Zwei Deutsche Meisterschaften und internationale Gäste – Riesenbeck freut sich auf hochwertige Veranstaltungen

Wie in der Formel 1 und bei den Springreitern - Jubel bei den Vierspännerfahrern - Foto: RI
Wie in der Formel 1 und bei den Springreitern – Jubel bei den Vierspännerfahrern – Foto: RI

Das Jahr beginnt mit vielversprechenden Veranstaltungen im Pferdesportzentrum an der Surenburg. An Ostern kommen die Amateure auf die weitläufige Anlage an der Surenburg. Zum Freejjump Contest, der bereits zum dritten Mal ausgetragen wird, reisen auch Teilnehmer aus Frankreich und den BeNeLux-Staaten an und tragen am 21. und 22. April ihre Spring-Wettbewerbe aus. “Wir bieten den Teilnehmern neben den Prüfungen immer ein Abendprogramm an. Vielleicht gefällt es den Gästen und unserem französischen Sponsor deshalb so gut bei uns”, sagt Karsten Lütteken, der Geschäftsführer von Riesenbeck International. 

Gemeinsam mit seinem Team ist er schon jetzt daran, das Sommerturnier (21. bis 23. Juni) zu organisieren, bei dem – auch schon fast traditionell – Dressur, Springen und auch Vierspännerfahren auf dem Programm steht. Die Springreiter starten im großen Rasenstadion und unter Flutlicht bei einem CSI** und einem CSIYH (junge Pferde), die besten Dressurreiter der Altersklasse U25 treten in der großen Halle gegeneinander an. Dressur, Marathon und Hindernisfahren heißt es für die Vierspännerfahrer, die zudem um Punkte in der Weltcupwertung kämpfen.  “Wir werden wieder ein international hochklassiges Fahrerfeld haben und gleichzeitig die Deutschen Meisterschaften austragen”, sagt Lütteken. Nachdem im vergangenen Jahr bereits die neuen Fahrhindernisse zum Einsatz kamen und sich alle Teilnehmer lobend geäußert haben, lag es nahe, auch 2019 den Fahrern wieder ein Championat anzubieten.  

 Da Riesenbeck ein Standort der Longines World Equestrian Academy ist, befindet sich die Anlage von 4. bis 11. August ganz in der Hand der Jugend dieser Welt. Angeboten wird ein Lehrgang unter Anleitung der Springreiter-Profis um Ludger Beerbaum, Kurse zur körperlichen Fitness und ein umfassendes Rahmenprogramm, das sich um Themen wie Pferdemanagement, Fütterung, Hufpflege widmet, und noch auch Ausflüge in eine Pferdeklinik und zur Longines Global Champions Tour nach Valkenswaard unternimmt. 

Erstmals werden hochambitionierte Amateure von 20. bis 22. September bei den die Deutschen Amateurmeisterschaften 2019 erwartet. Seit 2017 werden deren Meister in Dressur und Springen ermittelt. 40 Dressur- und 60 Springreiter kämpfen dann um die Titel. Im Rahmen dieses Championats findet außerdem das deutsche Quadrillenchampionat statt, das für die Zuschauer ein besonderes Highlight ist.

Einen festen Platz im Turnierkalender hat das Riesenbeck International Indoors**. Vom 4. bis 6. Oktober nutzen die internationalen Profis die guten Bedingungen in der Veranstaltungshalle, um den Wechsel von der Freiland- in die Hallensaison zu vollziehen und sich auf die anstehende Weltcup-Saison vorzubereiten. Da auch talentierte Nachwuchspferde und Sportler aus der Region die Chance haben, am Turnier teilzunehmen, ist diese Veranstaltung immer ein willkommener Anlass, Pferdefreunde aller Leistungsklassen zu treffen. 

Alle Informationen unter: www.riesenbeck-international.de

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Ergebnisdienst vom 18. bis 24. März 2019

FN Logo (Herkunft: FN)
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Internationales Springturnier (CSI3*) mit Deutschem Hallenchampionat und HGW-Bundesnachwuchschampionat der Springreiter vom 22. bis 24. März in Braunschweig 
Großer Preis
1. Christian Kukuk (Riesenbeck) mit Lacasino; 0/0/34,76
2. Finja Bormann (Harsum) mit A crazy son of Lavina; 0/0/36,58
3. Rolf-Göran Bengtsson (SWE) mit Oak Grove’s Carlyle; 0/0/37,25

HGW-Bundesnachwuchschampionat
1. Hanna Schumacher (Bottrop) mit Catinka; Wertnote 18,9
2. Janne Visscher (Leer) mit La Grafina; 18,1
3. Anne Götter (Eppingen) mit Cheyenne; 18,0

Deutsche Meisterschaft der Landesverbände
1. Baden-Württemberg mit Hans-Dieter Dreher (Eimeldingen) mit Arko Junior/Tobias Schwarz (Herbolzheim) mit La Belle – J/Tina Deuerer (Bretten) mit C.T.; 8/365,20
2. Hannover I mit Harm Lahde (Hesslingen) mit Oak Grove’s Flickering Star/Tim-Uwe Hoffmann (Rhade) mit Casta Lee/Steffen Engfer (Rosengarten) mit Catja; 12/362,05
3. Saarland mit Andreas Woll (Neunkirchen) mit Cutest Tabou/Thies Beyer (Illingen) mit Superior/Niklas Betz (Kirkel) mit Una Beretta; 12/370,27

Deutsches Hallenchampionat der Landesmeister
1. Inga Czwalina (Fehmarn) mit Cezanne; 0/39,41
2. Philip Bölle (Haselünne) mit Coupe d’Or; 4/39,98
3. Niklas Betz (Kirkel) mit Contan; 8/38,26

Weitere Informationen unter www.loewenclassics.com

Internationales Springturnier (CSI5*/U25) vom 22. bis 24. März in Paris/FRA 
Großer Preis
1. Simon Delestre (FRA) mit Hermes Ryan; 0/0/34,68
2. Christian Ahlmann (Marl) mit Dominator 2000 Z; 0/0/34,86
3. Eduardo Alvarez Aznar (ESP) mit Seringat, 0/0/36,15

Großer Preis U25
1. Laureen Budde (Herford) mit Gosbodino 2; 0/0/41,32
2. Lea de Coulon (SUI) mit Jordan van’t Nachtegalehof; 0/0/44,03
3. Tressy Muhr (ISR) mit Jimcy du Lys; 0/0/44,55

