Offener Brief von Herbert Ulonska, Hengststation Maas J. Hell, zur Diskussion um den Vorstand des Holsteiner Verbandes

Herbert Ulonska, Mitglied des Holsteiner Verbandes und Eigentümer der Hengststation Maas J. Hell, schaltet sich in die Diskussion um den Vorstand des Holsteiner Verbandes ein. (Foto: Stefan Lafrentz)
Herbert Ulonska, Mitglied des Holsteiner Verbandes und Eigentümer der Hengststation Maas J. Hell, schaltet sich in die Diskussion um den Vorstand des Holsteiner Verbandes ein. (Foto: Stefan Lafrentz)

(Klein Offenseth) Seit 1972 bin ich Mitglied im Holsteiner Verband und das aus voller Überzeugung. Mit Übernahme der alteingesessenen Hengststation Maas J. Hell hat der Holsteiner Verband für mich noch mehr an Bedeutung gewonnen. Wie auch der überwiegende Anteil der Mitglieder lege ich Wert auf eine gute Zusammenarbeit und auf gegenseitiges Vertrauen.

Die Vorgänge rund um den Vorstand sind vielfach diskutiert worden, teilweise recht emotional – über Konflikte und Enttäuschungen muss man sprechen. Nun sollte allerdings nüchterne Betrachtung im Vordergrund stehen. Es ist genauso wenig zielführend, den Überbringer einer schlechten Nachricht zu ”hängen”, wie von Vorwürfen betroffene Personen zu diskreditieren.

Hier geht es darum, “Hausaufgaben” zu machen, Lösungen zu entwickeln, die Konflikte wie den gerade erlebten gar nicht erst entstehen lassen. Ich bin Verbandsmitglied, Kaufmann und Unternehmer und dieser Blickwinkel hilft oft:

1. Wie kann den Bedürfnissen der Mitglieder einerseits und der geordneten Vorstandsarbeit andererseits Rechnung getragen werden?

Für mich erschließt sich z.B. nicht, warum ein zahlenmäßig großer Vorstand nützlich sein soll. Ich sympathisiere eher mit einem auf sechs Personen verkleinerten Vorstand und der sollte durch eine Mitgliederversammlung gewählt werden, nicht durch eine Delegiertenversammlung.

2. Anstelle eines großen Vorstandes ist die Bildung eines Aufsichtsrats als Kontrollgremium für den Vorstand eine gute Option. Und auch dieser Aufsichtsrat muss nicht groß, sondern einfach nur kompetent sein.

3. Braucht der Holsteiner Verband wirklich zwei Gesellschaften? Ich meine nein. Vordringlicher Zweck ist das Vermarktungsgeschehen und dafür genügt eine GmbH vollkommen.

Überzeugungsarbeit, Transparenz und ein neuer Vertrauensaufbau sollten im Vordergrund stehen. Zusammenhalt ist das erste Gebot in dieser verfahrenen Situation. Wir alle sollten verhindern, dass notorische Gegner die Vorgänge rund um den Vorstand zum Anlaß nehmen, einen Keil zwischen die Mitglieder und die Führungsebene zu treiben. Das nützt nämlich dem eigentlichen Zweck des Holsteiner Verbandes – der Zucht und Vermarktung von erstklassigen Sportpferden unter dem weltweit bekannten Label “Holsteiner Pferde” zu dienen – überhaupt nicht. Lassen Sie uns darüber nachdenken, reden und entsprechend handeln.

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CSI Neustadt-Dosse – Get-Together mit 14 Nationen

Freuen sich auf das am 9. Januar beginnende CSI Neustadt-Dosse: Stefan Unterlandstättner und Sara Rothe (DKB), Turnierchef Herbert Ulonska und Nationenpreisreiter und DKB-Team Athlet Holger Wulschner (v.li.). Foto: Kerstan-Medien)
Freuen sich auf das am 9. Januar beginnende CSI Neustadt-Dosse: Stefan Unterlandstättner und Sara Rothe (DKB), Turnierchef Herbert Ulonska und Nationenpreisreiter und DKB-Team Athlet Holger Wulschner (v.li.). Foto: Kerstan-Medien)

(Neustadt-Dosse) Die 19. Auflage des CSI Neustadt-Dosse beginnt am 9. Januar und reicht bis zum 13. Januar – in dieser Zeit treffen Reiterinnen und Reiter aus 14 Nationen in der Graf von Lindenau-Halle beim ersten internationalen Get-Together des neuen Sportjahres aufeinander. Gäste aus Kanada, Dänemark, Finnland, Großbritannien, Hongkong, Irland, Japan, Niederlande, Norwegen, Polen, Russland, Südafrika, Schweden und aus Deutschland verwandeln Neustadt/ Dosse zum Hot-Sport der Pferdewelt an diesem Wochenende.

