Treffen: Christian Ahlmann erneut unschlagbar

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Treffen (fn-press). Christian Ahlmann (Marl) setzte seine seit Monaten beeindruckende Siegesserie auch beim Fünf-Sterne Turnier im österreichischen Treffen fort. Mit dem Hengst Clintrexo Z gewann er den mit 344.000 Euro dotierten Großen Preis und verwies den Brasilianer Marlon Modolo Zanotelli mit Icarus auf Platz zwei. Dritter wurde der für Österreich startende Max Kühner mit Cornet Kalua.

Wenn Familie Glock auf seine Anlage „Glock’s Performance Center“ im Kärtner Örtchen Treffen zum Turnier bittet, dann lassen sich die Stars des Springsports nicht lange bitten. Das elegante und hoch dotierte Fünf-Sterne-CSI am ersten Februar-Wochenende ist eines von mehreren Events im Jahr. Das Winter-Turnier geriet zum Ahlmann-Festival, denn der 44-Jährige bewies einmal mehr, dass er derzeit kaum zu schlagen ist. Zwei Wochen zuvor siegreich beim Weltcup-Springen in Leipzig mit Caribis Z, vor fünf Wochen ebenfalls Bester im Weltcup von Mechelen mit Clintrexo Z – Ahlmann reitet auf der Welle des Erfolgs. Clintrexo war auch sein Partner in Österreich. Der zehnjährige Schimmel, Sohn des Clintissimo, hatte gemeinsam mit 13 weiteren Pferden den Umlauf des Großen Preises fehlerfrei überwunden. Im Stechen spielte Ahlmann seine Routine aus und steuerte den Zangersheider Hengst mit einem Vorsprung von rund eineinhalb Sekunden ins Ziel. Der Erfolg wurde mit einem Preisgeld von 86.000 Euro versüßt.

Der in Belgien lebenden Brasilianer Marlon Modolo Zanotelli hatte sich schon Hoffnungen auf den Sieg machen können, aber zum Ende des Stechens unterbot Ahlmann die Zeit. Der für Österreich startende Münchner Max Kühner schloss sich mit Cornet Kalua, einer Tochter des Cornet Obolensky, auf Rang drei an. Auch dieses Paar hatte das Stechen fehlerfrei gemeistert.   hen

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Leipzig: Christian Ahlmann siegt zum siebten Mal im Großen Preis

Germany’s Christian Ahlmann won his second qualifier of the season with a brilliant performance from Caribis Z at the eleventh leg of the Longines FEI Jumping World Cup™ 2018/2019 Western European League in Leipzig (GER) today. (FEI/Leanjo de Koster)
Germany’s Christian Ahlmann won his second qualifier of the season with a brilliant performance from Caribis Z at the eleventh leg of the Longines FEI Jumping World Cup™ 2018/2019 Western European League in Leipzig (GER) today. (FEI/Leanjo de Koster)

Leipzig (fn-press). Die Leipziger Messehallen sind einfach ein gutes Pflaster für Christian Ahlmann und seine Pferde. Zum siebten Mal gewann der 44-Jährige aus Marl den Großen Preis – das Weltcup-Springen im Rahmen der Messe Partner Pferd – diesmal mit Caribis Z. Es war Ahlmanns zweiter Weltcup-Sieg in dieser Saison. Damit übernahm er nun auch die Führung in der Gesamtwertung.

Vier deutsche Paare hatten es in das siebenköpfige Stechen des Großen Preises von Leipzig geschafft. Tobias Meyer (Neuenkirchen) und seine Stute Queentina, die aus der Oldenburger Springpferdezucht stammt (von Coupe de Coeur – Quidam’s Rubin), hatten den ersten Umlauf als erstes deutsches Paar fehlerfrei absolviert. Das Stechen beendeten sie mit acht Strafpunkten auf Rang sieben. Marcus Ehning (Borken) und seinem westfälischen Hengst Comme il Faut (von Cornet Obolensky – Ramiro) wurde gleich der erste Sprung zum Verhängnis – vier Strafpunkte, aber in kurzer Zeit (39.95sec). Noch ein wenig schneller waren Daniel Deußer (Mechelen/BEL) und Tobago Z unterwegs – sie benötigten 39.53 Sekunden für den Stechparcours, doch auch bei ihnen fiel eine Stange. Die beiden deutschen Paare machten somit die Plätze vier und fünf unter sich aus. Ohne Fehler beendeten der Belgier Francois Mathy jr. mit Uno de la Roque und der Italiener Lorenzo de Luca mit dem Oldenburger Hengst Armitage’s Boy (von Armitage – Feo) das Stechen. Ein wenig schneller war letztlich Mathy (41.49sec), der damit den zweiten Platz vor de Luca (42.19sec) belegte.

Als letztes Paar im Stechen hatten Ahlmann und Caribis also den Sieg in der Hand – und ließen ihn sich nicht nehmen. 40.70 Sekunden benötigten die beiden für ihren Triumph. „Das einzige, worüber ich in diesem Moment unglücklich bin ist, dass Leipzig nur einmal im Jahr stattfindet“, sagte Christian Ahlmann nach der Siegerehrung. „Dieses Turnier ist einfach etwas ganz Besonderes für mich. Hier läuft es immer sehr, sehr gut. Auch heute hatte ich das nötige Quäntchen Glück. Als letzter Starter im Stechen konnte ich die Konkurrenz gut beobachten und wusste, dass ich zwar zügig, aber nicht mit dem allerletzten Risiko reiten muss.“

In den vergangenen zehn Jahren siegte Ahlmann sieben Mal im Großen Preis von Leipzig, 2011 gewann er dort das Weltcup-Finale mit seinem Ausnahme-Hengst Taloubet Z, den er 2018 mit einem erneuten Erfolg in den sportlichen Ruhestand schickte. „Nicht nur ich, sondern auch meine Pferde fühlen sich hier offensichtlich sehr wohl. Caribis hat sich in den letzten Jahren unheimlich gut entwickelt und ist aus dem Schatten meiner früheren Championatspferde Codex und Taloubet herausgetreten“, sagte Ahlmann.

