6. Liebenberger Pferdeforum: “Aufbruch und Umbruch – weg von alten Gewohnheiten”

FN Logo (Herkunft: FN)
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Liebenberg (fn-press). Traditionen bewahren und neue Ideen verwirklichen: Das Liebenberger Pferdeforum stand unter dem Motto „Aufbruch und Umbruch – weg von alten Gewohnheiten“. Bereits zum sechsten Mal luden die Deutsche Kreditbank (DKB), die Persönlichen Mitglieder der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und der Oldenburger Pferdezuchtverband zum Gedankenaustausch zwischen Pferdesportlern und -züchtern ein.

Wie in den Vorjahren erwartete die Teilnehmer ein ganzer Strauß an Themen und Referenten, die sich des Themas Pferdezucht und Pferdesport aus unterschiedlichen Blickwinkeln heraus annahmen. In diesem Jahr schien die Auswahl besonders gelungen, denn es gab so viele Anmeldungen wie noch nie, wie der Hausherr Stefan Unterlandstättner, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kreditbank, in seiner Begrüßung verkünden konnte.

Große Herausforderungen durch verändertes Medienverhalten 
Der Vormittag stand ganz im Zeichen von Tradition und Zukunft. „Seit 15 Jahren wird darüber geredet, dass das Fernsehen tot ist, aber das stimmt nicht“, sagte Susanne Aigner-Drews, Geschäftsführerin der deutschen Tochter des US-amerikanischen Medien- und Unterhaltungsunternehmens Discovery, zu dem unter anderem der Sender Eurosport gehört. Neun Stunden pro Tag nutzt der Durchschnittsdeutsche audiovisuelle Medien, davon rund vier Stunden das klassische, lineare Fernsehprogramm. Gleichzeitig wächst jedoch der Zuspruch für Streaming-Plattformen wie Netflix oder Eurosport Player. Speziell die Jüngeren erwarten, dass die von ihnen gewünschten Inhalte immer und überall zur Verfügung stehen. „Die Herausforderung für die Zukunft besteht darin, sich auf dieses veränderte Medienverhalten einzustellen“, sagte Aigner-Drews. Das bedeutet nicht nur, die Inhalte dort zu platzieren, wo der Fan sie sehen möchte, sondern sie auch zielgruppengerecht aufzubereiten.

Klassik mit neuen Akzenten 
Zurück in die analoge Welt führten Sprecherin Andrea Kerssenbrock und Bereiter Helmut Oberhauser von der Spanischen Hofreitschule in Wien, die auf eine 454-jährige Geschichte zurückblicken kann und mittlerweile den Status eines UNESCO-Weltkulturerbes besitzt. „Bei aller Tradition, der wir uns verpflichtet fühlen, müssen wir auch bereit sein, bis zu einem gewissen Grad Veränderungen einzugehen“, sagten die beiden Wiener. Dazu zählt nicht nur die Öffnung für Frauen als Bereiterinnen, sondern auch ein Überdenken der innerstädtischen Pferdehaltung aufgrund von Tierschutzgesichtspunkten. „Klassik durch neue Ideen bereichern“, ist auch die Philosophie von Schäferin Anne Krüger-Degener. „Um ein Tier auf meine Seite zu bekommen, muss ich es ‚lesen‘ können, seine versteckten Signale wahrnehmen können“, sagte die Tierwirtschaftsmeisterin aus Melle in ihrem Vortrag zum partnerschaftlichen Umgang mit dem Pferd.

Helgstrand Dressage: eine andere Dimension
Das Nachmittagsprogramm stand dann ganz im Zeichen der Pferdezucht. Speziell die Kooperation von Paul Schockemöhle und Andreas Helgstrand sorgte in jüngster Zeit für große Diskussionen. In Liebenberg stellte der dänische Dressurreiter nun seine Unternehmensphilosophie vor. Ursprünglich Bereiter im Gestüt Blue Hors, wagte er nach den Olympischen Spielen 2008 in Hongkong den Sprung in die Selbständigkeit. Seither ist es ihm dank hoher Risikobereitschaft und einem Händchen für die richtigen Pferde, Mitarbeiter und Reiter, Partner und Investoren gelungen, ein internationales Pferdesportimperium zu errichten. Seit vergangenem Jahr gehört die Hälfte seines Unternehmens der Firma Waterland, einer unabhängigen Private-Equity-Investment-Gesellschaft. Auch diese hat erkannt, dass „die Nachfrage nach guten Pferde höher ist als das Angebot“ und die „Pferde-Industrie“ ein entsprechend hohes finanzielles Potenzial besitzt – vorausgesetzt man hat „die richtigen Pferde“ im Portfolio. In Helgstrands Handelsstall in Vodskov stehen regelmäßig 300 Verkaufspferde unter dem Sattel, dazu warten rund 50 Dressurhengste auf der Hengststation in Hagen in Deutschland auf das Interesse der Züchter und mittlerweile streckt der rührige Däne seine Fühler auch Richtung Springsport aus. Neuestes Projekt sei – neben einer eigenen Ausrüstungsmarke und einem Schmuck-Label – der Hof Ny Ravnstrup mit Platz für die Zucht und Aufzucht von rund 180 Jungpferden, schilderte Helgstrand. „Damit können wir dem Kunden vom Fohlen zum fertigen Produkt alles anbieten.“

