Göteborg: Daniel Deußer und Tobago Z beenden Weltcup-Finale auf Platz vier

Newly-crowned champion, Switzerland’s Steve Guerdat (centre) celebrates in style with his compatriot and runner-up Martin Fuchs (left) and third-placed Peder Fredricson from Sweden (right) at the Longines FEI Jumping World Cup™ Final 2019 at the Scandinavium Arena in Gothenburg (SWE) today. (FEI/Liz Gregg)
Newly-crowned champion, Switzerland’s Steve Guerdat (centre) celebrates in style with his compatriot and runner-up Martin Fuchs (left) and third-placed Peder Fredricson from Sweden (right) at the Longines FEI Jumping World Cup™ Final 2019 at the Scandinavium Arena in Gothenburg (SWE) today. (FEI/Liz Gregg)

Göteborg (fn-press). Mit einer tollen Aufholjagd dank zweier fehlerfreier Runden zum Abschluss haben Daniel Deußer und sein Hengst Tobago Z noch Platz vier beim Weltcup-Finale in Göteborg (SWE) erkämpft. Die Strafpunkte für je einen Abwurf in der ersten und zweiten Teilprüfung ließen letztlich keinen Platz auf dem Podest zu. Trotz Platz 14 tritt auch Christian Ahlmann die Heimreise mit einem positiven Gefühl für die anstehende Freiluft-Saison an. Ludger Beerbaum gab im letzten Springen nach einem deutlichen Fehler auf.

„Heute war einfach nicht mehr drin, da ich auf die Fehler der anderen angewiesen war. Ich bin mit hohen Erwartungen hier her gefahren, weil Tobago in den letzten Wochen einfach super gesprungen ist. Im Zeitspringen habe ich vielleicht ein bisschen zu viel Risiko genommen, der Fehler war am Ende ausschlaggebend“, sagte Deußer, der nach drei Qualifikationssiegen als Führender des Weltcup-Rankings angereist war. „Heute hätte es nicht besser sein können, mein Pferd ist super in Form und es gibt mir ein gutes Gefühl, dass er auf so einem Turnier bis zum letzten Tag so springen kann. Ich gehe jetzt mit einem guten Gefühl in die weitere Saison.“

Sein elfjähriger Zangersheider Hengst Tobago, den der gebürtige Hesse seit gut drei Jahren reitet, bestritt in Göteborg sein erstes Weltcup-Finale. Im Zeitspringen zum Auftakt ging Deußer ein hohes Risiko, schaffte zwar die schnellste Zeit, kassierte aber einen Abwurf. Auch in der zweiten Teilprüfung unterlief Deußer ein ärgerlicher Fehler, sodass er als Zehnter in den Finaltag starten musste und auf Schnitzer der Konkurrenz hoffen musste. Nicht alle taten ihm diesen Gefallen. Vor allem nicht die starken Schweizer Steve Guerdat und Martin Fuchs. Die beiden hatten bei den Weltreiterspielen in Tryon die Plätze zwei und drei hinter Weltmeisterin Simone Blum belegt. Und auch in Göteborg bewiesen sie, dass sie und ihre Pferde in Top-Form sind. Guerdat siegte mit dem KWPN-Wallach Alamo, Fuchs belegte mit dem Westfalen Clooney (von Cornet Obolensky – Ferragamo) Platz zwei. Dritter wurde Lokalmatador Peder Fredricson mit Catch Me Not.

Viel gelernt 
Als zweitbestes deutsches Paar belegten Christian Ahlmann und Clintrexo Z Platz 14. Die beiden hatten die Weltcup-Qualifikation in Mechelen Ende 2018 gewonnen. Auch für den erst neunjährigen Schimmelhengst war es die Premiere beim Weltcup-Finale. Im Auftaktspringen von Göteborg blieben die beiden noch fehlerfrei und rangierten vorläufig auf Rang sieben, sammelten über Tag zwei und drei hinweg jedoch zu viele Strafpunkte, um sich auch am Ende unter den Top-Ten zu platzieren. „Clintrexo ist eigentlich an allen Tagen gut gesprungen, aber am Ende sind einfach zu viele Stangen heruntergefallen. Für das erste Weltcup-Finale ist es ok, aber ich hatte mir ehrlich gesagt mehr ausgerechnet“, lautete das Fazit von Christian Ahlmann, der neben der Quali in Mechelen auch jene in Leipzig gewonnen hatte und zweitbester Reiter der Westeuropa-Liga war. „Man hat gesehen, dass Clintrexo noch Erfahrung fehlt und er ein solches Championat noch das ein oder andere Mal mitmachen muss, bis alles richtig sitzt. Aber ich denke, dass wir gestärkt hier herausgehen und sich das im Laufe der Saison noch auszahlen wird. Das ist das Positive, was ich mitnehme.“

