Salzburg: Benjamin Werndl gewinnt Weltcup

FN Logo (Herkunft: FN)
FN Logo (Herkunft: FN)

Salzburg (fn-press). Benjamin Werndl (Aubenhausen) setzte seine derzeitige Erfolgsserie auch beim Dressur-Weltcup im Salzburger Messezentrum fort. Zwei Wochen zuvor bei den Munich Indoors mit Nachwuchspferd Famoso OLD im Grand Prix Special siegreich, gewann der 34-jährige Bayer nun mit dem Wallach Daily Mirror die Weltcup-Kür.

Die fünfte Station des Dressur-Weltcups (Westeuropa-Liga) führte die Aktiven ins Salzburger Messezentrum. Schon im Grand Prix lagen die Prozentpunkte der Spitzenpaare sehr dicht beieinander, so dass die Kür viel Spannung versprach. Benjamin Werndl hatte mit dem 14-jährigen westfälischen Wallach Daily Mirror (v. Damon Hill) knapp vorgelegt. 74,783 Prozent reichten aber zum Sieg. Mit exakt demselben Ergebnis von 74,609 beendeten Dorothee Schneider (Framersheim) mit Faustus und der Schwede Patrik Kittel mit Delatio den Grand Prix.

Die Kür verlief für Benjamin Werndl zwar nicht optimal, aber kleine Fehler (Einerwechsel, Angaloppieren im starken Trab und Stocken in der Piaffe) drückten das Ergebnis kaum: Die Vorstellung des eleganten Rappen honorierten die fünf Jurymitglieder mit 80,79 Prozent. Ebenfalls über 80 Prozent erzielte Patrik Kittel. Wie beim Weltcup in Lyon belegte der im Münsterland lebende 42-Jährige mit dem Hannoveraner Hengst Delatio v. De Niro Platz zwei (80,010). Bei diesem Paar war sich die Richtergruppe am meisten einig, bei Dorothee Schneiders Vorstellung hingegen gingen die Meinungen weit auseinander. Der zehnjährige Senkrechtstarter Faustus, Hannoveraner v. Falsterbo, hat noch wenig Kürerfahrung, zeigte aber in Salzburg eine nahezu makellose Prüfung. Die Bewertung schwankte zwischen Platz eins (82,9 Prozent) und Platz fünf (77,725). Am Ende wurde es Platz drei für das deutsche Paar.

Hinter der in Hamburg lebenden Australierin Kristy Oatley mit Du Soleil, wie Kittels Delatio ein hannoverscher De Niro-Sohn (79,330), platzierte sich Fabienne Müller-Lütkemeier (Paderborn) an fünfter Stelle. Ihr elfjähriger bayerischer Florestano-Sohn Fabregaz wurde mit 77,230 Prozent bewertet.

Nach fünf von zehn Etappen auf dem Weg zum Finale in Göteborg (3. bis 7. April) führen Benjamin Werndl und Dorothee Schneider mit jeweils 65 Punkten das Ranking der Westeuropa-Liga an, gefolgt von Morgan Barbacon-Mestre/Frankreich (44) und Fabienne Müller-Lütkemeier (40). Drei deutsche Teilnehmer können sich für das Finale qualifizieren, neben der gesetzten Titelverteidigerin Isabell Werth (Rheinberg) sind also noch zwei Startplätze zu vergeben.   hen

München: Special-Sieg für Benjamin Werndl

FN Logo (Herkunft: FN)
FN Logo (Herkunft: FN)

München (fn-press). Benjamin Werndl (Aubenhausen) und Anja Plönzke (Heidenrod) waren die großen Gewinner der beiden Dressurtouren der Munich Indoors. In der Olympiahalle ritt Werndl mit dem Oldenburger Famoso OLD zum Sieg im Grand Prix Special, während Anja Plönzkes Entscheidung für die Kür im Sattel des Hannoveraners Tannenhof’s Fahrenheit ebenfalls mit Platz eins belohnt wurde.

Hubertus Schmidt (Borchen) wurde seiner Favoritenrolle im Grand Prix gerecht: Mit dem neunjährigen Westfalen Escolar, im vergangenen Jahr Zweiter beim Finale des Nürnberger Burg-Pokals, hatte er 75,437 Prozent erreicht. „Das war der erste lange Grand Prix und gleich international, das hat er grandios gemacht“, schwärmte Schmidt von seinem Escolar. Ob die gute Form des Estobar-Sohns auch für einen Special-Sieg am nächsten Tag reichen würde, konnte nicht geklärt werden, denn Schmidt klagte über eine schmerzhafte Sehnenzerrung und verzichtete auf den Start. So war der Weg frei für den knapp geschlagenen Grand Prix-Zweiten Benjamin Werndl, der mit dem Oldenburger Wallach Famoso OLD ebenfalls ein neunjähriges Nachwuchspferd an den Start brachte. Der Farewell III-Sohn meisterte das Special-Pensum fehlerfrei und mit viel Ausdruck, was sich in der hohen Note von 76,766 Prozent widerspiegelte: Deutlicher Sieg mit einem Vorsprung von über fünf Prozent auf das zweitplatzierte österreichische Paar, Ulrike Prunthaller und Bartlgut’s Duccio (71,702). Dritte im Special wurden die Schweizerin Birgit Wientzek-Pläge und der Wallach Robinvale (70,468).