Familienbetrieb als Marke
Bei so einem Global Player im Spiel wird es für die anderen deutschen Hengsthalter nicht leichter. Gerd Sosath und Tochter Janne Sosath-Hahn präsentierten die „Marke“ Sosath, basierend auf einem seit 1697 geführten Familienbetrieb. „Die Familie kommt bei uns an erster Stelle“, betonte Gerd Sosath. Auch in Lemwerder gibt es rund 350 Pferde, davon rund 100 unter dem Sattel. Dazu rund 25 Hengste. Besonders bekannt wurde die Station durch die selbstgezogenen Hengste Stedinger und vor allem Landor S, mit dem Gerd Sosath Bundeschampion wurde und für den 1993 die Besamungsstation auf dem Hof gebaut wurde. Mit den Pferden ist es bei Sosaths übrigens wie bei den Menschen. Auch sie leben seit Generation auf dem Hof. Besonders die Landor-Schwestern Lady Heida I und II gehören zum Tafelsilber der Marke Sosath.

Erst am Anfang steht die Hengststation von Jens Hoffrogge und Beatrice Buchwald mit nur einer Handvoll Hengsten. Dank geschickter Präsentation – Springen über „bewegliche“ Hindernisse – ist es dem Vielseitigkeitsreiter gelungen, für eine lange Deckliste seines Asagao xx zu sorgen, für einen Vollblüter eher ungewöhnlich. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin Beatrice Buchwald, langjährige Bereiterin bei Isabell Werth, wagte er nun den Schritt zur eigenen Station. Ihr Ziel ist es, die Hengste sowohl im Sport als auch in der Zucht einzusetzen, so dass der Schwerpunkt auf langfristigen Partnerschaften liegt. „Nicht jeder Hengst ist für jede Stute geeignet. Für jedes Pferd gibt es einen Plan. Es ist wichtig, dass ich als Hengsthalter zu einhundert Prozent hinter meinen Hengsten stehe. Nur so kann ich meinen Kunden einen optimalen Service bieten, sodass sie auch langfristig zufrieden sind“, so Hoffrogge.

Aufbruch und Umbruch in der Hengsthaltung bedeutet also auch, neben guten Hengsten eine eigene Marketingstrategie zu haben. Wie aber sieht es mit der Selektion der Hengste aus? Ganz aktuell wird darüber diskutiert, die Mindestnote bei den Hengstleistungsprüfungen abzuschaffen. In der anschließenden Podiumsdiskussion danach befragt, erklärte Heinz Ahlers, dass die Hengsthalter diese Vorschläge nicht unterstützten. Der Vorsitzende des Vereins Deutscher Hengsthalter ging sogar noch weiter und erklärte, dass man auch vor dem Hintergrund der geplanten neuen Leitlinien für Tierschutz im Pferdesport des Bundesinnenministeriums darüber nachdenken müsse, das ganze Selektionssystem auf den Prüfstand zu stellen, beginnend mit Art und Zeitpunkt der Körung.

Sachstand WFFS 
Bei einer so zuchtgeprägten Veranstaltung durfte natürlich das Thema WFFS nicht fehlen. Dr. Melissa Cox, vom Center of Animal Genetics in Tübingen, machte noch einmal deutlich, wie gering der Anteil an tatsächlich von der Genmutation betroffenen Fohlen ist. Anlagenträger generell aus der Zucht auszuschließen, davon riet sie ab. Die Zukunft liege stattdessen in der Aufklärung. „Man züchtet immer mit dem ganzen Pferd und nicht nur mit einer einzelnen Variante“, erklärte sie. Hb

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Nationenpreis Children: Deutsches Team in Italien auf Rang zwei

FN Logo (Herkunft: FN)
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Gorla Minore (fn-press). Beim internationalen Jugendturnier im italienischen Gorla Minore hat das deutsche U14-Team Rang zwei im Nationenpreis erreicht. Gleichplatziert mit der Mannschaft aus den Niederlanden platziert sich das Children-Team von Bundestrainer Eberhard Seemann mit nur vier Punkten knapp hinter den Gastgebern. 

Mit Tiara Bleicher (München) mit Cristallo Boy und Vivien Bögel (Merzen) mit Loberon sind gleich zwei deutsche Teamreiter Doppelnull im Nationenpreis geritten. Max Paschertz (Cloppenburg) mit Clip P lieferte im zweiten Umlauf eine Runde ohne Hindernisfehler ab, er kassierte lediglich einen Zeitstrafpunkt und Julius Bleser (Krefeld) mit Al Paolo blieb im zweiten Umlauf ebenfalls fehlerfrei, so dass am Ende nur vier Punkte auf dem deutschen Konto standen. Die deutschen Junioren werden in ihrem Nationenpreis Vierte. 

