VR CLASSICS – Spitzenfeld für internationalen Sport

Schauen gut gelaunt Richtung VR Classics am Wochenende: v.l. Dieter Medow (Pferdesportverband S-H, Dressurreiterin Kathleen Keller, Vielseitigkeitsreiter Kai Rüder, Dirk Dejewski (VR Bank Neumünster) und Bettina Schockemöhle (Organisatonsleiterin VR Classics). (Foto: Stefan Lafrentz)
Schauen gut gelaunt Richtung VR Classics am Wochenende: v.l. Dieter Medow (Pferdesportverband S-H, Dressurreiterin Kathleen Keller, Vielseitigkeitsreiter Kai Rüder, Dirk Dejewski (VR Bank Neumünster) und Bettina Schockemöhle (Organisatonsleiterin VR Classics). (Foto: Stefan Lafrentz)

(Neumünster) Vier Tage lang verwandeln sich die Holstenhallen Neumünster vom 14. -17. Februar zum internationalen Sportplatz, es reisen Pferdetransporter aus allen Himmelsrichtungen an. Aus rund 20 Nationen kommen die Gäste für internationalen Spring- und Dressursport, für den FEI Dressage World Cup, den Show-Wettbewerb und die Indoor-Vielseitigkeit. Man kennt sich und das gilt genauso für die Besucher, die zu tausenden in die Holstenhallen strömen. Sicher ist, es wird ein Wochenende der Extraklasse. Rund 270.000 Euro Preisgeld stehen zur Disposition, sowie Weltcup-Punkte in der Dressur und Weltranglistenpunkte im Springen.

International, weltoffen, norddeutsch

Schleswig-Holsteins Spitzenreiter wie Carsten-Otto Nagel (Wedel) oder Janne Friederike Meyer-Zimmermann (Pinneberg) sind genauso dabei wie prominente Gäste aus ganz Deutschland und dem Ausland. Der Olympiazweite Peder Fredricson (Schweden) und Landsmann Rolf-Göran Bengtsson zählen dazu, Weltklassereiter Christian Ahlmann (Marl), der Deutsche Meister Mario Stevens (Molbergen), Ex-Europameister Marco Kutscher (Bad Essen) und der Vorjahressieger im Großen Preis der Volksbanken und Raiffeisenbanken, Christopher Kläsener, der Bereiter im Stall Kutscher ist. Springsport wird also außergewöhnlich bei den VR CLASSICS.

Spektakulär – der FEI Dressage World Cup

Eine einzigartig gute Konkurrenz zeichnete sich schon früh für die neunte von zehn Qualifikationsstationen im FEI Dressage World Cup in Neumünster ab und das hat sich bestätigt. Mit Dorothee Schneider (Framersheim), Helen Langehanenberg (Billerbeck) und Benjamin Werndl (Aubenhausen) sind die aktuell an erster bis dritter Stelle rangierenden Weltcup-Kandidaten der West-Europaliga bei den VR CLASSICS dabei. Dazu gesellt sich die weltweit erfolgreichste Dressurreiterin Isabell Werth (Rheinberg), die auch Titelverteidigerin im Gesamt-Weltcup ist und mit Emilio und Weihegold OLD gleich zwei ihrer Grand-Prix-Pferde mit in die Holstenhallen bringt. Morgan Barbancon Mestre aus Spanien und Charlotte Haid-Bondergard (Schweden) zählen zu den Top-20 des Weltcups und die Irin Judy Reynolds will in Neumünster den Sprung ins Finalfeld des FEI Dressage World Cups schaffen. Schleswig-Holstein hat mit Kathleen Keller (Appen) eine eigene Favoritin im Feld. Am Samstag wird im Grand Prix de Dressage (Preis von Madeleine Winter-Schulze) die Qualifikation geritten, am Sonntag folgt ab 10.00 Uhr im Preis der VR Bank Neumünster – Grand Prix Kür – die Weltcup-Qualifikation.

Treffpunkt VR CLASSICS
Man darf diesen Begriff getrost weit interpretieren, denn bei den VR CLASSICS gehören auch Sponsoren und Partner, Politik und Wirtschaft zur Szene. Der Fussball-Verbandschef schaut genauso vorbei wie der Oberbürgermeister, der Wimbledon-Sieger im Tennis oder der Körbezirksvorsitzende. Ministerpräsidenten plaudern mit Springreitern, Pferdehändler mit Bänkern. Gemütlich und familiär ist es trotz der Sprachenvielfalt, dem Erwartungsdruck und der Konkurrenz. Sportlich mit vier Weltranglistenspringen und dem FEI Dressage World Cup hervorragend aufgestellt, haben die VR Classics ihren Platz im internationalen Sportcircuit längst gefunden, abgehoben sind sie aber nicht.

Sponsorship par exellence
Die Volksbanken und Raiffeisenbanken und die VR Bank Neumünster haben ihre Partnerschaft mit den VR CLASSICS – die in anderem Rahmen bereits vor rund vier Jahrzehnten begann – bereits im November 2018 verlängert. Nur Wochen später gesellte sich ein neues Mitglied in die Sponsorengruppe des Turniers. Mit der BEMER Int. AG kommt ein international tätiges Unternehmen der Gesundheitsbranche hinzu. BEMER Int. AG, das steht für die physikalische Gefäßtherapie bei Mensch und Tier. Vor drei Jahren übernahm die BEMER Int. AG das Hauptsponsoring bei der Riders Tour und erlebte eine Win-Win-Situation. Der enge Austausch mit Reitern und Pflegern katapultierte im Unternehmen die Entwicklung der Veterinary-Line weit nach vorn. Und nicht nur die Pferde entspannen unter den Therapie-Decken, auch die Reiter schwören auf die Wirkung.

