Führt im Weltcup und will nach Leipzig: Hans-Dieter Dreher – ein Steckbrief

Hans-Dieter Dreher gewann mit Embassy II den Sparkassen-Cup – Großer Preis von Leipzig 2015. · Foto: Sportfotos-Lafrentz.de
Hans-Dieter Dreher gewann mit Embassy II den Sparkassen-Cup – Großer Preis von Leipzig 2015. · Foto: Sportfotos-Lafrentz.de

Leipzig – Der Sieg im Sparkassen-Cup – Großer Preis von Leipzig, gleichzeitig Qualifikation für den Longines FEI Jumping World Cup 2015 war einer der größten Erfolge seiner Karriere – und der gelang ihm auch noch mit seinem Seelenpferd Embassy II. Hans-Dieter Dreher ist gut drauf und führt nach drei Stationen der prestigeträchtigen Hallenserie im Ranking des Longines FEI Jumping World Cup. Nach Leipzig würde er gerne wiederkommen, denn hier sind die Siegerehrungen ein echtes Erlebnis, sagt er.

Name: Hans-Dieter „Hansi“ Dreher

Geburtsdatum und -ort: 10. Februar 1972/ Schopfheim

Wohnort: Eimeldingen

Größe & Gewicht: 171 cm/ 68 kg

Familienstand/Partner/Kinder: verheiratet mit Marion, zwei Söhne – Ben (13) und Jonas (8)

Lieblingsessen/-getränk: Steak und Bier

Was ist Ihnen lieber?
 Hund oder Katze?  Hund
  Berg oder Strand?  beides gut!
  Krimi oder Komödie?  Krimi
Soul oder Rock’n’Roll?  Rock’n’Roll

Mit drei bis fünf Stichworten: Wie würden Sie sich beschreiben?
umgänglich, ehrgeizig, locker

Worauf sind sie stolz?
… auf meine Familie

Woher nehmen Sie die Motivation für den Spitzenreitsport?
… ich habe einfach Spaß daran!

Was tun Sie, wenn Sie mal entspannen möchten?
Zeit mit meiner Familie verbringen.

Wer ist Ihr Idol oder Vorbild?
Nick Skelton, Marcus Ehning, Ludger Beerbaum und Marco Kutscher

Wenn Sie sich ein Pferd Ihrer Konkurrenten aussuchen könnten, wäre das? 
Ich bin super zufrieden mit meinen Pferden!

Ihr Lebensmotto?     
Leben und leben lassen

Wie sind Sie zum Reiten gekommen und wie hieß das erste Pony, das Sie geritten sind? 
Mein Vater hatte einen Reitstall und da ging das schon früh los. Mein erstes Pony hieß Olymp.

Welcher ist Ihr – emotional gesehen – größter/wichtigster Erfolg und warum? 
Die beiden Weltcup-Siege in Stuttgart und Leipzig.

Welches Pferd ist Ihr Seelenpferd?  
Embassy II – er hat einfach einen abnormal tollen Charakter! … und wir verstehen uns einfach richtig gut!

Was mögen Sie besonders an der PARTNER PFERD in Leipzig?
Es ist das Gesamtpaket. Die Bedingungen sind top, egal ob Stall, Vorbereitungsplatz oder im Parcours. Und das Leipziger Publikum ist richtig stark! In Leipzig eine Siegerehrung erleben zu dürfen, ist wirklich ein Erlebnis!

Wie planen Sie ihre Saison im Longines FEI Jumping World Cup?
Twenty Clary ist in Oslo erst ihr zweites Fünf-Sterne-Springen gegangen, da war ich von der Leistung schon sehr beeindruckt. Wie ich sie weiter einsetze, weiß ich noch nicht so genau. In erster Linie plane ich mit Berlinda und Embassy II für den Weltcup. Nadal Z war leider verletzt, da ist auch noch nicht ganz sicher, wann ich ihn wieder einsetzte. Ich werde in Stuttgart und La Coruña versuchen, weitere Weltcup-Punkte zu sammeln, möchte gerne nach Basel und auf jeden Fall nach Leipzig, aber das entscheidet der Bundestrainer. Ich hoffe, es klappt!