NÜRNBERGER BURG-POKAL 2019 startet traumhaft bei Horses & Dreams

Sieger des 25.NÜRNBERGER BURG-POKAL Finales 2016 - Isabel Freese und Vitalis (Foto: Stefan Lafrenz)
Sieger des 25.NÜRNBERGER BURG-POKAL Finales 2016 – Isabel Freese und Vitalis (Foto: Stefan Lafrenz)

Mit einem geradezu finalverdächtigen Feld geht es am Teutoburger Wald in die neue Saison, die 28. Auflage rollt an.

Nürnberg / Hagen. Während Anfang April die Hallensaison im Pferdesport mit dem Weltcup-Finale zu Ende geht, laufen auf dem Hof Kasselmann schon die intensiven und sichtbaren Vorbereitungen für Horses & Dreams an. In diesem Jahr trifft die Veranstaltung auf das Gastland Frankreich und der Auftakt in die Grüne Saison steht unter dem Stern der Grande Nation.

Für den NÜRNBERGER BURG-POKAL ist Horses & Dreams auch in diesem Jahr das erste der 12 Turniere, in denen die Finalqualifikationen des renommierten Wettbewerbs ausgetragen werden. Und wie ein Finale liest sich auch das vorläufige Teilnehmerfeld. Mehr als ein Drittel der Aktiven, die bislang genannt haben, kennt das Gefühl, beim Finale in der Frankfurter Festhalle einzureiten.

Die gebürtige Norwegerin Isabel Freese ragt dabei heraus, denn sie ist die einzige, die weiß, wie sich der Finalsieg anfühlt. Am Teutoburger Wald wird Isabel Freese auf starke Konkurrenz treffen. Mit Fabienne Lütkemeier, Jessica von Bredow-Werndl und Reitmeister Hubertus Schmidt kommen international hocherfolgreiche Reiter und stellen ihren hoffnungsvollen Nachwuchs vor. Darüber hinaus stehen Ausbilder wie Susan Pape und Holga Finken bereit, um sich gleich zum Saisonstart den begehrten Platz im Finale zu sichern.

Spannend wird es auf jeden Fall, wenn am 25.04.2019 um 14:15 Uhr das erste Paar zur Prüfung einreitet und die Burg-Pokal-Saison 2019 eröffnet.

Finalqualifikationen 2019

24.04.-28.04.2019 Horses & Dreams – Hof Kasselmann Hagen a.T.W.

03.05.-05.05.2019 Maimarkt Mannheim Mannheim

24.05.-26.05.2019 Internationales Pferdefestival – CSI Redefin Redefin

29.05.-02.06.2019 Pferd International München

13.06.-16.06.2019 Balve OPTIMUM – DM Dressur & Springen Balve

20.06.-23.06.2019 Dressurfestival Bonhomme Werder/ Havel

11.07.-14.07.2019 Bettenröder Dressurtage Bettenrode

24.07.-28.07.2019 Dressurfestival Wintermühle Neu-Anspach

06.08.-11.08.2019 Verden International Verden

15.08.-18.08.2019 CHI Donaueschingen – EM Fahren Donaueschingen

14.09.-15.09.2019 Dressurturnier Gut Hohenkamp Dorsten

29.10.-03.11.2019 Faszination Pferd Nürnberg

Das Finale 2019
19.12.-22.12.2019 Internationales Festhallen Reitturnier Frankfurt

Mehr Informationen unter www.nuernbergerburgpokal.de oder www.nuernberger.de/pferdesport

Pferdezuchverbände: “Weidewirtschaft für Schaf, Rind und Pferd in Schleswig-Holstein muss möglich bleiben”

Nutztierhalter und Pferdezüchter sind zunehmend besorgt über die Folgen der Ausbreitung des Wolfes und sorgen sich um die Sicherheit ihrer Tiere. Der Holsteiner Verband lädt daher zur Informations- und Diskussionsveranstaltung in die Fritz-Thiedemann-Halle ein. (Foto: Janne Bugtrup)
Nutztierhalter und Pferdezüchter sind zunehmend besorgt über die Folgen der Ausbreitung des Wolfes und sorgen sich um die Sicherheit ihrer Tiere. Der Holsteiner Verband lädt daher zur Informations- und Diskussionsveranstaltung in die Fritz-Thiedemann-Halle ein. (Foto: Janne Bugtrup)

Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland bewegt die Gesellschaft. Eine Herausforderung ist die Rückkehr des streng geschützten Raubtiers vor allem für Nutztierhalter. Aus diesem Grund laden die drei Pferdezuchtverbände zur Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Referenten ein am

Montag, 29. April um 19 Uhr

in die Fritz-Thiedemann-Halle des Holsteiner Verbandes

Westerstraße 93-95

23336 Elmshorn

Programm und Referenten

1. Situationsbeschreibung zum Wolf in Deutschland und in Schleswig- Holstein, 
Referent: Gregor Beyer, Forum Natur Brandenburg e.V.