Tickets für Göteborg in der Tasche
Mit diesem Sieg übernahm er auch die Führung in der Weltcup-Gesamtwertung. Leipzig war die elfte von 13 Qualifikationen für das Weltcup-Finale, das am ersten April-Wochenende im schwedischen Göteborg stattfindet. Ahlmann hatte Ende 2018 auch die Station in Mechelen/BEL gewonnen und kann nun sicher für das Finale planen. Dort will er auf den Hengst Clintrexo Z setzen, mit dem er in Mechelen siegte. Auch Daniel Deußer hat das Ticket für Göteborg in der Tasche – sein zweiter Platz in Leipzig bescherte ihm 13 weitere Punkte, sodass er nun Platz drei im Ranking einnimmt. 18 Reiter der Westeuropa-Liga dürfen am Finale teilnehmen. Ludger Beerbaum (Riesenbeck) rangiert derzeit auf Platz 14, Hans-Dieter Dreher auf Platz 17. Marcus Ehning hat durch seinen fünften Platz in Leipzig einen Sprung nach vorne gemacht und liegt jetzt in Lauerstellung auf Rang 21. Er hat noch die Chance, in Amsterdam/NED und Bordeaux/FRA zu punkten.

Bundestrainer Otto Becker konnte ein positives Fazit des Leipziger Turniers ziehen. Nicht nur der Große Preis, auch das Championat von Leipzig waren fest in deutscher Hand. Dieses hatte Marco Kutscher vor Deußer und Ahlmann gewonnen. Aus Sicht der Veranstalter war das Turnier ebenfalls ein voller Erfolg. Die Ausstellungsfläche war in diesem Jahr noch erweitert worden. Insgesamt waren 74.700 Besucher an den vier Turniertagen in die Messehallen gekommen, darunter auch Polit-Prominenz. Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt ließ sich zum Beispiel den Großen Preis nicht entgehen. jbc

Alle Informationen zum Weltcup der Springreiter erhalten Sie hier: https://inside.fei.org/hub/longines/longines-fei-world-cup%E2%84%A2-jumping-weu

Die Ergebnisse aus Leipzig finden Sie hier: https://www.longinestiming.com/#!/equestrian/2019/1520/html/en/longinestiming/resultlist_07.html

Mechelen: Ahlmanns letzter Triumph 2018

Christian Ahlmann gewinnt Weltcup-Springen in Mechelen (Foto: Dirk Caremans)
Christian Ahlmann gewinnt Weltcup-Springen in Mechelen (Foto: Dirk Caremans)

Mechelen (fn-press). Großer Erfolg einen Tag vor Silvester: Christian Ahlmann (Marl) beschließt das Jahr 2018 mit einem Sieg im Weltcup-Springen in Mechelen/Belgien. Sein erst neunjähriger Schimmelhengst Clintrexo bewies im vierköpfigen Stechen erneut seine große Klasse.

Die neunte Etappe des Weltcups der Springreiter führte die Aktiven ins Messezentrum von Mechelen/Belgien. Nur vier Paare schafften es, den anspruchsvollen Parcours fehlerfrei zu meistern und sich fürs Stechen zu empfehlen, darunter auch Ludger Beerbaum (Riesenbeck) und Christian Ahlmann (Marl). Der Franzose Kevin Staut setzte mit dem Holsteiner Wallach Edesa’s Cannary (v. Caretino) als erster Starter mit fehlerfreien 40,98 Sekunden die Marke, die es  zu „knacken“ galt. Der niederländischen Nummer 1 der Welt, Harrie Smolders, gelang es als nächster Reiter mit seinem Spitzenpferd Don VHP Z nicht (0/41,4). Nicht glücklich verlief das Stechen für Ludger Beerbaum. Sein Holsteiner Hengst Casello v. Casall verweigerte an einem Oxer, es summierten sich insgesamt 14 Fehlerpunkte. Am Ende sollte es Platz vier werden. Als Letzter des Quartetts im Stechen hatte es Christian Ahlmann in der Hand. Sein hochtalentierter neunjähriger Zangersheider Hengst Clintrexo flog geradezu über die Hindernisse. Fehlerfreie 39,87 Sekunden bedeuteten den Sieg.

Nach neun von 13 Stationen des Weltcups der Westeuropa-Liga liegt weiterhin der Schweizer Steve Guerdat mit 58 Punkten in Führung, dahinter Daniel Deußer und Kevin Staut (jeweils 51). Christian Ahlmann folgt an Position sechs (46 Punkte), Ludger Beerbaum an neun (38).