Grenzen aufgezeigt
Ludger Beerbaum setzte am letzten Tag, wie schon im Zeitspringen, auf den Holsteiner Casello (von Casall – Carolus), mit dem er bei den Olympischen Spielen in Rio die Bronzemedaille für das deutsche Team abgesichert hatte. Die beiden waren an Tag eins in Göteborg mit einem Fehler gestartet. In der zweiten Teilprüfung hatte Beerbaum auf den Rheinländer Cool Feeling (von Cornado NRW – Lancer II) gesetzt und mit ihm nach einem fehlerfreien Umlauf das Stechen erreicht, wo die beiden nach einem Flüchtigkeitsfehler gleich am ersten Sprung einen Abwurf kassierten. Der letzte Tag im Göteborger Scandinavium gab Beerbaum nach einem Abwurf und einem folgenden Fehler frühzeitig auf. „Das Ende war leider nicht so dolle. Ich habe draußen schon gedacht, dass der Tank ein bisschen leer ist. Erst der Fehler am Aussprung der Dreifachen, dann hatte ich nicht genügend Anlauf, sodass die Planke zu weit weg war“, analysierte der Routinier seinen Ritt. „Ich hatte gedacht, dass ich es unter die ersten Zehn locker schaffen könnte, aber da bin ich jetzt weit von weg. Hier wurden uns Grenzen aufgezeigt.“

Dominante Schweizer
Bundestrainer Otto Becker durfte sich letztlich über die fast gelungene Aufholjagd von Daniel Deußer freuen und nahm weitere Erkenntnisse aus dem Finale der Hallensaison mit. „Glückwunsch an die Schweizer, die beiden sind unglaublich geritten. Daniel war aber auch auf demselben Niveau. Er hat am ersten Tag viel riskiert, war zwar Schnellster, hatte aber diesen ärgerlichen Fehler. Ludger hat über das ganze Turnier gute Runden gezeigt, aber etwas Pech gehabt. Der Flüchtigkeitsfehler im Stechen am zweiten Tag war schade. Heute hat er es mit einem Galoppsprung weniger auf die Planke versucht, aber der Plan ging nicht auf. Bei Christians jungem Pferd hat man gemerkt, dass ihm bei so einem Championat noch die Erfahrung fehlt. Trotzdem ist das ein Paar für die Zukunft.“ jbc

Alle Ergebnisse gibt es hier: www.longinestiming.com/#!/equestrian/2019/1638/html/en/longinestiming/index.html

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Warendorf: Springreiter Daniel Deußer vor Rückkehr in Nationalmannschaft

FN Logo (Herkunft: FN)
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Warendorf (fn-press). Auf gleich drei FEI-Championate im eigenen Land dürfen sich Pferdesportfreunde in diesem Jahr freuen. Zum Auftakt der Saison sprachen Bundestrainer und Athleten bei der Jahrespressekonferenz der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Warendorf über ihre sportlichen Ziele und Hoffnungen. Zwei gute Nachrichten hatte Otto Becker, Bundestrainer der Springreiter, zu verkünden. Zum einen hat Daniel Deußer seine Zusage gegeben, künftig wieder für Nationenpreise und Championate im deutschen Team zur Verfügung zu stehen. Zum anderen bleiben die Deutschen Meisterschaften der Dressur- und Springreiter bis mindestens 2025 in Balve beheimatet, auch dank eines neuen Titelsponsors.