Alles drin: Promis, Profis, Spaß, Familientreffen

Vielfalt ist das Markenzeichen der VR CLASSICS, genauso wie Spitzensport zu erwarten ist. In den Holstenhallen treffen die besten Ponyreiter Schleswig-Holsteins auf Stars wie Christian Ahlmann oder Isabell Werth. WM-Teilnehmer wie Kai Rüder sausen in einem Höllentempo durch die Indoor-Vielseitigkeit und Schleswig-Holsteins Reit- und Fahrvereine verzaubern förmlich im Show-Wettbewerb. Alle werden „ mitgenommen”, haben ihren Platz im Programm und halten die VR CLASSICS bei aller Klasse auch bodenständig. In Neumünster können Karrieren beginnen: Janne Friederike Meyer-Zimmermann hat schon als Ponyreiterin die Holstenhallen erobert, jetzt sind es Nachfolgerinnen wie Giulia Maria Schöttler oder Johanna Beckmann, die in den Pony- und Junioren-Prüfungen um die Championate der Pferdestadt Neumünster kämpfen.

Pause gefällig?
Die Gastronomie ist in den Hallen 4+5 auf hungrige und durstige Gäste eingestellt. Drumherum ist die Ausstellung auf rund 8000 Quadratmetern mit Reitsportbedarf, Mode und Accessoires ein Anziehungspunkt und ganz gemütlich lässt es sich am Abreiteplatz in Halle 5 ausruhen – eine große Leinwand zeigt den Sport aus der Halle 1.

VR CLASSICS im TV und Livestream

Das NDR Fernsehen zeigt am Samstag und Sonntag Sport pur im Sportclub live aus den Holstenhallen, zudem überträgt das Pferdesportportal www.clipmyhorse.tv aus Neumünster ab Donnerstagmorgen. Unter www.feitv.org wird weltweit die Entscheidung im FEI Dressage World Cup aus Neumünster gezeigt.

Die Sendezeit im NDR

Samstag, 16.2. 16.00 – 16.45 Uhr Sportclub live

Sonntag, 17.2. 13.45 – 15.15 Uhr Sportclub live


Tickets sichern
Tickets für den großen Klassiker des Sportkalenders gibt es über mehrere Wege: Im Internet über adticket: https://vrclassics-tickteshop.reservix.de/events. Über die Tickethotline: 04321 / 755421 oder auch per E-Mail: tickets@vr-classics.de.

Direkt vor Ort können Karten bis zum 12. Februar im Caspar von Saldern-Haus in Neumünster Haart 32 · 24534 Neumünster erworben werden. Die Öffnungszeiten: Di. und Mi. 9:00–12:00 Uhr und 13:00–17:00 Uhr, Do. 9:00–12:00 Uhr und 13:00–18:00 Uhr. Ab dem 13. Februar sind Tickets am Haupteingang an den Holstenhallen 4+5 erhältlich.


Details auch unterwww.pst-marketing.de

Unser Hashtag: #VRClassics

Facebook https://www.facebook.com/VRCLASSICSNeumuenster/ und

YouTube: https://www.youtube.com/channel/UCW78OgVGcMa8ICqsCi8qY_A

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Erster Großer Preis der CES Valencia Tour geht nach Deutschland

Marcel Marschall und Kalence Flying, Sieger in der Trofeo El Corte Inglés bei der CES Valencia Tour. (Foto: Frank Fotistica)
Marcel Marschall und Kalence Flying, Sieger in der Trofeo El Corte Inglés bei der CES Valencia Tour. (Foto: Frank Fotistica)

(Valencia) Marcel Marschall aus Altheim in Baden-Württemberg hat bei der CES Valencia Tour den ersten Großen Preis der Spring Tour gewonnen. Der 27-jährige Profi blieb mit der in der Schweiz gezogenen Stute Kalence Flying fehlerfrei im Stechen in 34,31 Sekunden. Auf den Plätzen folgen der Kolumbianer Carlos Enrique Lopez Lizarazo und der Franzose Gilles Terassier.

Marcel Marschall

Schweizer Pferd in Italien gekauft

Genau sieben von 34 angetretenen Paaren erreichten das Stechen der Trofeo El Corte Inglés über 1,45 Meter. “Kalence Flying hat allen gezeigt, was sie kann”, kommentierte Manfred Marschall das Ergebnis. Dem Vater von Marcel Marschall gehört die in der Schweiz bei Sebastian Brunschwiler gezogene Stute. “Es hat ein bisschen ´durchwachsen` mit ihr hier angefangen”, berichteten Vater und Sohn, “aber heute am Sonntag war alles gut.” Manfred Marschall hat Kalence Flying als sieben Jahre altes Pferd bei einem Turnier an der italienischen Riviera zum ersten Mal gesehen und vom Fleck weg gekauft. Begründung. “Die gefiel mir so gut.”

Kompliment für die CES Valencia Tour

Inzwischen ist Kalence zehn Jahre alt und hat sowohl mit Marcel Marschall als auch mit dem Iren Jonathan Gordon bereits eine ganze Reihe guter Ergebnisse erzielt. Mit der Stute reisten fünf weitere Pferde aus Altheim zur CES Valencia Tour und Marschalls sind froh, die Reise angetreten zu haben. Zwei Turnierwochen verbringen sie hier, bevor es mit anderen Pferden nach Montenmedio gehen soll. “Das ist alles sehr zentral und dicht beieinander hier”, urteilt Ex-Springreiter Manfred Marschall, “hier sind die richtigen Grundlagen gelegt worden, damit die Tour weiter wachsen kann.”