Daniel Deußer, der in unmittelbarer Nachbarschaft des Messegeländes von Mechelen lebt, konnte sich zwar mit dem OS-Wallach Calisto Blue im Weltcup-Springen nicht fürs Stechen qualifizieren, aber für ihn verliefen die Turniertage dennoch recht erfreulich: Im Großen Preis einen Tag zuvor behauptete er sich mit der erst neunjährigen Stute Jasmien vd. Bisschop an zweite Stelle hinter dem Belgier Koen Vereecke und Jativia. In einem weiteren 1,50-Meter-Springen platzierte sich Deußer zudem mit Jasmien an dritter Stelle.   hen

Christian Ahlmann hat mit dem Zangersheide Hengst Dominator 2000 Z noch viel vor

Christian Ahlmann mit Dominator 2000 Z Foto:www.sportpferdefotos.de
Christian Ahlmann mit Dominator 2000 Z Foto:www.sportpferdefotos.de

Die Zukunft hat für Christian Ahlmann in der vergangenen Woche begonnen. Beim Turnier in München hat der neue Rider of the Year mit seinem 15 Jahre alten Hengst Colorit einen wohlklingenden Titel gewonnen. Der 43 Jahre alte  Marler Springreiter sagt: „Das war ein großes Ziel von mir. Ich bin schon viele Jahre dabei und war auch immer sehr gut. Jetzt hat es geklappt, das ist schön.“ Neben dem Kampf um den Titel hat er seine größte Nachwuchshoffnung einem internationalen Test unterzogen. Wie sehr ihn das freut, ist zu erahnen. Grundsätzlich sagt er; „Wenn sich die eigene Zucht gut präsentiert, dann ist das ein erhebendes Gefühl. Wenn man den Eindruck hat, dass da ein ganz großes Pferd heranwächst, dann freut man sich ´nen Ast ab.“

Es geht um Dominator 2000 Z. Hier ist der Name Programm. Wie ein römischer Feldherr betritt der selbstbewusste achtjährige Rappe die Arena. Das 1,78 Meter große Muskelpaket hat bisher die internationalen Youngster-Prüfungen souverän absolviert und er versteckt sich auch in den Prüfungen für erwachsene Pferde weder unter dem Sattel seines Reiters noch fürchtet er sich vor der großen Olympiahalle oder den vom Parcoursdesigner gestellten Aufgaben.

Der schicke kapitale Hengst von Diamant de Semilly x Cassini I lässt die Kenner weltweit mit der Zunge schnalzen. Die Kombination der beiden berühmten Vererber mit dem Vollblut von Uropa Franklin xx macht den Topathleten aus. Und ein Weiteres reizt die Besitzer von Zuchtstuten: Den Nachkommen vererbt Dominator 2000 Z nicht nur sein Aussehen, sondern auch seine Qualitäten, es gibt bereits gekörte Söhne.

„Die Nachfrage der Züchter ist so groß, dass wir die Anzahl der Bedeckungen auf 150 in der Saison 2018 reduzieren mussten“, sagt Ahlmanns Lebensgefährtin Judy-Ann Melchior, die Chefin des berühmten Gestüts Zangersheide im belgischen Lanaken und auch Besitzerin von Dominator 2000 Z ist. Gemeinsam wurde entschieden: „Der Sport geht jetzt vor.“   

Judy-Ann selbst, eine international äußerst erfolgreiche Springreiterin, gewann bei den Weltreiterspielen 2010 in Kentucky mit dem belgischen Team die Bronzemedaille. Die zierliche Reiterin war es, die Dominator 2000 Z noch vor Christian Ahlmann bei internationalen Youngster-Prüfungen in Mechelen oder Leipzig vorstellte und das außergewöhnliche Springvermögen, gepaart mit Wendigkeit und Reitkomfort selbst erlebte.

Christian Ahlmann wird Dominator 2000 Z nun an den ganz großen Sport heranführen. Langsam, so ist seine Philosophie. Es bringe nichts, in jeder Prüfung das allerletzte aus den Pferden herauszuquetschen, nur deshalb, dass die selbsternannten Scouts ihre Handys zücken können. „En junges Pferd darf einen Fehler machen, es soll sogar aus den Fehlern lernen“, ist die Vorgehensweise, die er vertritt.

In der kommenden Saison wird Dominator 2000 Z  als Deckhengst wieder nur für etwa zwei Monate und 150 Stuten zur Verfügung stehen. „Danach soll er mit Christian in den großen Sport hineinwachsen, “ sagt Judy-Ann Melchior. Sie kann sich gut vorstellen, dass er auch bei den Turnieren der Longines Global Champions Tour eingesetzt wird. 

Ein Traum würde sich für die Pferdebesitzerin erfüllen, wenn Dominator 2000 Z dann in einigen Jahren züchterisch und sportlich in die Fußstapfen des großen Taloubet Z treten kann, der mit Ahlmann unzählige Preise gewonnen hat und auch als Vererber besticht. 

Gebangt – gehofft – gewonnen: Christian Ahlmann Rider of the Year

Freude pur - Christian Ahlmann wurde von Janne Meyer-Zimmermann und Andreas Kreuzer in der Olympiahalle kräftig "abgeduscht". (Foto: Stefan Lafrentz)
Freude pur – Christian Ahlmann wurde von Janne Meyer-Zimmermann und Andreas Kreuzer in der Olympiahalle kräftig „abgeduscht“. (Foto: Stefan Lafrentz)

(München) Er hatte sich das anders gedacht mit dem Titelgewinn. Christian Ahlmann, Rider of the Year 2018, wollte eigentlich sportlich einen rundum gelungenen Eindruck hinterlassen mit dem routinierten Schimmel Colorit. Daraus wurde nichts und ganz unvermutet sorgten die Top-Drei der DKB-Riders Tour dafür, dass ungeahnte Spannung aufkam bei der sechsten und letzten Wertungsprüfung der internationalen Springsportserie im Großen Preis der Deutschen Kreditbank AG. “Das war ein ganz großes Ziel von mir,” so Christian Ahlmann, “ich bin schon viele Jahre bei der Riders Tour dabei, war immer gut, hab aber nie gewonnen und deshalb wurde es mal Zeit.”

Favoriten mussten zittern

Ungeahnte Spannung kam auf, als zunächst Janne Friederike Meyer-Zimmermann mit ihrer noch jungen Stute Bali im Umlauf Fehler sammelte, auch Denis Nielsen und DSP Cashmoaker kamen nicht fehlerfrei ins Ziel und schließlich katapultierte sich Ahlmann mit drei Abwürfen aus der Siegerrunde heraus. “Das passte heute nicht so richtig, er hatte Fehler wo andere auch Fehler hatten, die zweite Hälfte war dann gut,” fasste Christian Ahlmann zusammen. Es war der 28 Jahre alte Andreas Kreuzer, der den Sieg des Westfalen ins Wanken bringen konnte und Kreuzer ließ mit Calvilot nichts unversucht, lieferte einen fehlerfreien Umlauf mit Calvilot ab und versuchte alles in der Siegerrunde.

“So wie ich geritten bin, hat man glaub ich gesehen, dass ich alles riskieren musste”, sagt Andreas Kreuzer, “ich hätte gewinnen müssen. Ob ich Zweiter oder Dritter bin, war für den Wert des Erfolges gar nicht entscheidend.” Kreuzer hat seine Möglichkeiten klug genutzt, vor der Finaletappe in München rangierte der Springreiter aus Damme auf Platz vier im Ranking der Riders Tour, jetzt ist er stolzer Besitzer eines nagelneuen Autos, so wie Ahlmann und Meyer-Zimmermann auch.

Adrenalin pur – Janne Friederike Meyer-Zimmermann

Janne Friederike Meyer-Zimmermann bekundete offen, mit jedem Starter in der Siegerrunde “irgendwie” gebangt zu haben. “Ehrlich, ich kenne den Sieger im Großen Preis, Edward Levy, überhaupt nicht, aber der ist so geil geritten und ich hab ihn angefeuert…”, lachte die Springreiterin, “ich hatte ja so vier, fünf Leute, die mich noch vom zweiten oder dritten Platz hätten verdrängen können und ich hab bei jedem mitgezittert und SMS mit Tjark hin und her geschickt…” Trainer Tjark Nagel bangte mit. “Das ist ja das Schöne an der DKB-Riders Tour,” so die Hamburger Amazone, “es kann passieren, dass man es nicht selbst in der Hand hat, aber es ist so spannend mit zu fiebern…”

Französischer Sieg im Großen Preis

Edward Levy und die 12 Jahre alte Stute Rebeca LS zeigten in der Olympiahalle München, das man ein großes internationales Springen auch als einer der ersten Starter in der Siegerrunde gewinnen kann. An der fabelhaften Zeit von 39,71 Sekunden scheiterten die Verfolger ein ums andere Mal. Am dichtesten kam Torben Köhlbrandt (Ibbenbüren) mit Miss Bubbles an die Siegerzeit heran und wurde Zweiter vor der Südafrikanerin Lisa Williams mit Campbell auf Platz drei. “Das war ein tolles Turnier hier”, so Levy über seinen allerersten Start bei den Munich Indoors.

Ergebnis Großer Preis der Deutschen Kreditbank AG, Internat. Springen (1,55m) mit zwei Umläufen

1. Edward Levy (Frankreich), Rebeca LS 0/ 39,71

2. Torben Köhlbrandt (Ibbenbüren), Miss Bubbles 0/ 41,23

3. Lisa Williams (Südafrika), Campbell 0/ 45,11

4. Alain Jufer (Schweiz), Rahmannshof Tic Tac 0/ 46,07

5. Guido Klatte (Lastrup), Quinghai 4/ 40,31

6. Nisse Lüneburg (Hetlingen), Luca Toni 4/ 40,89

Ranking DKB-Riders Tour nach der sechsten und letzten Etappe 2018

1. Christian Ahlmann (Marl) 40 Punkte

2. Janne Friederike Meyer-Zimmermann (Hamburg) 27

3. Andreas Kreuzer (Damme), 23

4. Denis Nielsen (Isen), 20

5. Gerrit Nieberg (Münster), 20

5. Lars Nieberg (Münster), 20

5. Mario Stevens (Molbergen), 20

5. Edward Levy (Frankreich), 20

5. Matthew Sampson (Großbritannien), 20

10. Elisabeth Meyer (Ising), 19

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München: Christian Ahlmann ist Rider of the Year

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München (fn-press). Nach fünf Etappen erreichte Deutschlands wichtigste Springsportserie „Riders Tour“ in der Münchner Olympiahalle ihr Jahresfinale. Erstmals darf sich Christian Ahlmann (43) als „Rider of the Year“ feiern lassen. Dieser Titel fehlte noch in der Sammlung des 43-Jährigen aus Marl.

Sein Punktevorsprung war zwar enorm, aber Christian Ahlmann konnte sich des Triumphes vor dem Münchner Finale der Riders Tour nicht sicher sein. Janne-Friederike Meyer-Zimmermann (Pinneberg) hätte ihm dem Titel streitig machen können und Andreas Kreuzer (Damme) mit einem Sieg zumindest gleichziehen können. Aber letztlich patzte die Konkurrenz, so dass Ahlmann mit 40 Punkten der Jahresbeste der Riders Tour ist und dafür mit einem schicken Automobil des Sponsors Mercedes belohnt wurde. In der Prüfung selbst, dem Großen Preis, lief es für Ahlmann allerdings nicht gerade optimal. Im Sattel des 15-jährigen Württemberger Hengstes Colorit (v. Coriano) kassierte er 13 Fehlerpunkte. Auch die Zweite im Ranking, Janne-Friederike Meyer-Zimmermann, fand nicht zu ihrer Topform. Mit der neunjährigen Holsteiner Stute Bali v. Cancara brachte sie es auf neun Fehlerpunkte. Andreas Kreuzer schließlich gab in der Siegerrunde mit seinem Wallach Calvilot v. Calvaro sogar auf.

Sieger des Großen Preises wurde der Franzose Edward Levy. Mit dem 24-Jährigen, der in der Vollbluthochburg Deauville (Normandie) lebt, hatte niemand gerechnet. Seine Stute Rebeca LS führte die Siegerrunde in fehlerfreien 39,71 Sekunden an. 13 Paare traten zur Siegerrunde an, neun von ihnen hatten den Umlauf fehlerfrei gemeistert, hinzu gesellten sich die vier besten Reiter mit vier Fehlern. Zweitbester wurde Thorben Köhlbrandt mit der Stute Miss Bubbles, Oldenburger Sportpferd v. Balou du Rouet, gefolgt von der Südafrikanerin Lisa Williams, die den Catoki-Nachkommen Campbell in ebenso fehlerfreien 45,11 Sekunden ins Ziel steuerte.   hen

Christian Ahlmann: “Ich freu mich drauf”

Christian Ahlmann und Nachwuchshoffnung Dominator Z in München. Der Profi ist Favorit der DKB-Riders Tour am Sonntag in der Olympiahalle. (Foto: Stefan Lafrentz)
Christian Ahlmann und Nachwuchshoffnung Dominator Z in München. Der Profi ist Favorit der DKB-Riders Tour am Sonntag in der Olympiahalle. (Foto: Stefan Lafrentz)

(München) Er ist der Führende der DKB-Riders Tour 2018, noch ganz entspannt und völlig gelassen. “Ich bekomme jetzt sicher keinen Zitteranfall”, lacht Christian Ahlmann mit Blick auf die sechste und letzte Wertungsprüfung der DKB-Riders Tour in München, “aber ich bin sowieso nicht der Typ dafür. Die Anspannung wird steigen, aber das muss auch so sein.” Ahlmann hat 13 Punkte Vorsprung vor Verfolgerin Janne Friederike Meyer-Zimmermann, durchaus komfortabel, allerdings glaubt der Springreiter nicht, dass seine Kollegin in irgendeiner Weise “Rücksicht” nehmen wird.

Colorit für München

“Vor drei Jahren hätte ich gewinnen müssen, um sie noch von Platz eins in München zu verdrängen”, erinnert sich Ahlmann, “das hat David Will damals mit seiner unglaublich schnellen Stute Mic Mac du Tillard verhindert. Jannes Vorsprung war damals allerdings komfortabler, als meiner jetzt, glaub ich..” Der Ranking-König aus Marl setzt auf den routinierten, 15 Jahre alten Colorit für die Entscheidung in der DKB-Riders Tour: “Er hat die Erfahrung, er kennt die Halle, er hat jeden Platz schon mal gesehen und er kann das alles springen. Das wird gar kein Problem sein, eher kann es schonmal sein, dass er zu cool ist.” Der Sieg in der DKB-Riders Tour fehlt dem Springreiter noch in der durchaus beachtlichen Titelsammlung.

Unterstützung für den 46-jährigen Springreiter, der bereits olympisches Edelmetall, EM- und WM-Medaillen und den Weltcupsieg eingeheimst hat, ist auf dem Weg nach München. “Meine Frau Judy-Ann und unser Sohn Leon sind auf der Anreise”, freut sich Christian Ahlmann. Am Freitagmorgen präsentierte der Springreiter eine Nachwuchshoffnung namens Dominator 2000 Z aus dem Gestüt Zangersheide. Der große Hengst ist begehrt bei Züchtern, jetzt soll der Sport im Vordergrund stehen. “Deswegen habe ich ihn auch mit, denn er kann alles springen”. so Ahlmann, “nur der Feinschliff und die Abstimmung müssen noch deutlich besser werden.”

Janne – Bali – München

Janne Friederike Meyer-Zimmermann präsentierte in München Cellagon Flipper im internationalen Eröffnungsspringen und wurde Fünfte. Für die kommenden Aufgaben in der DKB-Riders Tour im Championat am Samstag und im Großen Preis der Deutschen Kreditbank AG am Sonntag will Janne Meyer-Zimmermann die neun Jahre alte Schimmelstute Bali einsetzen. “Sie hat in Paderborn im Championat die Qualifikation sichergestellt. Ich hab sie seit einem guten Jahr und in den vergangenen Wochen hat sie sich wirklich für diese Prüfungen empfohlen”, schwärmt die Amazone aus Hamburg. “Wir wollen unseren Platz auf jeden Fall halten, aber ich muss dem Pferd gegenüber fair bleiben – sowas wie der Große Preis in München dürfte das schwerste sein, was sie bislang gegangen ist.”

An das Jahr 2015, als sie um den Gesamtsieg in der DKB-Riders Tour zittern musste und dann vor Freude Purzelbaum schlug, erinnert sich die Hamburgerin sehr gut und “feuert” nun vergnügt Scherze in Richtung Christian Ahlmann ab: “Also er muss keine Sorge haben, dass ich keine Rücksicht nehme. Ich bin ganz anders – ich klink mich dann auf jeden Fall in seine Party ein und würde mich total für ihn freuen….”

