Vanellope tanzt an die Spitze – Verdener Auktion im Mai

Preisspitze Vanellope (Foto: Tammo Ernst)

Verden. Bei der Verdener Auktion im Mai stahl ein Stutfohlen den Reitpferden die Schau: Vanellope wurde für 62.000 Euro verkauft. Zuvor hatten 36 Reitpferde für durchschnittlich 15.361 Euro einen neuen Besitzer gefunden.

 

Schon im Vorfeld war die Vitalis/Don Romantic-Tochter Vanellope (Z. u. Ausst.: Gerda Stein, Westerende) als Favoritin auf den Spitzenpreis gehandelt worden. Beim Foto- und Videotermin avancierte die bewegungsstarke Fuchsstute zum Star. Beim spannenden Bieterduell in der Niedersachsenhalle wurde jedes Gebot umjubelt, bis Auktionator Bernd Hickert den Zuschlag bei 62.000 Euro an eine Aufzüchterin aus Niedersachsen erteilte. Im Durchschnitt mussten für Hannovers Nachwuchs 6.975 Euro angelegt werden.

Zuvor bot die Kollektion der Reitpferde ein weitgefächertes Angebot für alle Ansprüche. Bestbezahltes Dressurpferd war Monsieur Lazhar v. Metall/Weltruhm (Z. u. Ausst.: Hedy Lynen, Unna). Der rittige Braune wurde für 30.000 Euro nach Frankreich versteigert. Die Preisspitze der Springpferde, Sailor Moon v. Stolzenberg/Graf Grannus (Z. u. Ausst.: Heinrich Beutner, Meinersen), zieht es nach Nordamerika, nämlich in den hochkarätigen Ausbildungsstall eines kanadischen Springreiters. Ihm war die Braune aus dem Stamm des Celler Landbeschälers Perigueux 27.000 Euro wert.

Hannoveraner sind weltweit begehrt. 20 der 36 Pferde werden Deutschland verlassen. Alleine acht werden die Reise in die USA antreten, jeweils drei gehen nach Spanien und Belgien. „Die Kollektion der Verdener Auktion im Mai war klein, überzeugte aber durch ihre große Vielfalt“, sagte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener und freute sich über das große internationale Interesse.

Springpferdeprogramm mit 1.471 Teilnehmerinnen

Plakat Programm Springpferdezucht

Verden. Die Broschüre zum Programm Hannoveraner Springpferdezucht 2018 ist erschienen. Im Katalog sind 1.471 Stuten mit Angaben zu Pedigree, Stutenstamm, Züchter, Besitzer und Bedeckung des Vorjahres verzeichnet. Außerdem liefern umfangreiche Tabellen ausführliche Informationen zu den 170 Vererbern, die auf der Hengstliste des Zuchtprogramms geführt werden.

 

1993 wurde das Programm Hannoveraner Springpferdezucht ins Leben. Die Auswahlkriterien für Stuten und Hengste sind hoch, überdurchschnittliche Prüfungs- oder Sportergebnisse oder nachgewiesene Vererbungsleistungen werden vorausgesetzt.

Die Broschüre zum Programm Hannoveraner Springpferdezucht ist für 15 Euro beim Hannoveraner Verband erhältlich und kann im Internet unter www.hannoveraner.com als pdf-Datei kostenlos heruntergeladen werden.

Internationale Pedigrees – Freispringwettbewerbe des Programms Hannoveraner Springpferdezucht

Sieger Freispringen 2018, Foto Ernst

Verden. Zum 22. Mal trafen sich Hannovers junge Talente zum Freispringwettbewerb des Programms Hannoveraner Springpferdezucht in Verden. Beste Dreijährige war Coolberry PJ v. Colman/Quidam de Revel. Das Feld der Vierjährigen führte die Viscount/Stakkato-Tochter Valery an. In den Abstammungen waren zahlreiche internationale Namen vertreten. „Wir haben in Hannover mittlerweile sehr gute Springlinien“, sagte Jörg Münzner. Gemeinsam mit Thomas Schönig beurteilte er die 50 Drei- und 23 Vierjährigen in vier Abteilungen.

