29. PB-Schau in Verden: Hengste & Herzbeben

Niedersachsenhalle: Der Verein der Hannoveraner Privathengsthalter lud am 2. Februar 2019 ein zur 29. Hengstschau in Verden (Foto: Pantel)
Niedersachsenhalle: Der Verein der Hannoveraner Privathengsthalter lud am 2. Februar 2019 ein zur 29. Hengstschau in Verden (Foto: Pantel)

Verden (hannoveraner-pb). Wenn sich an einem eiskalten und eher ungemütlichen Februartag Autokolonnen mit Kennzeichen aus dem gesamten Bundesgebiet vor der Verdener Niedersachsenhalle stauen, dann wollen sie nicht „nur“ Hengste anschauen, sondern das Gesamtpaket der Hannoveraner Privathengstschau genießen. Das heißt, die Hengste, Züchter und Bekannte ganz hautnah in der Stallgasse zu treffen und sich im Vorfeld bei der hochkarätigen Fach-Diskussion im Forum auszutauschen.

Der eine lugt neugierig in die Stallgasse und wartet auf Möhrchen-Nachschub, der nächste kuschelt mit seiner Stoff-Eule, die an der Boxentrennwand geknotet ist und ganz am Ende der dritten Stallgasse genießt ein Rappe mit geschlossenen Augen, dass ihn gleich zwei junge Damen geschickt die Mähne für die Schau einflechten. Die Besucher der 29. PB-Schau wissen zu schätzen, dass der Verein der Hannoveraner Privathengsthalter immer alle (Boxen)-Türen öffnet zum Stallgassen-Klönschnack, der längst Kult-Status in der Züchterszene genießt. Ob bei einem Kaffee, einem Gläschen Sekt, Eierlikör oder Korn, gerne angereicht mit süßem Gebäck und Schokolade, lässt es sich doch gleich viel entspannter schnacken über Fohlen aus dem letzten Jahrgang, den Neuzugang auf der Station oder „Abstammungs-Latein“ möglicher Anpaarungen. Beim diesjährigen Fach-Forum zum Thema „Stuten-Management“ mussten sogar noch zusätzliche Stühle organisiert werden, damit die über 200 interessierten Züchter Platz finden konnten.

„Es sind das Vis-a-Vis mit den Hengsten und die familiäre Atmosphäre, die das Gesamtkonzept unserer Veranstaltung erst zu einer runden Sache machen“, beobachtet der erste Vorsitzende Norbert Bramlage zufrieden die Besuchermassen, die sich wie einem unsichtbarem Kompass folgend von rechts nach links durch drei Stalltrakte schieben. Hier bleibt immer Zeit für einen Schnack mit Leuten, die man vielleicht schon lange nicht mehr getroffen hat. Dabei wandern natürlich auch die aktuellsten Hengstkataloge der Stationen in den obligatorischen schwarzen Stoffbeutel, auf dem in großen gelben Lettern das PB-Logo prangt. Wie gut, dass der Gong zehn Minuten vor dem Start der Schau daran erinnert, doch nun auch bitte seinen Platz einzunehmen.

Überraschungseffekte

Denn die Besucher wissen längst, dass die Choreographie der knapp vierstündigen Schau nie einem „Schema-F“ folgt, sondern im Vorfeld sehr lange an vielen Details gearbeitet wird, so dass immer wieder Überraschungs-Effekte eingestreut werden. Vier Stunden „Hengste gucken“ am Stück erfordert schon eine gewisse Ausdauer. Show-Acts und Interviews wie dieses Jahr mit Landstallmeister Dr. Axel Brockmann sorgen zwischendurch für Unterhaltung und Abwechslung. Gut dass die Moderatoren Jan Tönjes und Bernd Hickert durch den Mix aus präzisen Infos zu den Vererbern und humorvollen Anekdoten den Balanceakt zwischen seriösen Fachinformationen und Stimmungsmachern bestens drauf haben. Wobei die Hengste dieses Jahr, egal ob dreijähriger Newcomer oder weit ausgebildeter Dressurvererber, mit viel Ausstrahlung oft schon ganz alleine für rhythmisches Klatschen sorgen. Beim Auftritt des vom Publikum sehnlichst erwarteten Secret (Hengststation W.M), konnte Choreographin Dorit Wieczorek die Regler zu Helene Fischers „Herzbeben“ getrost hochziehen, denn der fünfjährige Sezuan-Sohn zieht mit unerschütterlichem Takt seine Runden. Und als der erste Hengst Goldberg (Gut Neuenhof) von Reitmeister Hubertus Schmidt auf dem Verdener Hengst-Parkett erscheint, geht schon mal ein großes Raunen durch das Publikum.