WM-Reiter Lopez fühlt sich wohl

Der WM-Fünfte von 2018, der Kolumbianer Carlos Enrique Lopez Lizarazo reihte sich mit der Selle-Francais-Stute Ulhane de Conde nur um Hunderstel-Sekunden langsamer (34,62) hinter dem jungen Sieger ein. “Ich habe viele junge Pferde mit, auf die ich mich hier konzentrieren kann”, so Lopez Lizarazo, “bei uns war es so kalt und hier können wir gut draußen arbeiten bei guten Bodenbedingungen. Also ich denke, ich komme nächstes Jahr bestimmt wieder.”

Mit dem belgischen Wallach Escado van het Lindenhof folgte der Franzose Gilles Terassier auf dem dritten Platz. Bester Spanier in der Trofeo El Corte Inglés war Daniel Martinez Ricart mit dem Hengst Iordan Eqd auf dem achten Rang hinter dem Niedersachsen Holger Wenz mit Conner. Wegen eines Zeitfehlers verpasste der 49-jährige den Sprung ins Stechen.

Russin Deldinova feiert Sieg in der Master Tour

Die erst 17 Jahre alte Russin Arina Deldinova freute sich vor dem Großen Preis über ihren Triumpf im 1.40-Meter-Springen der Master Tour. Die Juniorin, die bereits russische Farben bei Junioren-Europameisterschaften vertrat, ist in Athen zuhause. Ihre OS-Stute Like You von Lifestyle stammt übrigens aus dem Stall Gilbert Böckmann und hat einen berühmten Großvater mit Cordalme. Hinter der Junioren-Springreiterin reihte sich Bronislav Chudyba aus Slovenien mit New York ein, insgesamt acht Paare blieben in diesem Springen ohne “Fehl und Tadel”.

Pause am Montag

Einen Tag Pause legt die CES Valencia Tour am Montag ein. Zum Training sind die Plätze geöffnet, Prüfungen finden allerdings erst wieder ab Dienstag statt. Dann beginnt mit der Youngster-Tour für fünf bis sieben Jahre alte Pferde der zwei Wochenzyklus in Valencia.

Premiere – Graffiti gewinnt erste große Prüfung seines Lebens in Valencia

Sicherte sich die Master Tour (1,40m) im Stechen im CES Valencia - Bronislav Chudyba mit Guayrmina WV. (Foto: Frank Fotistica)
Sicherte sich die Master Tour (1,40m) im Stechen im CES Valencia – Bronislav Chudyba mit Guayrmina WV. (Foto: Frank Fotistica)

(Valencia) Sie ist stolz und ihr Trainer sehr begeistert: Alexa Stais (Südafrika) hat mit dem acht Jahre alten Hannoveraner Wallach Graffiti die Trofeo Bodegas Hispanos + Suizas gewonnen, die Hauptprüfung der Master Tour im CES Valencia. Das Besondere daran: Für Graffiti war es das erste 1,45 Meter-Springen auf internationalem “Parkett” und es endete gleich mit einem Sieg. Dabei kennen sich Graffiti und seine Reiterin gerade mal so knapp 14 Tage….

Alexa Stais

Kurze Bekanntschaft

“Also ich habe ihn fünf Tage vor der Abreise nach Valencia in den Stall bekommen”, sagt Alexa Stais, die im niedersächsischen Morsum im Sportstall Hilmar Meyer als Bereiterin arbeitet. “Ich kannte ihn allerdings mit seinem vorherigen Reiter Christopher Sladowski. Graffiti ist gut ausgebildet, das hat es mir leicht gemacht, ich habe mich gleich wohl auf ihm gefühlt,” unterstreicht die 22-jährige Springreiterin, für die die CES Valencia Tour der zweite längerfristige Trip in den Süden Europas ist.

“Mir gefällt es einfach, mit den Pferden draußen zu arbeiten”, sagt Alexa, die acht Pferde für drei Tour-Wochen mit nach Valencia gebracht hat. “Die waren auch gar nicht irritiert, dass es jetzt draußen weitergeht und nicht in der Halle. Für die jungen Pferde gab es hier erstmal viel zu gucken, aber meine haben sich glücklicherweise sofort wohl gefühlt, die Böden sind auch wirklich ganz prima.”

Bastida weiter auf Erfolgskurs

Hinter der Siegerin reihte sich mit der 21 Jahre jungen Tressy Muhr eine Springreiterin aus Israel mit Jimcy du Lys auf Platz zwei ein. Muhr zählt zur ersten Sportgarnitur ihres Landes, war 2010 bereits Europameisterin der Altersklasse Children in Jardy, Frankreich. Platz drei eroberte der Spanier Mariano Martinez Bastida mit Eberlin M. Bastida platzierte bereits reihenweise Pferde seit Beginn der CES Valencia Tour vor fünf Tagen.

Das 1.40-Meter-Springen der Master Tour in Valencia wurde eine Beute von Bronislav Chudyba, der die acht Jahre alte KWPN-Stute Guayarmina WV seiner Chefin Tina Pol sicher durch das internationale Springen mit Stechen pilotierte. Chudyba kommt aus Slovenien und lebt in der Schweiz.

In der Premium Tour über 1,40 Meter gab es einen spanischen Sieg – der 48 Jahre alte Jesus Martinez Cadenas und der Wallach Flinstons Van Meyershoeve sicherten sich hier den Triumph im Zwei-Phasen-Springen. Cadenas ist beim internationalen Tour-Debut “Lokalmatador”. Der Springreiter gewann im CES bereits die Meisterschaften der Pferdesportregion Valencia.

