CICO Waregem: Deutsche Vielseitigkeitsreiter Dritte im Nationenpreis

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Waregem/BEL (fn-press). Die deutsche Vielseitigkeits-Mannschaft hat beim Nationenpreis-Turnier im belgischen Waregem den dritten Platz belegt. Julia Krajewski (Warendorf) trug als beste Deutsche den Sieg davon. Das deutsche Juniorenteam wurde im CICOJ* Zweiter.

Nur eine Woche nach den Weltreiterspielen in Waregem saß Julia Krajewski schon wieder bei einem Turnier im Sattel. In Waregem war es Samourai du Thot, mit dem in Luhmühlen den Meistertitel geholt hatte. Mit einem zweiten Platz nach Dressur, einem fehlerfreien Springen und nur wenigen Zeitstrafpunkten im abschließenden Gelände beendete die Junioren-Bundestrainerin das CICO3* mit nur 29,4 Minuspunkten auf Platz eins vor ihrem Trainer- und Stallkollegen Frank Ostholt mit Jum Jum (40,0). Letzterer startete allerdings nicht fürs deutsche Team. Hier punkten neben Krajewski auch Christoph Wahler mit Carjatan (52,8 Minuspunkte) und Michael Jung (Horb) mit Nachwuchspferd fischerGreenline (65,90 Minuspunkte). Die vierte Teamreiterin, Julia Mestern, war mit Grand Prix Iwest nach einem unfreiwilligen Abgang an Hindernis zehn ausgeschieden. Den Sieg im Nationenpreis trugen die Briten davon, das französische Team wurde Zweiter.

Im parallel ausgetragenen Junioren-Nationenpreis konnten sich die belgische Mannschaft durchsetzen. Die vier deutschen Junioren landeten vor Italien auf Platz zwei. Als beste Deutsche beendete Kaya Thomsen (Lindewitt) mit Horseware’s Barny das CICO1* mit 37,1 Minuspunkten auf Platz sechs. Ebenfalls für Team starteten Konstantin Harting (Königswinter) mit Cigaline (38,80), Ann-Catrin Bierlein (Warendorf) mit Auf Geht’s Fraeulein Hummel (40,30) sowie Joelle Celina Selenkowitsch aus Achim mit Akeby’s Zum Glück. (44,40).

Alle Ergebnisse auf www.rechenstelle.de

Sensationeller Sieg von Khan im 56. Preis von Europa

Khan siegt unter ClŽment Lecoeuvre im 56. Preis von Europa, Gr.1 (Foto: Marc Rühl)
Khan siegt unter ClŽment Lecoeuvre im 56. Preis von Europa, Gr.1 (Foto: Marc Rühl)

Sensationelles Ergebnis im bedeutendsten Galopprennen der Kölner Rennsaison 2018 am Sonntag: Im 56. Preis von Europa (Gruppe I, 155.000 Euro, 2.400 m) gewann mit dem von Henk Grewe in der Domstadt vorbereiteten 211:10-Außenseiter Khan das Pferd, mit dem man in diesem Highlight der German Racing Champions League am wenigsten gerechnet hatte. Mit dem jungen Franzosen Clement Lecoeuvre triumphierte der auf dem schweren Boden in seinem Element befindliche Santiago-Sohn zur Verblüffung des Publikums.

Hinter dem Piloten Veneto fand Khan eine ideale Ausgangslage vor, dahinter sah man auch Devastar und Walsingham in vorderer Linie, während der klare Favorit Torcedor an fünfter Stelle auszumachen war, und auch der stark beachtete Windstoß war gemeinsam mit Sweet Thomas in hinteren Regionen auszumachen.

