DAM Riesenbeck: Gelungener Auftakt

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Riesenbeck (fn-press). Zum insgesamten dritten Mal finden die Deutschen Amateur-Meisterschaften (DAM) im Dressur- und Springreiten statt – erstmals auf der Reitsportanlage Riesenbeck International in Westfalen. Am ersten Tag starteten insgesamt 95 Reiter in den Meisterschaftsprüfungen. In der Dressur gewann Franziska Hofmann aus Bayern die erste Wertungsprüfung, im Springen setzte sich Frederik Schmitz vom Landesverband Hannover mit der schnellsten Runde durch.

Bei den Dressurreitern stehen nach Tag eins der DAM bereits die ersten zwölf Teilnehmer für das Kür-Finale am Sonntag fest. Die Entscheidung vor der beeindruckenden Kulisse der hochmodernen Riesenbecker Reithalle war ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen: Die besten 15 Reiter aus dem Prix St. Georges trennen nur gut zwei Prozent.

Letztendlich sicherte sich Franziska Hofmann (Pfarrkirchen) mit ihrem Oldenburger Wallach Sterntaler die goldene Schleife. Die Richter bewerteten das Paar mit 69,342 Prozent: „Der Sieg ist auf alle Fälle eine Überraschung, ich bin super happy. Heute fand ich die Rechtspirouette sehr schön, die Dreierwechsel und den starken Galopp. Ob man gewinnt, ist immer auch ein bisschen ein Glücksspiel, aber heute hat alles gepasst“, freute sich die Siegerin vom Landesverband Bayern. Ihren 14-jährigen San Remo-Sohn hat die Gymnasiallehrerin bereits seit zehn Jahren: „Er ist ein ganz braver und zuverlässiger, der immer mitkämpft. Er ist mein Ein und Alles.“ Nicht mal 0,1 Prozentpunkte weniger als die Siegerin hatte Stephanie Witzemann (Winterlingen) vom Landesverband Baden-Württemberg. Mit ihrem zehnjährigen Oldenburger Wallach Levinio MP bekam die Gastronomin und Diplom-Ökonomin von den Richtern 69,254 Prozent und damit die silberne Schleife. Platz drei ging an Alexandra Ebertfründ (Melle) vom Landesverband Weser-Ems und ihren neunjährigen Wallach Damons Black (68,816 Prozent) von Damon Hill.

Auf den weiteren Plätzen qualifizierten sich zudem die folgenden Reiter für das Kür-Finale am Sonntag: Sarah Waldsperger (Reinbek/Landesverband Hamburg) mit Royal Dream, Dr. Simone Albeck (Berlin/BBG) mit Haya, Tatjana Stoff (Selm/WEF) mit Coronelli, