Amsterdam: Daniel Deußer wird Dritter im Weltcup

That winning feeling!! Sweden’s Henrik von Eckermann celebrates his extraordinary victory with Toveks Mary Lou in today’s twelfth leg of the Longines FEI Jumping World Cup™ 2018/2019 Western European League in Amsterdam (NED). (FEI/Arnd Bronkhorst)
That winning feeling!! Sweden’s Henrik von Eckermann celebrates his extraordinary victory with Toveks Mary Lou in today’s twelfth leg of the Longines FEI Jumping World Cup™ 2018/2019 Western European League in Amsterdam (NED). (FEI/Arnd Bronkhorst)

Amsterdam (fn-press). Weltcup-Sieg in Verona, Sieg auch in Madrid, und beinahe hätte es auch mit dem dritten Triumph in Amsterdam geklappt. Für Daniel Deußer (Mechelen/Belgien) und Tobago Z endete das Stechen des Weltcup-Springens letztlich mit Platz drei. Der 37-Jährige konnte dennoch sehr zufrieden sein, denn im Großen Preis belegte er noch den zweiten Platz mit der Stute Jasmien vd. Bisschop.

Das Weltcup-Springen von Amsterdam hatte es wahrlich in sich. Lange Zeit waren es nur zwei Reiter, die den anspruchsvollen, von dem Niederländer Louis Konickx gebauten Parcours fehlerfrei überwunden hatten. Erst gegen Ende der Prüfung wuchs das Feld im Stechen auf acht Paare an. Mit von der Partie: Daniel Deußer und der elfjährige Zangersheider Fuchshengst Tobago Z . Die beiden gaben im Stechen alles, Deußer riskierte extrem enge Wendungen, und dennoch sollte die Zeit von 33,54 Sekunden nicht reichen. Der nach ihm startende Schweizer Pius Schwizer und der Mecklenburger Wallach Cortey Cox (v. Carlo) waren noch einen Hauch schneller unterwegs (33,34), aber auch für den Eidgenossen zerplatzte die Hoffnung auf den Sieg. Noch mal über zwei zehntel Sekunden flotter galoppierte schließlich der Schwede Henrik von Eckermann mit seiner großartigen westfälischen Montender-Tochter Toveks Mary Lou über die Ziellinie (0/33,01): Sieg und knapp 50.000 Euro Preisgeld in der mit insgesamt 151.000 Euro dotierten Weltcup-Prüfung. Marcus Ehning (Borken) hatte Pech, sein 16-jähriger französischer Wallach Pret a Tout trat einmal die Stange herunter. Als 13. verpasste Ehning knapp die Platzierungsränge.

Auch wenn der dritte Weltcup-Sieg Daniel Deußer versagt blieb, so hatte der 37-Jährige doch allen Grund, mit sich und seinen Pferden zufrieden zu sein. Am Vortag hatte er im Großen Preis von Amsterdam mit der zehnjährigen belgischen Schimmelstute Jasmien vd. Bisschop den zweiten Platz hinter dem siegreichen Franzosen Simon Delestre mit Hermes Ryan belegt. Platz drei erzielte er außerdem mit der erst neunjährigen belgischen Stute Kiana van het Herdershof in einem weiteren Fünf-Sterne-Springen.

Noch eine Qualifikation steht vor dem Weltcup-Finale in Göteborg Anfang April aus: Am kommenden Wochenende haben die Aktiven in Bordeaux letztmalig Gelegenheit, Punkte zu sammeln. Aus deutscher Sicht sicher in Göteborg dabei sind Daniel Deußer, der nun mit 79 Punkten in Führung liegt, und Christian Ahlmann (72).   hen

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Amsterdam: Platz 1 bis 3 für Deutschland

Isabell Werth gewinnt mit Weihegold die Weltcup-Qualifikation in Neumünster (Foto: FEI/Arndt Bronkhorst)
Isabell Werth gewinnt mit Weihegold die Weltcup-Qualifikation in Neumünster (Foto: FEI/Arndt Bronkhorst)

Amsterdam (fn-press). Eine beeindruckende Kostprobe ihrer Stärke auf dem Viereck gaben die deutschen Reiterinnen bei der Weltcup-Etappe in Amsterdam ab. Isabell Werth (Rheinberg) siegte mit der Stute Weihegold OLD vor Dorothee Schneider (Framersheim), die den Wallach Sammy Davis jr. an den Start brachte. Auf Rang drei folgte mit Helen Langehanenberg und dem Hengst Damsey FRH wiederum ein deutsches Paar.

Sieg Nummer zwei in der laufenden Weltcup-Saison für Weihegold: Nach Stockholm Anfang Dezember 2018 gewann die 14-jährige Oldenburgerin mit Isabell Werth nun auch ihre zweite Weltcup-Kür. Die Don Schufro-Tochter erhielt von den fünf Richtern für ihre makellose Vorführung zwischen 84 und 88 Prozent, im Schnitt übernahm das Paar mit 86,81 Prozent deutlich die Führung. Das Amsterdamer Publikum spendierte standing ovations. Über vier Prozent weniger erzielte Dorothee Schneider (82,675). Auch ihr 13-jähriger bayerischer Wallach Sammy Davis v. San Remo machte seine Sache bestens. Dieselbe Rangierung an erster und zweiter Stelle hatte es am Vortrag auch im Grand Prix gegeben.

Verlief der Grand Prix für Helen Langehanenberg mit dem Hannoveraner Damsey vielleicht ein wenig enttäuschend (Platz sieben), präsentierte sich der 17-jährige Sohn des Dressage Royal in der Kür in Topform. 82,440 Prozent bedeuteten Platz drei. Eine so große Dominanz gelingt den deutschen Weltcup-Akteuren auch nicht alle Tage. Die mit nach Amsterdam gereiste Bundestrainerin Monica Theodorescu hatte jedenfalls allen Grund, stolz auf ihre „Mädels“ zu sein.

Auf dem vierten Rang schloss sich der Schwede Patrik Kittel mit dem Oldenburger Delauny an (82,29). Für die gastgebenden Niederländer erreichte Hans Peter Minderhoud mit dem KWPN-Hengst Glock’s Dream Boy das fünftbeste Ergebnis (81,38). Als vierter deutscher Starter ging Frederic Wandres (Hagen a.T.W.) in Amsterdam auf Punktejagd. Mit dem zwölfjährigen Hannoveraner Duke of Britain bekam der Bereiter auf dem Hof Kasselmann 77,08 Prozent (Platz zehn).

Noch zweimal macht der Dressur-Weltcup auf dem Weg zu seinem Finale in Göteborg (3. bis 7. April) Station: in Neumünster und in s’Hertogenbosch. Die meisten Punkte hat bislang Dorothee Schneider auf dem Konto (70), knapp gefolgt von Helen Langehanenberg (68) und Benjamin Werndl (65). Neben der vorqualifizierten Titelverteidigerin Isabell Werth kann Deutschland noch zwei weitere Teilnehmer schicken. Es bleibt also spannend, wer sein Ticket lösen wird.   hen