Auf der Zielgeraden griff Khan früh an und löste sich auf einen Rush von den Gegnern. Bis auf sechs Längen enteilte der aus der Zucht des Gestüts Karlshof stammende Hengst den sechs Kontrahenten. Die Sensation war perfekt. Ausgezahlt hat sich die Entscheidung des Managers:

„Ich wollte ursprünglich vor einer Woche im St. Leger laufen, aber zum Glück hat sich Racing Manager Holger Faust durchgesetzt mit seiner Meinung, im Preis von Europa zu starten. Clement Lecoeuvre hat ihn toll geritten“, gab Khans Trainer Henk Grewe zu.

Holger Faust ergänzte: „Wir hatten immer auf diesen Boden gewartet. Warum sollten wir es mit Khan nicht versuchen? Das Rennen lief genau wie erhofft. Er sollte vorne mitgehen. Wir steuern nun das Canadian International am 13. Oktober in Toronto an.“

Walsingham mit starker Vorstellung

Eine Klasse-Vorstellung gab als Zweiter auch Walsingham, der nie lockerließ. „Der Boden war sehr schwer, aber ich war mir sicher, dass er damit zurechtkommen würde“, meinte Trainer Peter Schiergen. „Wo wir jetzt laufen, spreche ich mit dem Besitzer ab.“

Windstoß, der Derbysieger von 2017, schob sich von hinten noch auf Platz drei, eine Siegchance besaß er nicht, blieb aber vor Devastar, der als Vierter ebenfalls achtbar abschnitt. Trainer Markus Klug: „Beide Pferde haben sich wacker verkauft. Devastar wurde es auf diesem Boden etwas zu weit. Windstoß fand ebenfalls noch gut in die Partie.“

Favorit Torcedor früh chancenlos

Sweet Thomas und Veneto waren auf Platz fünf und sechs nie gefährlich. Der Favorit Torcedor sendete früh Notsignale und landete nur auf dem letzten Platz. „Er war noch nie auf solch schwerem Boden gelaufen, das dürfte der Grund für die Vorstellung gewesen sein“, versuchte Racing Manager Roland Rauscher eine Erklärung.

Hochspannung bei Pferden und Jockeys in der Gesamtwertung

In der Gesamtwertung der German Racing Champions League führen unverändert Best Solution und Weltstar mit jeweils 20 Punkten vor Iquitos (16 Punkte). Walsingham (15 Punkte) rückte als Vierter dichter heran.

Spannend ist der Kampf der Jockeys. Hier besitzt Adrie de Vries (30 Punkte) noch drei Punkte Vorsprung auf Andrasch Starke (27 Punkte), dahinter ist Pat Cosgrave (20 Punkte) Dritter.

Markus Klug dominiert bei den Trainern mit 53 Punkten vor Saeed bin Suroor (30 Punkte) und Peter Schiergen (21 Punkte).

Die German Racing Champions League wird unterstützt von deinSchrank.de.

Ergebnisse FN-Ausbilderumfrage

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Warendorf (fn-press). Aus- und Fortbildung stehen bei Ausbildern hoch im Kurs. Dennoch: flexiblere Qualifikationsangebote sind gewünscht und digitale Fortbildungen werden noch wenig genutzt. Das ergab eine Online-Umfrage, in der das Horse Future Panel im Auftrag der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) Ausbilder um ihre Meinung gebeten hat. Ziel der FN-Umfrage: Das Aus- und Fortbildungsangebot für Ausbilder zu optimieren. Insgesamt nahmen rund 1.200 Ausbilder an der Online-Umfrage teil. Im Durchschnitt haben die Befragten mehr als 14 Jahre Ausbildererfahrung. An der Umfrage beteiligten sich vor allem Amateurausbilder. Trainer C, B, A machen 90 Prozent der Umfrageteilnehmer aus.