 

Die Höchstnote des Tages erzielte die dreijährige Coolberry PJ v. Colman/Quidam de Revel (Z. u. Ausst.: Pferdezucht Dr. Jacobs GbR, Bierbergen) mit der Wertnotensumme 27,0. Ihre Mutter St.Pr.St. Queensberry war ihrerzeit nicht nur selbst beim Freispringwettbewerb hochplaciert, sondern hat mittlerweile Erfolge in S-Springen. Belohnt wurde diese Leistung mit einem Freisprung des auf dem Klosterhof Medingen stationierten, jungen Springpferdevererbers Karajan. Coolberry PJ war in der dritten Abteilung am Start. Zuvor hatte die Pferdezucht Dr. Jacobs GbR bereits in der zweiten Abteilung eine Siegerin gefeiert: Ladylike PJ v. Numero Uno/Silvio erzielte ein Resultat von 26,4 Punkten. Bester der ersten Abteilung war ein Colestus/Clinton-Sohn (Z. u. Ausst.: Marius Rittstieg, Seeburg), der auf die Gesamtpunktzahl von 26,0 kam.

Der Jahrgang 2014 präsentierte sich mit einem klaren Spitzentrio. Den Sieg trug die Viscount/Stakkato-Tochter Valery (Z. u. Ausst.: Eckhard Kordes, Velpke) mit 26,2 Punkten davon. Der Züchter freute sich über den Gutschein für eine Bedeckung durch den Celler Landbeschäler und Stakkato-Preisträger Viscerado. Die Vierjährigen lagen eng beieinander. Nuancen gaben den Ausschlag, und so gab es zwei Vizechampions. Mit jeweils 26,1 Punkten wurden Hann.Pr.A. Celebration v. Commissario/Silvo (Z. u. Ausst.: Peter Mahler, Neuhaus/Oste) und Everton PJ v. Embassy/Light On (Z. u. Ausst.: Pferdezucht Dr. Jacobs GbR, Bierbergen) gemeinsam Zweite. „Das Vermögen war am Ende ausschlaggebend“, sagte Jörg Münzner.

Ergebnisse und weitere Informationen: www.hannoveraner.com

Verdener Auktion im Mai strahlt mit vielseitigem Angebot

Hannoveraner-Katalog Mai

Verden. Die Verdener Auktion am Sonnabend, 5. Mai, wartet mit einer erlesenen Kollektion von rund 50 Reitpferden und Fohlen auf. Pünktlich um 14 Uhr wird die Auktion in der Niedersachsenhalle mit der Grand-Prix Kür des Paares Laurienne Dittmann und Don Weltino K eröffnet, bevor der erste Zuschlag erteilt wird.

 

Die Verdener Auktion wird am 5. Mai nicht wie gewohnt von der Kopfnummer eins eröffnet, sondern von einem Pferd, das einmal die Kopfnummer 58 trug: Don Weltino K v. Don Frederico/Weltmeyer (Z.: Albert Kampert, Halle). 2011 fiel der letzte Hammerschlag zugunsten der Familie Dittmann, Gilten. Selbst ausgebildet und bis zur schweren Klasse hocherfolgreich, wird Laurienne Dittmann und Don Weltino K vor Auktionsbeginn das Deutsche Reitabzeichen in Gold überreicht. Als Titelhelden schmücken die beiden außerdem die Auktionsbroschüre.

Aber nicht nur ehemalige Titelhelden können in Verden bestaunt werden. Gleich 50 erlesene und gut selektierte Reitpferde jeder Couleur sowie Fohlen mit bester Abstammung erwarten Interessenten und Gäste aus dem In- und Ausland. Vom geprüften Spring- und Dressurpferd über solide Freizeitpferde bis hin zum talentierten Fahrpferd. Eine bunte Mischung an zukünftigen Hoffnungsträgern!

Anlieferung der Pferde ist am 23. April. Ab dem 24. April können die Auktionspferde im täglichen Training besichtigt werden. Die Fohlen werden am Vormittag des Auktionstages am 5. Mai im Rahmen der Abschlusspräsentation der Reitpferde präsentiert. Die Auktion beginnt um 14 Uhr. Karten sind im Vorverkauf unter www.ticketmaster.de sowie vor Ort zum Preis von 10 Euro erhältlich.