Heike Kemmer zu Gast

„Auch unsere Springhengste, die sich alle hervorragend altersgemäß weiter entwickelt haben, konnten im Parcours richtig gut punkten“, zog Vereins-Geschäftsführer Burchard-Schröder Bilanz. Er bedankte sich auch persönlich bei Heike Kemmer, die dieses Jahr die Auftritte der dreijährigen Hannoveraner Prämienhengste der letzten Körung kommentierte. Die Körkommissarin und Dressur-Mannschaftsolympiasiegerin hatte sichtlich Freude an den drei jungen, sehr einfühlsam vorgestellten Zukunftshoffnungen auf den Stationen und gab dem Publikum eine individuelle Einschätzung der sportlichen Perspektiven von Damaschino (Klosterhof Medingen), Fusionist (Hengststation Pape) und Valdiviani (Hengststation Schult). Aus Sicht der Zuschauer ein absolutes Highlight der diesjährigen PB-Schau.

Weltmeyer- und Stakkato-Preis

Die Züchter der besten Hengste aus den Stations- und Sportprüfungen wurden vom Hannoveraner Verband zum achten Mal mit dem Weltmeyer- und Stakkato-Preis ausgezeichnet. Entgegennehmen durften den Weltmeyer-Preis (Dressurpferde) die Züchter von Destacado v. Desperados (Heinrich Gießelmann), der auf dem Schafhof deckt, Dostojewski v. De Niro (Burkhard Wahler) vom Klosterhof Medingen sowie Despacito v. Don Nobless (Josef und Karl-Heinz Rudde), der bei Ingo Pape stationiert ist. Der Stakkato-Preis 2019 ging an den Springhengst Stakkolensky v. Stakkato (Karl-Heinz Rollwage), der auf dem Gestüt Lichtenmoor deckt.

Infos: www.hannoveraner-pb.de

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Start vielversprechender Karrieren Weltmeyer- und Stakkato-Preise vergeben

Destacado wurde mit dem Weltmeyer-Preis ausgezeichnet. Sein Züchter Heinrich Gießelmann (rechts) nahm den Ehrenpreis entgegen, Matthias Alexander Rath präsentierte den Vizeweltmeister der fünfjährigen Dressurpferde in der Niedersachsenhalle. (Foto: Hannoveraner Verband)
Destacado wurde mit dem Weltmeyer-Preis ausgezeichnet. Sein Züchter Heinrich Gießelmann (rechts) nahm den Ehrenpreis entgegen, Matthias Alexander Rath präsentierte den Vizeweltmeister der fünfjährigen Dressurpferde in der Niedersachsenhalle. (Foto: Hannoveraner Verband)

Hannovers beste jungen Hengste werden mit dem Weltmeyer- bzw. Stakkato-Preis ausgezeichnet. Der Weltmeyer-Preis geht in diesem Jahr an die Dressurhengste Despacito, Destacado, Dostojewski, Finnigan und So Unique. Bei der Privathengstschau in Verden wurden die Züchter der drei Erstgenannten geehrt. Finnigan und So Unique konnten nicht nach Verden kommen, ihre Züchter erhalten die Auszeichnung zu einem späteren Zeitpunkt. Über den Stakkato-Preis freute sich in der vollbesetzten Niedersachsenhalle der Züchter von Stakkolensky – passenderweise ein Sohn des Namensgebers dieser prestigeträchtigen Trophäe. Diese Nachwuchsvererber zählen zu den erfolgreichsten Junghengsten Deutschlands und haben dies eindrucksvoll bei ihren Prüfungen unter Beweis gestellt.

Der Don Nobless/Sandro Hit-Sohn Despacito (Z.: Josef und Karl-Heinz Rudde, Ahaus) von der Station Ingo Pape, Hemmoor, wurde im vergangenen Jahr in Verden als Hannoveraner Champion der dreijährigen Hengste gefeiert und kehrte aus Warendorf als Vize-Bundeschampion heim. Bei seinem 50-Tage-Test in Schlieckau war der strahlende Rappe mit der Endnote 8,56 bester Hannoveraner. Dem kaum nach stand der ein Jahr ältere Dostojewski v. De Niro/Latimer (Z. u. Bes.: Burkhard Wahler, Klosterhof Medingen), der in Schlieckau mit der Endnote 8,55 Despacito dicht auf den Fersen war. Bereits sechs Jahre alt und mit internationalen Meriten ausgestattet ist Destacado v. Desperados/Londonderry (Z.: Heinrich Gießelmann, Barver, Station: Gestüt Schafhof, Kronberg/Ts.). Als Prämienhengst verließ der bewegungsstarke Fuchs 2015 die Verdener Körung, wurde ein Jahr später Bundeschampion in Warendorf und setzte seine Erfolgsserie eindrucksvoll mit dem Titel des Vizeweltmeisters der fünfjährigen Dressurpferde fort. In Ermelo/NED saß Matthias Alexander Rath in Destacados Sattel. Vor drei Monaten wurde dem Hengst in der Niedersachsenhalle bereits eine ganz besondere Auszeichnung zuteil: Er erhielt für seinen Sportnamen den Zusatz „FRH“ des Hannoveraner Fördervereins.