Besonders erfreulich ist, dass die Ausbilder Fort- und Weiterbildung als einen wichtigen und festen Bestandteil ihrer Ausbildertätigkeit sehen. So gab rund die Hälfte der befragten Ausbilder an, in den nächsten zwölf Monaten eine weitere Qualifikation zu erwerben. Dazu zählt sowohl der Erwerb einer nächsthöheren Lizenzstufe als auch die fachliche Spezialisierung durch Ergänzungsqualifikationen. 88 Prozent der Ausbilder bilden sich sehr häufig (vier bis fünf Stunden/Monat) bzw. häufig (zweimal pro Jahr für vier bis fünf Stunden) fort. Seminare sind die am häufigsten gewählte Fortbildungsform, um sich über aktuelle Ausbilderthemen zu informieren. Da die Ausbilder ihre Tätigkeit jedoch größtenteils nebenberuflich bzw. ehrenamtlich ausüben, ist es für viele schwierig, Seminare am Nachmittag in der Woche zu besuchen. „Das ist eine Erkenntnis dieser Umfrage. Wir müssen Fortbildungsveranstaltungen in Zukunft noch flexibler in Uhrzeit und Wochentagen anbieten, so dass es für berufstätige Ausbilder, die im Anschluss an ihren Arbeitstag noch in der Reitbahn stehen und Unterricht geben, leichter wird Fortbildungsveranstaltungen zu besuchen“, sagt Eva Lempa-Röller, als Referentin in der FN-Abteilung Ausbildung und Wissenschaft, zuständig für die Trainerausbildung.

Überraschend ist es, dass trotz der zunehmenden Digitalisierung und Technisierung das Lesen von Lehrbüchern und Fachartikeln häufiger zur Fortbildung genutzt wird als digitale Medien wie zum Beispiel das FN-Trainerportal auf der FN-Homepage, der Ausbildungsnewsletter der FN, die unterschiedlichen Social-Media Kanäle der FN, Webinare der FN sowie Angebote von anderen Online-Videoportalen. Das erklärt sich laut Umfrage damit, dass zum einen viele Angebote den Ausbildern nicht bekannt sind oder inhaltlich nicht das anbieten, was gebraucht wird. Zum anderen scheitert es aus technischen Gründen. „Wir werden unsere digitalen Ausbilder-Angebote noch stärker bewerben und leichter zugänglich machen“, sagt Eva Lempa-Röller. Der Ausbau digitaler Fortbildungsangebote könnte auch genutzt werden, um Fortbildungen flächendeckend deutschlandweit anbieten zu können. Denn: „Ein erschreckend hoher Prozentsatz – 74 Prozent – gibt an, dass in ihrer Region aktuell nicht genügend Fortbildungen angeboten werden, die für sie interessant sind und die sie zur Verlängerung ihrer DOSB- bzw. BLSV-Lizenz brauchen.“

In der Umfrage wurde auch nach Themenwünschen für Ausbildungsangebote gefragt. Neben fachspezifischen Themen gibt es ein hohes Interesse an sportartübergreifenden Inhalte wie mentales Training, Haftung und Versicherung oder Konfliktmanagement. Dennoch bevorzugen die meisten Ausbilder Fortbildungen zur praktischen Unterrichtserteilung. Aber auch hier gibt es den deutlichen Wunsch, mehr Themen im Bereich Basisausbildung anzubieten wie für die große Zielgruppe Anfänger (Kinder, Jugendliche und Erwachsene). Überhaupt hat die Umfrage gezeigt, wie vielseitig und heterogen die Zielgruppen sind, mit denen es Ausbilder zu tun haben: Jugendliche (79 Prozent), Erwachsene (72 Prozent), Kinder (61 Prozent) und Menschen mit Behinderung (35 Prozent). „Man kann sich vorstellen, vor welcher Herausforderung Ausbilder stehen, um zielgruppenspezifisch und passgenau zu unterrichten“, sagt Eva Lempa-Röller. Darüber hinaus regten die Umfrage-Teilnehmer an, neben dem klassischen Reiten auch Fortbildungsangebote für andere Disziplinen (Fahren und Voltigieren) und Reitweisen der Anschlussverbände (Erste Westernreiter Union (EWU), Island-Pferde-Zucht-Verband (IPZV)) zu verstärken.

