Juli 9, 2020

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Wiedersehen mit First Romance, Finalsieger im Nürnberger Burg-Pokal 2018, und Dorothee Schneider beim Schafhof Dressurfestival in Kronberg. (Foto: Stefan Lafrentz)

Wiedersehen mit First Romance, Finalsieger im Nürnberger Burg-Pokal 2018, und Dorothee Schneider beim Schafhof Dressurfestival in Kronberg. (Foto: Stefan Lafrentz)

Schafhof Dressurfestival – Unverhofft kommt oft

Wiedersehen mit First Romance, Finalsieger im Nürnberger Burg-Pokal 2018, und Dorothee Schneider beim Schafhof Dressurfestival in Kronberg. (Foto: Stefan Lafrentz)
Stefan Lafrentz Wiedersehen mit First Romance, Finalsieger im Nürnberger Burg-Pokal 2018, und Dorothee Schneider beim Schafhof Dressurfestival in Kronberg. (Foto: Stefan Lafrentz)

Kronberg – Die Entscheidung fiel nach kurzer, intensiver Diskussion mit dem Team. Das Schafhof Dressurfestival ermöglicht für die Qualifikation zum Piaff-Förderpreis und die Sichtung zur U25-Europameisterschaft, die ursprünglich in Warendorf stattfinden sollte, beim Schafhof Dressurfestival eine willkommene Ausweichmöglichkeit. Turnierchef Matthias Alexander Rath: “Ich hatte am späten Abend die erste Nachricht, dass es für Warendorf eng werden könnte, morgens standen wir dann vor der Entscheidung – können wir das?” Der Schafhof kann und will den Nachwuchsreiterinnen und -reitern genau die ersehnte Chance in Kronberg bieten.

“Es werden lange Tage am Samstag und Sonntag”, räumt Matthias Rath ein, “aber das gibt es andernorts auch schon mal, machen wir also das Beste daraus.” Notwendig wurde die Verlegung der Piaff-Förderpreis-Qualifikation durch den Lock-Down im Landkreis Warendorf, infolge der rasant steigenden Infektionszahlen nach einem Corona-Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück.

Machbar und gewünscht

“Für den Piaff-Förderpreis waren 21 Paare nominiert und 17 hatten auch in Warendorf genannt”, so der Turnierleiter, “ das ist eine Größenordnung, die auch hier bei uns vertretbar ist.” Der Piaff-Förderpreis ist die wichtigste deutsche Dressurserie für junge Dressurtalente bis 25 Jahre. Nun kommt die Serie praktisch “nach Hause”, denn benannt ist sie nach Liselott Linsenhoffs (Schindling-Rheinberger) Olympiapferd Piaff. Die Liselott Schindling-Stiftung zur Förderung des Dressursports hat die Serie initiiert und entwickelt.

Nachwuchs trifft Idole in Kronberg – “Stars von Morgen”

Dieser Name ist Programm und bietet sowohl jungen Dressurreiterinnen und -reitern bis maximal 25 Jahre eine Plattform, als auch jungen Dressurpferden. Der Unterschied: die jungen Dressuasse dürfen mit routinierten und mehrfach platzierten Pferden in diese Prüfungen gehen, die jungen Pferde werden von durchaus erfahrenen Dressurreiterinnen und -reitern präsentiert. Das motiviert Nachwuchsreiter ganz ungemein und kann auch spannende Ergebnisse bescheren. Gut möglich, dass die hessischen Nachwuchsreiter also auf Dorothee Schneider, Matthias Alexander Rath oder Fabienne Müller-Lütkemeier treffen. Rund 40 Paare haben sich für die erste Prüfung der Serie, eine Intermedaire II angemeldet. Die besten 24 Paare dieser Inter II starten dann am Sonntag in der Finalqualifikation für “Stars von Morgen” und dann geht es um eine Dressurprüfung Kl. S*** mit Piaffe und Passage. First Romance soll z.B. in dieser Prüfung an den Start gehen und der ist Dorothee Schneiders Finalsieger des NÜRNBERGER BURG-POKAL 2018. Im “Gepäck” hat die Mannschafts-Olympiasiegerin, -Welt und -Europameisterin außerdem auch Pferde für die Qualifikation zum diesjährigen NÜRNBERGER BURG-POKAL, beide acht Jahre alt, beide im Besitz von Österreichs Reitsportpräsidentin Elisabeth Max-Theurer. Villneueve und Sistes Act OLD vom Rosencaree sollen sich allerdings nicht gegenseitig Konkurrenz machen und Dorothee Schneider trifft die Entscheidung selbst, welches Pferd in Kronberg Kurs auf den St. Georg Spezail nimmt…

Nachwuchs auf zwei und vier Beinen…

Spannend – so dürfte das Schafhof Dressurfestival auch für Ann Kathrin Linsenhoff und Klaus-Martin Rath werden, denn sowohl zweibeiniger Nachwuchs, als auch ein Pferd aus eigener Zucht stellen sich “zuhause” dem sportlichen Vergleich. Tochter Liselott Marie Linsenhoff startet mit Danönchen OLD, Matthias Alexander Rath will True Love OLD satteln, die aus eigener Zucht stammt. “Also eigentlich ist das immer eine emotionale Sache, wenn man ein junges Pferd über Jahre ausbildet und die Rückmeldung bekommt, ob man auf dem richtigen Weg ist”, sagt Klaus-Martin Rath, “ich mache da auch zwischen eigener Zucht und Aufzucht keine so großen Unterschiede.” Wie ruhig und gelassen Ann Kathrin Linsenhoff und Klaus-Martin Rath tatsächlich zuschauen, verrät am Wochenende sicher auch das Pferdesportportal www.clipmyhorse.tv, das das Dressurfestival im Livestream zeigt. Damit haben Pferdesportfans die Chance, Dressur pur am Bildschirm zu erleben, denn aufgrund der Corona-Beschränkungen ist zuschauen auf dem Schafhof leider noch nicht möglich.