Aus den Reihen des Landgestüts Celle kommt der Floriscount/Don Schufro-Sohn Finnigan (Z.: Cordula Mohr, Wismar). Der 2013 geborene Dunkelfuchs überzeugte mit seinen Qualitäten bei den Sportprüfungen in Verden (Teil I) und München-Riem (Teil II). Mit sehr guten Noten in allen Merkmalen gehörte er zu den Besten des Prüfungsjahrganges. Bereits in den ersten Jahren seines Deckeinsatzes erfreut er sich großer Beliebtheit bei den Züchtern. Ein echter Siegertyp ist der Rheinländer So Unique v. Sezuan/Donnerhall (Z.: Wilhelm Klausing, Diepholz, Bes.: Helgstrand Dressage, Vodskov/DEN). Beim Hengstmarkt war er als Prämienhengst aus bestem hannoverschen Mutterstamm der begehrteste Vertreter des Jahrgangs 2015 gewesen. In Warendorf wurde er souverän Bundeschampion, bevor er in Dänemark den 35-Tage-Test gewann.

Der Stakkato-Preis für den besten jungen Springhengst ging an Stakkolensky v. Stakkato/Cornet Obolensky (Z.: Karl-Henning Rollwage, Bockenem, Station: Gestüt Lichtenmoor, Heemsen). Bei seinen beiden Sportprüfungen in Verden erhielt der Fuchs Höchstnoten, die Gesamtnote erreichte mit 9,04 und 9,17 traumhafte Werte. Dass er die Theorie auch in die Praxis umsetzen kann, bewies Stakkolensky bereits im Sport. Vier Siege in Springpferdeprüfungen der Klassen A und L gingen schon auf sein Konto.

Moderne Väter: 29. Schau Hannoveraner Privathengste am 2. Februar

Logo Hannoveraner Privathengsthalter
Logo Hannoveraner Privathengsthalter

Verden (hannoveraner-pb). Renommierte Hengststationen des Vereins Hannoveraner Privathengsthalter setzen am Samstag, den 2. Februar 2019 im Rahmen der 29. Privathengstschau in der Verdener Niedersachsenhalle auf einen ganz besonderen Herren-Abend. Der Verein lädt die Besucher im Vorfeld der Schau außerdem zur 8. Diskussionsrunde sowie zum Stallgassenklönschnack ein.

Um 17 Uhr kündigt der Startgong die PB-Hengstschau mit über 50 Vererbern aus besten hannoverschen Leistungslinien an, darunter der Fidertanz-De Vito Sohn Foundation (Finalteilnehmer im Louisdor-Preis 2018), den Bundeschampion der dreijährigen Hengste (2016) Destacado (Schafhof) sowie den Bundeschampion der fünfjährigen Vielseitigkeitspferde (2017) Gentleman FRH (Gestüt Lichtenmoor), der von Weltmeisterin Sandra Auffarth in Verden vorgestellt wird. Im Rampenlicht sind Hengste aus dem Kreis der Mitglieder des veranstaltenden Vereins der Hannoveraner Privathengsthalter, der traditionell auch interessante Gasthengste begrüßt.

Ihr Kommen haben bekannte Hengststationen zugesagt: Gestüt Lichtenmoor, Gestüt Schafhof, Gestüt Letterberg, Gestüt Bonhomme, Klosterhof Medingen, Hengststation Sven Völz, Hengststation Rene Tebbel, Hengststation Ingo Pape, Gestüt W.M., Axel Windeler, Gestüt Burghof, Hengststation Schult, Hof Bramlage, Gestüt Appenriede, Gabi Heemsoth, Gasthengste: Helgstrand, Gut Neuenhof, Klatte, Landgestüt Celle. „Wir haben für die kommende Decksaison sowohl junge, interessante Newcomer als auch gefragte Vererber-Stars im Programm“, so Geschäftsführer Burchard Schröder.