Details aus der Münchner Olympiahalle von der Qualifikation im Championat von München am Samstag und der sechsten Wertungsprüfung der DKB-Riders Tour am Sonntag gibt es live bei www.clipmyhorse.tv und am Sonntag von 16.15 – 16.45 Uhr beim Bayrischen Fernsehen BR.

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Gesamtsieg der DKB-Riders Tour im Visier – Christian Ahlmann im Interview

Christian Ahlmann kommt zu den MUNICH INDOORS 2018 als Führender in der DKB-Riders Tour Foto: Sportfotos-Lafrentz.de
Christian Ahlmann kommt zu den MUNICH INDOORS 2018 als Führender in der DKB-Riders Tour Foto: Sportfotos-Lafrentz.de

München – Christian Ahlmann hatte schon früh im Turnierjahr angekündigt, dass 2018 ein Jahr für seine Nachwuchspferde wird – ein „Ausbildungsjahr“ hat er es genannt. Warum die Rechnung teils aufging, ihn teils überraschte, vor allem aber erfreute und welche Rolle die MUNICH INDOORS vom 22. bis 25. November auf seiner To-Do-Liste spielen, hat er im Interview verraten.

Sie haben das Turnierjahr als Aufbaujahr für Nachwuchspferde genutzt, dabei unter anderem mit dem erst neunjährigen Clintrexo Z die Etappen der DKB-Riders Tour in Wiesbaden und Münster gewonnen. Haben Sie mit so durchschlagendem Erfolg gerechnet?

Christian Ahlmann: Teils, teils – ein Stück weit erwartet habe ich das schon, einfach in der Hoffnung, dass dieses wirklich gute Pferd auch den Sprung auf dieses Niveau schafft. Da war ich schon zuversichtlich. Dass es so schnell geklappt hat und der Hengst sich auch schon so gefestigt auf unterschiedlichen Plätzen zeigt, war dann doch überraschend und sehr erfreulich.

War denn die Teilnahme an der DKB-Riders Tour Teil des Plans, junge Pferde aufzubauen? 

Christian Ahlmann: Ehrlich gesagt war es eher eine spontane Entscheidung. Wiesbaden passte gut, weil Clintrexo Z schon in Hamburg gezeigt hat, dass er sich auf einem großen Rasenplatz wohl fühlt. Der Platz kam ihm also entgegen. Von da an war er auf allen Turnieren platziert. Der Sieg in Münster war für mich schon eher überraschend. Da hat der Hengst einfach gezeigt, dass er in seiner Entwicklung einen großen Schritt weitergekommen ist und auch auf einem etwas kleineren Sandplatz Leistung zeigen kann. Vor allem das Stechen war da richtig gut!

Und jetzt geht es nach München, um den Sack zu zu machen und Rider of the Year zu werden?

Christian Ahlmann: Ja, das würde ich ganz gerne machen!

Wie sieht denn Ihre Planung für die Hallensaison aus?

Christian Ahlmann: Ich werde mit Clintrexo Z in Helsinki in den Weltcup starten. Mit Tokyo plane ich ebenfalls für den Weltcup, und es ist im Moment wahrscheinlich, dass er auch in München geht, aber sicher bin ich mir da noch nicht, welches der beiden Pferde in der Olympiahalle geht.

Clintrexo Z und Tokyo sind derzeit ihre beiden Toppferde, was unterscheidet die beiden?

Christian Ahlmann: Charakterlich sind sie sich sehr ähnlich. Clintrexo Z ist Hengst, Tokyo Wallach, aber beide sind sehr liebe und unkomplizierte Pferde im Umgang. Reiterlich ist Clintrexo Z einfacher. Er hat die ganz normale Laufbahn eines Springpferdes durchlaufen, ist den klassischen Weg über Jungpferdeprüfungen gegangen und hat dadurch schon sehr viel Erfahrung im Turniersport. Er war auch letztes Jahr und Anfang diesen Jahres mit meiner Lebensgefährtin Judy Ann Melchior in Großen Preisen platziert. Ganz anders sieht es bei Tokyo aus. Er hatte eine lange Verletzungspause und somit seine Jugend quasi auf der Weide verbracht. Er ist jetzt elf und erst letztes Jahr in den Turniersport gestartet. Er kann sich schon Mal stark machen und ist im Maul nicht immer ganz einfach, macht das aber mit seiner Qualität am Sprung wieder wett.

Ist Clintrexo Z denn auch im Deckeinsatz?

Christian Ahlmann: Nein, im Moment noch nicht. Es war uns wichtig, dass er Zeit hatte, erwachsen zu werden. Er war zunächst ein Spätzünder. Aber sportlich hat es sich gelohnt zu warten und das Deckgeschäft wird sicher auch noch auf ihn zukommen, die Nachfrage ist jedenfalls sehr groß.

Ein weiterer Youngster unter ihrem Sattel ist Solid Gold, er ist vor ein paar Wochen Weltmeister der siebenjährigen Springpferde geworden. Welche Pläne haben Sie mit ihm, vielleicht ein Start beim Equiline Youngster Cup in München?

Christian Ahlmann: Solid Gold hat nach der WM eine Pause bekommen. Ich hab noch keinen konkreten Plan, aber er soll in der Hallensaison in der Youngster Tour gehen, weil wir planen, ihm im Frühjahr eine Deckpause zu geben. Es kann gut sein, dass ich ihn mit nach München nehme. Er ist ein unheimlich liebes Pferd und sehr einfach zu reiten. Wir haben die Hoffnung, dass er ein richtig gutes Pferd wird. Auch seine Nachkommen sind vielversprechend.