2. Standpunkt zum Wolf vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung, Eingeladen: Minister Jan Philipp Albrecht

3. Einschätzungen der Jäger zum Wolf in Schleswig-Holstein
, Referent: Wolfgang Heins, Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein

4. Auswirkungen durch den Wolf auf die Weidewirtschaft in Schleswig-Holstein, 
Referent: Eingeladen Präsident Werner Schwarz, Bauernverband Schleswig-Holstein

5. Welche Versicherungsfragen und Antworten ergeben sich bei Wolfsrissen, 
Referent: Albert Ziegler, R+V Versicherungen Wiesbaden


6. Podiumsdiskussion mit Politikern der Landtagsfraktionen aus Schleswig-Holstein direkt vor der Europawahl

7. Offene Diskussion mit den Besuchern der Veranstaltung

Information und anschließend offene Diskussion stehen im Fokus der Veranstaltung, die für alle Halter von landwirtschaftlichen Nutztieren offen ist. Sowohl Experten und Verbandsvertreter, als auch Politiker der Landtagsfraktionen sind zu dieser Diskussion einen Monat vor der Europawahl eingeladen. Die Moderation und Leitung hat der Sprecher der Landespressekonferenz, Andreas Otto, übernommen.

Hintergrund zur Informations- und Diskussionsveranstaltung am 29. April

Der Wolf wird in Deutschland wieder heimisch. Laut Zahlen des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) vom November 2018 leben in Deutschland 73 Rudel und 30 Wolfspaare. Damit sind die Zahlen im Vergleich zum November 2017 um 13 Rudel, bzw. 9 Wolfspaare gestiegen. Zudem werden auch residente Einzelwölfe erfaßt. Das Wolfsmonitoring und -management liegt in der Verantwortung der Bundesländer, unterstützt vom BfN. Das gilt auch für den Umgang mit verhaltensauffälligen Wölfen.

Vorhersagen hinsichtlich Bestandszunahme, Nahrungsauswahl, Menschenscheu, Weidetierschutz und Lernverhalten der Wölfe haben sich in den vergangenen Jahren häufig als unzutreffend erwiesen. Daraus resultieren Probleme und Schäden für Nutztierhalter, die auch Schleswig-Holstein längst erreicht haben und sich in weiter sinkender Akzeptanz für den strengen Schutz des Raubtiers Wolf ausdrücken. Aus diesem Grund bitten der Holsteiner Verband, das Pferdestammbuch als Organisation der Kleinpferde- und Spezialrassenzüchter, sowie der Trakehner Verband zur großen Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Politikern und Experten am 29. April in die Fritz-Thiedemann-Halle in Elmshorn.

Unbefriedigende Situation

Dabei steht für die Verbände, Landwirte und Hobbytierhalter keinesfalls eine Anti-Wolfstrategie im Mittelpunkt, sondern die Interessen des Wolfsschutzes und die der Tierhalter auszugleichen, um den sich verschärfenden Kollisionskurs zu beenden.

Die Situation für die Nutztierhalter unter den Richtlinien der EU und auch deren Umsetzung in Deutschland ist weitgehend unbefriedigend. Auch in Schleswig-Holstein sind massive Probleme bereits aufgetreten, jüngstes Beispiel sind Nutztierrisse im Landkreis Pinneberg. Für den Wolf GW 924m, der in Pinneberg Schafe gerissen und dafür stromführende und korrekt aufgestellte Schutzzäune überwunden hat, wurde durch das zuständige Ministerium in Schleswig-Holstein eine Abschußgenehmigung erteilt. Ein Maßnahme, die im Übrigen auch vom NABU ausdrücklich nicht in Frage gestellt wird. Die Umsetzung dieser Maßnahme stellt für die damit Beauftragten indes eine echte Herausforderung dar.

Kollision von Eigentumsrechten und Schutzinteressen

Der NABU und andere Verbände erhalten für ihre Arbeit erhebliche Mittel von der Bundesregierung zur Verfügung gestellt, um sich für die Ausbreitung der Wölfe mit hoher Intensität einzusetzen.

Damit wird allerdings auch massiv in die Eigentumsrechte der Tierhalter und Grundeigentümer eingegriffen. Es müssen Wege gefunden werden, die Probleme zwischen den Parteien sachlich auszudiskutieren. Die immer wiederkehrenden Erläuterungen aus Brüssel sind dabei wenig hilfreich. Auch Minister Jan Philipp Albrecht (MELUND), die Fraktionen und Ausschüsse im schleswig-holsteinischen Landtag müssen sich der Diskussion stellen, damit die Wut der ländlichen Bevölkerung nicht noch größer wird, die Konfrontation mit Wolfsschützern nicht eskaliert.