Die Zuschauer erwarten zur 29. PB-Schau besondere Hengst-Auftritte – wie gewohnt effektvoll und kurzweilig inszeniert – sowie als Überraschungseffekt internationale Show-Acts. Die besten Hengste aus den Stations- und Sportprüfungen werden vom Hannoveraner Verband mit dem Weltmeyer- und Stakkatopreis geehrt. Eingeladen wurde außerdem der Nachwuchs auf den Stationen, sprich die besten dreijährigen Hengste der Hannoveraner Körung 2018.

Beim bewährten Stallgassen-Klönschnack ab 15 Uhr haben die Gäste Gelegenheit, auf Tuchfühlung mit den Hengsten zu gehen und das direkte Gespräch mit den Züchtern zu suchen.

Fachdiskussion Stuten-Management mit Experten

Zum „Rundum-Paket“ der 29. PB-Schau gehört auch 2019 wieder ein hochkarätiges Diskussions-Forum für die Züchter, das ab 13.30 Uhr im Forum der Niedersachsenhalle beginnt. Geobten wird eine „Fruchtbarkeits-Diskussion“ der ganz anderen Art auf Basis der neuesten Erkenntnisse in Sachen Fruchtbarkeits-Management und Gynäkologie der Stuten. Wie züchte ich ein gesundes Fohlen? Wie können es Praktiker noch besser machen? Was sind die neuesten Erkenntnisse, und welche Ansichten sind längst überholt? Welche Rolle spielt die Verhaltenspsychologie bei Pferden?

Eingeladen als Referentin ist Manuela Wulf, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Graf-Lehndorff-Institut für Pferdewissenschaften, die zum Thema „Fruchtbarkeitsgeschehen in der Pferdezucht“ promoviert hat. Sie beleuchtet Aspekte, die nicht in erster Linie zur gängigen Praxis in der Pferdezucht gehören. Dazu hat die Wissenschaftlerin intensive Grundlagenuntersuchungen an der Stutenherde in Neustadt/Dosse durchgeführt, die zu höchst interessanten Ergebnissen von der Verhaltenspsychologie bis hin zum Embryotransfer führten. Diese Ergebnisse, die eben nicht in der klassischen Fachliteratur nachzulesen sind, stellt Manuela Wulf den Züchtern näher vor, räumt dabei mit so manchen Mythen und Aberglauben rund um die Fohlengeburt auf und beantwortet alle Fragen, die sich dazu ergeben.

Als zweiter Diskussionspartner steht der über Jahrzehnte weltweit hocherfolgreiche Springpferdezüchter Dr. Karl-Otto Jacobs aus Bierbergen zur Verfügung. Als erfolgreicher Springreiter betreibt er mit seiner Tochter Bonny Jasmin, die ebenfalls erfolgreich im Dressur- und Springsport aktiv war, eine Tierarztpraxis, die auf besondere Erfolge besonders im Fruchtbarkeitsmanagement und in der Gynäkologie verweisen kann. Dr. Jacobs, ein Vorreiter in Sachen Stuten-Management, verrät seine bewährten Konzepte aus der Praxis, damit die Besucher des Fachseminars durch neueste Erkenntnisse auch für ihre eigene Zucht davon profitieren können. Die Anmeldung per E-Mail ist aus organisatorischen Gründen erforderlich unter: info@hannoveraner-pb.de.

Infos: www.hannoveraner-pb.de

Tickets: Sitzplätze Kategorie 12,- Euro, Sitzplätze Kategorie 10,- Euro

Ticketverkauf Hengstschau 2019 online über www.ticketmaster.de

Ticket-Hotline: 01806-999 0000*

*(0,20 EUR/Verbindung aus dt. Festnetz / max. 0,60 EUR/Verbindung aus dt. Mobilfunknetz)

Schnapszahl für „Der Keiler“ Fachkundiges Publikum in Verden

Preisspitze Der Keiler wurde für 88.000 Euro nach Belgien verkauft. Foto: Tammo Ernst
Preisspitze Der Keiler wurde für 88.000 Euro nach Belgien verkauft. Foto: Tammo Ernst

Gleich das erste Pferd, das 2019 das Verdener Auktionsrund betrat, setzte mit seinem Preis von 88.000 Euro eine Marke, die auch nach 78 Pferden noch Bestand haben sollte. Mit einem Durchschnittspreis von 15.801 Euro hatte die Verdener Auktion im Januar einen frischen Verlauf genommen.

