Juli 12, 2020

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Flinker Fuchs: Wonderful Moon und Andrasch Starke beim Sieg in der Kölner Union. Der dreijährige Hengst ziert die Spitze der Favoritenliste für das IDEE 151. Deutsche Derby in Hamburg. (Foto: Galoppfoto/ Sorge)

Flinker Fuchs: Wonderful Moon und Andrasch Starke beim Sieg in der Kölner Union. Der dreijährige Hengst ziert die Spitze der Favoritenliste für das IDEE 151. Deutsche Derby in Hamburg. (Foto: Galoppfoto/ Sorge)

IDEE 151. Deutsches Derby: Wonderful Moon weiterhin die Nummer eins, aber Dicaprio rückt auf

Flinker Fuchs: Wonderful Moon und Andrasch Starke beim Sieg in der Kölner Union. Der dreijährige Hengst ziert die Spitze der Favoritenliste für das IDEE 151. Deutsche Derby in Hamburg. (Foto: Galoppfoto/ Sorge)
Frank Sorge/galoppfoto.de/Scherning Flinker Fuchs: Wonderful Moon und Andrasch Starke beim Sieg in der Kölner Union. Der dreijährige Hengst ziert die Spitze der Favoritenliste für das IDEE 151. Deutsche Derby in Hamburg. (Foto: Galoppfoto/ Sorge)

(Hamburg) Wonderful Moon ist und bleibt der Top-Favorit auf den Sieg im wichtigsten deutschen Galopprennen des Jahres 2020: Der von Champion Henk Grewe in Köln für die vierköpfige Besitzergemeinschaft des Stalles Wasserfreunde um den früheren Sport-Vermarkter Lars-Wilhelm Baumgarten, den Kölner Renn-Vereins-Präsidenten Eckhard Sauren sowie Uwe Aisch und Peter Vogt trainierte dreijährige Hengst gewann am vergangenen Sonntag mit dem Sparkasse KölnBonn-Union-Rennen (Gruppe II) in Köln die bedeutendste Vorprüfung für das IDEE 151. Deutsche Derby. Dieses mit 650.000 Euro dotierte und über 2.400 Meter führende Event am 12. Juli ist der große Höhepunkt beim drei Renntage umfassenden IDEE Derby-Meeting vom 10. bis 12. Juli 2020 auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn.

Wonderful Moon könnte auf den Spuren von Weltstar und Laccario wandeln, die in den vergangenen beiden Jahren nach ihren Siegen in der Union auch das Blaue Band für sich entschieden und die Herzen des Hamburger Publikums eroberten. 2020 sind wegen der Corona-Situation leider Großveranstaltungen bis Ende August nicht in der üblichen Form gestattet, daher wird das Derby erstmals in seiner Geschichte ohne Zuschauer vor Ort ausgetragen und ausschließlich per Live-Stream im Internet zu sehen sein.

Der allseits erwartete Kölner Erfolg von Wonderful Moon, der als 1,3:1-Favorit am Totalisator in der Domstadt angetreten war, war allerdings keine Machtdemonstration, wie man es allgemein erwartet hatte, sondern fiel mehr in die Kategorie Arbeitssieg. Mit einer dreiviertel Länge war es am Ende aber eine sichere Angelegenheit für den bei nun sechs Starts viermal erfolgreichen Sohn des 2014 im Derby siegreichen Sea The Moon, der damals mit elf Längen Vorsprung für das Gestüt Görlsdorf triumphierte.

„Man darf nicht übersehen, dass er einen sehr aufwändigen Rennverlauf hatte, da er immer außen herum gehen musste. Aber wir wollten uns auf keine Positionskämpfe einlassen und auf Nummer sicher gehen. In Hamburg wird er noch mehr zeigen“, erklärte Wonderful Moons Trainer Henk Grewe, der nach dem zweiten Platz mit Django Freeman 2019 nun den Sieger im Blauen Band stellen möchte und mindestens drei große Hoffnungsträger im Rennen hat.

Klare Nummer eins in den Wettmärkten

Wonderful Moon wird bei den Online-Buchmachern RaceBets.de und pferdewetten.de derzeit zu Kursen von 2,3 bzw. 2.5:1 gehandelt. Damit ist seine Quote für das Blaue Band, für das aktuell noch 54 Pferden starberechtigt sind (Stand: 16.6.) weiter gefallen. Am Jockey dürfte er kaum scheitern, denn der in Stade bei Hamburg geborene Andrasch Starke (46), der auch in der Union sein Partner war, gewann schon sieben Mal das Rennen der Rennen. Von 2015 (Nutan) datiert sein bislang letzter Derby-Sieg. Er selbst bezeichnet die Rennbahn Hamburg-Horn gerne als sein „Wohnzimmer.“ Sein Kommentar zur Union: „Diesmal konnte Wonderful Moon zwar keinen zusätzlichen Gang einlegen, aber ich hoffe, dass er dieses gewisse Extra genau im Derby wieder zur Verfügung haben wird.“ Wie am Montag bekanntgegeben wurde, zieht man einen Auftritt im IDEE 151. Deutschen Derby einem Start im französischen Pendant vor.