Sie waren das letzte Mal 2015 in München und damals mit Codex One im Großen Preis der Deutschen Kreditbank AG platziert. Freuen Sie sich auf München und was macht Codex One?

Christian Ahlmann: Der Plan ist immer noch, dass der Hengst nochmal Turnier geht, und er fühlt sich im Moment auch sehr gut an. Aber wir mussten auch den einen oder anderen Rückschlag hinnehmen. Wann er wieder eingesetzt wird, entscheidet allein das Pferd und da lasse ich mich auch nicht aus der Ruhe bringen. 
Auf München freue ich mich sehr, das ist ein echtes Highlight! Ich bin einfach froh, dass der Termin dieses Jahr gut in meinen Turnierplan passt und die Chance auf den Gesamtsieg in der DKB-Riders Tour möchte ich natürlich nutzen, der fehlt noch auf meiner To-Do-Liste!

Infos und Tickets:
Infos zu den 21. MUNICH INDOORS vom 22. – 25. November 2018 gibt es ganz aktuell unter www.munich-indoors.de oder bei facebook.com/munichindoors oder #munichindoors.

Tickets können Sie jederzeit online unter www.engarde.de/tickets bestellen oder schicken Sie eine Email anticket@engarde.de, außerdem montags bis freitags von 9.00 bis 13.00 Uhr telefonisch unter der Rufnummer 0 18 05 / 119 115. Darüber hinaus gibt es Tickets bei den bekannten Vorverkaufsstellen MuenchenTicket.de undTicketmaster.de.

Christian Ahlmann gewinnt schon wieder – DKB-Riders Tour Münster

Christian Ahlmann und Clintrexo Z gewannen in Münster die vierte Etappe der DKB-Riders Tour. Jetzt führt der Westfale das Ranking der Serie mit 20 Punkten Vorsprung an. (Foto: Stefan Lafrentz)
Christian Ahlmann und Clintrexo Z gewannen in Münster die vierte Etappe der DKB-Riders Tour. Jetzt führt der Westfale das Ranking der Serie mit 20 Punkten Vorsprung an. (Foto: Stefan Lafrentz)

(Münster) Nach der dritten Etappe hat Christian Ahlmann aus Marl nun auch die vierte Etappe der DKB-Riders Tour gewonnen. So wie schon in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden holte sich der 43 Jahre alte Profi mit dem Hengst Clintrexo Z den Sieg im Großen Preis von Münster. Lohn der 38,30 Sekunden schnellen Runde im zweiten Umlauf:  20 Punkte für das Ranking der DKB-Riders Tour und sichere Führung, und ein nagelneues BMW-Cabrio mit 300 PS aus dem Hause Hakvoort. So könne das gern weitergehen, ließ der Springreiter aus Marl wissen, dem Söhnchen Leon vor lauter Begeisterung stürmisch in die Arme sprang.

Loblied auf die Pferde

Auf den voll besetzten Tribünen wurde der Sieger begeistert gefeiert und auch der lange führende Marcus Ehning (Borken) nahm es gelassen, dass er am Ende doch Zweiter war. “Christian hat mich auch in der Vergangenheit schon häufiger abgefegt, damit muss ich manchmal leben”, versicherte Ehning augenzwinkernd. Ein Loblied sangen beide Reiter auf ihre Pferde. Der erst neun Jahre alte Clintrexo Z steigert sich mit jeder Aufgabe. “Heute hier im Stechen war das mit Sicherheit nochmal schneller und schwieriger, als z.B. in Berlin und er macht das wirklich sehr sehr gut”, so Ahlmann. “Funky Fred steht ja immer ein wenig im Schatten von Comme il Faut und Pret-a-Tout. Er ist unser eigener, ich habe die Mama und auch den Papa schon geritten und Funky ist ein Pferd von unglaublich gutem Charakter, wenn man ihn braucht so wie heute – ist er da,” hebt Ehning hervor.

Platz drei ging an Philipp Weishaupt aus Riesenbeck und Asathir. Die Selle Francais-Stute gehört eigentlich dem Saudi Kamal Bahamdan und wird “vertretungsweise” von Weishaupt geritten. “Wenn ich sie reiten kann, dann sind wir immer sehr erfolgreich”, unterstreicht Weishaupt, “heute bin ich einmal im Sattel etwas ins straucheln geraten und hab für eine Sekunde die Linie ein wenig verloren, aber ich bin sehr zufrieden.”

Allein an der Spitze

Mit dem Sieg bei der vierten Etappe der DKB-Riders Tour hat Ahlmann seine Position in der DKB-Riders Tour deutlich ausgebaut. Zwei Siege, zweimal volle Punktzahl: mit 40 Zählern hat sich der Top-Reiter ein gutes Polster geschaffen, das die Verfolger nun erstmal angreifen müssen. Denis Nielsen aus Isen, der mit Ahlmann vor Münster auf Platz eins residierte, blieb ohne Punkte in Münster und teilt sich den zweiten Rang mit Matthew Sampson aus Großbritannien und mit Lars Nieberg. Der zweimalige Mannschafts-Olympiasieger aus Münster wurde beim “Heimspiel” mit Foster Vierter und hat nun 20 Punkte auf dem Konto. Spannend war es in Münster und genau das freute auch Barbara Ramm (BEMER Int. AG): “Ich werde mehr und mehr zum Fan des Reitsports, nicht nur weil der Sport so großartig ist, sondern auch wegen der Resonanz, die wir auf unser Produkt bekommen. Etliche Reiterinnen und Reiter fragen, wir tauschen uns aus, bekommen immer ein Feedback und das ist schon bemerkenswert.” Die BEMER Int. AG ist einer von zwei Hauptsponsoren der DKB-Riders Tour.