Unter dem Applaus der zahlreichen Besucher der Niedersachsenhalle erfolgte der Zuschlag für einen Don Index/Werther-Sohn mit dem Namen Der Keiler. Züchter und Aussteller des typvollen Braunen ist Carl Graf von Hardenberg, Nörten-Hardenberg, der es sich nicht nehmen ließ, ein Paket mit Köstlichkeiten aus seiner Schnapsbrennerei zum Käufer bringen zu lassen. Für 88.000 Euro sicherte sich ein belgischer Topdressurausbilder, der bereits seit 25 Jahren zu Verdens Stammkunden zählt, das bewegungsstarke Dressurtalent. Nummer zwei in der Käufergunst war Fürst Benno v. Fürst Belissaro/Worldly (Z.: Klaus Kropp, Bermen, Ausst.: Winfried Albers, Neuenkirchen), der für 75.000 Euro am Telefon nach Spanien versteigert wurde.

Bei den Springpferden war der Coupe d‘Or/Drosselklang II-Sohn Clemens (Z.  u. Aussteller: Gestüt Sprehe GmbH, Löningen) bestbezahlte Offerte. Der volljährige Braune, der bereits Siege und Placierungen bis M-Niveau aufweisen kann, wird für 29.000 Euro eine Box in einem spanischen Springstall beziehen.

„Das Preisgefüge war solide. Der Durchschnittspreis wurde ohne Ausreißer erreicht“, sagte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener. Das Publikum beim Ausprobieren sei sehr fachkundig und aufgeschlossen gewesen, das war von allen Mitgliedern des Teams der Ausbildungs- und Absatzzentrale des Hannoveraner Verbandes zu hören. 34 Pferde erzielten Preise von 15.000 Euro und mehr. Die Exportrate lag bei knapp 50 Prozent, 37 Pferde werden Deutschland verlassen, alleine acht fanden in Belgien einen neuen Besitzer.

Alle Ergebnisse: www.hannoveraner.com

Auktionsauftakt im neuen Jahr Freispringen und Abschlusspräsentation live im Internet

Programm Januar-Auktion
Programm Januar-Auktion

Verden. Der Hannoveraner Verband startet am Sonnabend, 19. Januar, in das Verdener Auktionsjahr 2019. 55 Dressur- und 29 Springpferde stehen ab 14 Uhr in der Niedersachsenhalle zum Verkauf. Das Freispringen am Freitag, 18. Januar, ab 9 Uhr, sowie die Abschlusspräsentation am Sonnabend, 19 Januar, ab 9 Uhr, werden live auf der Internetseite des Hannoveraner Verbandes übertragen.

Die Stars für die Turniersaison 2019 stehen beim Hannoveraner Verband am 19. Januar zum Verkauf. Eine Kollektion mit 84 sorgfältig ausgewählten Reitpferden erwartet die Besucher in der Niedersachsenhalle. 55 von ihnen sind mit dressurbetontem Pedigree ausgestattet und 29 mit springbetontem. Einige der Auktionspferde zeigen sich doppeltveranlagt und sind Hoffnungsträger sowohl für den Dressur- als auch für den Springsport.

Noch bis zum 19. Januar können die Pferde im täglichen Training begutachtet und nach Rücksprache mit den Kundenberatern ausprobiert werden. Videos der Auftaktpräsentation vom Sonnabend, 12. Januar, sind auf der Internetseite der Verdener Auktion veröffentlicht.

Infos, Auktionsbroschüre und Tickets: www.verdener-auktion.de

Herren unter sich: 29. Schau Hannoveraner Privathengste am 2. Februar

Niedersachsenhalle: Der Verein der Hannoveraner Privathengsthalter lädt am 2. Februar 2019 ein zur 29. Hengstschau in Verden. Fotonachweis „Foto: Pantel“
Niedersachsenhalle: Der Verein der Hannoveraner Privathengsthalter lädt am 2. Februar 2019 ein zur 29. Hengstschau in Verden. Fotonachweis „Foto: Pantel“

Verden (hannoveraner-pb). Live und hautnah: Bei der 29. Schau der Hannoveraner Privathengste am Samstag, den 2. Februar 2019, eröffnen über 50 aktuell gefragte Hengste edelster Leistungslinien in der Verdener Niedersachsenhalle den Auftakt zur Zuchtsaison 2019. Diese Hengstschau der besonderen Art bietet ihren Fans wie gewohnt ein spezielles Gesamtpaket inklusive Fachforum, Stallgassenklönschnack und internationalen Show-Acts.