TICKETS

PARTNER PFERD Tickets für alle vier Veranstaltungstage können online unter www.partner-pferd.de/de/ticket, unter der Vorverkaufsnummer 0800-21 81 050 oder an den bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden. Die PARTNER PFERD in Leipzig ist immer ein Garant für ein unvergessliches Erlebnis und eignet sich hervorragend als Weihnachtsgeschenk für die ganze Familie.

Über die PARTNER PFERD

Traditionell zu Beginn des Jahres vereint die PARTNER PFERD hochkarätigen Turniersport mit einer umfassenden Ausstellung, informative Sonderschauen mit unterhaltsamen Abendshows, eine Kinder-Erlebniswelt mit abwechslungsreichen Vorführungen und Präsentationen im Aktionsring. Die PARTNER PFERD zeigt facettenreichen Reitsport mit Stars zum Anfassen und lockt jährlich rund 70.000 Pferdesportfans, Profi- und Hobbyreiter sowie Interessenten für Urlaub und Freizeit zu Pferde nach Leipzig.

Die PARTNER PFERD im Internet: 

www.partner-pferd.de und www.facebook.com/partnerpferdleipzig

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Rothenbergers tolle Runde – Drehers zweiter Streich

Embassy II und hans-Dieter Dreher versetzen Donaueschingen in Begeisterung mit dem zweiten Sieg in Folge im Großen Preis, S.D. Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnispreis. (Foto: Stefan Lafrentz)
Embassy II und hans-Dieter Dreher versetzen Donaueschingen in Begeisterung mit dem zweiten Sieg in Folge im Großen Preis, S.D. Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnispreis. (Foto: Stefan Lafrentz)

Donaueschingen–  Eine begeisterte Zuschauerin war schon vor dem Ende des Stechparcours aus dem “Häuschen” und wurde durch vielstimmiges “pschchchcht” zum Schweigen gebracht. Die Spannung war zum Greifen nah und entlud sich in ohrenbetäubendem Jubel: Hans-Dieter Dreher aus Eimeldingen und sein 17 Jahre alter Hannoveraner Embassy II haben den Großen Preis von Donaueschingen – S.D. Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnispreis gewonnen. Zum zweiten Mal in Folge ein Triumph für den Reiter, der 2017 mit Berlinda in Donaueschingen gewann.

Zweimal in Folge Dreher

Einige Jahre hat er auf den ersten Sieg im Hauptereignis des CHI Donaueschingen warten müssen, jetzt gelang das gleich zweimal in Folge. Hans-Dieter “Hansi” Dreher freute sich diebisch über den gelungenen Coup vor vollen Tribünen. Und er konnte sich – eher ungewöhnlich für den Baden-Württemberger – richtig Zeit lassen, denn als letzter Starter im Stechen mußte er einfach nur fehlerfrei bleiben. “Ich hab es anfangs etwas forscher angehen lassen, habe dann aber gemerkt wie gut er springt und das Tempo ein wenig heraus genommen”, so der 46 Jahre alte Profi, der Reservereiter des deutschen Springreiteraufgebots für die Weltreiterspiele in Tryon ist. Martin Fuchs habe er sich vorher angesehen. Der Schweizer seinerseits hat “genau gewusst, dass Hansi nach mir kommt und die Strategie war, ihn mit einer schnellen Zeit unter Druck zu setzen”. So ganz ging die Idee nicht auf, Fuchs kassierte mit Dubai du Bois Pinchet einen Springfehler, war allerdings rund sechs Sekunden schneller im Ziel.

Der eine Abwurf machte den Unterschied aus zwischen “einem neuen Mercedes haben und keinen haben”. Das nagelneue Auto der Südstern Bölle AG fuhr Hans-Dieter Dreher gleich Probe – erwartungsgemäß forsch. Mit Holger Hetzel aus Goch wurde der rheinische Landestrainer Dritter in der Weltranglistenprüfung und freute sich über seinen Holsteiner Legioner, den Hetzel selbst ausgebildet hat. “Das war ein anspruchsvoller Parcours, der auch für ein Vier-Sterne-CSI gepaßt hätte”, so Hetzel. Parcourschef Martin Otto baute auch mal eher ungewöhnliches wie einen Holsteiner Wegesprung in den Kurs. Fünf von 49 Paaren erreichten das Stechen, neben den Top-Drei auch der Belgier Gil Dunon und die Schwedin Erika Swartz, die erst zum zweiten Mal einen Drei-Sterne-Grand Prix ritt.