„Es hat eine Einigung mit Daniel geben“, sagte Becker. Lange waren Deußer und der Verband bezüglich der Kaderrahmenvereinbarung nicht auf einen gemeinsamen Nenner gekommen. „Wir haben Anpassungen in der Kaderrahmenvereinbarung vorgenommen“, erklärte Dr. Dennis Peiler, Geschäftsführer des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR). „Wir schaffen hier eine Regelung für alle Kadermitglieder. Für das Jahr 2019 setzen wir die Vertragsstrafen bezüglich der Behandlungsbücher aus.“ Das bedeutet, dass Behandlungsbücher trotzdem geführt werden müssen, aber bei Nachlässigkeiten nicht sofort Geldstrafen fällig werden. „Mit Blick auf das Thema Vertrauen sind wir jetzt auf einem guten Weg. Das ist die Basis für eine gute Zusammenarbeit. Ich würde mir wünschen, dass wir nun wieder auf den Sport schauen können“, sagte Peiler. Auch mit Christian Ahlmann hat es in den vergangenen Wochen gute Gespräche gegeben. „Ich habe auch bei ihm ein gutes Gefühl, dass wir wieder zusammenkommen, aber noch haben wir keine Zusage von ihm“, sagte Becker.

Blicke nach Rotterdam und in Richtung Tokio
Höhepunkt für die Spring-, Dressur- und Para-Dressurreiter sind in diesem Jahr die Europameisterschaften in Rotterdam (19. bis 25. August). Die Vielseitigkeitsreiter tragen ihre EM im heimischen Luhmühlen Ende August aus. In allen vier Disziplinen erreichten die deutschen Mannschaften bereits im vergangenen Jahr die Qualifikation für die Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokio 2020. Wichtig ist für Sportchef Peiler deshalb: „Die frühzeitige Olympia-Qualifikation nimmt den Trainern den Druck, so können alle in Ruhe arbeiten und bei den Nationenpreisen auch mal neue Paare einsetzen. In diesem EM-Jahr werden keine Medaillen gezählt.“

Für die Dressur- und Springreiter liegt auf dem Weg nach Rotterdam die Deutsche Meisterschaft im sauerländischen Balve. Auch dazu hatte Otto Becker eine gute Nachricht zu verkünden: Mit dem Uhrenhersteller Longines konnte dafür ein neuer Hauptsponsor gewonnen werden, sodass die DM in Balve mindestens bis zum Jahr 2025 gesichert ist.

Davor steht für beide Disziplinen noch das Weltcup-Finale in Göteborg auf dem Programm (3. bis 7. April). Otto Becker wird mit drei erfahrenen Reitern vor Ort sein: Christian Ahlmann mit Clintrexo, Daniel Deußer mit Tobago Z und Ludger Beerbaum mit Casello. Ebenfalls drei Schützlinge hat Dressur-Bundestrainerin Monica Theodorescu in Schweden am Start. Titelverteidigerin Isabell Werth wird mit Weihegold OLD antreten, Helen Langehanenberg mit Damsey FRH. Ihr Debüt werden Benjamin Werndl und Daily Mirror geben. Sie rückten in das deutsche Aufgebot nach, weil Dorothee Schneiders Sammy Davis jr. noch nicht wieder ganz fit ist.

Vielseitigkeit: EM-Heimspiel in Luhmühlen
Gleich zwei große Events haben sich Julia Otto, die seit 1999 für die Turniergemeinschaft (TGL) und seit 2002 deren Geschäftsführerin ist, und ihr Team für dieses Jahr vorgenommen. Rund zwei Monate nach der traditionellen Vielseitigkeit mit erstmals Fünf-Sterne-Prüfung und Deutscher Meisterschaft finden vom 28. August bis 1. September die Europameisterschaften in der Westergellerser Heide statt. Das ist eine große Herausforderung, besonders für den Gelände-Aufbauer. „Anders als sein Vorgänger besteht unser Parcourschef Mike Etherington-Smith auf zwei komplett unterschiedliche Geländestrecken. Und für die EM wird der Kurs umgedreht, dadurch ist beispielsweise das bisher letzte Wasserhindernis dann das erste“, verriet sie. Um die Großprojekte zu stemmen, freut sich auch Luhmühlen, genau wie Balve, über Longines als neuen Titelsponsor.

Positiv blickt auch Bundestrainer Hans Melzer in Richtung Europameisterschaften, bei denen Deutschland als Gastgeber zwölf Paare entsenden kann. „Das erste Geländetraining hat gezeigt, dass alle auf einem guten Weg und beflügelt durch die Chance auf einen EM-Start sind. Ich bin froh, dass wir dieses Jahr wieder einen echten Wettbewerb um die Startplätze haben werden.“ Einer der jüngsten Kandidaten, die sich Hoffnungen auf eine EM-Teilnahme machen, ist Perspektivgruppenmitglied Christoph Wahler. „Es wäre schön, wenn es klappt, aber am wichtigsten ist es, dass am Ende des Jahres alle Pferde gesund sind“, sagte er.