Im digitalen Zeitalter von Social Media und Streaming rund um die Uhr setzt die Hengstschau des Vereins der Hannoveraner Privathengsthalter erst recht auf analogen Flair und jede Menge Atmosphäre mit den aktuellsten privaten Top-Vererbern und aufstrebenden Junghengsten nach dem Motto: Handys aus, Spot an und eine der schönsten Hengstschauen Deutschlands genießen.

Zum Auftakt der 29. PB-Schau steht wieder eine Vortrags- und Diskussionsrunde mit namhaften Experten, die um 13.30 Uhr im Foyer der Niedersachsenhalle beginnt, auf dem Programm. Eingeladen hat der Verein Hannoveraner Privathengsthalter renommierte Diskussionspartner. Das Thema des achten Fachseminars lautet „Stutenmanagement – Wie komme ich zu einem gesunden Fohlen?“. Gemeinsam mit renommierten Referenten kann das interessierte Fachpublikum Fragen zu diesem Thema vertiefen. Das Fachforum genießt großen Zuspruch bei den Züchtern wegen des sachlichen und doch offenen Tones in einer konstruktiven Diskussions-Atmosphäre. Die Anmeldung per E-Mail ist aus organisatorischen Gründen erforderlich unter: info@hannoveraner-pb.de.

Beim mit vielen Details inszenierten Stallgassen-Klönschnack ab 15 Uhr haben Züchter Gelegenheit, die Hengste hautnah zu erleben. Hengsthalter begrüßen alle Pferdefreunde und Besucher der Schau zu einem ganz persönlichen Gespräch direkt vor der Box der gefragten Vatertiere, die anschließend um 17 Uhr im Rampenlicht des rund dreistündigen Programmes stehen. Viele Hengste sind bereits sporterprobt bis zu höchsten Klasse und brillieren in ihrer Spezialdisziplin. Namhafte Privathengsthaltungen präsentieren ihre Beschäler für die laufende Zuchtsaison in Schaubildern. Im Rampenlicht stehen aber auch die jahrgangsbesten vierjährigen Hannoveraner Hengste mit absolvierter Hengstleistungsprüfung sowie dreijährige Hengste aus dem Prämien-Lot 2018, die auf der Hannoveraner Körung Gesprächsthema waren.

Auch 2019 setzen die Veranstalter mit einer besonderen Vielfalt an Einladungs- und Gasthengsten sowie der Vatertiere von Deckstationen ihrer Vereinsmitglieder auf ein bewährtes Erfolgskonzept. In den letzten Jahren hat der jährliche Auftritt der Hannoveraner Privathengste mit seiner immer weiter optimierten Konzeption einen Event-Charakter entwickelt, der mit professionellem Teamwork hinter den Kulissen vorbereitet wird, damit am 2. Februar um 17 Uhr wieder für Gänsehaut-Momente bei den zahlreichen Gästen aus dem In- und Ausland gesorgt wird.


Infos: www.hannoveraner-pb.de

Tickets: Nummerierte Sitzplätze: 12,- Euro, nicht nummerierte Sitzplätze 10,- Euro

Ticketverkauf Hengstschau 2019 online über www.ticketmaster.de

Ticket-Hotline: 01806-999 0000*

*(0,20 EUR/Verbindung aus dt. Festnetz / max. 0,60 EUR/Verbindung aus dt. Mobilfunknetz)

Hannoveraner Jahrbuch Hengste ist erschienen

Titel Hannoveraner Jahrbuch (Hannoveraner Verband)
Titel Hannoveraner Jahrbuch (Hannoveraner Verband)

Das Hannoveraner Jahrbuch Hengste 2019 ist erschienen. Das bewährte und interessante Nachschlagewerk bietet auf über 600 Seiten die aktuelle Zuchtwertschätzung und zahlreiche Informationen zu den Vererbern. Außerdem werden alle Junghengste, die 2018 erstmals in das Hengstbuch I des Hannoveraner Verbandes eingetragen worden sind, ausführlich mit Foto und Text vorgestellt. Neu ist die Information über WFFS-Testergebnisse.

Die für Hannover zugelassene Hengste sind im Jahrbuch mit Informationen über die Ergebnisse der Hengstleistungsprüfung, Turniersporterfolge, Zuchtwerte aus Zuchtstutenprüfungen, Stutbuchaufnahmen, Auktionssichtungen und Turniersport veröffentlicht. Turniersporterfolge der Nachkommen, Anzahl gekörter Söhne, Töchter mit Staatsprämie oder Hannoveraner Prämie und Auktionspferde sind ebenfalls zu finden. WFFS – Warmblood Fragile Foal Symptone – gehört zu den Themen, die die Sportpferdezüchter weltweit beschäftigen. Die Testergebnisse, sofern sie bei Drucklegung vorlagen, sind ebenfalls im Jahrbuch Hengste zu finden.