Weitere Informationen unter www.sauthermes.com

Internationales Springturnier (CSI4*) vom 19. bis 24. März in Wellington/USA 
Großer Preis
1. Emil Hallundbaek (DEN) mit Chalisco; 0/0/42,379
2. Rodrigo Lambre (BRA) mit Chacciama; 0/0/42,758
3. Harrie Smolders (NED) mit Une de L’othain; 0/4/41,023

19. Markus Beerbaum (Thedinghausen) mit Carlito’s Way 6, 8/87,76

Weitere Informationen unter www.equestriansport.com oder www.gdf.coth.com

Internationales Springturnier (CSI4* – Sunshine Tour) vom 19. bis 24. März in Vejer de la Frontera/ESP
Großer Preis
1. Peter Moloney (IRL) mit Ornellaia; 0/0/47,08
2. Anthony Condon (IRL) mit Sfs Aristio; 0/0/47,20
3. Susan Fitzpatrick (IRL) mit Fellow Castlefield; 0/0/47,52

15. Torben Köhlbrandt (Emsdetten) mit Quintino 9; 1/81,94

Weitere Informationen unter www.sunshinetour.net

Internationales Springturnier (CSI3*/1*/J/P – Toscana Tour) vom 18. bis 24. März in Arezzo/ITA 
Großer Preis
1. Lisa Nooren (NED) mit VDL Groep Sabech d’Ha; 0/0/41,72
2. Pierre Marie Friant (FRA) mit Urdy d’Astree; 0/0/42,60
3. Luka Zaloznik (MKD) mit Chablou; 0/4/41,41
4. Holger Wenz (Bad Laer) mit Conner; 0/4/43,23

Weitere Informationen unter www.arezzoequestriancentre.com

Internationales Springturnier (CSI3*) vom 18. bis 24. März in Vilamoura/POR 
Großer Preis
1. Morgan Bordat (FRA) mit Uma; 0/0/41,22
2. Faye Schoch (SUI) mit Quincy W; 0/4/41,02
3. Marc Bettinger (Deutschland) mit Casalini; 0/15/58,07

Weitere Informationen unter www.vilamouratour.com

Internationales Springturnier (CSI3*/1*) vom 20. bis 24. März in Gorla Minore/ITA 
Großer Preis
1. Douglas Lindelöw (SWE) mit Jezebel; 0/0/38,07
2. Graham Gillespie (GBR) mit Quantum KS; 0/0/38,27
3. Davide Kainich (ITA) mit Oliver Twist Bay; 0/0/40,26

9. Wolfgang Puschak (Aystetten) mit Number One 32; 4/74,56

Weitere Informationen unter www.equieffe.it

Internationales Ponydressurtunier (CDIP) vom 22. bis 24. März in Motesice/SVK 
Pony Team
1. Jana Lang (Schmidgaden) mit Nur für Dich; 70,095 Prozent
2. Borbala Berczi (HUN) mit Comtesse van de Beekerheide; 67,048
3. Rita Laura Nagy (HUN) mit Dano’s Miracle KS; 65,875

Pony Individual
1. Jana Lang (Schmidgaden) mit Nur für Dich; 71,261 Prozent
2. Borbala Berczi (HUN) mit Comtesse van de Beekerheide; 68,739
3. Rita Laura Nagy (HUN) mit Dano’s Miracle KS; 66,577

Pony Kür
1. Jana Lang (Schmidgaden) mit Nur für Dich; 73,850 Prozent
2. Rita Laura Nagy (HUN) mit Dano’s Miracle KS; 69,317
3. Borbala Berczi (HUN) mit Comtesse van de Beekerheide; 68,933

Weitere Informationen unter www.furioso.sk

Kukuk macht’s noch mal in Braunschweig

Christian Kukuk siegt mit Lacasino im Großen Preis der Volkswagen AG Foto: ACP-Fotografie-Pantel.de
Christian Kukuk siegt mit Lacasino im Großen Preis der Volkswagen AG Foto: ACP-Fotografie-Pantel.de

Der Sieg im Großen Preis der Volkswagen AG beim Braunschweig CLASSICO geht in diesem Jahr an Christian Kukuk. Zum zweiten Mal nach 2017 hat sich der Bereiter aus dem Stall Beerbaum den Braunschweiger Sieg gesichert. 2017 saß er auf Cordess, in diesem Jahr hatte er den elfjährigen Lordanos-Sohn Lacasino unter dem Sattel. „Dieser Sieg ist für mich eine unheimlich schöne, emotionale Sache und ich freue mich sehr, hier jetzt stehen zu dürfen“, strahlt der Sieger. „Lacasino hat ein großes Dankeschön verdient. Nach der Mauer im zweiten Umlauf habe ich ehrlich gesagt nur noch Richtung nächsten Sprung gesteuert, den Rest hat er gemacht. Er hat sensationell mitgekämpft und es mir heute sehr leicht gemacht!“ Kukuk blieb mit seinem ‘Kämpfer’ in beiden Umläufen fehlerfrei und flitzte in 34,76 Sekunden durch die zweite Runde. Uneinholbar für alle anderen.

13 der 42 Starter aus zehn Nationen durften im zweiten Umlauf noch mit um den Sieg reiten, keiner kam an Kukuks Zeit heran. Platz zwei ging an die 23-jährige Finja Bormann. Bormann und Braunschweig – das passt. Im vergangenen Jahr hatte die aufstrebende Springsportlerin bereits ein Springen der großen Tour gewonnen, in diesem Jahr wurde es Platz zwei im Sattel des 13-jährigen A Crazy Son of Lavina im Besitz des Elmgestüts Drei Eichen, Familie Müter. Mit 36,58 Sekunden legte sie eine verdammt schnelle Runde aufs Parkett und blieb dennoch fast zwei Sekunden hinter der Zeit von Kukuks Husarenritt. „Bis zum Großen Preis lief das Wochenende für mich nicht so gut, gestern hatte ich zwei Fehler im Stechen“, resümierte Finja Bormann. „Vielleicht war das genau richtig, so habe ich heute im zweiten Umlauf einen kühlen Kopf behalten.“

Deutlich wird der enorme Speed der beiden Erstplatzierten auch, wenn man auf die weiteren Platzierten blickt: Rolf-Göran Bengtsson folgt auf Platz drei in 37,25 Sekunden. Sein Partner: der elfjährige Holsteiner Carlyle. „Ich war heute ein bisschen feige, naja zurückhaltend, und bin nicht voll nach vorne geritten“, gab Bengtsson zu. „Aber auch sonst hätte ich gegen Christian keine Chance gehabt.“

Fünf Reiter hatten das Kunststück vollbracht und sind in beiden Umläufen fehlerfrei geblieben. Einfach war das nicht, Parcourschef Marco Behrens hatte sich wieder einmal einen kniffligen Parcours ausgedacht. Als besondere Tücke im Parcours von Parcourschef Marco Behrens erwies sich die dreifache Kombination auf der Schlusslinie. „Die Dreifache am Ende und zum Ausgang hin, das war schwierig für die Pferde“, erklärte Tobias Meyer. „Da hatte ich auch ein paar Probleme, aber Corny hat toll mitgekämpft.“So schaffte das Erfolgspaar zwar noch den Sprung in die zweite Runde, dort aber kassierten sie einen Abwurf und wurden am Ende Achte.