Die zweite Dressurtour des Vier-Sterne-CDI begann wiederum mit einem Sieg für Hubertus Schmidt. Mit dem erst achtjährigen westfälischen Hengst Escorial gewann er den Grand Prix. Der ein Jahr jüngere Vollbruder von Escolar kam ebenso bei Züchterin Sabine Ludwichowski in Recklinghausen zur Welt. In der Kür konnte Schmidt den Erfolg nicht wiederholen, das Paar rangierte mit 74,725 Prozent an dritter Stelle. Der Reitmeister aus Ostwestfalen war dennoch mehr als zufrieden: „Escorial hat toll mitgemacht, obwohl wir die Kür gar nicht so richtig geübt hatten. Am Ende hat ihm ein bisschen die Kraft gefehlt, aber ich bin sehr überzeugt von dem Pferd.“

Zum Kürsieg ritt Anja Plönzke (Heidenrod) mit dem Hengst Tannenhof’s Fahrenheit (v. Fidermark). Der elfjährige Hannoveraner, der im Grand Prix Platz zwei belegt hatte, wurde mit 76,825 Prozent bewertet und verwies damit knapp Matthias Bouton (Wasserburg) und den niederländischen Hengst Meggles Boston auf Rang zwei (76,675). Der Bereiter im Stall von Marina und Toni Meggle sagte: „Boston und ich sind ja noch nicht so lange ein Paar, es war erst unser viertes Turnier und zudem ist es eine neue Kür.“ Vierter wurde der Luxemburger Sascha Schulz, der in der Olympiahalle den imposanten Lusitano-Hengst Dragao vorstellte (74,357).    hen

EQUITANA 2019 präsentiert: Von Bredow-Werndl Live

Jessica von Bredow-Werndl und Benjamin Werndl werden bei der Equitana erwartet (Pressefoto: Equitana)
Jessica von Bredow-Werndl und Benjamin Werndl werden bei der Equitana erwartet (Pressefoto: Equitana)

Sie sind das derzeit erfolgreichste Geschwister-Paar des Reitsports: Jessica von Bredow-Werndl und Benjamin Werndl. Jessica holte sich erst im September mit der deutschen Dressur-Mannschaft den Weltmeistertitel, Benjamin erreicht in internationalen Prüfungen regelmäßig Top-Platzierungen. Vor allem aber ergänzen sich die beiden als Team: Sie trainieren zusammen und leiten gemeinsam ihre Reitanlage Aubenhausen in Bayern. Warum sie und ihre Pferde sportlich so erfolgreich sind, zeigen die beiden am 11. März auf der EQUITANA 2019 in der exklusiven Abendshow „Von Bredow-Werndl Live powered by Lami-Cell“.

Junge Pferde ausbilden und an ihre Möglichkeiten im Sport heranführen, das haben sich die Geschwister zur Aufgabe gemacht. Im Mittelpunkt steht dabei neben der artgerechten Haltung ein abwechslungsreiches Training, mit dem Jessica von Bredow-Werndl und Benjamin Werndl die Talente junger Pferde fördern.

Dabei legen sie besonderen Wert darauf, die jeweiligen Begabungen und Schwerpunkte jedes einzelnen Pferdes zu erkennen, um diese dem Alter entsprechend zu fördern und aufzubauen. Das heißt auch, ihnen ausreichend Zeit für die individuelle Entwicklung zu geben. Gerade bei der Ausbildung möchten die Geschwister die Entwicklung der Pferde zulassen und seine Begabungen fördern. 

In Aubenhausen kommt das Pferd immer an erster Stelle. Täglicher Weidegang und vielseitiges Training im Wald, am Hang oder auf der hauseigenen Galoppbahn, ist den Geschwistern wichtig. Die Faszination für das Dressurreiten liegt für sie in der Einheit von Mensch und Pferd. 

„Reiten ist so etwas Schönes“, sagt Jessica. „Ich will zeigen, wie wir daran arbeiten, irgendwann die perfekte Verbindung zum Pferd zu haben und wie wir uns das feine Reiten erarbeiten“. Vor allem möchten die beiden eine Botschaft in die Welt senden: „Man kann Höchstleistung von den Pferden verlangen – und sie machen das gerne“, ist Benjamin überzeugt.

Das Konzept geht auf, das zeigen die Erfolge: Über 100 S-Siege, 20 Medaillen bei Deutschen Meisterschaften und Europameisterschaften der Junioren und Jungen Reiter haben sie so gewonnen.