Die neu für Hannover erkannt Hengste sind mit attraktiven Fotos, Pedigree und Informationen zum Mutterstamm ausführlich dargestellt. Hinzu kommen die Ergebnisse der Hengstleistungsprüfung oder Sportresultate. Komplettiert wird das Jahrbuch Hengste durch alphabetische Listen der Zuchtwerte aller Hengste sowie einen umfassenden Index des Bildteiles mit Hinweis auf das Jahr der Veröffentlichung.

Das Hannoveraner Jahrbuch Hengste 2019 kostet 25 Euro zzgl. Versandkosten und ist beim Hannoveraner Verband e. V. erhältlich.

15 neue Hengste für Hannover

Logo Hannoveraner
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24 Hengste wurden in Verden zur Nachkörung des Hannoveraner Verbandes vorgestellt, 15 von ihnen gekört bzw. für Hannover anerkannt. Zehn der vorgestellten Hengste stammten aus dem Jahrgang 2016. Die Hälfte von ihnen wurde gekört, drei mit einer Prämie ausgezeichnet.

Die Junghengste präsentierten sich bei der Nachkörung in ausgezeichneter Manier. Fünf der ausgestellten Zweieinhalbjährigen wurde gekört, drei verließen mit einer Prämienschärpe die Halle. Gleich der erste Hengst legte einen Auftakt nach Maß hin. Der aus der Zucht und dem Besitz der Pferdezucht Dr. Jacobs GbR, Bierbergen, stammende Carridam/Loredo-Sohn wurde gekört und prämiert. Der Fuchs überzeugte die Körkommission durch Vermögen und Vorsicht am Sprung. Der Cornet Obolensky/Cheenok-Sohn Cuckoo van de Kattevennen (Z. u. Ausst.: Hengststation Ferienhof Stücker, Weeze) gefiel der Kommission ebenfalls mit seinem sehr guten Ablauf am Sprung. Er erhielt das positive Körurteil und wurde prämiert. Auch der gefeierte Siegerhengst der Westfälischen Hauptkörung stellte sich dem Urteil der Kommission in der Niedersachsenhalle. Für 700.000 Euro wurde der Dancier/Floriscount-Sohn (Z.: ZG Broers u. Weber, Aurich) vor wenigen Wochen von der Besitzergemeinschaft Schockemöhle/Helgstrand Dressage ersteigert. In Verden präsentierte sich der Rappe mit großem Fleiß und einer natürlichen Erhabenheit, was mit Körung und Prämierung belohnt wurde.

Die nächste Hengstanerkennung in der Niedersachsenhalle findet am Dienstag, 22. Januar, statt. Info und Ergebnisse: www.hannoveraner.com

Auktionsauftakt im neuen Jahr Verdener – Auktion am 19. Januar 2019

Das Angebot für die Verdener Auktion im Januar (Grafik: Hannoveraner Verband)
Das Angebot für die Verdener Auktion im Januar (Grafik: Hannoveraner Verband)

Verden. Nach einem gelungenen Auktionsjahr startet der Hannoveraner Verband sogleich mit der nächsten Verdener Auktion in das Jahr 2019. 55 Dressur- und 29 Springpferde stehen am Sonnabend, 19. Januar 2019, ab 14 Uhr in der Niedersachsenhalle zum Verkauf.

Wie die Verdener Auktionen kann auch Van Moor v. Van Helsing/Singular Joter (Z.: Luise Benjes, Hambergen), der Titelheld der Auktionsbroschüre, auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Vor zwei Jahren wurde der Rappwallach auf der Verdener Herbst Elite-Auktion an Hans-Peter Fricke, Heeslingen, verkauft. Seitdem springt er mit Josch Löhden durch die Nachwuchsspringprüfungen Deutschlands. Auf den Munich Indoors im November 2018 wurden die beiden als Zweite der Gesamtwertung des Youngster Cups für siebenjährige Nachwuchsspringpferde geehrt.

