budapest/HUN. Mit ihrem zweiten Platz in Stuttgart führen sie nun das Weltcup-Zwischenranking an.

Helen Langehanenberg (Billerbeck) war mit ihrem bewährten Hannoveraner Damsey FRH (von Dressage Royal) im dänischen Herning in den Weltcup eingestiegen, wo sie den zweiten Platz erreicht hatten. Auch in Stuttgart gelang ihnen ein Ergebnis von mehr als 81 Prozent. Sie liegen damit auf Rang vier des aktuellen Rankings. Über ihre Stuttgarter Kür sagte Langehanenberg: „Damsey hat mir gezeigt, dass er noch nicht zu alt ist, auch wenn er jetzt 17 Jahre alt wird. Mein Ziel ist ganz klar das Weltcup-Finale in Göteborg.“ Dort hatte sie bereits 2013 mit Damon Hill gesiegt.

Viertbestes deutsches Paar in Stuttgart wurden Benjamin Werndl (Aubenhausen) und sein westfälischer Wallach Daily mirror (von Damon Hill), die im Juni dieses Jahres in den deutschen Perspektivkader berufen worden waren. Sie belegten Rang fünf mit 80.34 Prozentpunkten  – bisherige persönliche Bestleistung der beiden, wie auch am Tag zuvor im Grand Prix. Mit ihren bereits gesammelten Weltcup-Punkten aus Herning und Budapest liegen sie im Zwischenranking einen Platz hinter Schneider und Sammy Davis jr..

Das Weltcup-Finale der Dressur- und Springreiter steigt am ersten Aprilwochenende 2019 im schwedischen Göteborg. Bis dahin finden noch sieben weitere Qualifikationen statt, unter anderem im Februar in Neumünster.

Alle Ergebnisse aus Stuttgart sowie das Weltcup-Zwischenranking finden Sie hier: www.longinestiming.com/#!/equestrian/2018/1514/html/en/longinestiming/index.html