Willkommen im CES

Gemeinsam mit den Tour-Gründerinnen Charo Ortells und Charo Torregrosa haben rund 300 Teilnehmer, Pferdebesitzer und Sponsoren im CES den Welcome-Abend im Centre gefeiert. Das Weingut Bodegas Hispano + Suizas, das zur europäischen Wein-Gruppe Schenk zählt, war Ausrichter des Abends, der mit Livegesang, gutem Essen und exzellenten Weinen große Begeisterung auslöste. Ohnehin bekommt die Tour-Initiative im CES Valencia, das schon oft Gastgeber nationaler Turniere und Meisterschaften war, gute Kritiken. Böden, Boxen, Paddocks, Infrastruktur – die Grundlagen für mehrwöchige Turnierserien werden als gut gemacht von den internationalen Gästen bewertet.

Der Höhepunkt der ersten Spring Tour-Woche steht am Sonntag bevor mit dem Großen Preis – Trofeo El Corte Inglés – live zu sehen wie auch alle anderen Prüfungen bei www.clipmyhorse.tv.

Ladies Day – Tania Moody gewinnt weiter

Tania Moody und Reine du Very waren die glücklichen Gewinner der Master Tour am Freitag im CES Valencia. (Foto: J. Billmann)
Tania Moody und Reine du Very waren die glücklichen Gewinner der Master Tour am Freitag im CES Valencia. (Foto: J. Billmann)

(Valencia) Es war Ladies Day in Valencia am Freitag: Tania Moody, 21 Jahre junge Britin mit Wohnsitz auf Mallorca, hat schon wieder in der Masters Tour aufgetrumpft. Mit der französischen Stute Reine du Very gewann die junge Britin das 1,45-Meter-Springen im CES Valencia. Und sie ist sich ganz sicher, dass es am Pferd liegt: “Ich habe Reine du Very seit drei Jahren, sie hat eine Super-Qualität, springt wunderbar und sie will immer alles richtig machen.”

Tania Moody

Vertraut mit dem CES

Tania, deren Familie auf Mallorca ansässig ist, kennt das Reitsportzentrum in Valencia schon länger. “Bevor die Spring Tour hier losging, gab es schon große nationale Turniere und meine Pferde gingen hier immer gut”, sagt die junge Britin. Sie kennt das Organisationstalent der Turnierchefinnen Charo Ortells und Charo Torregrosa. Deshalb bleibt Tania Moody auch gleich drei Wochen im CES Valencia zur Spring Tour und kann dabei reichlich viele Landsleute treffen. So etwa Alex Rident, die sich mit der Stute Come Back auf Platz zwei hinter Moody in der Trofeo Oceanogràfic Valencia einreihte. Beide Amazonen blieben fehlerfrei, Tania war in 65,21 Sekunden einen Wimpernschlag schneller als Alex (65,39 sec.).

Spanisches Jungtalent trumpft auf

Bester spanischer Reiter war Santiago Nuñez Riva mit Luanco auf dem sechsten Rang. Und einen “Homerun”gab es zuvor schon zu feiern, denn Otti Verdu Vidal gewann mit Twiggy KA das 1,35m-Springen der Master Tour. Oti ist noch 19 Jahre jung und kann in Valencia am 17. Februar Geburtstag feiern. Die Springreiterin vertrat ihr Land bereits bei den Europameisterschaften der Jungen Reiter 2018 und ein Jahr zuvor bei den Junioren. Einen echten Coup landete sie bereits als 17-jährige mit vier Siegen in der Trofeo Princesa de Asturias, gleich danach folgten zwei Siege und ein dritter Platz in der Madrider Pferdewoche beim CSI – darunter der Sieg im Großen Preis.

Spaniens Springreiter und -reiterinnen nutzen die Spring Tour im CES Valencia gern und schneiden im direkten Vergleich mit Konkurrenten aus ganz Europa und Übersee gut ab. So platzierte sich auch Mariano Martinez Bastida außerhalb der Youngster Tour mit dem neun Jahre alten Kavallo S in der ersten Tagesprüfung der Master Tour auf Rang sieben. Die gewann übrigens ein deutscher Gast: Marcel Marschall aus Altheim mit Undercontract.

Erster Großer Preis am Sonntag – Trofeo El Corte Inglés

Das Hauptspringen am Samstag, die Trofeo Bodegas Hispano+Suizas über 1,45 Meter, die als klassisches Fehler/ Zeit-Springen ausgetragen wird, beginnt bereits um 09.30 Uhr. Insgesamt acht Prüfungen stehen auf dem Tagesplan, am Sonntag folgen zum Abschluss der ersten Spring Tour-Woche sechs internationale Springprüfungen, darunter der erste Große Preis, die Trofeo El Corte Inglés. Im Livestream wird der Sport aus dem CES Valencia beim Pferdesportportal www.clipmyhorse.tv übertragen.

Jung und erfolgreich – die Nachwuchspferde in Valencia

Tania Moody, Britin mit spanischem Wohnsitz gewann mit Reine du Very den Auftakt der Master-Tour. (Foto: J. Billmann)
Tania Moody, Britin mit spanischem Wohnsitz gewann mit Reine du Very den Auftakt der Master-Tour. (Foto: J. Billmann)

(Valencia) Höher, schneller, weiter ist es im CES Valencia bei der Spring Tour geworden mit dem Beginn der Master- und der Classic Tour. Und die sah am Donnerstag eine Britin und einen Franzosen vorn. Tania Moody holte sich den ersten Sieg mit der 13 Jahre alten Reine du Very, dahinter behauptete sich Michel Hecart gleich zweimal auf Platz zwei und drei in der ersten großen Prüfung der Spring Tour..