Anna Sandmann peilt im Fahren gleich zwei Championate an
Ebenfalls zwei Saisonhöhepunkte hat Anna Sandmann in diesem Jahr im Blick. Die Zweispännerfahrerin aus Lähden im Emsland war im vergangenen Jahr auch vierspännig erfolgreich. Sie berichtete, dass es ihr Ziel sei, sich für beide Championate – also die EM der Vierspänner vom 15. bis 18. August in Donaueschingen und die WM der Zweispänner vom 12. bis 15. September in Drebkau –  zu qualifizieren. „Der Fokus liegt dabei aber ganz klar auf der WM der Zweispänner, wenn es dann auch noch für Donaueschingen klappt, wäre das das absolute Highlight“, so die 23-jährige Tochter von Vierspännerfahrer Christoph Sandmann. „Wir versuchen zurzeit zwei gleich starke Vierspänner aufzubauen, damit im besten Fall mein Vater und ich in Donaueschingen fahren können.“ In Drebkau dürfen neun deutsche Gespanne an den Start gehen. „Das hätten wir bei der EM in Donaueschingen auch gerne, aber das muss die FEI noch entscheiden“, berichtete Karl-Heinz Geiger, Bundestrainer der Fahrer. Als Ziel für die EM der Vierspänner in Donaueschingen formulierte der Bundestrainer: „Die Team-Silbermedaille und dazu noch eine Einzelmedaille.“  

Para-Dressurreiter gut aufgestellt für die EM
Gut begonnen hat das EM-Jahr für die Para-Dressurreiter. Nicht nur, weil gleich mehrere Championatsreiter dank neuer Pferde für die Zukunft gut aufgestellt sind. „Wir haben auch gesehen, dass wir die Briten durchaus schlagen können“, berichtete Equipechefin Britta Bando erfreut vom ersten internationalen Turnier in Dänemark, wo WM-Reiter Steffen Zeibig die Kür gewann und Regine Mispelkamp der britischen Topreiterin Sophie Wells ganz dicht auf den Fersen war. „Unser Ziel ist eine Medaille“, machte Bando klar. Der Weg für die Para-Dressurreiter zur EM in Rotterdam führt über das Nationenpreisturnier in Mannheim, die Deutsche Meisterschaft in München und das internationale Turnier in Überherrn. Laut Vorgabe des Weltreiterverbandes finden Europameisterschaften der Para-Dressurreiter künftig immer gemeinsam mit regulären Dressur-EM statt. „Für uns ist das natürlich großartig, da wir uns dadurch mehr Publikum erhoffen.“

s-Hertogenbosch: Daniel Deußer auf Platz vier

FN Logo (Herkunft: FN)
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s-Hertogenbosch (fn-press). Daniel Deußer (Mechelen/Belgien) demonstrierte im Stechen des mit 900.000 Euro dotierten Großen Preises von s-Hertogenbosch einmal mehr seine Klasse: Mit dem Hengst Tobago Z erzielte er das viertbete Ergebnis. Die Prüfung, Teil der hoch dotierten Serie Rolex Grand Slam, die auch über Aachen, Spruce Meadow in Calgary/Kanada und Genf führt, gewann der im Rheinland lebende Schwede Henrik von Eckermann mit Mary Lou.

Bis zum 27. Starter mussten die knapp 6.000 Zuschauer in den Brabanthallen von s-Hertogenbosch warten, ehe das erste Paar den äußerst anspruchsvollen Parcours des Großen Preises fehlerfrei überwand. Der niederländische Parcourschef Louis Konickx hatte die Reiter mit etlichen Höchstschwierigkeiten konfrontiert, von denen sich insbesondere ein luftiger Steilsprung mit Fängen in Holzstapeloptik als tückisch erwies. Viele Spitzenstars scheiterten, aber dann bewies Daniel Deußer, dass man den Kurs auch fehlerfrei beenden kann. Die Halle tobte, der 37-Jährige riss triumphierend die Arme hoch. Sein Zangersheider Hengst, der zur Hälfte an einen italienischen Schuhhersteller verkauft wurde und jetzt als Scuderia 1918 Tobazo Z firmiert, überquerte die Ziellinie als schnellster der insgesamt nur fünf fehlerfreien Reiter des Umlaufs. Das Stechen war entsprechend schnell absolviert. Daniel Deußer und Tobago Z legten mit 44,38 Sekunden vor, kassierten aber einen Abwurf. Der nächste Reiter, der Schweizer Steve Guerdat, steuerte seine belgische Stute Albführen’s Bianca zwar fehlerfrei ins Ziel (41,08), aber noch schneller bewältigte der Schwede Henrik von Eckermann mit seiner Westfälin Toveks Mary Lou v. Montendro den Stechparcours (0/45,45). Die drittschnellste Zeit ritt der schwedische Europameister Peder Fredricson mit dem niederländischen Wallach H&M Christian K (41,60), so dass sich Daniel Deußer und Tobago Z an vierter Stelle einreihten. Für diesen Platz gab es immerhin noch 90.000 Euro Preisgeld, während sich Sieger von Eckermann über 297.000 Euro (brutto) freuen durfte.

Daniel Deußer, die aktuelle Nummer 3 der Weltrangliste, war der erfolgreichste deutsche Reiter des Turniers in s-Hertogenbosch. Mit der erst neunjährigen Stute Kiana gewann er ein Springen, mit Cornet d’Amour und Tobago gelangen weitere Platzierungen. Für seine deutschen Kollegen verliefen die Turniertage recht ordentlich, aber im Großen Preis hatten sie sich wohl etwas mehr erhofft. Ludger Beerbaum (Riesenbeck) und der Holsteiner Casello waren als Elfte noch in der Platzierung, aber Marcus Ehning (Borken) und der Westfale Funky Fred sowie Christian Ahlmann (Marl) und der Zangersheider Hengst Clintrexo beendeten die Hauptprüfung auf den Plätzen 17 und 19.   hen

Bordeaux: Dritter Sieg für Daniel Deußer

Germany's Daniel Deusser produced his third sensational win of the season at the 13th and last qualifier of the Longines FEI Jumping World Cup™ 2018/2019 Western European League in Bordeaux, France tonight riding Tobago Z. (FEI/Eric Knoll)
Germany’s Daniel Deusser produced his third sensational win of the season at the 13th and last qualifier of the Longines FEI Jumping World Cup™ 2018/2019 Western European League in Bordeaux, France tonight riding Tobago Z. (FEI/Eric Knoll)

Bordeaux (fn-press). Zum Abschluss des Qualifikationsreigens für das Weltcup-Finale der Springreiter in Göteborg Anfang April ritt Daniel Deußer (Mechelen) noch einmal zum Sieg. In Bordeaux führte der 37-Jährige mit dem Hengst Tobago Z das sechsköpfige Stechen in fehlerfreier Bestzeit an und verwies den Belgier Gregory Wathelet mit Iron Man auf Platz zwei.

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei: Nach seinen Siegen bei den Weltcup-Qualifikationen von Verona und Madrid Ende 2018 gelang nun bei der letzten Etappe in Bordeaux der dritte Triumph. Erneut mit dem elfjährigen Zangersheider Hengst Tobago Z am Start, sicherte sich Daniel Deußer nach fehlerfreiem Umlauf seinen Platz im Stechen, das noch fünf weitere Reiter erreicht hatten. Rund eineinhalb Sekunden schneller als der Belgier Gregory Wathelet ritt Deußer über die Ziellinie (46,37 Sekunden). Sein Sieg wurde mit knapp 60.000 Euro belohnt. „Ehrlich gesagt, so eine Saison hatte ich noch nie. Nicht nur drei Siege, sondern auch Vierter in Leipzig und Dritter in Amsterdam, das ist ganz großartig“, sagte Deußer zurecht begeistert.

Der zweitplatzierte Gregory Wathelet (47,72) konnte mit dem ebenfalls elfjährigen belgischen Hengst Iron Man van de Padenborre den drittbesten Reiter locker auf Abstand halten: Der Spanier Eduardo Alvarez Aznar benötigte mit seinem französischen Wallach Rokfeller de Pleville Bois Margot 49,16 Sekunden.