Abendshow am 11. März in Essen

Einblicke in ihre Philosophie und Trainingskonzepte geben die beiden in der großen Abendshow „Von Bredow-Werndl live powered by Lami-Cell “ am Montag, den 11. März auf der EQUITANA in Essen. In der zweistündigen Show zeigen Jessica und Benjamin verschiedene Abschnitte in der Ausbildung ihrer Dressurpferde. Dabei erläutern sie nicht nur ihre Arbeitsmethodik und Zielsetzung, sondern zeigen uns auch, wie sie sich selbst und auch ihr Team körperlich und mental fit halten. 

„Es ist für uns eine große Ehre, dass wir unsere Konzepte und Ideen auf der EQUITANA zeigen dürfen“, so Jessica. Und was die Besucher am Ende mitnehmen sollen, verrät sie auch: „Die Besucher sollen heimgehen und sagen: ‘Boah – das will ich ausprobieren‘. Sie sollen inspiriert nach Hause gehen und mit ganz viel Freude am nächsten Tag zu ihrem Pferd kommen“. 

Der Ausbildungsabend der EQUITANA hat sich zu einer festen Größe im Abendprogramm entwickelt. „Nach Klaus Balkenhol, Uta Gräf und Ingrid Klimke freuen wir uns, 2019 die Live-Veranstaltungsreihe mit Jessica und Benjamin – zwei Reitern der nächsten Generation – fortsetzen zu können“, so EQUITANA-Chefin Christina Uetz. Zum 25. Mal bringt die EQUITANA vom 9. bis 17. März wieder alles zusammen, was die internationale Pferdewelt aktuell zu bieten hat. Die EQUITANA-Jubiläumsausgabe hat dazu neben dem weltweitgrößten Ausstellungsbereich wieder zahlreiche Top-Events im Angebot – darunter die Pferdegala HOP TOP Show und exklusive Ausbildungsabende mit den Stars des Reitsports. 

Eintrittskarten für die EQUITANA und zu „Von Bredow-Werndl live powered by Lami-Cell“ sind ab sofort im EQUITANA-Ticketshop erhältlich. 

„Von Bredow-Werndl live powered by Lami-Cell“

Montag, 11. März 2019, 20 Uhr

EQUITANA

Messegelände Essen

www.equitana.com

Budapest: Schneider und Werndl siegreich

FN Logo (Herkunft: FN)
FN Logo (Herkunft: FN)

Budapest (fn-press). Während der Dressur-Weltcup der Westeuropa-Liga erst Mitte Oktober in die neue Saison startet, finden die ersten Qualifikationen der Zentraleuropa-Liga bereits statt. In Budapest führte Dorothee Schneider (Framersheim) die Hannoveranerin Rock’n Rose auf den ersten Platz im Grand Prix, Benjamin Werndl (Aubenhausen) sicherte sich mit Daily Mirror den Sieg in der Weltcup-Kür.

Die beiden deutschen Gäste lieferten sich in Ungarns Hauptstadt Budapest zum Start der neuen Weltcup-Saison ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Den ersten Sieg verbuchte Dorothee Schneider. Im Sattel der 14-jährigen Hannoveraner Stute Fohlenhofs Rock’n Rose v. Rubin-Royal führte sie das Grand Prix-Feld mit 73,674 Prozent an und verwies ihren deutschen Kollegen Benjamin Werndl mit dem gleichaltrigen westfälischen Wallach Daily Mirror v. Damon Hill auf den zweiten Platz (72,935). Auf Platz drei folgte die für Frankreich startende Spanierin Morgan Barbancon Mestre mit dem Hannoveraner Hengst Sir Donnerhall II v. Sandro Hit (72,109).

In der Kür wurden die Karten neu gemischt. Benjamin Werndl zeigte mit Daily Mirror eine makellose Prüfung, die die Richter mit hohen 78,025 Prozent bewerteten. Damit hatte der 34-jährige Bayer deutlich die Führung übernommen. Auf Platz zwei schob sich Morgan Barbacon Mestre mit Sir Donnerhall vor (75,775), ganz knapp dahinter an dritter Stelle Dorothee Schneider mit Rock‘n Rose (75,575).

Parallel zum Weltcup bot der Veranstalter auch ein Drei-Sterne-Dressurturnier an. Den Grand Prix und den Grand Prix Special gewann Morgan Barbancon-Mestre mit dem KWPN-Wallach Bolero v. Johnson (69,065 Prozent im Grand Prix, 73,213 im Special). In beiden Prüfungen auf dem zweiten Platz behauptete sich Dorothee Schneider, die in dieser Tour den elfjährigen Oldenburger Wallach Quadriga Don Ciscmo v. Diamond Hit gesattelt hatte (68,761 bzw. 69,66). Im Grand Prix folgte an dritter Stelle Christina Boos (Moosburg) mit Lobenswert v. Lissabon (68,087), im Special ritt Ursula Wagner (Aßling) mit Dilenzio OLD v. Duino zum drittbesten Ergebnis (67,745).   hen