Cosmo zelebriert Traumrunde

Erleichtert, glücklich, stolz –  so reagierte Sönke Rothenberger nach der Schlussaufstellung im Grand Prix Special – Meggle Preis. Der Mannschafts-Olympiasieger und sein KWPN-Wallach Cosmo hatten eine blitzsaubere Vorstellung mit 84,36 Prozent abgeliefert. “Er war ganz bei mir, das war ein sehr gutes Gefühl”, so Rothenberger. “In Absprache mit dem Dressurausschuss und den Trainern bin ich heute auch nur im Schritt bei der Vorbereitung durchs Viereck geritten und das war alles gut und richtig so.” Im Grand Prix am Vortag hatte es einmal in einer Ecke Probleme gegeben, im Special waren die vergessen.

W & W mit leichten Schwächen

Dass sie auch dann, wenn “die Puste” ein wenig ausgeht, eine veritable Konkurrentin ist, bewies Isabell Werth mit Weihegold OLD. Kleinere Fehler kosteten den Sieg, mit 81,74 Prozent wurde die weltweit erfolgreichste Dressurreiterin Zweite hinter Mannschaftskollege Rothenberger. “Uns ist so ein bißchen der Sprit ausgegangen”, faßte die Mannschafts-Olympiasiegerin zusammen, die gleichwohl auf ein sehr erfolgreiches Wochenende zurückblicken kann. Bundestrainerin Monica Theodorescu war froh, ihre WM-Kandidaten auf vier und zwei Beinen in Augenschein nehmen zu können, in gut acht Tagen, nach dem Turnier in Münster wird der Dressurausschuss dann eine Entscheidung treffen, wer deutsche Farben in Tryon in den USA vertritt.

Bundesverteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen traf pünktlich zum Grand Prix Special ein. Die einstige Auktionsreiterin des Hannoveraner Verbandes ist “vom Fach”, kann selbst Piaffen und Passage reiten. Gleich nach der Siegerehrung wechselte die Ministerin dann ins Springstadion und sah Hans-Dieter Dreher siegen. Turnierchef Dr. Kaspar Funke präsentierte volle Tribünen – insgesamt rund 49.000 Zuschauer kamen zum CHI Donaueschingen.

Titelgewinn für Brauchle und von Stein

Georg von Stein (Modautal) und Steffen Brauchle (Lauchheim) heißen die Deutschen Meister der Vierspänner und Pony-Vierspänner. Von Stein genügte dafür der zweite Platz in der Kombinierten Wertung hinter dem Ungarn Joszef Dobrovitz, der auch das Deutsche Fahr-Derby gewann. Steffen Brauchle gewann ohnehin alles, was zu gewinnen war, neben den Deutschen Meisterschaften auch die kombinierte, internationale Wertung.

Turnierchef Dr. Kaspar Funke kündigte an, dass die Vorbereitungen auf den CHI Donaueschingen 2019 bereits begonnen haben. Vom 15. – 18. August ist Donaueschingen dann auch Standort der Europameisterschaften der Vierspänner. Eine Arbeitsgruppe plant und prüft bereits, was für die EM erforderlich ist. So soll der Vorbereitungsplatz für die Fahrer deutlich verbessert werden, außerdem wird ein achtes Hindernis benötigt und die vorhandenen Bauten bedürfen zum Teil der Reparatur. Im Herbst wird vor Ort eine weitere Besichtigung stattfinden. Das Rahmenprogramm hat bereits ein Highlight: Den Empfang der Nationen vor der Donauhalle mit Württemberger Gespannen.