Für Daniel Deußers deutsche Mitstreiter verlief der Weltcup wenig glücklich. Marcus Ehning (Borken) und sein Westfale Funky Fred sammelten acht Fehlerpunkte, Ludger Beerbaum (Riesenbeck) und der Holsteiner Casello zwölf, und Beerbaums Angestellter Christian Kukuk gab mit dem Westfalen Limonchello sogar auf.

Nach der letzten der 13 Stationen stehen die 18 qualifizierten Reiter aus der Westeuropa-Liga für das Finale in Göteborg Anfang April fest. Daniel Deußer führt das Ranking mit 99 Punkten an, auf Platz zwei folgt Christian Ahlmann (72). Mit dabei sind ferner Steve Guerdat (SUI), Kevin Staut (FRA), Martin Fuchs (SUI), Henrik von Eckermann (SWE), Gudrun Patteet (BEL), Irma Karlsson (SWE), Edwina Tops-Alexander (AUS), Lorenzo de Luca (ITA), Francois Mathy Jr (BEL), Niels Bruynseels (BEL), Max Kühner (AUT), Eduardo Alvarez Aznar (ESP), Olivier Robert (FRA), Olivier Philippaerts (BEL) und Peder Fredricson (SWE). Auf den Plätzen 19 bis 21 folgen mit Ludger Beerbaum, Hans-Dieter Dreher und Marcus Ehning drei deutsche Reiter. Sie können nur dann in Göteborg starten, wenn qualifizierte Reiter auf die Teilnahme am Weltcup-Finale verzichten.     hen

Amsterdam: Daniel Deußer wird Dritter im Weltcup

That winning feeling!! Sweden’s Henrik von Eckermann celebrates his extraordinary victory with Toveks Mary Lou in today’s twelfth leg of the Longines FEI Jumping World Cup™ 2018/2019 Western European League in Amsterdam (NED). (FEI/Arnd Bronkhorst)
That winning feeling!! Sweden’s Henrik von Eckermann celebrates his extraordinary victory with Toveks Mary Lou in today’s twelfth leg of the Longines FEI Jumping World Cup™ 2018/2019 Western European League in Amsterdam (NED). (FEI/Arnd Bronkhorst)

Amsterdam (fn-press). Weltcup-Sieg in Verona, Sieg auch in Madrid, und beinahe hätte es auch mit dem dritten Triumph in Amsterdam geklappt. Für Daniel Deußer (Mechelen/Belgien) und Tobago Z endete das Stechen des Weltcup-Springens letztlich mit Platz drei. Der 37-Jährige konnte dennoch sehr zufrieden sein, denn im Großen Preis belegte er noch den zweiten Platz mit der Stute Jasmien vd. Bisschop.

Das Weltcup-Springen von Amsterdam hatte es wahrlich in sich. Lange Zeit waren es nur zwei Reiter, die den anspruchsvollen, von dem Niederländer Louis Konickx gebauten Parcours fehlerfrei überwunden hatten. Erst gegen Ende der Prüfung wuchs das Feld im Stechen auf acht Paare an. Mit von der Partie: Daniel Deußer und der elfjährige Zangersheider Fuchshengst Tobago Z . Die beiden gaben im Stechen alles, Deußer riskierte extrem enge Wendungen, und dennoch sollte die Zeit von 33,54 Sekunden nicht reichen. Der nach ihm startende Schweizer Pius Schwizer und der Mecklenburger Wallach Cortey Cox (v. Carlo) waren noch einen Hauch schneller unterwegs (33,34), aber auch für den Eidgenossen zerplatzte die Hoffnung auf den Sieg. Noch mal über zwei zehntel Sekunden flotter galoppierte schließlich der Schwede Henrik von Eckermann mit seiner großartigen westfälischen Montender-Tochter Toveks Mary Lou über die Ziellinie (0/33,01): Sieg und knapp 50.000 Euro Preisgeld in der mit insgesamt 151.000 Euro dotierten Weltcup-Prüfung. Marcus Ehning (Borken) hatte Pech, sein 16-jähriger französischer Wallach Pret a Tout trat einmal die Stange herunter. Als 13. verpasste Ehning knapp die Platzierungsränge.