Birgit Honé, Ministerin des Landes für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, gehörte bei der Siegerehrung ebenso zu den Gratulanten wie Anke Kapphammel, Bürgermeisterin der Stadt Braunschweig, und Gunnar Kilian, Mitglied des VW-Konzernvorstandes. Die Volkswagen AG ist Partner des Braunschweiger Turniers von Anfang an, also jetzt seit 18 Jahren – eine stabile und erfolgreiche Partnerschaft! Kilian war es eine besondere Freude, den Schlüssel für das Siegerfahrzeug an Christian Kukuk zu übergeben: einen VW T-Roc Sport mit 150 PS im Wert von 43.500 Euro. Ein schönes nachträgliches Geburtstagsgeschenk. Vor knapp drei Wochen hat der Sieger seinen 29. Geburtstag gefeiert.

Sonderehrenpreis für…
…den erfolgreichsten Reiter der Großen Tour, den Löwen Cup, erhielt Harm Lahde.
…den erfolgreichsten Reiter des Braunschweig CLASSICO 2019, der Veolia-Sonderehrenpreis, ging an den Polen Jaroslaw Skrzyczynski.
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Das Braunschweig CLASSICO-Fazit von…
…Axel Milkau
, Turnierchef des Braunschweig CLASSICO: „Es waren alle gut drauf. Die 700 Meter Entfernung zwischen Stall und Halle können wir nicht ändern, aber das Wetter war in diesem Jahr ideal – Pferde, Reiter, Pfleger, alle waren bester Stimmung. Wir hatten tollen Sport, sehr viele wunderbare, emotionale Momente und mit 25.000 Zuschauern an den drei Turniertagen sind wir total happy. Für uns war der Braunschweig CLASSICO ein absoluter Erfolg!“
 
…Franke Sloothaak
, sportlicher Leiter des Braunschweig CLASSICO: „Das Prüfungsangebot, die Mannschafts-Wettbewerbe und die gewaltige Stimmungslage – es war fantastisch. Wir hatten auch super Sieger mit beispielsweise Holger Wulschner, Tobias Meyer, Michael Jung und Felix Haßmann. Wir hatten erstklassige Parcours mit toller Linienführung, gebaut von Marco Behrens. Und dann das Braunschweiger Publikum, das auch am Samstagabend um 23.00 Uhr bei der letzten Siegerehrung noch sitzen blieb und den Sportlern Respekt zollte. Ich denke, der Braunschweig CLASSICO ist toll gelungen!“

…Eve Jobs, US-amerikanische Springreiterin: „Ich bin das erste Mal in Braunschweig gewesen, zum ersten Mal überhaupt in Deutschland auf einem Turnier. Dieses Turnier ist unglaublich, phänomenal. Ich bin wirklich sehr nervös wegen des Weltcup-Finales, weil ich mein Team stolz machen und mein Land gut vertreten möchte, aber ich hätte mir kein besseres Turnier zur Vorbereitung auf das Weltcup-Finale vorstellen können als Braunschweig. Vielen Dank, dass ich hier beim Braunschweig CLASSICO an den Start gehen durfte.“

Und der Braunschweig CLASSICO-Ausblick von…
……Axel Milkau
, Turnierchef des Braunschweig CLASSICO: „Mit sechs statt wie bisher fünf Hauptsponsoren haben wir im kommenden Jahr noch mehr Möglichkeiten. Wir werden den U25-Springpokal wieder nach Braunschweig zurückholen. Er passt einfach genau zu unserer Philosophie. Und wir werden die Youngster-Tour von zwei auf drei Prüfungen aufstocken, die dritte Prüfung sogar als Weltranglistenspringen. Deshalb werden wir im kommenden Jahr schon am Donnerstagabend beginnen und auf dreieinhalb Turniertage aufstocken.“

LC Kids-Trophy geht weiteren
Es war eine Premiere, die ganz sicher weiterhin ihren Platz im Programm des Braunschweig CLASSICO behalten wird: die LC Kids-Trophy, der Führzügel-Wettbewerb für die Kleinsten. „Wer diese glänzenden Kinderaugen gesehen hat, die leuchtenden Augen der Eltern und Zuschauer, die Tränen der Siegerin – ich wollte diese Trophy unbedingt. Sie gehört zu Braunschweig“, betont Turnierchef Milkau aus voller Überzeugung. „Diese Trophy zeigt, was Herzblut für Pferde bedeutet.“ 20 Kinder durften bei der Premiere der LC Kids-Trophy an den Start gehen. Alle haben einen Scheck über 300 Euro bekommen – für die Jugendförderung in ihrem Verein. Die Nachwuchsförderung ist und bleibt ein Hauptaugenmerk in Braunschweig.

Der Braunschweig CLASSICO-Termin 2020 zum Vormerken: 05.-08. März!​​​​​​ 2020 !

ERGEBNISSE des Braunschweig CLASSICO:

Sonntag, 24. März 2019:


05. Großer Preis der Volkswagen AG  – Int. Springprüfung mit 2 Umläufen (1.55 m) – CSI3*

1. Christian Kukuk, GER / Lacasino 0 Strafpunkte 34.76 sec  alle im 2. Umlauf
2. Finja Bormann, GER / A crazy son of Lavina  0 Strafpunkte 36.58 sec
3. Rolf-Göran Bengtsson, SWE /  Oak Grove’s Carlyle  0 Strafpunkte 37.25 sec
4. Harm Lahde, GER /  Larry  0 Strafpunkte 37.43 sec
5. Jan Andre Schulze Niehues, GER /  Fitch  0 Strafpunkte 45.30 sec
6. Robert Whitaker, GBR / Catwalk IV  4 Strafpunkte 35.99 sec

Paris: Christian Ahlmann auf Platz zwei

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Paris (fn-press). Im imposanten Grand Palais von Paris lud erneut Frankreichs Modekonzern Hermes zum Fünf-Sterne-CSI ein. Für Christian Ahlmann (Marl) hat sich die Reise ausgezahlt: Der 44-Jährige belegte mit dem Hengst Dominator den zweiten Platz hinter dem französischen Sieger Simon Delestre.