Britin mit spanischem Wohnsitz

Tania Moody ist gerade erst 21 Jahre alt, hat bereits zweimal Europameisterschaften der Junioren und der Children für Großbritannien bestritten und lebt auf Mallorca. Die junge Amazone, deren wichtigster Sponsor Vater Kevin Moody ist, hat in Spanien bereits bedeutende Prüfungen wie z.B. den Großen Preis von Palma oder die 29. Trofeo Infanta Elena gewonnen. Dagegen ist der 66-jährige Michel Hecart aus Frankreich ein Routinier. Der Profi aus Haras de la Roque pilotierte Solero und Vip de la Roque in die Platzierung der Trofeo Muamai (1,40 m).

Tschechisch-deutsches Doppel

Mit Spannung verfolgt wurden die Prüfungen der Youngster-Touren, denn bemerkenswert viele gute junge Pferde sind im CES Valencia zu Gast um Prüfungserfahrungen zu sammeln. So konnte Zuzanna Zelinkova aus Bratislava die sieben Jahre alte Holsteiner Stute Ekatharina perfekt in Szene setzen: Das Damenteam gewann zum Abschluss der ersten Youngster-Woche im Stechen das Youngsterspringen. Ekatharina von Casall-Montender stammt aus einem bekannte Stall. Die Stute kommt aus der Zucht von Professor Dr. Hartwig Schmidt aus Borsfleth, Züchter auch der Weltmeister-Stute Corradina (Carsten-Otto Nagel).

“Wir haben sie vierjährig gekauft und ich bin nicht nur heute, ich bin immer mit ihr zufrieden”, schwärmt Zuzanna Zelinkova von ihrem Nachwuchspferd, “Ekatharina ist ein wirklich intelligentes Pferd.” Während die Nachwuchspferde jetzt im CES Valencia ein wenig entspannen können, geht es für die erfahrenen Kandidaten nun erst richtig los in der Master, Classic und Premium-Tour.

Spanier Bastida beeindruckt in Valencia

Mit insgesamt sechs Pferden ist Zelinkova nach Valencia gereist – vier Youngster und zwei Pferde für die großen Springen sind dabei. “Ich mag es hier, alles ist zentral beieinander und übersichtlich, das gefällt mir sehr gut”, urteilt die Springreiterin, die erst vor zwei Tagen Geburtstag feiern konnte, über die neue Tour-Offerte in Spanien. Zelinkovas härtester Konkurrent in der Youngsterprüfung war wie schon in den Tagen zuvor der Spanier Mariano Martinez Bastida. Der 35-jährige beeindruckt im CES Valencia mit der Qualität seiner Nachwuchspferde: neben Platz zwei mi Hybalia hinter Zelinkova gab es für den Spanier mit Nosa JW den Sieg in der Trofeo Teun van Riel – der letzten Wochenprüfung für die sechs Jahre alten Springpferde – un keineswegs der erste Erfolg seit Beginn der Spring Tour am Dienstag.

Im CES Valencia stehen am Freitag acht Prüfungen des CSI2* auf dem Programm. Starter- und Ergebnislisten gibt es online unter www.cesvalencia.com . Zudem zeigt das Pferdesportportal www.clipmyhorse.tv Sport pur aus Valencia im Livestream.

Sonne, Haya und Siege – Spring Tour in Valencia

Abreiteplatz im CES Valencia - Spaniens Mariano Martinez Bastida und der spanische Judge genießen die Sonne und einen kleinen Meinungsaustausch. (Foto: J. Billmann)
Abreiteplatz im CES Valencia – Spaniens Mariano Martinez Bastida und der spanische Judge genießen die Sonne und einen kleinen Meinungsaustausch. (Foto: J. Billmann)

(Valencia) Sie heißt Haya, ist eine Enkelin des berühmten Hengstes Heartbreaker und ihr Reiter heißt Holger. Holger Wenz aus dem niedersächsischen Bad Laer hat seine sieben Jahre alte “Musterschülerin” aus dem Sportstall mit zur Spring Tour im CES Valencia genommen und die Pferdedame fühlt sich offenkundig wohl. Am ersten Tag fehlerfrei, gewann die Stute am zweiten Tag die Konkurrenz der sieben Jahre jungen Pferde. “Ich hatte sie zuvor schon mit in Oliva, da hat sie auch einmal gewonnen und war im Finale platziert”, sagt Profi Wenz. Er ist wie so viele andere Kollegen aus 15 Nationen Premierengast bei der ersten Spring Tour im CES vor den Toren Valencias. “Es ist prima hier, die Plätze und Boxen sind gut”, so das Urteil des Springreiters, der in jedem Frühjahr mit seinen Pferden in den Süden fährt, um konzentriert über Wochen draußen zu arbeiten. Zudem lockt ihn Valencia zwischendurch: “Das ist eine wunderschöne Stadt.”

Dreimal ging es am Mittwoch um Siege und Platzierungen. Der 35 Jahre alte Mariano Martinez Bastida, der in Spanien als guter Ausbilder bekannt ist, setzte mit Nosa JW bei den sechs Jahre alten Pferden Maßstäbe, der Franzose Arnaud Martin gewann die Prüfung für die fünf Jahre alten Springpferde mit Deeper Dream. Der Wallach allerdings “verschlief” gar nichts, sondern kam sogar gut sechs Sekunden schneller als die Mitbewerber und ohne Fehler ins Ziel. Knapp 20 Grad und Sonne machen den Teilnehmern im CES Valencia den Aufenthalt aktuell mehr als angenehm.