Auch wenn der dritte Weltcup-Sieg Daniel Deußer versagt blieb, so hatte der 37-Jährige doch allen Grund, mit sich und seinen Pferden zufrieden zu sein. Am Vortag hatte er im Großen Preis von Amsterdam mit der zehnjährigen belgischen Schimmelstute Jasmien vd. Bisschop den zweiten Platz hinter dem siegreichen Franzosen Simon Delestre mit Hermes Ryan belegt. Platz drei erzielte er außerdem mit der erst neunjährigen belgischen Stute Kiana van het Herdershof in einem weiteren Fünf-Sterne-Springen.

Noch eine Qualifikation steht vor dem Weltcup-Finale in Göteborg Anfang April aus: Am kommenden Wochenende haben die Aktiven in Bordeaux letztmalig Gelegenheit, Punkte zu sammeln. Aus deutscher Sicht sicher in Göteborg dabei sind Daniel Deußer, der nun mit 79 Punkten in Führung liegt, und Christian Ahlmann (72).   hen

Madrid: Daniel Deußer springt zum Weltcup-Sieg

Germany’s Daniel Deusser celebrates his second victory in the Longines FEI Jumping World Cup™ 2018/2019 Western European League series after coming out on top with Tobago in the sixth leg at Madrid in Spain today. (FEI/Lukasz Kowalski)
Germany’s Daniel Deusser celebrates his second victory in the Longines FEI Jumping World Cup™ 2018/2019 Western European League series after coming out on top with Tobago in the sixth leg at Madrid in Spain today. (FEI/Lukasz Kowalski)

Madrid (fn-press). Daniel Deußer (Mechelen/Belgien) gewinnt in Madrid sein zweites Weltcup-Springen der Saison 2018/19. Vor vier Wochen in Verona mit dem Wallach Calisto Blue siegreich, setzte der 37-Jährige nun in Spaniens Hauptstadt dem Zangersheider Hengst Tobago Z erfolgreich ein.

Tobago Z ist ein Pferd für schnelle Stechen. Das hat der zehnjährige Fuchshengst mit seinem Reiter Daniel Deußer schon mehrfach bewiesen. Auch im zehnköpfigen Stechen des Weltcup-Springens von Madrid legte das Paar die Spitzenzeit vor (46,73 Sekunden). Die Konkurrenz hatte keine Chance, selbst der für seine flotten Runden bekannte Schweizer Steve Guerdat musste passen. Mit der französischen Stute Ulysse des Forets überquerte er die Ziellinie in 47,12 Sekunden. Das drittbeste Ergebnis schaffte die Schwedin Irma Karlsson mit der belgischen Stute Isa van de Bisschop (48,28).

Daniel Deußers deutsche Kollegen Ludger Beerbaum und Marcus Ehning konnten sich im Weltcup nicht fürs Stechen qualifizieren, aber Ehning wurde am Turnier-Samstag als Sieger des Hauptspringens (1,50 Meter) gefeiert. Hier kam der von Familie Ehning selbst gezogene westfälische Hengst Funky Fred (v. For Pleasure) zum Einsatz. Ludger Beerbaum und die Holsteinerin Chiara v. Contender platzierten sich in dieser Prüfung an vierter Stelle.    hen

Lyon: Erneuter Sieg für Daniel Deußer

FN Logo (Herkunft: FN)
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Lyon (fn-press). Daniel Deußer (Mechelen/Belgien) reitet derzeit auf einer Welle des Erfolges. Nach seinem Weltcup-Sieg und vielen vorderen Platzierungen ein Wochenende zuvor in Verona war der 37-Jährige auch im Großen Preis des CSI5* in Lyon nicht zu schlagen. Diesmal im Sattel des Zangersheider Hengstes Tobago Z, ließ er die 19 Konkurrenten im Stechen hinter sich.

Der Große Preis von Lyon geriet zu einem abendfüllenden Programm. Der französische Parcourschef Grégory Bodo hatte es den Reitern und Pferden nicht allzu schwer gemacht, so dass von den 49 Paaren 20 den Umlauf fehlerfrei meisterten und sich fürs Stechen qualifizierten. Zu ihnen gehörte auch Daniel Deußer mit seinen zehnjährigen Zangersheider Hengst Tobago Z v. Tangelo. Im Stechen setzten seine fehlerfreien 34,6 Sekunden die Marke. Die Konkurrenz war machtlos, Deußer hatte auch dieses Springen gewonnen.