Erst seit einem Jahr reitet Christian Ahlmann den Zangersheider Hengst Dominator, der von Diamant de Semilly abstammt. Seine Lebensgefährtin Judy-Ann Melchior hatte den Rappen sportlich aufgebaut. Jetzt neunjährig, ist das Pferd großen Aufgaben in Fünf-Sterne-Parcours gewachsen, wie in Paris deutlich zu sehen war. Im mit 400.000 Euro dotierten Großen Preis blieben Ahlmann und Dominator zunächst im Umlauf fehlerfrei. Im üppigen Stechen, das 15 Paare erreicht hatten, vermied Dominator ebenfalls einen Fehler und war obendrein blitzschnell im Ziel. Seine 34,86 Sekunden sollten für den Sieg allerdings nicht ausreichen. Zwei zehntel Sekunden schneller meisterte zur Freude des französischen Publikums Simon Delestre mit seinem Wallach Hermes Ryan das Stechen. Für den Sieger belief sich das Preisgeld auf 132.000 Euro, Ahlmann verdiente 80.000 Euro (brutto). Auf dem dritten Platz behauptete sich der Kolumbianer Eduardo Alvarez Aznar mit dem französischen Wallach Seringat (0/36,15).

Neben Christian Ahlmann nahmen auch Daniel Deußer (Mechelen/Belgien) und Marcus Ehning (Borken) am Großen Preis teil. Deußer und Calistro Blue, Oldenburger Sportpferd v. Chacco-Blue, kassierten einen Fehler. Marcus Ehning gab mit dem westfälischen Hengst Cornado NRW auf. Der Sohn des Cornet Obolensky schien sich mit der Hallenatmosphäre nicht anfreunden zu können und machte seinem Unwillen vor dem ersten Hindernis Luft. Nach einem Sprung beendete Ehning die Prüfung.   hen

Braunschweig: Christian Kukuk siegt im Großen Preis

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Braunschweig (fn-press). Nach 2017 hieß der Sieger im Großen Preis von Braunschweig erneut Christian Kukuk (Riesenbeck). Der Bereiter im Stall von Ludger Beerbaum beendete den Parcours mit dem Oldenburger Lacasino in fehlerfreier Bestzeit.

Die besten 13 Paare aus dem ersten Umlauf konnten sich für die zweite Runde qualifizieren. Am besten meisterte Christian Kukuk den von Macro Behrens gestalteten Parcours. Sein elfjähriger Oldenburger Lordanos-Nachkomme Lacasino galoppierte fehlerfrei in 34,76 Sekunden ins Ziel. Der Ritt wurde mit einem schicken vierrädrigen Ehrenpreis des Sponsors Volkswagen im Wert von 43.500 Euro belohnt. An Christian Kukuks Spitzenzeit biss sich die die Konkurrenz die Zähne aus. Fast zwei Sekunden länger benötigte Finja Bormann. Im Sattel des ZfdP-Wallachs A crazy son of Lavinia v. Azurro Classico beendete sie den zweiten Umlauf in 36,58 Sekunden. Für die 23-Jährige ist Braunschweig gewissermaßen ein Hausturnier, denn sie arbeitet als Bereiterin nur 25 Kilometer entfernt im Elmgestüt Drei Eichen bei Familie Müther in Königslutter. Über den dritten Platz freute sich Rolf-Göran Bengtson. Der Schwede mit Wohnsitz in Itzehoe blieb mit dem Holsteiner Oak Grove’s Carlyle ebenso fehlerfrei (0/37,25).

Die zweitwichtigste Prüfung des Turniers, das Veolia Championat, gewann Michael Jung (Horb). Nach seiner Siegesserie in Dortmund vor zwei Wochen war der Vielseitigkeits-Olympiasieger und -Weltmeister erneut eine Klasse für sich. Im Sattel der elfjährigen westfälischen Stute fischerChelsea v. Check In meisterte er das zehnköpfige Stechen fehlerfrei und in blitzschneller Zeit von nur 33,71 Sekunden. „Chelsea ist wunderbar in die schweren Springen hineingewachsen, sie ist sensibel, vorsichtig und energiegeladen“, lobte Jung seine Partnerin. Zweiter im Championat wurde Harm Lahde (Heeslingen) mit dem Schimmelwallach Larry (0/36,04), gefolgt von dem in Belgien lebenden Briten Robert Whitaker, Sohn der Springreiterlegende John Whitaker. Whitaker und sein Holsteiner Catwalk v. Colman beendeten das Stechen einen Hauch langsamer (0/36,12).   hen

HGW-Championesse Hanna Schumacher

Siegte im HGW-Nachwuchschampionat; Hanna Schumacher mit Catinka Foto: ACP-Fotografie-Pantel.de
Siegte im HGW-Nachwuchschampionat; Hanna Schumacher mit Catinka Foto: ACP-Fotografie-Pantel.de

Hanna Schumacher aus Bottrop ist die Siegerin des HGW-Bundesnachwuchschampionats der Springreiter 2019, gefördert durch die Horst-Gebers-Stiftung und in Memoriam Debby Winkler. Mit einer Gesamtwertnote von 18,9 beendete die 17-Jährige das Finale der besten Vier mit Pferdewechsel. „Mein größter Erfolg bisher war der Sieg im Championat von Aachen letztes Jahr bei den Ponys. Aber das jetzt hier in Braunschweig ist noch einmal eine ganz andere Hausnummer.“

Mit einer fehlerfreien Runde auf ihrer neunjährigen Stute Catinka und in nahezu perfektem Stil hatte die Schülerin die erste Runde absolviert und wurde mit einer 9,5 von den Richtern belohnt – das bedeutete die Führung für Hanna Schumacher nach der ersten Finalrunde. Niels Carstensen aus Leipheim wurde Zweiter mit einer Wertnote von 9,2 auf der achtjährigen Galaxie du Moutin. Janne Visscher auf La Grafina (9,0) und Anne Götter mit Cheyenne (8,9) komplettierten das Finalquartett der besten Vier.

Im Finale wurden die Pferde getauscht: Die Wertungsbeste tauschte mit der Vierten und der Zweite und die Dritte tauschten. Auch auf dem Fremdpferd überzeugte Hanna Schumacher. „Das war eine tolle Leistung“, schwärmte Joachim Geilfus vom Braunschweiger Richterteam. „Ein Ritt mit ganz ganz viel Gefühl, auch für die Distanzen, und sehr viel Ruhe im Sitz. 9,4!“ Das bedeutete den Sieg für Hanna Schumacher, die in ihrem ersten Jahr auf Großpferden unterwegs ist. Gefeiert wird mit der ganzen Familie und Trainer Markus Renzel. „Vor der Runde auf dem Fremdpferd war ich schon sehr nervös“, gestand die Siegerin. „Da hat mich mein Trainer aber beruhigt und entspannt.“ Die Eltern Andrea und Manfred Schumacher sind immer auf den Turnieren von Hanna dabei und halten ihrer Tochter den Rücken frei, so auch in Braunschweig. Und die ältere Schwester Clara verfolgte alles live bei ClipMyHorse.TV. Dieser Sieg war praktisch ein Familienerfolg!