Bonjour Frühling! Verdener Auktion im März mit solidem Ergebnis

Bonjour (Foto: Tammo Ernst)

Verden. Pünktlich zu Frühlingsbeginn präsentierte der Hannoveraner Verband ein abwechslungsreiches und breit gefächertes Angebot. Bei der Verdener Auktion im März fanden 70 Reitpferde und 31 Fohlen einen neuen Besitzer. Gleich der erste Auktionskanditat Bonjour setzte sich mit seinem Zuschlagspreis von 53.000 Euro an die Spitze der Preisstatistik.

 

Der ausdrucksstarke Schimmel Bonjour v. Belantis/Sandro Hit (Z.: Sabine Portner, Jork, Ausst.: Heinz Katt, Stade) überzeugte durch hohe Rittigkeit und überragende Grundgangarten. Schnell erreichten die Gebote die magische 50.000 Euro-Marke. Bei 53.000 Euro erteilte Auktionator Frederik De Backer den Zuschlag an eine Käuferin aus Baden-Württemberg. Die zahlreichen Zuschauer mussten nicht lange auf den nächsten Spitzenpreis warten. Kaum hatte Bonjour die Niedersachsenhalle verlassen, kam der große Auftritt des Fürst Romancier/Londonderry-Sohnes Fiorello KJ (Z.: Klaus Jürgens, Sehnde-Bolzum, Ausst.: P & C Sportpferdezucht, Isernhagen). Fünfjährig präsentierte sich der imponierende Fuchshengst mit Siegen in Reit- und Dressurpferdeprüfungen im vergangenen Jahr. Er wurde für 50.000 Euro nach Hamburg verkauft.

Für die bestbezahlte Offerte der Springpferde mussten 43.000 Euro angelegt werden: Vor der erst vierjährigen Charlotta v. Cascadello/Fighting Alpha (Z.: Lotta Aalto, Bargstedt, Auss.: Ulf Plate, Oldendorf) aus sporterprobtem Mutterstamm liegt eine große Zukunft. Nach spannendem Bieterduell ging der Zuschlag in einen erfolgreichen niederländischen Springstall.

Durchschnittlich kosteten die Reitpferde 17.904 Euro. Das internationale Interesse war groß. Insgesamt werden 34 Pferde Deutschland verlassen. Die größte Käufergruppe kam aus Belgien (sechs Pferde), gefolgt von Spanien (fünf Pferde) und den USA und Frankreich, die jeweils vier Talente aus Verden mit nach Hause nehmen.

Bereichert wurde die Kollektion durch die ersten Vertreter des Jahrgangs 2018. 31 Fohlen erzielten einen Durchschnittspreis von 6.339 Euro. Auch hier avancierte die Kopfnummer eins zur Preisspitze. Samour d’Or v. San Amour/Donnerhall (Z.: Helmut G. Heidmeyer, Rahden, Ausst.: Gestüt Fünfhausen GmbH, Rahden) wurde für 32.000 Euro an das Gestüt Blue Hors nach Dänemark verkauft.

Die Kollektion der Verdener Auktion im März präsentierte sich wie eine bunte Frühlingswiese. Abwechslungsreich war das Angebot hinsichtlich der Abstammungen und der Einsatzmöglichkeiten. „Die grüne Saison steht vor der Tür. Wir freuen uns, dass wir den Reitern qualitätvolle Pferde für den Sport anbieten konnten “, sagte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener.

Eingeleitet wurde die Verdener Auktion im März durch die Vergabe des Grande-Preises. Er ging an den Celler Landbeschäler Edward v. Embassy/Fabriano (Z.: Hans-Heinrich Dittmer, Radbruch). „Mit Edward wurde ein Hengst ausgezeichnet, der sich vielseitig vererbt und selbst schon bei den Europameisterschaften der Jungen Reiter Medaillen gewonnen hat“, sagte Zuchtleiter Dr. Werner Schade.