Die zweitschnellste Zeit gelang dem Schweizer Steve Guerdat, der mit seiner zwölfjährigen schwedischen Stute Bianca die Ziellinie in 34,6 Sekunden überquerte. Dritter wurde der Belgier Olivier Philippaerts mit dem Deutschen Sportpferd H&M Legend of Love v. Landzauber (0/35,59). Auch Christian Ahlmann hatte sich einen Platz im Mammutstechen gesichert. Mit dem 15-jährigen baden-württembergischen Hengst Colorit v. Coriano kassierte er allerdings acht Fehlerpunkte, Platz 19 und nicht mehr in der Platzierung. Nun darf man gespannt sein, wie sich die Aktiven in der Hauptprüfung des Turniers am Sonntag schlagen werden, denn dann geht es um Weltcup-Punkte.   hen

Verona: Weltcup-Sieg für Daniel Deußer

We did it! Germany’s Daniel Deusser steered Calisto Blue to a superb last-minute victory in today’s third leg of the Longines FEI Jumping World Cup™ 2018/2019 Western European League in Verona (ITA). (FEI/Massimo Argenziano)
We did it! Germany’s Daniel Deusser steered Calisto Blue to a superb last-minute victory in today’s third leg of the Longines FEI Jumping World Cup™ 2018/2019 Western European League in Verona (ITA). (FEI/Massimo Argenziano)

Verona (fn-press). Die dritte Etappe des Springreiter-Weltcups in Verona endete mit einem deutschen Sieg: Daniel Deußer (Mechelen/Belgien) und der Wallach Calisto Blue verwiesen den Belgier Niels Bruynseels mit Gancia de Muze und den Schweizer Martin Fuchs mit Clooney auf die Plätze zwei und drei.

Die Schlacht um Sekundenbruchteile nahm für Daniel Deußer ein glückliches Ende. Der 37-Jährige hatte es als letzter Starter im 14-köpfigen Stechen des Weltcup-Springens in der Hand, sich seinen ersten Saisonsieg in der Westeuropa-Liga zu sichern. Deußer behielt die Nerven und steuerte den OS-Wallach Calisto Blue v. Chacco-Blue blitzschnell und fehlerfrei über die Ziellinie. Mit 36,83 Sekunden hatte er die bis dahin gültige Bestzeit des Belgiers Niels Bruynseels und der Stute Ganzia de Muze (37,03) mit zwei zehntel Sekunden unterboten. Für seinen Sieg wurde Deußer mit einem Preisgeld von 47.500 Euro belohnt. Der Weltcup-Sieg war der krönende Abschluss eines insgesamt höchst erfolgreichen Wochenendes, denn Deußer erzielte in allen großen Prüfungen vordere Plätze. So hatte er Calisto Blue bereits im Hauptspringen am Freitag auf den dritten Platz geritten, mit dem Oldenburger Cornet Obolensky-Nachkommen Cornet belegte er Platz zwei in einem 1,45-Meter-Springen, und im mit knapp 100.000 Euro dotierten wichtigsten Springen des Turniersamstags rangierte er mit dem Zangersheider Hengst Tobago Z an vierter Stelle.

Ludger Beerbaum hatte mit dem Holsteiner Casello v. Casall den Umlauf des Weltcup-Springens ebenfalls fehlerfrei gemeistert. Im Stechen sollte sie Zeit nicht reichen, auch wenn der 15-jährige Fuchs erneut alle Stangen liegen ließ. Ludger Beerbaum wurde Siebter. Aber auch für den 55-jährigen Multi-Champion wurde einmal die deutsche Nationalhymne gespielt. Im Sattel seiner 15-jährigen Holsteinerin Chiara gewann er das Joker-Springen. Beerbaums und Deußers Mitstreiter hingegen gingen in Verona weitgehend leer aus. Weltmeisterin Simone Blum (Zolling) kassierte im Weltcup mit ihrem achtjährigen Nachwuchspferd Cool Hill zwei Abwürfe, Marcus Ehning (Borken) gab mit dem Hengst Comme il faut nach einem Abwurf auf. Zu dem Zeitpunkt hatten bereits neun Paare das Stechen erreicht, Ehning rechnete sich keine Chancen auf eine Platzierung aus.

Die nächste Weltcup-Station führt die Aktiven am kommenden Wochenende nach Lyon. Im Messezentrum der französischen Metropole hatte Daniel Deußer vor vier Jahren das Weltcup-Finale gewonnen. hen