Ergebnisübersicht CHI Donaueschingen

9 Springprüfung Kl. S***** mit Stechen – international, S.D. Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnispreis,
1. Hans-Dieter Dreher (Eimeldingen/RV Dreiländereck/GER) auf Embassy II *0.00 / 47.82
2. Martin Fuchs (/SUI/SUI) auf Dubai Du Bois Pinchet *4.00 / 41.28
3. Holger Hetzel (Goch/RSG Niederrhein e.V./GER) auf Legioner 2 *4.00 / 42.96
4. Gilles Dunon (/BEL/BEL) auf Fou De Toi Vd Keihoeve *8.00 / 43.34
5. Erica Swartz (/SWE/SWE) auf Jovita *8.00 / 44.62
6. Sven Schlüsselburg (Ilsfeld/PLZ Engelsberg/GER) auf Bud Spencer 7 0.00 / 86.51

27 Grand Prix Special -international-Meggle Preis
1. Soenke Rothenberger (/RSG Fichtenhof Bad Homburg/GER) auf Cosmo 59 1982.50
2. Isabell Werth (Rheinberg/RFV Graf von Schmettow Eversael/GER) auf Weihegold OLD 1921.00
3. Jessica von Bredow-Werndl (Tuntenhausen/RFV Aubenhausen e.V./GER) auf Zaire-E 1818.50
4. Frederic Wandres (Hagen/RSC Osnabruecker Land e.V./GER) auf Duke of Britain 1725.50
5. Anna-Mengia Aerne (/SUI/SUI) auf Raffaelo Va Bene 1696.00
6. Emma Hindle (Michelstadt/GBR/GBR) auf Romy Del Sol 1649.00

21 Zweiphasenspringprfg. -international-
1. Michael Zipperle (Ludwigsburg/RFV Ludwigsburg/GER) auf Dassino *0.00 / 28.31
2. Jens Heine (Delitzsch/RC Leipzig 2000 e. V./GER) auf Dünensturm *0.00 / 28.93
3. Laura Nina Aschwanden (/SUI/SUI) auf Clintamo *0.00 / 32.05
4. Christiana Duguet (/SUI/SUI) auf Otello Du Soleil 0.00 / 54.92
5. Gerrit Flücken (Bad Neuenahr-Ahrweiler/RV Montabaur-Horressen e.V./GER) auf California’s Sister 4.00 / 48.39
6. Tanja Sprehe (Dinklage/RUFG Falkenberg e.V./GER) auf Quit Right 4.00 / 50.51

18 Zweiphasenspringprfg. -international-
1. Gregor Schefczyk (Aschheim/RA München e.V./GER) auf Vafliko *0.00 / 25.17
2. Christiana Duguet (/SUI/SUI) auf Ariel Iv *0.00 / 26.08
3. Gregor Schefczyk (Aschheim/RA München e.V./GER) auf Giada di Montefiridolfi *0.00 / 26.67
4. Claudia Weber (/SUI/SUI) auf Cedric Iii *0.00 / 27.43
5. Pia Maass (Meerbusch/RSG Niederrhein e.V./GER) auf Cheers Imenta *0.00 / 27.70
6. Pia Maass (Meerbusch/RSG Niederrhein e.V./GER) auf Last Minute *0.00 / 29.44

25 Springprüfung Kl.S* m.Stechen -international-
1. Stephan Faller (Güglingen/RC Güglingen/GER) auf Lucas 269 0.00 / 80.30
2. Philipp Schlaich (Geislingen/PS-Team Bubenhofertal/GER) auf Little Lord Pezi 2 0.00 / 82.43
3. Jacqueline Felber (/ISR/ISR) auf California De Laubry 4.00 / 75.27
4. Jérome Hennau (/BEL/BEL) auf Chetaro R 4.00 / 76.78
5. Michael Wittschier (Prüm/RSG Prüm e.V./GER) auf Galaxy HS 4.00 / 77.93
6. Susanne Steiger (Bornheim/Sportpferdezentrum Köln e.V./GER) auf Filippa 13 4.00 / 81.72

54 Pony-Dressurprfg.Kl.L**-Tr.
1. Antonia Roth (Stuttgart/Stuttgarter RFV/GER) auf Hancock 11 450.25
2. Lena Merkt (Aach/Tübinger RG/GER) auf DSP De Long 431.00
3. Leonie Krieger (Schönhardt/RFV Heuchlingen/GER) auf Hesselteichs Dancing Diamond 428.50
4. Celine Buhmann (Wangen/RFV Schomburg Amtzell 1949/GER) auf Raffinesse 118 426.00
5. Julian Fetzer (Zimmern/RFV Rottweil u.U./GER) auf Day of Future 2 424.25
6. Genya Grishaber (Viernheim/RRV Erbenwiese Heddesheim/GER) auf Very Hot 421.25