Zweite wurde mit einer Gesamtwertnote von 18,1 Janne Visscher, Platz drei ging an Anne Götter und Niels Carstensen beendete das Finale auf Rang vier. Der Herr des Finales hatte etwas Pech und kassierte mit dem Fremdpferd einen Abwurf.

Peter Teeuwen, der Bundestrainer des deutschen Springreiternachwuchses, war hoch zufrieden mit den Nachwuchsreitern. „Hanna hat beide Runden top auf den Punkt gebracht, aber insgesamt war das ein starkes Finale von allen vier Reitern.“

Das HGW-Bundesnachwuchschampionat gibt es seit 32 Jahren, seit 18 Jahren feiert es sein Finale in Braunschweig, „weil es perfekt zu unserem sportlichen Konzept mitsamt der Jugendförderung passt!“, betont der sportliche Leiter des Braunschweig CLASSICO, Franke Sloothaak.

Gedenkminute für Hans Günter Winkler
„Mit großer Freude durften wir in den vergangenen 17 Jahren zum Auftakt des HGW-Bundesnachwuchschampionats, präsentiert von der Horst-Gebers Stiftung, stets dessen Initiator und langjähriger Sportchef des Braunschweig CLASSICO, Hans Günter Winkler, in unserer Mitte begrüßen. In diesem Jahr nun müssen wir erstmalig auf ihn verzichten.“ Mit diesen Worten forderte Hallensprecher Kaj Warnecke die Zuschauer des CLASSICO vor dem HGW-Bundesnachwuchschampionat zur Gedenkminute für Hans Günter Winkler auf.

Am 9. Juli vergangenen Jahres ist der Initiator dieses Nachwuchspreises im Alter von 91 Jahren gestorben. Seine lange Verbundenheit zu Turnierchef Axel Milkau, aber auch zu Braunschweig lag geradezu spürbar in der Luft, als sich die Halle in innige Ruhe hüllte. „Aachen – war immer mein reiterliches Wohnzimmer. Braunschweig aber, ist meine späte Liebe“, pflegte Winkler zu sagen. Sein Licht der Erinnerung wird in Braunschweig nie erlöschen.

Doppelgold für den ‘schwarzen Panther’
Er ist acht, ein Westfale, ein Sohn von Kannan und er sammelt Erfolge: Black Panther im Besitz der SIG International und aus der Zucht von Sönke Völker. Unter Felix Haßmann hat der Lackschwarze beim Braunschweig CLASSICO beide Springen der Youngster-Tour gewonnen – in souveräner Art und Weise. Fehlerfrei und schnell. SIG Black Panther hat alles, was der Spitzenyoungster braucht: Vermögen, Einstellung, Intelligenz. Einige der Spitzenreiter nutzten die Braunschweiger Chance, ihre jungen Nachwuchshoffnungen an den großen Sport heranzuführen. Holger Wulschner beispielsweise, der mit dem siebenjährigen Hannoveraner v. Diamant de Semilly, Diamant de Plaisir, ebenfalls an beiden Tagen ohne Springfehler blieb. Oder der Niederländer Albert Zoer, der sich mit dem siebenjährigen KWPN-Nachkommen v. Namelus R., High Top, in beiden Prüfungen locker in die Platzierung sprang.

Neuer Hauptsponsor für den CLASSICO: Familie Müter mit dem Elmgestüt ‘Drei Eichen’
„Wir haben eine persönliche Lebenseinstellung: Wenn jemandem Gutes widerfährt, dann soll er auch Gutes weitergeben“, erklärt Marion Müter vom Elmgestüt ‘Drei Eichen’. „Deshalb haben wir uns entschieden, im nächsten Jahr den Braunschweig CLASSICO als Hauptsponsor zu unterstützen.“ Marion und Gerhard Müter sind auch schon seit Jahren Förderer des Springsport-Nachwuchses im U25-Springpokal. „Wir engagieren uns gerne für junge Pferde und junge Menschen“, führt Gerhard Müter aus. „Wir denken, über den Pferdesport und durch die Pferde können Werte vermittelt werden, die sonst in unserer Gesellschaft verloren gehen. Wichtige Werte wie Pflichtbewusstsein, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und Respekt.“ Braunschweig war bereits früher schon Etappe des U25-Springpokals und wird es auch 2020 wieder sein. „Dass der Springpokal wieder Station in Braunschweig macht, das war uns eine Herzensangelegenheit“, betont das Ehepaar.

ERGEBNISSE des Braunschweig CLASSICO:

Sonntag, 24. März 2019:

16. Preis der Firma fair ground GmbH “Starter Cup” der Sportförderung LC

1. Andreas Woll, GER / Sweetest Tabou 0 Strafpunkte 54.32 sec
2. Dirk Klaproth, GER / Zalandra 0 Strafpunkte 55.73 sec
3. Marcel Wegfahrt, GER / Agropoint Cerna  0 Strafpunkte 56.43 sec
4. Tina Deuerer, GER / Smint 0 Strafpunkte 56.85 sec
5. Isabelle Gerfer, GER / Abarlo 0 Strafpunkte 58.16 sec
6. Jan Meves, GER / Casanna 0 Strafpunkte 59.94 sec

07. Preis der WIRmachenDRUCK GmbH Int. 2-Phasen Springprüfung (1.40-1,45m)  CSIYH1* 

1. Felix Haßmann, GER / SIG Black Panther 0 Strafpunkte 42.53 sec
2. Jaroslaw Skrzyczynski, POL / Greatest 0 Strafpunkte 43.82 sec
3. Jan Meves, GER / Captain keep cool R 0 Strafpunkte 46.99 sec
4. Holger Wulschner, GER / Diamant de Plaisir 0 Strafpunkte 47.96 sec
5. Michael Jung, GER / Dark Diamond S  0 Strafpunkte 50.09 sec
6. Jan Wernke, GER / Quebec  0 Strafpunkte 50.20 sec

18. HGW-Bundesnachwuchschampionat der Springreiter, gefördert durch die Horst-Gebers-Stiftung
      In Memoriam Debby Winkler

1. Hanna Schumacher, Catinka 9,5  Fremdpferd: Ceyenne 9,4
2. Janne Visscher, La Grafina 9,0 Fremdpferd: Galaxie du Moulin 9,1
3. Anne Götter, Ceyenne 8,9 Fremdpferd: Catinka 9,1
4. Niels Carstensen, 9,2 Galaxie du Moulin La Grafina 8,4 (8,9)

HLP: Sportprüfung in München-Riem

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Doppelerfolg für den Burghof Brodhecker / “britischer” Hannoveraner überzeugt bei den Dressurpferden

München (fn-press). In München-Riem ist die vorletzte Sportprüfung für junge Reitpferdehengste dieses Jahres zu Ende gegangen. Ein Dutzend dressurbetonte und elf springbetonte Hengste stellten sich mit Erfolg dieser Form der Hengstleistungsprüfung.