Das FN-Trainerportal als digitales Rund-um-die-Uhr-Fortbildungsangebot kommt insgesamt positiv an. 29 Prozent der befragten Ausbilder kennen das Portal. Knapp 70 Prozent von ihnen würden das FN-Trainerportal an einen Freund oder Bekannten weiterempfehlen. Am meisten werden die „Best practice“-Beispiele sowie die Tipps für die Unterrichtserteilung genutzt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass noch mehr Videos zur Unterrichtserteilung gewünscht werden.

„Abschließend kann man festhalten, dass unter den Ausbildern eine große Bereitschaft besteht, sich fortzubilden. Obwohl die FN gemeinsam mit den Landespferdesportverbänden bemüht ist, ein möglichst flächendeckendes und inhaltlich breit aufgestelltes Fortbildungsangebot zu organisieren, hat die Umfrage gezeigt, dass es in manchen Regionen und zu bestimmten Themenbereichen noch Bedarf an Fortbildungen jeglicher Art gibt“, fasst Eva Lempa-Röller die Umfrageergebnisse zusammen. Die ausführlichen Umfrageergebnisse finden sich hierEva Zehnder/Bo

WEG Tryon: Vielseitigkeitsreiter in der Dressur vorne

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Tryon/USA (fn-press). Gelungener Start für die deutschen Vielseitigkeitsreiter bei den Weltreiterspielen in Tryon/USA. Nach einem soliden Einstieg von Kai Rüder mit Colani Sunrise und einer Dressurvorstellung nach Maß von Julia Krajewski mit Chipmunk FRH rangieren die Titelverteidiger zur Dressur-Halbzeit auf Platz eins.

„Als ich um das Viereck geritten bin, hat Chipmunk abgeschnaubt und sich entspannt. Da dachte ich: Okay, das kann funktionieren – und dann hat er sich unheimlich gut reiten lassen“, sagte Julia Krajewski nach ihrem Ritt, der das deutsche Team nach vorne brachte. „‘Chip‘ war sehr entspannt, auch im Schritt, was er nicht immer macht. Gestern im Training hakten die Wechsel noch etwas, heute hat alles super funktioniert. Ich war den Tränen nah, als wir fertig waren, weil er so toll mitgemacht hat und bei mir war.“ Das sahen die Richter ähnlich und so blieb ihr Ergebnis am Ende unterhalb der 20er Marke, wie es den beiden in diesem Jahr schon in Bramham und Aachen gelungen ist. Mit diesem Ergebnis führt sie auch die vorläufige Einzelwertung an vor dem US-Amerikaner Boyd Martin mit Tsetserleg (27,1) und der Britin Piggy French mit Quarrycrest Echo (27,8). 

Vor Julia Krajewski war bereits Kai Rüder mit dem nicht ganz einfachen Colani Sunrise aufs Viereck gegangen. Als Startreiter für die deutsche Mannschaft liegt seine Aufgabe vor allem darin, seinen Teammitgliedern am Geländetag als „Pathfinder“ im Gelände voranzugehen. Für seine Dressur erzielte der EM-Sechste des Vorjahres 30,2 Minuspunkte, vor allem in der Schritttour verlor er einige Punkte. „Die erste Schritttour war kaputt, da ist er mir angezackelt „, erklärte der Fehmaraner. „Das sind ja auch zwei Noten. Als ich merkte, die Note bei der ersten Diagonale ist die Note jetzt sowieso weg, habe ich mich auf die zweite konzentriert, nach dem Motto: neues Spiel, neues Glück. Die war dann auch gut.“

Auf dem zweiten Platz hinter den Deutschen folgen im Zwischenstand die Australier. Ihr Startreiter ist der dreimalige Andrew Hoy mit seinem erst neunjährigen Pferd Vassily de Lassos, mit der bereits beim CHIO Aachen aufgefallen war und dort Vierter wurde. „Es ist ein Privileg, so ein Pferd reiten zu dürfen“, sagte der dreimalige Mannschafts-Olympiasieger. Hoy erzielte 29,8 Minuspunkte, etwas weniger als sein Landsmann Christopher Burton und Cooley Lands (28,6). Zusammen kommen sie auf 58,4 Minuspunkte im Zwischenstand.