45 Dressurprfg. Kl.L** – Kandare –
1. Alina Hahn (Wimsheim/RFV Leonberg/GER) auf Riana 55 712.50
2. Lisa Steisslinger (Böblingen/RFV Böblingen/GER) auf Havanna Negra 699.00
3. Carola Steinborn (Großbettlingen/RFV Nürtingen-Raidwangen/GER) auf Little Rose 7 693.00
4. Antonia Müller (Boll/RC Badhof-Bad Boll/GER) auf Wilandra 3 672.50
5. Laura Kohler (Korntal-Münchingen/RFV Münchingen/GER) auf Luigi Galvani 670.00
6. Frederik Leon Steisslinger (Böblingen/RFV Böblingen/GER) auf Quattani 668.00

Donaueschingen: Hans-Dieter Dreher erneut auf Platz 1

FN Logo (Herkunft: FN)
FN Logo (Herkunft: FN)

Donaueschingen (fn-press). Hans-Dieter Dreher (Eimeldingen) liebt den Schlosspark von Donaueschingen. Im vergangenen Jahr siegreich mit der Stute Berlinda, gewann der 46-Jährige jetzt bei der 62. Auflage des internationalen S.D. Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnisturniers den Großen Preis mit dem Hannoveraner Hengst Embassy II.

Embassy II ist wieder ganz oben: Der lange verletzte, jetzt 17-jährige Hannoveraner, Sohn des Escudo aus einer Silvio I-Mutter, hat diesen Sommer mit Hans-Dieter Dreher zwar schon einige schöne Erfolge erzielen können, aber der Sieg im Großen Preis von Donaueschingen dürfte der Jahreshöhepunkt sein. Der Parcours des Hauptspringens auf Drei-Sterne-Niveau hatte es in sich. Holger Hetzel (Goch) hatte schon beim Parcoursabgehen gesagt, dass der Kurs einer Vier-Sterne-Prüfung angemessen sei und prophezeit, dass es wohl nicht mehr als fünf bis sechs Nullfehlerritte geben würde. Der deutsche Vize-Meister sollte Recht behalten, nur fünf Reiter steuerten ihre Pferde ohne Fehler über die Ziellinie.
Im Stechen hatte es Hans-Dieter Dreher in der Hand, mit Embassy nach der goldenen Schleife zu greifen. Keiner seiner Mitstreiter war ohne Abwurf geblieben, so dass er als letzter Starter eine ruhige, ganz auf Sicherheit bedachte Runde reiten  konnte. 47,82 Sekunden – eine halbe Ewigkeit langsamer als der zweitplatzierte Martin Fuchs – zeigte die Uhr an, aber strafpunktfrei hatte Dreher den Sieg in der Tasche und durfte mit einem schicken Automobil des Sponsors Mercedes seine Ehrenrunde über den Turnierplatz drehen. 
Der Schweizer Martin Fuchs hatte seine neunjährige belgische Stute Dubai de Bois Pinchet mit einem Abwurf in 41,28 Sekunden auf Platz zwei gesteuert. Die drittbeste Zeit schaffte Holger Hetzel mit dem Holsteiner Wallach Legioner v. Limbus (4/42,92). 
Die zweitwichtigste Springprüfung des CSI3*, das Championat von Donaueschingen, geriet zum Triumph für die Schweizer Nachbarn. Steve Guerdat siegte mit dem neunjährigen französischen Wallach Venard de Cerisy (0/38,35 Sekunden), Platz zwei belegte, wie schon im Großen Preis, sein Landsmann Martin Fuchs. Der 26-jährige saß diesmal im Sattel des Oldenburger Springpferdes Cristo v. Cristo-Stakkato (0/39,30). Bester Deutscher war Jörg Naeve (Bovenau) mit der neun Jahre alten Holsteiner Stute Be Aperle Va v. Clarimo-Concerto II auf Platz drei (0/39,81).     hen