Edward – ein echter Hannoveraner – Celler Landbeschäler mit Grande-Preis ausgezeichnet

Hans-Henning von der Decken (links) gratuliert Nadine und Hans-Heinrich Dittmer zum Grande-Preis für den Celler Landbeschäler Edward, der von Birte Senftleben vorgestellt wurde. (Foto: Hannoveraner Verband)

Verden. Im Rahmen der Verdener Auktion im März wurde der Celler Landbeschäler Edward mit dem Grande-Preis ausgezeichnet. Der vielseitige Embassy/Fabriano-Sohn stammt aus der Zucht von Hans-Heinrich Dittmer, Radbruch. Mit der Vergabe dieses Preises würdigt der Hannoveraner Verband sein bisheriges züchterisches Wirken, denn er wird an den Züchter eines Hengstes vergeben, der mit seinen ersten Nachkommen unter dem Reiter zu Hoffnungen berechtigt, die Hannoveraner Zucht positiv zu prägen.

Seine Hengstleistungsprüfung bescherte Edward den Einzug in das Programm Hannoveraner Springpferdezucht. Sein Bewegungstalent führte ihn schließlich unter dem Sattel von Charlott-Maria Schürmann zur EM-Team-Silbermedaille der Jungen Reiter 2013. Edward, einer der letzten „echten“ Hannoveraner, die ihre Veranlagung für beide Disziplinen auch an ihre Nachkommen weitergeben. Im vergangenen Jahr hatten sich für die drei Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit Nachkommen aus seinen ersten Jahrgängen für das Bundeschampionat qualifiziert. Der Grande-Preis ist ein Preis, der mit der Hoffnung verbunden ist, dass der ausgezeichnete Hengst sich nachhaltig positiv in der Hannoveraner Zucht etablieren möge. Edward ist ein würdiger Preisträger.

Bei Hans-Heinrich Dittmer in Radbruch wurde der großrahmige Fuchs 2005 als drittes Fohlen der St.Pr.St. Fabienne geboren. Fabienne selbst war einst Siegerstute in Luhmühlen und auch auf der Louis-Wiegels-Schau 2003 prämiert. Ihr Vater Fabriano steht ebenso für eine vielseitige Vererbung wie Edwards Vater Embassy. Seine bisherige züchterische Bilanz ist also kein Zufall.

Edwards Weg führte geradewegs in das Landgestüt Celle. Er wuchs im Hengstaufzuchtgestüt Hunnesrück auf und absolvierte seine Hengstleistungsprüfung in Adelheidsdorf mit 120,72 Punkten im Springen und 142,93 Punkten in der Dressur. Besser kann man eine Doppelveranlagung nicht dokumentieren. Im Anschluss an die Hengstleistungsprüfung wurde er gekört und bezog vierjährig erstmals eine Beschälerbox in Adelheidsdorf, bevor er ab 2010 zunächst in Ankum stationiert wurde.

Sein Beschälerstart fiel in etwa zusammen mit Veröffentlichung der Leitlinie Schwerpunktveranlagung, die darauf zielte in der Dressurpferdezucht auch geeignete Springgenetik einzusetzen. Edward war nie ein „Vieldecker“. Lediglich 333 Nachkommen wurden in bislang acht Deckeinsatzjahren registriert. Das schaffen andere Hengste in einem Jahr, doch er eroberte sich eine Fangemeinde, die ihm Spring-, Dressur- und Halbblutstuten zuführte. Vor diesem Hintergrund sind die Erfolge seiner Nachkommen besonders hoch einzuschätzen. Seine Zuchtwerte für Jungpferdeprüfungen für Dressur 137 und Springen 143 sind hoch abgesichert und seine ältesten Nachkommen stehen auf dem Sprung zur Klasse S.

Verden ruht nicht – Verdener März Auktion am 24.3.2018

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Verden. Die zweite Hannoveraner Absatzveranstaltung des Jahres steht an. Am Sonnabend, 24. 3., findet die Verdener Auktion im März statt. Im Angebot: 80 Reitpferde. Ergänzt wird die Kollektion um ein attraktives Angebot an Fohlen mit erlesenen Abstammungen. Pünktlich um 14 Uhr wird die Auktion mit der Vergabe des Grande-Preises eröffnet, bevor der erste Zuschlag erteilt wird.

 

Von der Verdener Auktion in das große Dressurviereck hat es der Titelheld der Verdener Auktion im März, der mittlerweile zehnjährige Falsterbo/Forrest xx-Sohn Faustus, bereits geschafft. Für dieses Jahr plant Ausbilderin Dorothee Schneider erste internationale Starts mit dem Wallach aus der Zucht von Heino Bruns, Gödenstorf. Auch den 80 Nachwuchspferden, die der Hannoveraner Verband am 24. März bei der nächsten Verdener Auktion anbietet, stehen alle Wege für die Zukunft offen. Ob qualitätvoll am Sprung, bewegungsstark im Viereck oder gelassen bei entspannten Ausritten im Wald: Die Verdener Auktion hält für jeden Anspruch das passende Pferd bereit.