Auf dem aktuell dritten Rang ordnen sich mit 59,4 Minuspunkten im Zwischenstand die Franzosen ein, für die am ersten Tag der WM Donatien Schauly ADJ mit Pivoine des Touches (29,30) und Maxime Livio mit Opium de Verrieres antraten. Die ebenfalls zum Kreis der Favoriten zählenden Briten und die Neuseeländer, Gewinner des Aachener Nationenpreises, folgen auf den Plätzen.

Noch ist allerdings alles offen, denn es folgt nicht nur ein weiterer Dressurtag, sondern auch der mit Spannung erwartete Geländeritt und das Springen am Sonntag. „Das Gelände ist anspruchsvoll, dabei aber sehr schön – also optisch wirklich toll. Mal abwarten, inwieweit die Pferde das optisch auch eindrucksvoll finden. Technisch wird alles abgefragt, aber es gibt viele Alternativen, die man nehmen kann. Da muss man gut abwägen, was man riskiert und wo man besser auf Nummer sicher geht, wenn die Zeit es erlaubt“, gab Julia Krajewski eine erste Einschätzung zur Geländeprüfung ab. 

Letzter und längster Klassiker der Saison 2018 RaceBets – 134. Deutsches St. Leger mit Top-Feld in Dortmund

Tirano siegt unter Marc Robert Lerner (Foto: Marc Rühl)
Tirano siegt unter Marc Robert Lerner (Foto: Marc Rühl)

inalklassiker der Saison 2018 am Sonntag auf der Galopprennbahn in Dortmund: Mit dem RaceBets – 134. Deutsches St. Leger (Gruppe III, 55.000 Euro, 2.800 m) steht das letzte und zugleich längste klassische Rennen der Saison 2018 an, auch wenn inzwischen längst ältere Pferde starten dürfen. Gleichzeitig handelt es sich um eine der bedeutendsten Prüfungen in der Westfalen-Metropole. 

Zwei Gäste aus England sind im Zehnerfeld mit von der Partie. Nach den Erfahrungen der letzten Wochen sollte man vor allem Brandon Castle (Edward Greatrex) stark beachten. Er sicherte sich für Trainer Archie Watson im März ein großes Handicap in Musselburgh, während Eddystone Rock (Joey Haynes) aus dem Stall  von John Best von seinen Gastspielen aus St. Moritz bekannt ist.

Tirano enorm verbessert

Besonders interessant ist der enorm verbesserte Tirano (Andrasch Starke), der in Frankreich und der Schweiz sowie beim Listensieg in Iffezheim über den Wittekindshofer Sweet Thomas (Stephen Hellyn) glänzte. Ihm darf man einige Reserven zutrauen, vielleicht kann der Schützling von Waldemar Hickst seine Serie ja fortsetzen.

Mehrere andere Kandidaten haben ihr Potenzial in Langstrecken-Rennen bereits mehrfach angedeutet, wie Adler (Adrie de Vries) oder Moonshiner (Miguel Lopez). Letztgenannter war vor einem Jahr Zweiter im St. Leger und dürfte erneut eine starke Partie liefern. Oriental Khan (Jack Mitchell) vertritt die Interessen des Gestüts Auenquelle und damit von Vorjahressieger Oriental Eagle.

Interessante Dreijährige

Bei den Dreijährigen gefiel Valajani (Maxim Pecheur) in einem Listenrennen in Hoppegarten als Dritter. Auch der ebenfalls von Champion Markus Klug (hat vier Pferde im Rennen) aufgebotene Klüngel (Andreas Helfenbein) scheint weitere Reserven zu besitzen. Er war zweimal in Folge Dritter in Auktionsrennen.

