Frankfurt: Kür-Sieg und Ruhestand für Don Johnson FRH

Frankfurt/Main (fn-press). Mit seinem 55. Sieg in einer internationalen Grand-Prix-Prüfung hat sich Don Johnson FRH von der Turnierbühne verabschiedet. Im Rahmen des internationalen Frankfurter Festhallen-Reitturniers gewann der 18-jährige Hannoveraner Wallach mit Isabell Werth die Grand Prix Kür. Platz zwei belegten Dorothee Schneider und Faustus vor Matthias Bouten und Meggle’s Boston.

„Dass Johnny sich nicht leise verabschieden würde, kann man sich vorstellen“, sagte Isabell Werth nach der stimmungsvollen Siegerehrung der Grand Prix Kür und der letzten Ehrenrunde ihres Charakterpferdes Don Johnson FRH. Den Hannoveraner (von Don Frederico – Warkant) beschrieb Werth schon immer als ein Pferd, dem der Schalk im Nacken saß und das mit großer Vorliebe auf dem Vorbereitungsplatz den Kopf zwischen die Beine steckte und losbuckelte. Doch das hielt den Wallach aus der Zucht von Ulrike Meyer (Dedelstorf) nicht davon ab, von 2011 bis 2019 55 Siege in internationalen Grand Prix Prüfungen zu erreichen. Dazu kamen Team-Bronze und Platz vier in der Kür der EM in Aachen 2015, Team-Gold bei der EM in Herning/DEN 2013, fünf Silbermedaillen bei Deutschen Meisterschaften und Platz fünf im Weltcup-Finale 2013.

Der letzte sportliche Erfolg soll nun jener in Frankfurt gewesen sein, bei dem er mit 82.845 Prozent die Grand Prix Kür gewann sowie zwei Tage zuvor mit 75.870 Prozent den Grand Prix. Seine Besitzerin Madeleine Winter-Schulze, die derzeit die Folgen eines Sturzes auskuriert, sah per ClipMyHorse.TV von zu Hause aus zu. Sie hatte Werth 2006 den damals vierjährigen Wallach zur Verfügung gestellt. Von da an entwickelte sich der Hannoveraner zu einem Spitzen-Dressurpferd. „Das hat heute noch einmal richtig Spaß gemacht, Johnny ging super. Was will man mehr, wenn man ein Pferd nach zwei Siegen so fit und gesund verabschieden kann? Das Publikum hat ihn gefeiert, schöner hätte es nicht sein können. Er sieht besser aus denn je und ich hoffe, dass er auch noch die nächsten zehn Jahre bei uns zu Hause auf der Weide genießen kann“, sagte Isabell Werth.

Neues Selbstvertrauen für Faustus
Ebenso freuen konnte sich Dorothee Schneider (Framersheim) über den zweiten Platz mit Faustus. Der elfjährige Hannoveraner Wallach (von Falsterbo – Forrest xx) wurde zudem als jüngstes, bestplatziertes Pferd geehrt. 78.785 Prozent lautete sein Ergebnis. „Faustus ist sehr besonders. Er kann alles ganz toll, verkauft sich aber leider unter Wert und zeigt nur die Hälfte von dem, was er kann. Er versteckt sich gerne hinter mir und ist sehr introvertiert. Die Stimmung hier in Frankfurt hat ihm eigentlich gut getan“, sagte Dorothee Schneider. Mitte November war die Reitmeisterin mit ihm beim Weltcup-Turnier in Stuttgart gestartet, wo er sich jedoch gar nicht wohlfühlte. Anschließend nahm Schneider mit ihm an einem kleineren Turnier teil, um ihm wieder Selbstvertrauen zu geben. Und der Plan funktionierte. In Troisdorf gewann Faustus die Intermediare A und war bereit für den Start in Frankfurts Festhalle. jbc

Alle Ergebnisse aus Frankfurt gibt es unter reitturniere-live.de/2019/frankfurt/

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