Herausragender Hengst der vierten Sportprüfung in diesem Jahr war der fünfjährige springbetonte Chilano Blue von Chacco’s Son I aus einer Mutter von Carenzo. Der braune Hannoveraner aus der Zucht von Wolfgang Stümpel aus Beesten beendete die dreitätige Sportprüfung mit ausschließlich „sehr guten“ Noten und einer gewichteten Endnote von 9,43. Für den Galopp vergab die Bewertungskommission, bestehend aus den Richtern Hubert Uphus und Gerd Sickinger, dem Disziplinexperten Marcus Döring und Fremdreiter Fabian Lipsky, eine glatte Neun, in den übrigen Merkmalen lagen sie sogar noch höher: 9,3 für die Manier, 9,8 für das Vermögen und jeweils 9,5 für Rittigkeit und Gesamteindruck.

Anmelder bzw. Reiter von Chilano Blue waren Volker Brodhecker aus Riedstadt und Philipp Brodhecker. Vater und Sohn stellten darüber hinaus auch den DSP-Hengst Cascais vor, der bei den vierjährigen Springhengsten das beste Ergebnis erzielte. Das Deutsche Sportpferd, angemeldet für den Pferdezuchtverband Rheinland-Pfalz-Saar, wurde von Denis Grubitzsch (Eilenburg) von Colestus aus einer Mutter von Carrico gezogen. Sein Gesamtergebnis lautete 8,53 bei einer glatten Neun für das Vermögen.

Insgesamt konnten alle vier fünfjährigen Springhengste die Prüfung bestehen, ebenso wie sieben der acht vorgestellten Vierjährigen. Das zweitbeste Ergebnis ging auf das Konto eines weiteren Deutschen Sportpferdes, Longfellow, gemeldet für den Pferdezuchtverband Brandenburg-Anhalt. Der von Lorano – Zeus abstammende Hengst (Züchter: John-Alexander Franke, Neutrebbin) erzielte gleich vier Mal die 8,4 sowie eine 8,5 für sein Vermögen. Dies bedeutete eine gewichtete Endnote von 8,43 für den Braunen, der von Udo Verworner (Bernau OT Ladeburg) ausgestellt und von Martin Schutza geritten wurde.

Dressurpferde 
Bei den vierjährigen Dressurpferden schnitt der im britischen Woodlander Stud geborene Hannoveraner Wicked Game Woodlander am besten ab. Der Fuchshengst, der von Stefanie Hladik aus Großostheim ausgestellt und geritten wurde, überzeugte mit sehr guten Noten im Schritt (9,0) und im Galopp (9,2) und durchweg guten Noten in Trab (8,2), Rittigkeit (8,2) und Gesamteindruck (8,6). Er kam insgesamt auf ein gewichtetes Endergebnis von 8,60. Wicked Game Woodlander ist ein Sohn des Woodlander Wild Child, einem Sohn der ehemaligen Weltmeisterin Woodlander Farouche, und stammt aus einer Mutter von St. Moritz.

Das zweitbeste Ergebnis erzielte ein Sohn des Zack mit dem Sportnamen Zac Efron MT, vorgestellt für Gestüt Vorwerk in Cappeln. Der von Hermann Schildt aus Ovelgönne aus einer Don Larino-Mutter gezogene dunkelbraune Oldenburger wurde ebenfalls sehr guten Noten in Schritt und Galopp (jeweils 9,0) und guten Noten in den übrigen Merkmalen für seine Vorstellungen belohnt und erzielte ein Endergebnis von 8,45. Geritten wurde der Hengst Yvonne Henke. Als Fremdreiter stieg Sebastian Heinze in den Sattel der Dressurhengste und bewertete später gemeinsam mit Peter Mannheims und Gerd Sickinger sowie Disziplinexperte Oliver Oelrich die Leistungen der Hengste.

Insgesamt stellten sich zehn fünfjährige Dressurhengste dem Urteil der Bewertungskommission, von denen acht den Test erfolgreich beenden konnten. Bei den vier fünfjährigen Hengsten erhielten alle das erforderliche Mindestergebnisse von 7,5 oder besser. Die höchste gewichtete Endnote von 8,12 erhielt in diesem Lot der von Wolfgang Meyer aus Spenge gezogene Hannoveraner Vidar von Viscount – Edward, der für das Landgestüt Celle an den Start ging und von Katja Thomsen geritten wurde.

HGW-Bundesnachwuchschampionat der Springreiter: Hannah Schumacher gewinnt

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Braunschweig (fn-press). Hanna Schumacher gewinnt das HGW-Bundesnachwuchschampionat der Springreiter im Rahmen der Braunschweig Classico. Mit den Wertnoten 9,5 und 9,4 hat sie in einer der wichtigsten Prüfungen für deutsche Nachwuchsreiter überzeugt. 

“Du hast viel Gefühl bewiesen, sehr ruhig und ausbalanciert gesessen und hier einfach sehr viel richtig gemacht”, lautet das Lob von Chefrichter Joachim Geilfuß für Hanna Schumacher im Finale des HGW-Bundesnachwuchschampionats in Braunschweig. Die 17-Jährige aus Bottrop hat sie sich eine Gesamtpunktzahl von 18,9 Punkten erritten und sichert sich den Titel der Bundesnachwuchschampionesse vor Janne Visscher (18,6 Punkte), Anne Götter (18 Punkte) und Niels Carstensen (17,6 Punkte). 

Das HGW-Bundesnachwuchschampionat in Braunschweig wird in einem ganz besonderen Modus entschieden: Aus den 25 Reitern des ersten Umlaufs haben sich die vier besten für das Stechen mit Pferdewechsel qualifiziert, eben Janne Visscher, Anne Götter, Niels Carstensen und Hanna Schumacher. Eine Herausforderung für die Reiter im Alter von 16 bis 21 Jahren, denn sie müssen den Parcours zunächst mit ihrem eigenen und anschließenden mit einem fremden Pferd absolvieren. Geritten wird eine Stilspringprüfung der Klasse M* mit Standardanforderungen.