Am Donnerstag beginnen im CES Valencia die Classic- und die Masters-Tour für die älteren Pferde. Dann stehen acht Prüfungen auf zwei Turnierplätzen auf dem Programm.

Oranje-Team für Dortmund angekündigt

Marc Houtzager wird beim SIGNAL IDUNA Cup um den Sieg reiten. Foto: Stefan Lafrentz
Marc Houtzager wird beim SIGNAL IDUNA Cup um den Sieg reiten. Foto: Stefan Lafrentz

Dortmund, 06.02.2019 – Weltmeisterlichen Glanz haben die Westfalenhallen schon oft erlebt, der SIGNAL IDUNA Cup – das internationale Reitturnier vom 7. – 10. März 2019 – macht keine Ausnahme: Rund drei Wochen vor Beginn steht fest, das gleich drei Medaillengewinner aus den Niederlanden zum Springreiter-Aufgebot in Dortmund zählen werden. Zum Finale der MITSUBISHI MOTORS Masters League kommen mit Jeroen Dubbeldam der Doppel-Weltmeister des Jahres 2014, mit Gerco Schröder der Mannschaftsweltmeister 2014 und mit Marc Houtzager der Silbermedailliengewinner (Team) der Olympischen Spiele 2012 in die Westfalenhalle.

Sympathieträger aus der Nachbarschaft

Houtzager und Schröder gehörten zum Team, das bei Olympia in London Silber gewann, Schröder und Dubbeldam holten Team-Gold bei der WM in Caen (FRA) – zudem gewann Dubbeldam auch individuelles Gold im Final-Four – im zum letzten Mal mit Pferdewechsel ausgetragenen Einzelfinale der Weltmeisterschaften. Alle drei zählen zu den großen Sympathieträgern der internationalen Turnierszene aus den Niederlanden. Und alle drei sind durchaus Favoriten für die großen klassischen Prüfungen in Dortmund, wie den Preis von Nordrhein-Westfalen am Freitag, das Championat der SIGNAL IDUNA am Samstag oder das Highlight – den Großen Preis der Bundesrepublik am Sonntag. Der ist zugleich Finale der MITSUBISHI MOTORS Masters League 2018.

Titelverteidiger kommt zurück

Exzellente Konkurrenz also für die deutschen Protagonisten, die in den vergangenen Jahren so oft das Serienfinale dominierten. Der Deutsche Meister Mario Stevens aus Molbergen ist als Sieger des AGRAVIS CUP Oldenburg dabei, Jan Wernke aus Holdorf gewann das MITSUBISHI MOTORS Masters League-Finale bereits vor drei Jahren in Dortmund und kommt sehr gerne wieder zum SIGNAL IDUNA Cup. Denis Nielsen aus Isen ist der Titelverteidiger, er triumphierte im März 2018 mit DSP Cashmoaker in der Westfalenhalle. Janne Friederike Meyer-Zimmermann (Hamburg), Ex-Weltmeisterin und Europameisterin, Holger Wulschner (Passin) und Gerrit Nieberg (Münster) zählen ebenso zu den aussichtsreichen Kandidaten auf den Sieg wie der junge Schwede Douglas Lindelöw oder der für Österreich startende WM-Sechste Max Kühner.

All diese Namen stehen für erstklassigen Springsport und hervorragend ausgebildete Pferde. Klar ist damit auch – es wird ein spannendes Finale in der MITSUBISHI MOTORS Masters League geben in Dortmunds Westfalenhallen.

Sport, Shopping, Unterhaltung

Dabei sein ist alles und verspricht ein unterhaltsames Wochenende in den Westfalenhallen mit tollen Pferden, hochklassigen Prüfungen, einer großen und vielfältigen Ausstellung zum Bummeln und Shoppen und Sportstars zum „Anfassen” nah.

Tickets gibt es ab zehn bis maximal 38 Euro, Dauerkarten sind ab 68 Euro erhältlich und wer möchte kann auch Gastronomie-Tickets erwerben, die kulinarisches und sportliches Vergnügen kombinieren. Kinder bis sechs Jahre haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt, Kinder von sieben bis 13 Jahre zahlen fünf Euro für Tages- oder Abendveranstaltungen, 10 Euro für die Ganztageskarte. Tickets sind im Online-Shop unter www.eventim.de oder auch direkt bei den Westfalenhallen www.ticket.westfalenhallen.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Telefonisch können unter 0231 1204 666 von Mo-Fr von 9-18 Uhr Karten bestellt werden.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.escon-marketing.de

Pudelmütze weggepackt – Springsport in Valencia gestartet

Alexa Stais und Cascada - Gratulation vom Richter. (Foto: Billmann)
Alexa Stais und Cascada – Gratulation vom Richter. (Foto: Billmann)

(Valencia)  Gestartet: Die internationale Spring Tour im CES Valencia hat mit drei Prüfungen für fünf bis sieben Jahre alte Pferde begonnen und sah Sieger aus gleich sechs Nationen, darunter mit Holger Wenz (Bad Laer) und Alexa Stais (Südafrika) auch zwei Teilnehmer, die in Niedersachsen beheimatet sind. Die brandneue Turnierofferte löst große Anerkennung aus. “Das wird eine Super-Sache”, verkündete Hilmar Meyer (Morsum), “die Böden sind Spitze, Boxen vom Allerfeinsten und alles sehr gut organisiert.” Und dann noch angenehmes Wetter. “Ich kam hier mit Pudelmütze an am Montag”, lacht Meyer, “und hab die heute gleich mal weggepackt”.