Ab dem 12. März kann die Kollektion der Fohlen mit Fotos und Videos im Internet begutachtet werden. Im Rahmen der Auktionszeit werden die Fohlen am Vormittag des Auktionssonnabends, 24. März, präsentiert. Die Auktionspferde beziehen am Montag, 12. März, ihre Boxen in Verden und können ab Dienstag, 13. März, täglich im Training beobachtet und nach Absprache ausprobiert werden. Die Auktion beginnt am Sonnabend, 24. März, um 14 Uhr mit der Verleihung des Grande Preises. Karten sind im Vorverkauf unter www.ticketmaster.de sowie vor Ort zum Preis von 10 Euro erhältlich.

Info: www.hannoveraner.com

Die Besten ihres Jahrgangs – Junghengste mit Weltmeyer- und Stakkato-Preis ausgezeichnet

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Verden. Bei der Privathengstschau in Verden wurden zum siebten Mal die besten jungen Hannoveraner Hengste des Prüfungsjahrganges 2017 ausgezeichnet. Drei überaus talentierte, dressurbetont gezogene Hengste erhielten den Weltmeyer-Preis. Drei junge Vererber mit den allerfeinsten Springgenen wurden mit dem Stakkato-Preis bedacht.

 

Alles überstrahlte der Don Juan de Hus/Benetton Dream-Sohn Don Martillo (Z.: Axel Windeler, Verden-Walle; Station: Gut Lonken, Visselhövede). Der amtierende Weltmeister der fünfjährigen Dressurpferde beeindruckt nicht nur im Viereck, sondern absolvierte seinen Sporttest in Verden mit Höchstnoten in allen Merkmalen. Mit einem überragenden Ergebnis schloss Bon Coeur v. Benetton Dream/Sandro Hit (Z.: Birgit Tietjen, Taaken; Station: Gestüt W.M., Visselhövede) seinen Sporttest ab. Darüber hinaus war er 2015 und 2016 Vize-Bundeschampion der deutschen Reitpferde. Der dritte Weltmeyer-Preis ging nach Australien: Madonna Hedberg aus Queensland hatte ihrerzeit die Mutter des Fürstenball/Dancier-Sohnes Falihandro (Station: Hengststation Ferienhof Stücker, Weeze) auf der Verdener Elite-Auktion für Fohlen und Zuchtstuten erworben. Sieben Jahre später stellte der Dunkelbraune seinen überragenden Charakter und seine hohe Rittigkeit beim 50-Tage-Test in Adelheidsdorf unter Beweis.

Schon vor zwei Jahren gewann Chacfly PS v. Chacco-Blue/Sir Shutterfly (Z.: Gestüt Lewitz, Mühlen; Station: Paul Schockemöhle, Mühlen) die Bronzemedaille beim Hannoveraner Springpferdechampionat. Beim 50-Tage-Test in Adelheidsdorf erhielt der Fuchs sechs Mal die Traumnote 10, und Paul Schockemöhle, aus dessen Zucht bereits die Großmutter Centara stammt, freute sich über den Stakkato-Preis. Dem kaum nach steht der Celler Landbeschäler Viscerado v. Viscount/Raphael (Z.: Heinrich Hacke, Seershausen), der seinen 50-Tage-Test in Neustadt/Dosse ablegte. Kurz zuvor wurde er zum Vizechampion der Hannoveraner Springpferde gekürt. Aus der Zucht des Vorsitzenden des Vereins der Hannoveraner Privathengsthalter, Norbert Bramlage, kommt Stakkato-Preisträger Argento Vivo v. Armitage/Vulkano (Station: Norbert Bramlage, Dinklage), der wie Viscardo in Neustadt/Dosse geprüft wurde. Vater und Großvater dieses athletischen Braunen sammelten internationale Erfolge. Dann geht es in der Abstammung weiter mit Stakkato – dem Namensgeber dieser prestigeträchtigen Auszeichnung.