Die nächsten Stars für die kommende Turniersaison stehen beim Hannoveraner Verband am 19. Januar zum Verkauf. Eine Kollektion mit 84 sorgfältig ausgewählten Reitpferden erwartet die Besucher in der Niedersachsenhalle. 55 von ihnen sind mit dressurbetontem Pedigree ausgestattet und 29 mit springbetontem. Einige der Auktionspferde zeigen sich doppeltveranlagt und sind Hoffnungsträger sowohl für den Dressur- als auch für den Springsport. Mit fünf Nachkommen stellt der Celler Landbeschäler Don Index die meisten Nachkommen, gefolgt von seinen Stallnachbarn Livaldon und Viscount mit jeweils vier Nachkommen. Letzterer konnte im vergangenen Jahr mit seinen Nachkommen auf der Verdener Auktion überzeugen: Sie erreichten im November sowohl im Dressur- als auch im Springkader überdurchschnittliche Ergebnisse.

Die Auktionspferde beziehen ihre Boxen auf der Anlage der Niedersachsenhalle in Verden am 7. Januar. Ab dem 8. Januar können sie im täglichen Training begutachtet und nach Rücksprache mit den Kundenberatern ausprobiert werden. Die Versteigerung startet am  Sonnabend, 19. Januar, um 14 Uhr.

Infos, Auktionsbroschüre und Tickets: www.verdener-auktion.de

Preisspitze Carissima für 79.000 Euro nach Großbritannien verkauft

Für 79.000 Euro wurde die Contendro/Graf Top-Tochter Carissima nach Großbritannien verkauft. (Foto: Hannoveraner Verband/Tammo Ernst)
Für 79.000 Euro wurde die Contendro/Graf Top-Tochter Carissima nach Großbritannien verkauft. (Foto: Hannoveraner Verband/Tammo Ernst)

Verden. Die Verdener Auktionen verabschieden sich mit einem beachtlichen Ergebnis vom Auktionsjahr 2018. Wieder war es ein Springpferd, das den Spitzenpreis erzielte: Carissima wurde für 79.000 Euro nach Großbritannien verkauft. Auch der Durchschnittspreis für die 74 Reitpferde kann sich sehen lassen: Er liegt mit 18.784 Euro um rund 3.000 Euro höher als im Vorjahr und ist der bislang höchste Durchschnittspreis einer Auktion im November. Nachdem bereits drei Juwelen der Springpferdekollektion für jeweils 37.000 Euro versteigert worden waren, war es die Contendro/Graf Top-Tochter Carissima (Z. u. Ausst.: Karsten Asendorf, Thedinghausen), die ein lebhaftes Bieterduell auslöste. Gleich drei renommierte und international erfolgreiche Springställe gaben schnell ihre Gebote ab. Für 79.000 Euro erfolgte der Zuschlag an einen treuen Auktionskunden aus Großbritannien, dem erst vor vier Wochen an gleicher Stelle bei der Elite-Auktion die Goldene Ehrennadel des Hannoveraner Verbandes verliehen worden war. Er hat schon zahlreichen jungen Parcourstalenten aus Verden den Weg in den Spitzensport geebnet. Die Stute Gardefrau Top hat sich damit zu einer wahren Erfolgsgarantin für ihren Züchter Karsten Asendorf entwickelt. Carissima ist bereits ihr fünfter Nachkomme, der zu einem Spitzenpreis in der Niedersachsenhalle einen neuen Besitzer fand. Am Ende der Auktion jubelte das Publikum erneut, als Auktionsreiterin Julia Plate aus dem Sattel heraus selbst bot und den Zuschlag für „ihren“ Ulando v. Ustinov/Graf Top erhielt.Hoch in der Käufergunst standen auch die Dressurpferde. Am Telefon bot ein Topdressurstall aus Österreich mit und sicherte sich für 70.000 Euro die Dante Weltino/Avagon-Tochter Dante’s Daiquiri (Z. u. Ausst.: Nicole Nemitz, Garlstorf). Die ausdrucksstarke und großlinige Rappstute hat bereits Erfolge in Dressurpferdeprüfungen aufzuweisen.Bunt wie die Abstammungen waren auch die Käufergruppen. 32 Pferde werden Deutschland verlassen. Neben dem europäischen Ausland kam ein Käufer aus Chile und einer aus den USA zum Zug. Die Statistik weist 27 Pferde auf, die Preise zwischen 15.000 und 24.000 Euro erzielten. Für elf Youngster wurden 25.000 Euro und mehr bezahlt. „Wir sind hochzufrieden mit dem Verlauf und dem Ergebnis der Auktion, das ein eindrucksvoller Schlusspunkt nach hervorragender Elite-Auktion und spektakulärem Hengstmarkt ist“, sagte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener. „Ein großes Kompliment an unsere Züchter und Aussteller, ohne die dieser beeindruckende Erfolg so nicht möglich gewesen wäre!“