Sächsischer Verdienstorden für Volker Wulff

Ministerpräsident Michael Kretschmer überreicht Volker Wulff den Verdienstorden des Freistaates Sachsen. Foto: Matthias Rietschel
Ministerpräsident Michael Kretschmer überreicht Volker Wulff den Verdienstorden des Freistaates Sachsen. Foto: Matthias Rietschel

Eine wahrlich große Ehre wurde dem geschäftsführenden Gesellschafter der EN GARDE Marketing GmbH, Volker Wulff, zuteil, denn am 11. September 2018 wurde ihm bei einem feierlichen Festakt in der Fürstengalerie des Residenzschlosses Dresden aus den Händen des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer der Sächsische Verdienstorden verliehen. 

In seiner Laudatio würdigte der Ministerpräsident insbesondere die Verdienste um Sachsen und seine Bevölkerung, die durch die PARTNER PFERD generiert wurden: „Sehr geehrter Herr Wulff, Sie haben mit der Etablierung der erfolgreichen und bei Pferdeliebhabern sehr beliebten Veranstaltung PARTNER PFERD in herausragender Weise das Ansehen der Region Leipzig und des Freistaates Sachsen befördert. Davon profitieren die Messestadt Leipzig und der Tourismus im Land“, hieß es in der Lobrede.

„Zum einen freut mich natürlich diese Auszeichnung, aber ganz besonders die Art der Anerkennung, die mit ihr einhergeht. Der Sächsische Verdienstorden ist ja kein sportspezifischer Preis, sondern eine Ehrung für den Bereich Politik, Kultur, Wirtschaft und Soziales. Das ist also eine Würdigung der gesellschaftlichen Bedeutung unserer Arbeit in Leipzig und der PARTNER PFERD, die ich mit meinem Team seit über 20 Jahren veranstalte“, zeigte sich Volker Wulff dankbar. „Dieser Preis bestätigt mich in meiner Überzeugung, dass der Reitsport definitiv Akzeptanz in der Gesellschaft braucht, aber auch verdient hat, denn er kann der Gesellschaft auch sehr viel zurückgeben.“

Über den Sächsischen Verdienstorden:
Als Zeichen dankbarer Anerkennung für hervorragende Verdienste um den Freistaat Sachsen und seine Bevölkerung wurde der Verdienstorden des Freistaates Sachsen gestiftet und erstmals am 27. Oktober 1997 verliehen. Ihn können in- und ausländische Persönlichkeiten für Leistungen erhalten, die insbesondere im politischen, sozialen, kulturellen oder wirtschaftlichen Bereich sowie auf dem Gebiet der Umwelt dem Wohl der Allgemeinheit dienen. 

Die Zahl der Ordensträger darf nicht höher als 500 sein. Die Auszeichnung erhielten bislang 300 Persönlichkeiten. Der Ministerpräsident und der Landtagspräsident sind aufgrund ihres Amtes Träger des Verdienstordens. (Quelle: www.geschichte.sachsen.de)

DJM München Springen: Sven Gero Hünicke erneut Deutscher U21-Meister

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München (fn-press). Die Deutsche Jugendmeisterschaft ist sein Turnier: Sven Gero Hünicke ist erneut Deutscher Meister der Jungen Reiter im Springen. Mit Sunshine Brown leistete er sich über alle Wertungsprüfungen lediglich einen einzigen Springfehler und setzte sich an die Spitze. Bereits 2016 bei der DJM in Riesenbeck hatte er sich schon einmal den Meistertitel gesichert, 2017 hatte das Paar von der Insel Fehmarn die Bronzemedaille gewonnen. Silber geht ins Bundesland Rheinland-Pfalz an Cedric Wolf und Chicitito, Justine Tebbel (Weser-Ems) gewinnt mit Hello Guv’nor Bronze. 