Frischer Aufgalopp des Auktionsjahres – Pure Boy für 87.000 Euro nach Frankreich versteigert

Der Perigueux/Acorado-Sohn Pure Boy war Spitzenpferd der Verdener Auktion in Januar. Foto: Tammo Ernst

Verden. Die Verdener Auktion im Januar war ein frischer Aufgalopp für das Auktionsjahr 2018. Wieder war es ein Springpferd, das zur Preisspitze avancierte: Pure Boy wurde für 87.000 Euro versteigert. Die Qualität der 90 Reitpferde wurde mit durchschnittlich 18.590 Euro honoriert. 

Schon beim Freispringen am Vortag wurde er mit Applaus bedacht: Pure Boy v. Perigueux/Acorado (Z. u. Ausst.: Rolf Trute, Cremlingen) überzeugte mit Talent und Vermögen im modernen Zuschnitt. „Vive la France“, rief Auktionator Bernd Hickert, als der Zuschlag bei 87.000 Euro erfolgte. Zuvor waren die Gebote im schnellen Wechsel von der linken Tribünenseite zur rechten gewechselt. Der Braune wurde an den französischen Springreiter Pascal Fatien, der in Portugal lebt und trainiert, verkauft. Schon bei der Elite-Auktion im vergangenen Herbst war er in Verden fündig geworden.

Mit Kopfnummer eins hatte der Don Frederic/Escudo-Sohn Dujardin (Z. u. Ausst.: Henning Schulze, Tiddische) für 55.000 Euro den Besitzer gewechselt. Der mit enormer Bewegungsqualität ausgestattete Rappe wurde das teuerste Dressurpferd der Verdener Auktion im Januar.

Interessant war die Gruppe der zehn dreijährigen Hengste, die zum ersten Mal im Januar das Angebot komplettierten und im Durchschnitt 11.050 Euro kosteten.

Rund ein Drittel der Kollektion wird Deutschland verlassen. Fünf Reitpferde sicherten sich Kunden aus Spanien, jeweils vier Mal kamen Frankreich und die Schweiz zum Zuge. „Anders als sonst gehörten mehr Spring- als Dressurpferde zur Kollektion. Den Dressurpferdezüchtern stehen für 2018 noch alle Möglichkeiten auf der Verdener Auktionsbühne offen“, sagte Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener. „Außerdem sind zahlreiche deutsche Topausbildungsställe zum Zuge gekommen. Wir werden also viele der Verdener Auktionspferde im Sport wiedersehen.“

Information auf über 600 Seiten – Hannoveraner Jahrbuch Hengste ist erschienen

Jahrbuch Hannoveraner

Verden. Das Hannoveraner Jahrbuch Hengste 2018 ist erschienen. Das bewährte und interessante Nachschlagewerk bietet auf über 600 Seiten die aktuelle Zuchtwertschätzung und zahlreiche Informationen zu den Vererbern. Außerdem werden alle Junghengste, die 2017 erstmals in das Hengstbuch I des Hannoveraner Verbandes eingetragen worden sind, ausführlich mit Foto und Text vorgestellt

Die für Hannover zugelassene Hengste sind im Jahrbuch mit Informationen über die Ergebnisse der Hengstleistungsprüfung, Turniersporterfolge, Zuchtwerte aus Zuchtstutenprüfungen, Stutbuchaufnahmen, Auktionssichtungen und Turniersport veröffentlicht. Turniersporterfolge der Nachkommen, Anzahl gekörter Söhne, Töchter mit Staatsprämie oder Hannoveraner Prämie und Auktionspferde sind ebenfalls zu finden.

Die neu für Hannover erkannt Hengste sind mit attraktiven Fotos, Pedigree und Informationen zum Mutterstamm ausführlich dargestellt. Hinzu kommen die Ergebnisse der Hengstleistungsprüfung oder Sportresultate. Komplettiert wird das Jahrbuch Hengste durch alphabetische Listen der Zuchtwerte aller Hengste sowie einen umfassenden Index des Bildteiles mit Hinweis auf das Jahr der Veröffentlichung.

Das Hannoveraner Jahrbuch Hengste 2018 kostet 25 Euro zzgl. Versandkosten und ist beim Hannoveraner Verband e. V. erhältlich.