Die spanische Parcourschefin Isabel Fernández de Cañete baute einladend für die jungen Springpferde. Arnaud Martin mit  Deeper Dream und Lesley Peynard mit Expresso de Riverland gewannen den Auftakt für die fünfjährigen Springpferde. Gleich vier Sieger gab es bei den sechsjährigen Pferden mit Nosa JW/ Mariano Martinez Bastida (Spanien), Djamia und Arnaud Martin (Frankreich), Atlanta mit Benjamin Clark (Großbritannien) und Abby von Zuzana Zelinkova (Tschechien). Bei den sieben Jahre alten Pferden konnten Holger Wenz mit Haya und Hatrona und Alexa Stais mit Cascada auftrumpfen neben Bastida mit Hellas und Hybalia, sowie Michel Hecart (Frankreich) mit Simolo de la Roque Z und Landsmann Arnaud Martin auf Quasim du Chene. Auch am Mittwoch und Donnerstag stehen die jungen Pferde im Mittelpunkt des Geschehens im CES Valencia.

CES Valencia – Spring Tour lockt in die Frühlingssonne

Bronislav Chudyba (SLO) who`s living in Switzerland, stopped the Indoor-Season as watched here, to compete in Spring Tour at CES Valencia.
Bronislav Chudyba (SLO) who`s living in Switzerland, stopped the Indoor-Season as watched here, to compete in Spring Tour at CES Valencia.

(Valencia) Am Dienstag, 5. Februar, geht es los: Im CES Valencia beginnt die Spring-Tour 2019 mit drei Wochen internationalem Springsport auf dem modernen und am Rande von Valencia gelegenen Reitsportrefugium. Allein der erste Circuit vom 5. – 24. Februar bietet schon ein Gesamtpreisgeld von 288.750 Euro in vier verschiedenen Touren. Im CES Valencia werden Reiter und Pferde aus rund 15 Nationen erwartet, die ersten Gäste haben sich bereits auf die Reise von Nordeuropa aus in die milde Sonne Spaniens gemacht.

Das Reitsportzentrum vor den Toren der spanischen Großstadt Valencia ist ein neuer Hot-Spot für das Turniergeschehen. Wo sonst, wenn nicht im milden Mittelmeerklima können Turniersport und Training perfekt miteinander verbunden werden und der Sport unter dem Hallendach gegen Sport unter freiem Himmel eingetauscht werden? Und sollte es in Valencia mal richtig “schütten”, dann gibt es im CES eine moderne, große Reithalle als Ausweichmöglichkeit.

Anziehendes Tourenprogramm

Die Spring-Tour bietet ab Dienstag, 5. Februar, drei Tage mit Youngsterprüfungen für fünf bis sieben Jahre alte Pferde. Am Donnerstag beginnen Classic- und Master Tour mit höheren Anforderungen. Die Master Tour beinhaltet auch zwei Weltranglistenspringen bis zu 1,45 Meter. Am Wochenende folgt zudem noch die Premium-Tour (1,10 – 1,40 Meter). Diesen Rhythmus behalten die Veranstalter in allen Tourwochen grundsätzlich bei. Wer in der Master Tour startet, darf nicht in der Premium Tour dabei sein und umgekehrt. Die Classic Tour mit Prüfungen bis max. 1,40 Meter ist für alle Teilnehmer offen. Etliche Ausbilder reisen mit Schülern in Valencia an. Z.B. Mike Patrick Leichle aus Schleswig-Holstein, der am Mittelmeer konzentriert mit Kunden und deren Pferden arbeiten kann, ebenso Niklaus Schurtenberger, Championatsreiter aus der Schweiz, oder der Schwede Alexander Zettermann.

Stallmeister wartet auf seine Gäste

Bei frühlingshaften 19 Grad werden aktuell die letzten Vorbereitungen für den Start der Spring-Tour abgeschlossen. Dazu zählt auch die Vorbereitung der Stallungen. Als Chef der Pferdeställe konnten die Veranstalter Khalid Zahy verpflichten. Der 49-jährige ist ein Routinier als Chef von “Pferdehotels” und freut sich darauf, dass die CES Valencia Tour endlich beginnt. “Für mich ist sowas immer wie ein neugeborenes Kind”, lacht der Marokkaner, “man muss so eine Tour hegen und pflegen. Mir macht es Spaß, am Gedeihen neuer Projekte mit zu arbeiten.” Seit 2006 kennt er den Job als Stallmeister, half ursprünglich nur aus und war dann begeistert von der Arbeit. “Es ist niemals langweilig, man muss schnell Entscheidungen treffen können und Lösungen für Herausforderungen finden”, so Zahy, der seine Aufgabe nicht gegen eine Beschäftigung im Bürostuhl eintauschen möchte.

Die vierbeinige Kundschaft, wie auch die dazugehörigen Zweibeiner sind durchaus anspruchsvoll und kommen buchstäblich aus aller Welt. Reiten hat Khalid Zahy nie gelernt, Pferde begeistern ihn allerdings. Zahy hat einen Masterstudiengang im Fachbereich Tourismus absolviert, den Bachelorabschluß in Marketing gemacht und spricht fünf verschiedene Sprachen – und das ist bei einer Turnierserie wie der Spring Tour im CES Valencia ein großer Vorteil.

Informationen zur Spring Tour des CES Valencia gibt es online unter www.cesvalenciatour.com. Dort werden ab dem 5. Februar auch Start- und Ergebnislisten eingebunden. Ebenso gibt es dann einen Livestream vom Hauptplatz des CES Valencia.

