Wer schreibt Galopp-Geschichte im 5-Millionen-Event?

Waldgeist (Foto: Marc Rühl)
Marc Rühl Waldgeist (Foto: Marc Rühl)

Auf dem ganzen Galopper-Globus fiebern die Fans diesem Top-Ereignis entgegen: Der Qatar Prix de l‘ Arc de Triomphe, der am Sonntag, 6. Oktober 2019 auf der Galopprennbahn in ParisLongchamp entschieden wird, gilt als das bedeutendste Rennen der Welt. Die Galopp-Cracks kämpfen um 5 Millionen Euro auf der 2.400 Meter-Strecke. In keiner anderen Grasbahn-Prüfung auf der ganzen Welt gibt es so viel Geld zu gewinnen. Allein 2.857.000 Euro bekommt der Besitzer des Siegers.

Bisher gab es in der langen Geschichte der seit 1920 ausgetragenen Gruppe I-Prüfung zwei in Deutschland trainierte Sieger – der Riesenaußenseiter Star Appeal im Jahre 1975 und die Kölner Wunderstute Danedream 2011. Wie schon 2018 greift auch diesmal der im bayerischen Gestüt Ammerland (gewann den Arc 2005 mit Hurricane Run) gezogene und im Besitz dieser Zuchtstätte und des Newsells Park Stud stehende Waldgeist (mit Jockey Pierre-Charles Boudot) aus dem Chantilly-Spitzenstall von Andre Fabre im Arc an. Platz vier war das Ergebnis vor einem Jahr, eine ähnlich gute Vorstellung ist nach den diesjährigen Formen wieder zu erwarten. Waldgeist gewann den Prix Ganay und den Prix Foy auf diesem Kurs. In den King George in Ascot war er sehr guter Dritter hinter Enable, der heißen Favoritin im Arc.

Nach ihren Erfolgen 2017 und 2018 peilt die von John Gosden in England für den Saudi-Prinzen Khalid Abdullah trainierte Ausnahmestute den Arc-Hattrick an. In ihrer gesamten Karriere hat die stets von Super-Jockey Lanfranco Dettori gerittene Enable überhaupt nur einmal verloren. Nach dem Stil ihrer Erfolge, zuletzt gewann sie nach den King George auch die Yorkshire Oaks, darf man ihr den dritten Arc-Coup in jedem Falle zutrauen. Es wäre eine Premiere in der Geschichte des seit 1920 ausgetragenen Rennens. Zuletzt scheiterte Treve im Jahr 2015 beim Versuch des dritten Erfolges.

Baden-Badener Sieger Ghaiyyath brandgefährlich

Besonders gespannt sein darf man auf den im Besitz von Dubai-Herrscher Scheich Mohammed (Stall Godolphin) stehenden Ghaiyyath, der den Longines Großer Preis von Baden in Baden-Baden mit sagenhaften 14 Längen beherrschte. Auch dem von dem irischen Star-Trainer Aidan O‘ Brien trainierte Juddmonte International-Gewinner Japan, der französische Derbysieger Sottsass und die irische Top-Stute Magical werden weit vorne erwartet. Bestens bekannt ist in Deutschland French King, denn er gewann drei Grupperennen hierzulande, zuletzt den Großen Preis von Berlin (Gruppe I). An Enable müssen sich aber alle messen.

Fakten: Arc:

Name: Qatar Prix de l‘ Arc de Triomphe

Geschichte: 1920 als internationales Top-Rennen für dreijährige und ältere Pferde geschaffen

Distanz: 2.400 m

Geldpreise: Höchstdotiertes Grasbahn-Event der Welt: 5 Mio € an Geldpreisen, 2.857.000 € für den Gewinner

Schnellste Zeit: 2:24,49 Minuten, gelaufen vom deutschen Pferd Danedream 2011

Zuschauer: Rund 60.000 auf der Rennbahn, ca. 1 Milliarde in 45 Ländern auf der Welt, 600 Journalisten vor Ort

Rennbahn ParisLongchamp im Bois de Boulogne

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