Wer kann gewinnen?

Und eines ist sicher: In den beiden Weltranglistenspringen – Preis der Deutschen Kreditbank AG am Samstag und im Großen Preis des Landes Brandenburg am Sonntag – wird es neue Sieger, respektive Siegerinnen geben, denn Irma Karlsson aus Schweden und Wojciech Wojcianiec aus Polen müssen 2019 auf die Titelverteidigung verzichten. Es mangelt indes nicht an Kandidaten für Schleifen, Weltranglistenpunkte und Preisgeld: Mit Carsten-Otto Nagel aus Wedel (Weltmeister 2010), Denis Nielsen aus Isen (Deutscher Meister 2015), den Nationenpreisreitern Holger Wulschner (Passin) und André Thieme (Plau a.S.), dem schnellen Tobias Meyer (Lohmar) oder auch Thomas Kleis (Gadebusch) und den Brandenburgern Robert Bruhns (Karstadt), Felix Ewald (Stockow) oder auch Jan Peters (Brück) werden sich reihenweise Kandidaten für Siege und Top-Platzierungen in der Graf von Lindenau-Halle einfinden.

Perfekt passender Auftakt

Sechs internationale Prüfungen im CSI2*, die allein mit 60.500 Euro Preisgeld dotiert sind, bieten reichlich Einsatzmöglichkeiten für Top-Pferde und Newcomer auf vier Beinen. Dazu kommen vier internationale Prüfungen für Nachwuchspferde – getrennt nach sieben und acht Jahre alten Pferden, für die das CSI zum Teil überhaupt den ersten internationalen Auftritt birgt. Abgerundet wird das Hallenturnier durch das CSI der Non-Professionals, der internationalen Amateure. Insgesamt werden rund 80.000 Euro Preisgeld ausgeschüttet.

Ausblick in die sportliche Zukunft

Tatsächlich ist das CSI in der Graf von Lindenau-Halle eine Bühne für kommende gute Pferde und Reiter. Der zweibeinige Nachwuchs hat im Junior Future Cup mit der Einzel- und Mannschaftswertung gleich zum Jahresbeginn ein Spitzenereignis. Nominierungen für die Mannschaftswertung sind bei den Junioren aus Berlin-Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hoch begehrt. Mit dem Finale des ersten Postbank Children Cup setzt das CSI Neustadt-Dosse zusätzlich Maßstäbe.

Noch jünger, als die Pferde der Youngster-Tour sind jene Vierbeiner, denen der erste Turniertag am Mittwoch gehört. Dann stehen Springpferdeprüfungen für fünf und sechs Jahre alte Springpferde auf dem Programm. Eine hoch willkommene Leistungsschau für die Sportpferde der Zukunft, die in der Graf von Lindenau-Halle Erfahrungen sammeln dürfen.

Ausblick auf das Zuchtjahr 2019

Pferdezüchter und Pferdefans dürfen sich erneut auf allerfeinste Unterhaltung am Samstagabend freuen. Dann präsentiert das Haupt- und Landgestüt Neustadt-Dosse seine “Juwelen” und das sind die Hengste und Stuten aus Neustadt-Dosse. Schlagzeilen machten die Nachkommen der Neustädter Hengste im Jahr 2018 – allen voran Askari, Vater der vierbeinigen Weltmeisterinnen DSP Alice und Asha P. Renommierte Vererber und Junghengste präsentiert das Gestüt altersgemäß und dürfte damit so manchem Züchter am Turnierwochenende die Entscheidung über die Anpaarung 2019 erleichtern.

Karten für das CSI Neustadt-Dosse sind noch an den Tageskassen erhältlich. Und wer nicht vor Ort die sportliche und freundliche Athmosphäre des CSI Neustadt-Dosse genießen kann, der darf auf den Live-Stream des Pferdesportportals www.clipmyhorse.tv vertrauen. Die Regionalformate des rbb-Fernsehen und Antenne Brandenburg halten Zuschauer und Zuhörer zudem auf dem Laufenden.

Die Veranstalter – rund um Turnierchef Herbert Ulonska ist das ein großes Team – sind organisatorisch zudem auf alle Wetterbedingungen eingestellt. In 18 Jahren CSI hat das Team reichlich Erfahrungen gesammelt – von regenreich bis eiskalt im Umfeld. Auf mobile Stallheizungen ist man beim CSI Neustadt-Dosse genauso eingestellt wie auf die Wegesicherung von Stallzelten und Parkplätzen.