Eine besondere Geschichte verbindet Sven Gero Hünicke und seine Hannoveraner Stute Sunshine Brown. Als sie fünf Jahre alt war, ersteigerte Hünickes Trainer und Unterstützter, Klaus Witt, die Stute – sie war nicht in bestem Zustand und sollte eigentlich als Schulpferd eingesetzt werden. Sven machte mit ihr die ersten Sprünge, die beiden arbeiteten gemeinsam sich von A- über L- und M-Springen in die schwere Klasse. Kein anderer Reiter hat mit der nur 1,60 großen Stute bisher einen Parcours bestritten. Seine Stute strenge sich immer unheimlich für ihn an, versuche stets, alles richtig zu machen. Lediglich im ersten Umlauf, am Einsprung der Dreifachen Kombination, unterlief vom Paar von der Insel Fehmarn ein Hindernisfehler. „Das war meine Schuld, ich hatte den Galopp falsch eingeschätzt und kam zu dicht“, erklärt der 21-Jährige.

Der Deutsche Meistertitel 2016 war für die beiden der erste Titel in der Altersklasse der Jungen Reiter, seitdem haben sie einen Podestplatz gepachtet: 2017 gab es Bronze, in diesem Jahr wieder Gold. „Ich hatte mir vorgenommen, es wieder ins Finale zu schaffen. Der Titel jetzt ist noch eine Zugabe. Große Rasenplätze wie dieser in München liegen ihr. Ich reite sie immer aus dem Fluss, sie liebt es, auf so großen Plätzen zu galoppieren, man merkt ihr den Spaß richtig an.“ Er sei unheimlich dankbar, dass ihm Pferdebesitzer Klaus Witt die zwölfjährige Stute zur Verfügung stelle. „Ohne diese Unterstützung ginge es nicht. Gemeinsam mit Dorothee Witt trainiert er mich. Außerdem unterstützt mich meine Mutter immer. Sonst wäre ich nicht hier.“

Während der drei Wertungsprüfungen hatte er auf Rang zwei gelegen, hinter Mylen Kruse aus Zeven mit Chaccmo. Sie hatte zwei Fehler im ersten und einen Fehler im zweiten Umlauf kassiert, so dass sie in der Meisterschaft aus den Medaillenrängen rutschte. Justine Tebbel und Cedric Wolf hingegen arbeiteten sich während der drei Prüfungen kontinuierlich weiter nach vorne. Ein fehlerfrei erster Umlauf brachte Justine Tebbel in die Spitzenposition vor der finalen Runde – ein Abwurf bedeutete die Bronzemedaille. Cedric Wolf hat in diesem Jahr bereits Mannschafts- und Einzelsilber bei den Nachwuchs-Europameisterschaften gewonnen, bei der DJM kommt eine weitere Silbermedaille dazu. 

Während die Jungen Reiter bereits ihre Medaillen ausgemacht haben, steht für die Ponyreiter, Children und Junioren im Springsattel am Sonntag das Finale an. Ann-Sophie Seidl aus Bayern liegt mit ihrem Pony Berkzicht Rob in der Altersklasse U16 vorne, Liam Broich aus dem Rheinland und Nashville’s Son WH sowie Lea-Sophia Gut und Salvador folgen. Im Children-Lager führen Vivien Borgmann aus Westfalen und Mytender nach zwei Wertungsprüfungen, vor Tjade Carstensen aus Schleswig-Holstein mit Venetzia und Charlotte Höing (Berlin-Brandenburg) mit Casio. 

Nur 0,14 Punkte trennen die Führende der Junioren, Beeke Carstensen aus Schleswig-Holstein mit Cara Mia, und den Zweiplatzierten, Max Haunhorst (Weser-Ems) mit Chaccara voneinander, Henrike-Sophie Boy und Saint Salima liegen mit 0,76 Punkten dahinter.