Etappe Nummer fünf in Paderborn

Die nächste Chance in der DKB-Riders Tour wartet bei der Paderborn Challenge vom 6. – 9. September. Christian Ahlmann kann diese Chance nicht nutzen, weil er in Rom startet und WM-Kandidat Marcus Ehning ist im kanadischen Calgary gefordert, bevor die WM in den USA beginnt. Ahlmann kündigte nach den beiden Erfolgsetappen bereits an, den Turnierplan zu überdenken, denn “in München würde ich dann schon gern dabei sein”. Bei den Munich Indoors geht es Ende November um den Gesamtsieg bei der 18. Auflage der internationalen Springsportserie DKB-Riders Tour.

Ergebnis Internationales Springen mit Stechen, BMW Hakvoort Trophy, Wertungsprüfung der DKB-Riders Tour

1. Christian Ahlmann (Marl), Clintrexo Z 0/ 38,30

2. Marcus Ehning (Borken), Funky Fred 0/ 38,80

3. Philipp Weishaupt (Riesenbeck), Asathir 0/ 39,85

4. Lars Nieberg (Münster), Foster 0/ 41,53

5. Marc Houtzager (Niederlande), Sterrehof`s Baccarat 0/ 42,66

6. Paul Estermann (Schweiz), Curtis Sitte 0/ 43,53

Ranking der DKB-Riders Tour nach vier von sechs Etappen

1. Christian Ahlmann (Marl), 40 Punkte

2. Denis Nielsen (Isen), 20

2. Lars Nieberg (Münster), 20

2. Matthew Sampson (Großbritannien), 20

5. Christian Rhomberg (Österreich), 17

5. Marcus Ehning (Borken), 17

5. Sergio Alvarez Moya (Spanien), 17

5. Gilbert Tillmann (Grevenbroich), 17

9. Marcel Marschall (Altheim), 16

10. Philipp Weishaupt (Riesenbeck), 15

10. Sandra Auffarth (Ganderkesee), 15

10. Cameron Hanley (Irland), 15

DKB-Riders Tour im Internet – www.DKB-riderstour.de,

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Gut angefangen: Christian Ahlmann in der DKB-Riders Tour in Münster

Christian Ahlmann und Cornwell erwischten einen tadllosen Auftakt bei der vierten Etappe der DKB-Riders Tour in Münster. (Foto: Stefan Lafrentz)
Christian Ahlmann und Cornwell erwischten einen tadllosen Auftakt bei der vierten Etappe der DKB-Riders Tour in Münster. (Foto: Stefan Lafrentz)

(Münster) Das fing schon mal gut an für Christian Ahlmann. Der Springreiter aus dem westfälischen Marl nutzte die Mittlere Tour beim Turnier der Sieger in Münster zum “Warm-Up” für die vierte DKB-Riders Tour-Etappe und sprang auf Platz sechs. Ahlmann ist eine von zwei Rankingspitzen der DKB-Riders Tour in Münster – steht also unter Dauerbeobachtung. Mit dem acht Jahre alten Westfalenhengst Cornwell blieb Ahlmann fehlerfrei in 61,79 Sekunden.

Heimspiel für Ahlmann

Zwei von drei Rankingspitzen der DKB-Riders Tour sind mit Ahlmann (Marl) und Denis Nielsen aus Isen bei der vierten Etappe in Münster dabei. Nielsen pilotierte seinen neun Jahre alten Carlo auf Rang 13, blieb ebenfalls ohne Fehler. Die vierte Etappe der DKB-Riders Tour ist Christian Ahlmann sehr vertraut, immerhin zählt er zu den weltbesten Reitern aus Westfalen und Münster kennt er seit seiner Jugend. “Das erste Mal Münster ist schon einige Jahre her, es war noch auf der Westerholt`sche Wiese und es war alles ziemlich matschig und nass”, so Ahlmann und “zu den Reitern die ich gesehen hab, zählt Gert Wiltfang. Den habe ich zu den Stallzelten begleitet, die ewig weit weg waren”. Aus dem jugendlichen Reiter, der den Weltmeister in Münster bewundert hat, ist längst ein international renommierter Springreiter geworden und hier in Münster kann Christian Ahlmann viel dafür tun, seiner Titelsammlung ein weiteres Prädikat hinzu zu fügen – das des Rider of the Year.

“Super-Sport in Münster”

Die besten Chancen bietet dafür ein Sieg in der vierten Wertungsprüfung der DKB-Riders Tour, im Großen Preis von Münster am Sonntag. Ahlmann bleibt ganz bescheiden: “Das wäre zumindest eine tolle Sache. Aber wir haben ein Super-Teilnehmerfeld hier und werden Super-Sport erleben. Ich will meinen Beitrag dazu gern leisten.” Das sie sehr gut vorbereitet sind, stellten auch schon der zweimalige Vielseitigkeits-Olympiasieger Michael Jung (Horb) mit fischerChelsea, Marco Kutscher (Bad Essen) mit Charco und Aachen-Sieger Marcus Ehning (Borken) mit Firth of Lorne unter Beweis. Sie belegten die Plätze eins bis drei vor Christian Ahlmann.

Die Qualifikation zur DKB-Riders Tour Wertungsprüfung zeigt das WDR-Fernsehen am Samstag live von 16.00 – 17.15 Uhr. Die Wertungsprüfung am Sonntag wird von 15.00 – 17.10 Uhr im WDR-Fernsehen übertragen. Das Turnier der Sieger ist zudem Thema im Livestream von www.clipmyhorse.tv.

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