Hanna Schumacher hat bereits mit ihrem eigenen Pferd, der Hannoveranerstute Catinka, mit 9,5 die höchste Note im Finale erzielt und hatte so den Vorteil, beim Pferdewechsel als letzte Reiterin an den Start zu gehen. Sie hatte Cheyenne, das Pferd von Anne Götter, gelost und absolvierte eine tolle Runde, die die Richter 9,4 belohnten. 

“Alle Starter im Finale reiten bereits mehrere Pferde zuhause. Alle haben sich schnell auf die ihnen fremden Pferde eingestellt, das hat reibungslos geklappt. Hanna Schumacher hat schon viel Erfahrung im Ponylager gesammelt und ist gerade in die Juniorentour umgestiegen, das hat man natürlich gesehen”, erklärt Nachwuchs-Bundestrainer Peter Teeuwen. Er meint: “In der Einlaufprüfung gab es noch kleine Unsicherheiten, doch das Finale stimmt mich sehr positiv. Wir haben hier einige Reiter gesehen, die sichere Runden mit gutem Reiten gezeigt haben. Ich werde den ein oder anderen für die Zukunft auf meinem Zettel behalten.”

Das HGW-Bundesnachwuchschampionat der Springreiter, die wichtigste Nachwuchsprüfung im deutschen Springsport, wird seit dem Jahr 1988 ausgetragen. Viele der Reiter, die sich in den vergangenen Jahren in die Siegerlisten eintragen konnten, schafften den Sprung an die nationale bzw. internationale Spitze, wie beispielsweise Toni Haßmann, Johannes Ehning oder Mario Stevens. lau

Braunschweig: BaWü neuer Deutscher Meister

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Braunschweig (fn-press). Nach zwei Umläufen durften sie sich in Braunschweig feiern lassen: Die drei Mitglieder des Teams Baden-Württemberg, Hans Dieter Dreher (Eimeldingen), Tobias Schwarz (Herbolzheim) und Tina Deuerer (Bretten), gewannen souverän die Deutsche Meisterschaft der Landesverbände.

Mannschaftsführer Karl-Heinz Streng hatte das richtige Händchen, mit Hans-Dieter Dreher und Tina Deuerer zwei der erfahrensten Springreiter für die Deutsche Meisterschaft auszuwählen, die wiederum ins Braunschweiger Turnier, das seit diesem Jahr „Braunschweig Classico“ heißt, eingebunden war. Gemeinsam mit Tobias Schwarz musste das Team allerdings um den Sieg bangen, denn im ersten Umlauf hatte es lediglich mit dem vierten Platz abgeschlossen, während die Reiter aus Rheinland-Pfalz die Führung übernahmen. Stunden später in der zweiten Runde wurden die Karten neu gemischt: Wie schon im ersten Umlauf blieb Hans-Dieter Dreher im Sattel des Oldenburgers Arko Junior (v. Arko) fehlerfrei, dasselbe gelang auch Tina Deuerer, die den Holsteiner Casall-Nachkommen C.T. einsetzte. Der Youngster im Team, Tobias Schwarz (25), und die Holsteiner Stute La Belle (v. Limbus) kassierten in beiden Runden einen Abwurf, so dass das Team Baden-Württemberg schlussendlich mit acht Fehlerpunkten und insgesamt 365,2 Sekunden souverän die Deutsche Meisterschaft der Landesverbände gewonnen hatte.

Mit zwölf Fehlerpunkten schlossen zwei Teams ab: Hannover und Saarland. Die schnelleren Ritte (362,05) gelangen den Hannoveranern, die von Mannschaftsführer Hilmar Meyer betreut wurden. Harm Lahde (Heeslingen) und die niederländischen Stute Oak Grove’s Flickering Star kamen ebenso in beiden Umläufen fehlerfrei ins Ziel wie Tim-Uwe Hoffmann (Rhade) mit der Hannoveranerin Casta Lee (v. Cassus). Bei Steffen Engfer (Rosengarten) und der hannoverschen Cashman-Tochter Catja summierten sich zwölf Fehlerpunkte. Beim drittplatzierten Landesverband Saarland (Mannschaftsführer Manfred Reitmeyer) erzielten Andreas Woll (Neunkirchen) und die Holsteinerin Cutest Tabou v. Clinton mit zwei fehlerfreien Runden das beste Ergebnis. Niklas Betz (Kirkel) und die westfälische Stute Una Beretta (v. Ustinov) patzten einmal, bei Thies Beyer (Illingen) und dem Zweibrücker Hengst Superior v. Stalypso fielen an zwei Hindernissen die Stangen. Auf den weiteren Plätzen folgten die Teams aus Schleswig-Holstein (16), Rheinland-Pfalz (18), Sachsen (21) und Berlin-Brandenburg (28). Alle weiteren Landesverbände fielen aus der Wertung bzw. hatten sich für den zweiten Umlauf nicht qualifizieren können. 

Das ebenfalls in Braunschweig ausgetragene Deutsche Hallenchampionat der Landesmeister gewann Inga Czwalina von der Insel Fehmarn mit dem Holsteiner Wallach Cezanne v. Cardenio. Das Paar hatte im Finale der besten drei die Ziellinie fehlerfrei in 39,41 Sekunden überquert. Platz zwei sicherte sich Philipp Bölle (Haselünne) mit dem Hengst Coupe d’Or, Oldenburger Springpferd v. Coupe de Coeur, mit einem Abwurf in 39,98 Sekunden. Die schnellste Zeit, aber zwei Abwürfe hatte der drittplatzierte Niklas Betz (Kirkel) mit dem Mecklenburger Contan v. Contact Me (8/38,36).   hen

Baden-Württemberg ist Deutscher Meister

Graf Moritz wurde mit 20 Jahren in den Ruhestand verabschiedet. Foto: ACP-Fotografie-Pantel.de
Graf Moritz wurde mit 20 Jahren in den Ruhestand verabschiedet. Foto: ACP-Fotografie-Pantel.de

„Morgen gewinnen wir!“, hatte Hans-Dieter Dreher bereits am Abend zuvor gesagt und hinzugefügt: „Für Dich!“ Der Adressat war der baden-württembergische Mannschaftsführer Karl-Heinz Streng. Gesagt, getan. Das Team Baden-Württemberg siegte in der Deutschen Meisterschaft der Landesverbände präsentiert von der Öffentlichen Versicherung Braunschweig.