Der jetzige Zustand ist nicht akzeptabel. Das Eigentum und das Jagdrecht des Eigentümers bzw. Jagdpächters darf nicht angetastet werden. Es ist ganz und gar nicht hinnehmbar, dass z.B. Jäger sich fürchten müssen, wenn sie sich bereit erklären, Aufgaben zum Schutze der Tierhalter wahrzunehmen. Tierhalter andererseits müssen und werden akzeptieren, dass der Wolf auch in der schleswig-holsteinischen, dafür eigentlich nicht geeigneten Kulturlandschaft ohne große Waldgebiete zu Hause ist.

Aber die Wolfsfreunde müssen auch akzeptieren, dass Wölfe, die besonders gefährlich für Mensch und Weidetier sind, von der Jägerschaft zu erlegen sind. Alle müssen erkennen, dass das Leben eines Tieres nicht mehr Wert ist als das eines anderen Tieres!

Drängende Fragen ohne Antwort

Für die Nutztierhalter – hier insbesondere die Schäfer – sind die Kosten und Mühen für Schutzzäune mit der Zunahme der Wölfe eine ganz besondere Herausforderung. Nicht zuletzt aufgrund der Haltungsform von Schafen, die u.a. für den effektiven Deichschutz unverzichtbar sind. Aber auch auf Rinder- und Pferdehalter kommen ungeahnt große Herausforderungen zu. Das beginnt mit aufwändigen Schutzzäunen und endet bei der Frage der Folgen: Mit den Verhaltensänderungen durch verunsicherte oder gar traumatisierte Weidetiere nach einem Wolfsangriff müssen Nutztierhalter allein zurechtkommen. Dabei helfen weder die EU, die schleswig-holsteinische Landespolitik, noch ein Naturschutzbund.

Das Wolfskonzept kollidiert wesentlich auch mit Maßnahmen wie z.B. der extensiven Beweidung, die dem Naturschutz und der Biodiversität dienlich sein soll. Wie soll und kann Politik und Naturschutz diesen Konflikt lösen? Kein Nutztierhalter will und kann sehenden Auges seinen Tierbestand massiven Gefahren aussetzen.

Unbeantwortet blieben bislang Fragen, die sich aus den Folgen der Wolfsansiedlung ergeben:

Was passiert z.B. bei Unfällen durch in Panik geratene Pferde, Rinder, Schafe? Gibt es einen Versicherungsschutz für Tierhalter?

Was würde massiv veränderte Weide- und Nutztierhaltung für den Tourismusstandort Schleswig-Holstein bedeuten?

Und schließlich steht eine der größten Fragen überhaupt bislang völlig unbefriedigend beantwortet im Raum: Wie können ein intelligentes Raubtier und eine wolfs-unerfahrene Gesellschaft konfliktarm nebeneinander existieren?

Das Wolfsvorkommen in Deutschland konzentriert sich weiterhin auf das Gebiet von der sächsischen Lausitz in nordwestliche Richtung über Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen bis nach Niedersachsen. Zum ersten Mal seit der Ausrottung der Art in Deutschland vor mehr als 150 Jahren ist zudem ein Rudel in Bayern bestätigt. Die meisten Tiere leben in Brandenburg, gefolgt von Sachsen und Niedersachsen. Prognosen besagen, das sich der Wolfsbestand ohne Jagddruck jährlich um ein Drittel erhöht. Das EU-Mitglied Frankreich hat bereits einen Maximalbestand festgelegt, bzw. einen Maximalzuwachs. Das Populationswachstum wird dort durch eine Abschußquote begrenzt.

Lastruper Spring Days – Großer Andrang auf das Saisonopening

Die Eröffnung der grünen Saison bei den Lastruper Spring Days ist stets ein Zuschauermagnet. Auch 2019 ist der Eintritt frei für Besucher. (Foto: Rüchel)

(Lastrup) Gut gefüllte Starterfelder zeichnen sich ab für die Lastruper Spring Days vom 18. – 22. April bei der MG Horse Events. Der Nennungsschluss offenbarte es – die Lastruper Spring Days mit den 13 Prüfungen und exzellenten Rahmenbedingungen stehen hoch im Kurs bei Reiterinnen und Reitern. So hoch, dass es schon am Mittwoch losgeht mit dem Saison-Opening.

So nimmt Nationenpreisreiter Holger Wulschner aus Groß Viegeln gleich 380 Kilometer Anreise in Kauf, um bei den Lastruper Spring Days dabei zu sein. Gleiches mach die Schwedin Denise Svensson, Lebensgefährtin von Heiko Schmidt (Neu-Benthen). Aus Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachen und Nordrhein-Westfalen kommen die Gäste der Lastruper Spring Days, darunter mehrere mit dem gewissen Promi-Faktor.

