Das Marbacher Wochenende 2019: ein voller Erfolg!

Das teuerste Pferd der Auktion: SHAOLAN von Shomari S/ Levisto aus der Zucht der ZG Schulz/ Zeulenroda (Foto: Olaf Krenz)
Olav Das teuerste Pferd der Auktion: SHAOLAN von Shomari S/ Levisto aus der Zucht der ZG Schulz/ Zeulenroda (Foto: Olaf Krenz)

Aufregende Tage liegen hinter dem Pferdezuchtverband Baden-Württemberg, rund um das Team des neuen Vermarktungsleiters Norbert Freistedt. Den krönenden Abschluss fand das Marbacher Wochenende mit der Sattelkörung, dem unterhaltsamen Galaabend und der anschließenden Auktion in der großen Marbacher Halle. Karlheinz Eckerlin, 1. Vorsitzender des Pferdezuchtverbandes Baden-Württemberg, zeigte sich auch nach der Auktion sehr zufrieden: “Das etwas kleinere Lot der angebotenen Pferde kam bei den Kaufinteressenten gut an und wir sind mit den erzielten Ergebnissen sehr zufrieden.“

DSP-Sattelkörung: 3 gekörte Nachwuchsvererber

Drei talentierte Hengste mit modernen Abstammungen überzeugten die Körkommission und schafften das Urteil „gekört“.

Der springbetonte Fuchshengst „Luc Skywalker“ von Landskron-Dinglinger/Grundsteins Erbe überzeugte durch seine Übersicht im Freispringen mit sehr guter sportlicher Einstellung. Seine Züchterin Annekatrin Hild /Berlin entsandte ihn schon vorab zum 14-Tage-Test, den er mit Bravour bestand. Der über die Auktion verkaufte Hengst wird im Haupt- und Landgestütseine eine neue Box beziehen.

Ebenfalls gekört wurde der typvolle, im mittleren Rahmen stehende Nachkomme des Quotenkönigs „Quo Vadis“. Geschlossen, bergauf und bereits gut ausbalanciert zeigte sich der bunte Fuchshengst an allen Tagen. Sein Züchter Anton Herre paarte den unter Isabelle Werth erfolgreichen Grand Prix Sieger mit der dressurbetonten Stute Londandi von Londonderry – Warkant.

Ebenfalls gekört wurde der Hengst „Geniel“ – aus Schweizer Besitz. Der maskulin auftretende Hengst im großen Rahmen von Goldberg-Don Frederico/Filon d`Or ist mit sehr ansprechenden Grundgangarten

ausgestattet. Züchter des bereits turniererprobten Youngsters ist Lothar Wanner.

Dr. Carina Krumbiegel, Zuchtleiterin Pferdezuchtverband Baden-Württemberg und Mitglied der Körkommission:“ Wünschenswert wäre natürlich ein größeres Körlot. Die Sattelkörung ist eine weitere Plattform für unsere Züchter, die noch besser genutzt werden könnte.

Neue Ponyhengste für die Baden-Württembergische Zucht

Sieger bei den Ponyhengsten wurde „Walzerblick“. Der Haflinger, gezogen von Peter Blick, stammt ab von Walzertakt – Samarkand/ Amadeus. Ein typvoller, gut entwickelter und sportiver Hengst mit schönem Gesicht, ausdrucksvollem Auge und guter Körperharmonie.

Seinen Bewegungshöhepunkt hatte er im Trab. Sein angenehmes Interieur rundete den Gesamteindruck positiv ab.

Ein weiterer gekörter Ponyhengst „Glückskind“, deutsches Reitpony von Hesselteichs Golden Dream-Kribati/Chico zeigte drei beeindruckende Grundgangarten mit guter Dynamik. Gezogen und im Besitz steht dieser Zweijährige vom Berghof Engelsbrand.

DSP-Reitpferdeauktion

30 Auktionskandidaten kamen am Sonntag unter den Hammer von Hendrik Schulze Rückamp. Teuerstes Pferd wurde der lackschwarze bereits gekörte Hengst „Shaolan“ von Shomari S-Levisto/Rubinstern Noir. Von der Züchtergemeinschaft Schulz/Zeulenroda ausgestellte Beau erzielte einen Zuschlag für Österreich von 54.000 €. Die auffällige Dreijährige „Florestine“ von Fürsten-Look-Diamond Hit/Florestan I aus der Zucht von Helga Kornmayer aus Überlingen war einer Käuferin aus der Schweiz 46.500 € wert. Im Ländle verbleibt das teuerste Springpferd der Kollektion, „Lasandro“ von Larcon-Sandro/Gotthardsen. Der aus der Zucht von Hans Schlachter, Neuburg stammende Dunkelbraune wurde für 40.000 € verkauft und war auch der am Höchsten versteigerte Wallach des Lots.

Der Durchschnittspreis der diesjährigen Auktion beträgt bei den Reitpferden 23.370 €, bei den Hengsten 19.700 €. Die gekörten Hengste erzielten im Schnitt einen Verkaufspreis von 28.500 €. Norbert Freistedt, Vermarktungsleiter Baden-Württemberg, äußerte sich nach der Veranstaltung erfreut über die sehr gute Verkaufsquote. „Besonders gefreut habe ich mich über das hohe Auslandsinteresse, ein Drittel der Pferde ging in die Schweiz, Österreich, USA und Frankreich. Die allermeisten Aussteller haben Preise realisiert, die ihren Erwartungen entsprachen und in vielen Fällen auch deutlich darüber lagen.“

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