Hans-Dieter Dreher – mit Pferden und Familie beim CHI Donaueschingen

Hans-Dieter Dreher mit Berlinda in Donaueschingen 2017 (Foto: Stefan Lafrentz)
Hans-Dieter Dreher mit Berlinda in Donaueschingen 2017 (Foto: Stefan Lafrentz)

Er ist in Baden-Württemberg bekannt wie der sprichwörtliche “bunte Hund” und versetzte im September 2017 die Zuschauer beim CHI Donaueschingen in “Ekstase”: Hans-Dieter “Hansi” Dreher aus Eimeldingen gewann zum allerersten Mal den Großen Preis – S.D. Fürst Joachim zu Fürstenberg Gedächtnispreis. Mit der Berlin-Tochter Berlinda gelang das in ganz genau 40,79 Sekunden. Jubel, Begeisterung, helle Freude rings um den großen Turnierplatz und auch bei dem Mann im Sattel, der stets eher zurückhaltend ist. “Das war tatsächlich mein erster Sieg im Großen Preis”, schmunzelt Dreher, “versucht habe ich es schon oft, hat eben ein bißchen gedauert…” Jetzt kommt Hans-Dieter Dreher vom 16. – 19. August zurück zum CHI Donaueschingen und zwar mit Pferden und Familie, aber ohne Pferdepfleger.

Selbst sind die Drehers…

Den haben die Drehers in den verdienten Urlaub geschickt und zelebrieren stattdessen “do-it-yourself”. Ehefrau Marion und die beiden Söhne – neun und 14 Jahre alt – packen gemeinsam mit Hans-Dieter Dreher selbst an. “Das haben wir schon häufiger mal gemacht und das macht Spaß, wenn wir alle gemeinsam unterwegs sind”, räumt der Nationenpreisreiter ein. Auch wenn nicht viel Zeit für andere Aktivitäten bleibt: “Gut wir gehen abends zusammen in die Stadt zum Essen und schauen auch gern mal ein Springen an, in dem ich dann eben nicht dabei bin, aber sonst gibt es nicht viel Zeit für anderes.”

Von klein bis groß

Den weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannten CHI Donaueschingen im fürstlich-fürstembergischen Schlosspark kennt Hansi Dreher seit seiner Kindheit. “Damals bin ich mit den Eltern da gewesen und hab davon geträumt wie es wäre, hier mal starten zu dürfen”, erinnert sich der Leiter des Gestüts Grenzland. Und: “Es hat dann etwas gedauert, ich war 20 oder 21 Jahre alt und damals wurde der HGW-Preis der Zukunft in Donaueschingen geritten. Ich war nominiert und habe das sogar gewonnen.” Etliche Starts kamen seither zusammen und reihenweise Siege – nur auf den im Großen Preis mußte Hans-Dieter Dreher eben bis 2017 warten. Jetzt kommt er als Vorjahressieger – aber ohne die Stute Berlinda, denn die Pferdedame darf pausieren. Dafür kommen Embassy II, das dunkelbraune Hannoveraner Energiebündel, sowie Nadal Z und der Redefiner Landbeschäler Arko Junior P.M.S. mit auf die rund 120 Kilometer lange Reise nach Donaueschingen.

Reichlich Konkurrenz

An Mitbewerbern mangelt es dem Baden-Württemberger nicht in den internationalen Prüfungen. Markus Beerbaum und Meredith Michaels-Beerbaum sind beim CHI dabei, Doppel-Weltmeister Jeroen Dubbeldam (Niederlande), Johannes Ehning (Borken), Cameron Hanley und Mannschafts-Europameister Denis Lynch (beide Irland) und auch der Schweizer WM-Kandidat Martin Fuchs. Gleich fünf US-Amerikaner haben sich angekündigt und zu den Landsleuten, die Dreher immer wieder Konkurrenz machen, zählt schließlich auch Vielseitigkeits-Olympiasieger Michael Jung aus Horb, der gleich vier Pferde für den CHI “im Gepäck” hat. Ordentlich was los also im fürstlich-fürstenbergischen Schlosspark von Donnerstag bis Sonntag….

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