Hengststation Maas J. Hell – 14 Hengste beeindruckten Besucher

Der Holsteiner Reservesieger 2018, Colcannon, wurde erstmals unter dem Sattel von Sven Otto präsentiert. (Foto: Stefan Lafrentz)
Der Holsteiner Reservesieger 2018, Colcannon, wurde erstmals unter dem Sattel von Sven Otto präsentiert. (Foto: Stefan Lafrentz)

(Klein Offenseth) Eröffnet mit Central Park von Casall – abgeschlossen mit Calido von Cantus und dazwischen allerbeste Hengste von drei bis zu 28 Lebensjahren – die Präsentation der Vererberriege in der Hengststation Maas J. Hell ließ keine Fragen und keine Wünsche offen. Mit umfassenden Eindrücken und Erkenntnissen versorgt wurden die rund 800 Zuschauer, die sich dicht auf der Tribüne, in der Reithalle und im Casino drängten.

Impressionen Hengststation Hell – Hengstpräsentation

“Volles Haus” konnte Stationschef Herbert Ulonska vermelden und die Besucher bekamen ein umfassendes und abwechslungsreiches Hengste-Programm geboten, das zudem mit der Verlosung von fünf Deckgutscheinen endete – darüber freuen sich nicht nur die glücklichen Gewinner, sondern auch das Tierheim Elmshorn, denn der Erlös des Losverkaufs kommt der Einrichtung zugute.

Lebende Legende – Calido

Den immer wieder beeindruckenden Schlusspunkt unter rund zwei Stunden Hengstschau setzte der schneeweiße Holsteiner Schimmel Calido, der nach wie vor mit Bewegungsfreude beeindruckt und perfekt “im Lack” ist – putzmunter, selbstbewußt und auch 2019 im Deckeinsatz. Größte Neugier galt allerdings gleichermaßen der jungen Garde hinter dem Star der Station.

Reservesieger Colcannon und Coquetto unter dem Sattel

So punkteten die beiden im November 2018 gekörten Cornet Obolensky-Söhne Colcannon aus einer Contender-Aljano-Coriander-Mutter und Coquetto aus einer Casquetto-Landgraf I- Capitol I-Mutter sowohl im Freispringen, als auch erstmals unter dem Sattel. Das Freispringen war bei beiden Hengsten mit viel Übersicht und “Go”, unter ihrem Ausbilder Sven Otto zeigten sich dann beide Hengste ausgeglichen und mit völligem Vertrauen zum Reiter. Man glaubt Sven Otto sofort, dass die Arbeit mit diesen beiden Holsteiner Junghengsten “richtig viel Spaß” macht. Der Faktor Arbeitsfreude und Rittigkeit trat bestechend klar bei Casselot von Cassoulet zutage, der inzwischen vier Jahre alt ist und noch deutlicher beim zwei Jahre älteren Jungstar Central Park von Casall aus einer Contender-Sandro-Mutter.

Central Park in Top-Form

Der schicke Rappe, der bereits bemerkenswert gute Fohlenjahrgänge hinterließ, stellt den Chefbereiter Takashi Haase jede Woche vor eine Herausforderung: “Ich muß mir immer überlegen, was ich ihm Neues zeige – er ist vorsichtig, leistungsbereit, hat Vermögen und ist einfach super zu reiten”, so Haase, “und er begreift und lernt sehr schnell.” Das Potential des Sechsjährigen darf gleichwohl langsam wachsen. “Wir wollen bei unseren Junghengsten nicht alles sofort ausreizen, was sie anbieten”, unterstreicht Herbert Ulonska, “Central Park ist sehr gefragt bei den Züchtern und Sport- und Deckeinsatz müssen wohldosiert sein, damit die Pferde die Freude an der Arbeit behalten.”

Quaterback glänzt in Holstein

Eigens für die Präsentation in der Hengststation Maas J. Hell hatte das Haupt- und Landgestüt Neustadt-Dosse den Dressurpromi Quaterback mit Gestüter Olaf Michaelis nach Klein Offenseth entsandt. Der Quaterman-Sohn entstammt der berühmten Neustädter P-Linie, hat 58 gekörte Söhne und zählt zu den meistfrequentierten Deckhengsten Europas. Seine enorme Bewegungsqualität entfaltete der 16-jährige Fuchs auch an der Hand von Olaf Michaelis. “Raumgriff” war da auch beim Vorführer gefragt.

Beeindruckende Hengstriege

Diego de Semilly von Diarado, dessen Besitzer Dietmar Gottschalk eigens aus Wittenberge angereist war, die hervorragend springenden Uston von Uriko und Quiwi Capitol von Quiwi Dream, deren Züchter Otto Boje Schoof und Harm Thormählen den Nachwuchs in Klein Offenseth genau in Augenschein nahmen – sie alle präsentierten sich gereift von ihrer “Schokoladenseite”. Erfreulich für die Besucher in Klein Offenseth: Die Präsenz, Form und Frische der reifen Hengstjahrgänge, zu denen Acodetto von Acorado, Lassergut Cash and Carry von Cash und Lassergut Hym d`Isigny von Qredo de Paulstra sowie Lentini von Lavaletto zählen. Herbert Ulonska stellte deutlich klar, das man in der Hengststation Maas J. Hell auch weiterhin die A-Linie und das L-Blut pflegen will. Sportlich konzentrieren sich die Ambitionen allerdings auch mit Blick auf kommende Championate. Takashi Haase, für sein Geburtsland Japan startend, darf sich mit dem Canturo-Stakkato-Sohn Canstakko auf internationale Turniereinsätze freuen. Die japanische Förderation ließ bereits wissen, dass man Reiter und Hengst genau im Auge habe.