Zeiteinteilung_Lastruper-Spring-Days_2019

Opening mit Sportpromis

Zum Beispiel: Sandra Auffarth (Ganderkesee), Vielseitigkeits-Weltmeisterin 2014, und Dritte des Deutschen Spring-Derbys 2018, die u.a. ihr Derbypferd Nupafeed`s La Vista mit nach Lastrup bringen will. Die sechsmalige Deutsche Meisterin Eva Bitter (Bad

Essen), hat für ihre Nachwuchspferde den Start in Lastrup vorgesehen und so handhabt das auch der Mannschafts-Bronzemedaillengewinner der WM, Maurice

Tebbel aus Emsbüren. Nicht zuletzt müssen der Deutsche Meister Mario Stevens (Molbergen) und Hausherr Gilbert Böckmann die Doppelrolle als Veranstalter und Teilnehmer “unter einen Hut” bringen.

Beeindruckende Zahlen

Insgesamt 223 Reiterinnen und Reiter haben für die Lastruper Spring Days gemeldet. Großer Beliebtheit erfreuen sich die Springpferdeprüfungen für die Nachwuchspferde mit teilweise über 200 Nennungen. Aus diesem Grund beginnen die Lastruper Spring Days auch schon am Mittwoch, 17. April, ab 12 Uhr mit zwei Prüfungen. Bis zum Donnerstagabend sind die Nachwuchspferdeprüfungen dann abgeschlossen. Karfreitag ist prüfungsfrei, ab Samstag stehen dann die Youngster-Tour, Mittlere und Große Tour im Fokus.

Hengste gucken, Sport erleben, Spaß haben

Der Ostersonntag bietet noch ein zusätzliches “Sahnehäubchen”: Ab acht Uhr steht Springsport von Kl. M bis S im Fokus. Um 19 Uhr betreten dann die Hengste der Böckmann Pferde GmbH die Arena zur Präsentation. Und weil die ersten Fohlen längst da sind, wird auch der “Kindergarten” erstmals einen großen Auftritt haben. Fohlen und Mutterstuten sind der Hingucker schlechthin. Unterhaltsamer Schlusspunkt des Tages ist das Barrierenspringen Kl. S unter Flutlicht.

Drei Finalprüfungen prägen den Ostermontag ab 09.30 Uhr: Zunächst das Finale der Mittleren Tour, danach das Finale der Youngster Tour und schließlich der Große Anton & Brigitte Böckmann Gedächtnispreis ab 15.00 Uhr. Insgesamt 49 Paare haben sich das

Prestigeobjekt als Ziel gesetzt. Der Große Preis ist mit über 10.000 Euro dotiert und auf den Sieger, bzw. die Siegerin wartet ein nagelneuer und hochmoderner Pferdeanhänger der Böckmann Fahrzeugwerke.

Infos unterwww.mg-horse-events.de

bei Facebook: https://www.facebook.com/lastruperspringdays/

Siegendes Pferd kommt wieder zu den Lastruper Spring Days

Leonie Böckmann - hier mit Fire and Ice - holt in Oliva Schwung für die Lastruper Spring Days vom 18. - 22. April. (Foto: Rüchel)
Leonie Böckmann – hier mit Fire and Ice – holt in Oliva Schwung für die Lastruper Spring Days vom 18. – 22. April. (Foto: Rüchel)

(Lastrup) Rolf Moormann hat es entschieden: Samba de Janeiro, seine Siegerstute aus dem Großen Anton & Brigitte Böckmann Gedächtnispreis in Lastrup 2017, kommt wieder. Die inzwischen gerade zwölf Jahre alte Hannoveraner Pferdedame bescherte ihrem Reiter den Sieg im Stechen. Bei der Neuauflage der Lastruper Spring Days vom 18. – 22. April 2019 darf ein anderer die Vorzüge der Stakkato-Enkelin nutzen: Kai Thomann. Der 19-jährige macht seine Ausbildung bei Moormann. “Er war kürzlich Vierter im Großen Preis von Herning mit Samba und ich habe beschlossen, sie ihm jetzt mal ein wenig zu überlassen, damit er reinwächst in die größeren Prüfungen.”

Schon im Dezember überzeugte Kai Thomann aus Bösel mit Samba de Janeiro im Großen Preis des Salut-Festivals in Aachen, nun darf der “Glückspilz” weitermachen mit der Stute. Moormann ist unverkennbar stolz auf die Leistung von Thomann mit Samba beim CSI3* im dänischen Herning. Und was macht der Chef selbst? “Ich muss mal schauen, eventuell einige junge Pferde reiten”, grübelt der Mann, der dem Großen Anton & Brigitte Böckmann Preis 2017 als letzter Starter im Stechen die richtige Dramatik mit seiner super-schnellen Runde verlieh. Für Moormann gab es dafür einen Böckmann – also einen der weltweit bekannten Pferdeanhänger aus Lastrup.