Mit doppelter Nullrunde legte Dreher auf dem neunjährigen Arko Junior den Grundstock. Landesmeisterin Tina Deuerer zog mit C.T. ebenso nach. „C.T. hat wahrscheinlich schon mehr gesehen als ich. Er ist gut und sehr erfahren, das hat er hier wieder gezeigt.“ Der Dritte im Siegerteam war der Youngster, der 25-jährige Tobias Schwarz, im Sattel von La Belle. Mit je einem Fehler pro Umlauf rundete er den baden-württembergischen Erfolg ab.

Zum elften Mal wurde in Braunschweig diese Deutsche Meisterschaft ausgetragen, zum zweiten Mal nach 2016 standen die ‘Ba-Wüs’ ganz oben auf dem Podium. Streng war stolz und sehr zufrieden und er ließ es sich nicht nehmen, einige Worte direkt an Turnierchef Axel Milkau zu richten. „Ich bin schon sehr viel auf Turnieren herumgekommen, aber was man hier in Braunschweig den Reitern bietet, ist aller Ehren wert und unvergesslich.“

Eigentlich war der Sieg in diesem Jahr für die heimische Mannschaft Hannover schon zum Greifen nah. Teamreiter Harm Lahde brachte es vor dem letzten Ritt auf den Punkt: „Steffen muss nur noch null reiten, dann haben wir’s. Er kann das, aber ich weiß, dass das auch nicht so einfach ist!“ Auch Lahde und Tim-Uwe Hoffmann, erstmals bei den ‘Senioren’ im Team, hatten zwei Nullrunden in den Teamtopf geworfen, der gesamte Druck lastete also auf Schlussreiter Steffen Engfer. Aber es fehlte das Quentchen Glück. Zwei Abwürfe musste Engfer mit Catja in der zweiten Runde notieren. So landete Hannover auf Platz zwei der Meisterschaftswertung. „In diesem Jahr haben wir Euch noch den Vortritt gelassen“, zwinkerte Hannovers Mannschaftsführer Hilmar Meyer dem Sieger ‘Kalli’ Streng zu. „Aber im nächsten Jahr sind wir dran.“

Zum allerersten Mal hat das Team aus dem Saarland den Sprung aufs Podium dieser Meisterschaft geschafft. Andreas Woll, Thies Beyer und Niklas Betz sind für das Saarland geritten, Mannschaftsführer Manfred Reitmeier platzte vor Stolz. „Das ist wirklich ein geniales Gefühl – gerne wieder!“ Und es war knapp. Mit acht Fehlerpunkten insgesamt hatte sich Baden-Württemberg den Sieg gesichert, mit zwölf Fehlerpunkten folgte Hannover und auch die Saarländer hatten zwölf Fehlerpunkte gesammelt. So entschied am Ende die Zeit über Silber und Bronze. 362,05 Sekunden standen nach beiden Runden auf dem Konto Hannover, nur acht Sekunden mehr waren es für das Saarland.

Pech hatte das Team Rheinland-Pfalz. In Führung liegend ist das Trio mit Emilia Löser, Dominique Michelle Weber und Isabelle Gerfer in die zweite Runde gestartet, aber dann sammelte jede der drei Reiterinnen Fehlerpunkte. Der Podiumsplatz war dahin, der Ehrgeiz für 2020 noch einmal mehr geschürt.

Knud Maywald, der Vorstandsvorsitzende der Öffentlichen Versicherung Braunschweig, war fast erschöpft nach dieser Deutschen Meisterschaft. Als ehemaliger Springsportler hat er absolut mitgefiebert und er weiß genau, wie schmal der Grat des Erfolgs in diesem Sport ist. „Ich kann nur meinen ganz herzlichen Glückwunsch an alle drei Teams auf dem Podium aussprechen. Es war ganz hervorragender Sport, den Sie uns hier haben miterleben lassen.“

Turnierchef Axel Milkau sprach wahrscheinlich allen, die bei dieser Meisterschaft in der Volkswagen Halle dabei waren, aus der Seele. „Pferdesport ist ein besonderer Sport. Ich bin unseren Partnern, wie der Öffentlichen Versicherung Braunschweig, sehr dankbar. Ohne diese Partner könnten wir nicht all die Menschen hier in die Volkswagen Halle einladen, um unseren emotionalen Sport so wie heute in der Meisterschaft zu erleben. Vielen Dank!“
 
 
Zwei besondere Abschiede im CLASSICO-Rahmen


• Andreas Müller – 16 Jahre lang hat Andreas Müller neben seinem Beruf beim Luftfahrt-Bundesamt als erster Vorsitzender des Reitclubs Braunschweig-Lehndorf e.V. die Ärmel hochgekrempelt und angepackt: Er hat Turniere organisiert, Mitglieder verwaltet, Zuschüsse beantragt, Infrastruktur aufgebaut und umgestaltet und auch selbst mit Unterricht gegeben. Und er hatte immer ein offenes Ohr für die Belange der Mitglieder. Im Oktober 2018 hat Müller das Amt an Dr. Jörg Hilger übergeben, beim Braunschweig CLASSICO sagte er offiziell ‘bye bye’.
 
• Graf Moritz – „Er hatte immer einen eigenen starken Charakter – eine starke Persönlichkeit zwischen Genie und Wahnsinn.“ Keiner weiß das besser als Dirk Klaproth. Zehn Jahre lang hat der Springprofi den gekörten Hannoveraner Hengst im Besitz der Familie Arendt geritten.
Mehr als 40 Siege in schweren Springen haben ‘der Graf’ und Klaproth zusammen gefeiert.
Im Oktober 2018 ist Graf Moritz mit 19 Jahren bei seinem letzten Turnier am Start gewesen. Heute, topfit mit 20 Jahren, wurde er im Rahmen des Braunschweig Classico vom Sport verabschiedet.
 
Don Classico ist da
Just in dem Moment, in dem Graf Moritz in der Volkswagen Halle verabschiedet wurde, wurde etwa 20 Kilometer entfernt auf dem Elmgestüt ‘Drei Eichen’ der Familie Müter ein Fohlen geboren. Gerhard Müter hat live die Verabschiedung des ‘Grafen’ beim CLASSICO erlebt und parallel per Videoüberwachung auf seinem Handy die Geburt seines Fohlens verfolgt. Ein Fohlen aus der vierjährigen Stute Comtesse Baronesse und von Don Diarado. „Spontan haben wir direkt hier entschieden: Dieses Fohlen heißt Don Classico und Axel Milkau ist mit dem Braunschweig CLASSICO der Pate.“ Wer weiß, vielleicht geht Don Classico in einigen Jahren selbst beim Braunschweig CLASSICO an den Start?