Spielt Dicaprio die Hauptrolle?

Ein neuer Name im Vorderfeld des Derby-Wettmarkts ist ein weiterer Grewe-Hengst: Dicaprio, benannt nach dem Hollywood-Schauspieler Leonardo DiCaprio, könnte durchaus die Hauptrolle im IDEE 151. Deutschen Derby spielen. Bei zwei Starts war noch nie ein anderes Pferd vor dem Sohn des 2007 im Blauen Band erfolgreichen Adlerflug. Und der Sieg des im Besitz von Christoph Holschbach und Thomas Krauth stehenden Dicaprio am Montag im neugeschaffenen Münchener Derby Trial (Listenrennen, 12.500 Euro, 2.200 m) in der bayerischen Metropole fiel atemberaubend aus.

Mit enormer Schlussoffensive dominierte er unter dem Franzosen Clement Lecoeuvre gegen Notre Ruler und Atiaro auf sehr schwerem Boden. „Passt auf ihn im Derby auf“, sendete der Jockey eine Kampfansage, auch an Wonderful Moon. Die verwandtschaftlichen Vorgaben könnten kaum besser sein, denn Dicaprio ist ein Halbbruder von Django Freeman, und dieser Hengst gewann 2019 das Bavarian Classic und war danach Zweiter hinter Laccario im IDEE 150. Deutschen Derby. 5:1 bei RaceBets.de bzw. 6:1 bei pferdewetten.de lautet sein neuer Derby-Kurs.

Grocer Jack im Derby noch dichter bei Wonderful Moon?

Einen deutlichen Sprung nach vorne in den Derby-Wettmärkten machte der Union-Zweitplatzierte Grocer Jack aus dem Kölner Stall von Waldemar Hickst. Der im Besitz des Kölners Dr. Christoph Berglar (Zweiter im Derby 2012 mit Novellist, der damals als heißer Favorit Pastorius vor sich dulden musste) stehende Hoffnungsträger lief in der wichtigsten Vorbereitungsprüfung noch dicht an Wonderful Moon heran. „Wir waren sehr zufrieden. Die 200 Meter längere Derby-Distanz kann nur von Vorteil sein“, sagte Hickst nach der Union. Offen ist derzeit noch die Reiterfrage. Stalljockey Marco Casamento musste in Köln wegen einer Sperre zuschauen, dafür stieg mit Bauyrzhan Murzabayev der aktuelle Champion und Führende der Statistik in den Sattel. Grocer Jack steht bei 6:1 (pferdewetten.de) bzw. 7,5:1 (RaceBets.de).

Immer wieder Grewe

Eine weitere prominente Rolle im Wettmarkt nimmt Adrian ein, der ebenfalls den Grewe-Stall repräsentiert und die Farben des Gestüts Auenquelle (Rödinghausen) von Peter-Michael Endres und Karl-Dieter Ellerbracke trägt. 8,5:1 (RaceBets.de) und 10:1 (pferdewetten.de) sind die derzeitigen Derby-Kurse für den Sieger des RaceBets.de-Derby-Trials in Düsseldorf.

Darboven-Hoffnungen

Sir Polski, der die Farben des Hamburger Unternehmers, langjährigen Derby-Sponsors und HRC-Vizepräsidenten Albert Darboven trägt, war als Sechster im Union-Rennen ohne Möglichkeit. Er hat ebenso eine Nennung für das IDEE 151. Deutsche Derby wie die Darboven-Stute Russian Souffle, die am vergangenen Samstag in Dresden ihr erstes Rennen gewann.

Mit einem zweiten Platz in einem Listenrennen in Chantilly empfahl sich am Sonntag der im Besitz des Müncheners Simon Springer (Ecurie Normandie Pur Sang) stehende Frohsim, der die Reise nach Hamburg antreten soll. Er ist noch für Kurse von 10:1 (Racebets.de) bzw. 15:1 (pferdewetten.de) zu wetten. Sein Bezwinger Mare Australis (10:1 bei RaceBets.de bzw. 15:1 bei pferdewetten.de), der dem Gestüt Schlenderhan gehört, hat ebenfalls noch ein Derby-Engagement, doch dem Vernehmen nach soll der Hengst eher in Frankreich bleiben. „Galopper des Jahres“ Rubaiyat, am vergangenen Sonntag Zweiter in den Italienischen 2.000 Guineas, wird nicht im IDEE 151. Deutsche Derby starten, wie Racing Manager Holger Faust am Montag versicherte.

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