Wer kann diesmal den Siegerpreis des Hauptereignisses bei den Lastruper Spring Days entführen? Am 25. März ist Nennungsschluss für das Opening der “grünen Saison” in Lastrup-Hamstrup, das die MG Horse Events alle zwei Jahre für Springreiterinnen und -reiter aus ganz Deutschland mit 13 Prüfungen anbietet. Für die jungen Springpferde und für die vierbeinigen Routiniers bieten die Lastruper Spring Days ein passendes Programm. Logistisch ist das Turnier 2019 allerdings eine Herausforderung für die Macher, denn die Böckmann Pferde GmbH war mit ihren Hengsten bei der Präsentation des Kooperationspartners Gestüt Birkhof, Gilbert und Leonie Böckmann starten außerdem bei der MET im spanischen Oliva und Mario Stevens kommt ebenfalls sportlichen Verpflichtungen nach. Es bedarf also bester Organisation und eines guten Teams, um rechtzeitig zum Beginn der Lastruper Spring Days alles piccobello vorbereitet zu haben.

Ostern mit Böckmann-Hengsten und Nachzucht

Der Ostersonntag bei den Lastruper Spring Days beeindruckt außer mit Sport – u.a. das Barrierenspringen am Abend – auch mit Hengstpräsentation und Nachzuchtbetrachtung. Die Böckmann Pferde GmbH lädt alle Interessierten dann zur Schau der Hengste auf dem großen Turnierplatz und zusätzlich präsentieren Züchter ihre Fohlen von Böckmann-Hengsten. Ein Hingucker für alle Besucher, die bei freiem Eintritt herzlich willkommen sind.

Infos unterwww.mg-horse-events.de

bei Facebook: https://www.facebook.com/lastruperspringdays/

Mehr als 1000 Besucher beim Tag der Rennställe

Rennställe hautnah erleben beim Tag der Rennställe (Foto: German Racing)
Rennställe hautnah erleben beim Tag der Rennställe (Foto: German Racing)

Der von German Racing initiierte Tag der Rennställe fand am Samstag wieder bundesweit großes Interesse bei einem an Pferden interessierten Publikum. 28 Trainingszentralen öffneten ihre Pforten und boten 1340 Besuchern exklusive Einblicke in die Welt des Galopprennsports an.

Bis zu vier Führungen boten die Rennställe an, um die große Anzahl der angemeldeten Personen in ihren Trainingszentralen aufnehmen zu können. Viele Pferdeexperten aus der Warmblutzucht, aber auch Neulinge und Pferdefans strömten bei frühlingshaftem Wetter durch die Anlagen.

Die Trainer informierten die Besucher über das Training mit den Rennpferden, Tagesabläufe im Rennstall und betriebliche Daten. Anschließend konnten die Besucher hautnah eine Trainingseinheit miterleben und erfuhren Details zum Trainingsstand einzelner Pferde und den Planungen für die Renntage. Gisa Fleschenberg aus Braunschweig war zur Führung von Trainer Christian von der Recke nach Weilerswist gekommen und zeigte sich begeistert von der Führung: „Diese wunderbaren Pferde einmal beim Training zu sehen, war ein großartiges Erlebnis. Ich bin schon sehr gespannt, eines der Pferde bei einem Renntag zu erleben“.

Mit Flyermaterial zum Thema Vollblutzucht und Galopprennen ausgestattet, gingen die Besucher nach Hause. Vielen von ihnen war erst an diesem Tag klar geworden, dass die Galopprennen, die sie regelmäßig besuchen, eine Leistungsprüfung und damit eine unerlässliche Auslese für die Vollblutzucht sind.

Jan Pommer, Geschäftsführer des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V., spricht von einer sehr gelungenen Initiative: „Viele Rennställe waren innerhalb kurzer Zeit ausgebucht. Das zeigt uns das große Interesse an diesem Thema. Solche Aktionen werden wir wiederholen und damit den Galopprennsport noch stärker in der Bevölkerung verankern.“ Ein Tag der Rennställe sowie ein Tag der Gestüte sind auch im kommenden Jahr vorgesehen.

Dr. Andreas Meyer-Landrut wird 90

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Berlin (fn-press). Am 31. Mai wird Dr. Andreas Meyer-Landrut, Ehrenvorsitzender des Bereichs Persönliche Mitglieder (PM) der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und ehemaliger deutscher Botschafter in Moskau, 90 Jahre alt .

Der im estländischen Tallinn (Reval) geborene Andreas Meyer-Landrut entstammt einer deutsch-baltischen Industriellenfamilie. Bereits in seinen Jugendjahren interessierte er sich für den Pferdesport. Gegen Kriegsende übersiedelte seine Familie nach Bielefeld. Nach dem Studium der Slawistik, der osteuropäischen Geschichte und der Soziologie trat Meyer-Landrut 1955 in das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland ein. Nach zahlreichen Stationen im Ausland war Dr. Meyer-Landrut von 1980 bis 1983 sowie von 1987 bis 1989 deutscher Botschafter in Moskau, wo er eine Schlüsselrolle in der Annäherung der Bundesregierung und der sowjetischen Führung einnahm. Seine Karriere im öffentlichen Dienst beendete er als Staatssekretär und Chef des Bundespräsidialamtes.

1985 wurde Dr. Meyer-Landrut zum Vorsitzenden des FN-Bereiches Persönliche Mitglieder gewählt und war damit zugleich Vize-Präsident der FN. Während seiner zweiten Amtszeit in Moskau arrangierte er u.a. eine PM-Reise nach Sankt Petersburg, Rostow und Moskau mit dem Besuch verschiedener Gestüt. Zudem gelang es 1989 mit seiner Unterstützung, eine Troika und acht russische Hengste zur Equitana in Essen zu entsenden. Rund zwei Monate dauerte die Tour, zu der er und Equitana-Erfinder Wolf Kröber die Teilnehmer vom Roten Platz aus verabschiedeten. 1999 wurde der passionierte Jagdreiter von der FN mit dem Deutschen Reiterkreuz in Gold ausgezeichnet. Bei seinem Ausscheiden als PM-Vorsitzender 2001 wurde er zum Ehrenvorsitzenden der PM ernannt. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Zahl der Mitglieder von ursprünglich 7.000 auf rund 27.000 vervierfacht. Bis heute lebt Dr. Meyer-Landrut die längste Zeit des Jahres in Moskau. Noch Anfang des Jahres berichtete er darüber, dass er regelmäßig zweimal in der Woche im Sattel seines Budjonni sitzt. Hb

Neuer Medienpartner: Sportdeutschland.TV

Logo Hardenberg
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Das Hardenberg Burgturnier steht für hochklassigen Springsport in Verbindung mit der Hardenberg Klassika, einer erstklassigen Ausstellungswelt und dort dürfen natürlich auch die Medien nicht fehlen.Neben den Übertragungen auf ClipMyHorse.tv und im NDR wird das Hardenberg Burgturnier erstmal auf Sportdeutschland.TV übertragen. Die Gothaer Trophy das Finale der International Hardenberg Silver Trophy und der Preis der Südniedersächsischen Wirtschaft werden auf Sportdeutschland.tv live gestreamt. Jeder, der über einen Internetzugang verfügt, kann den Sender kostenfrei empfangen.Das Programm des Senders setzt Inhaltlich vor allem auf Sport-Highlights, Zusammenfassungen und Hintergrundberichte von bekannten und weniger bekannten Sportarten. Zusätzlich werden wöchentlich mehrere Livestreams von Bundesligen und Großereignissen (u. a. Handball-EM der Männer, Volleyball-Bundesliga) auf der Internetseite angeboten. Derzeit berichtet Sportdeutschland.TV von ca. 50 verschiedenen Sportarten.

Rosemarie Springer im Alter von 98 Jahren verstorben

GRAFIK MELDUNG
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(Heidmühlen) Rosemarie Springer, Grand Dame der Dressur in Norddeutschland, ist am Abend des 2. April im Alter von 98 Jahren verstorben. Es sei ihr gut gegangen, sie habe sich wohl gefühlt und sei nicht erkrankt gewesen, verlautete aus ihrem unmittelbaren Umfeld.  

Die am 5. Juli 1920 geborene Rosemarie Springer schrieb in den 50-er und 60-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Dressurgeschichte. Sie gewann das Deutsche Dressur-Derby 1966, als dieses noch in “Planten un Blomen” in Hamburg ausgetragen wurde. Bereits 1960 konnte Springer mit dem englischen Vollblüter Brilliant xx  die Deutsche Meisterschaft im Dressurviereck gewinnen. Im selben Jahr nahm sie mit der Duellant-Tochter Doublette an den Olympischen Spielen in Rom teil und wurde in der Einzelwertung Siebte. Bis 1965 folgten vier weitere Deutsche Meistertitel u.a. auf dem Vollblüter Memor xx und dem schwedischen Schimmel Lenard. Ihr Trainer war der berühmte Willi Schultheis, den Kontakt hatte seinerzeit Hans Günther Winkler hergestellt. Rosemarie Springer, geb. Lorenz, war in erster Ehe mit dem Zementhersteller Horst-Herbert Alsen verheiratet, in zweiter Ehe bis 1961 mit dem Verleger Axel Springer. Das Gut Halloh bei Bad Bramstedt/ Heidmühlen wurde ihr neues Zuhause, wo sie bis zu ihrem Tode lebte. Springer hat sich nach ihrer aktiven Zeit u.a. der Pferdezucht gewidmet, entdeckte Talente für den Dressursport wie etwa Kristy Oatley und förderte auch den Vielseitigkeitssport. 1995 wurde ihr das Deutsche Reiterkreuz in Gold verliehen.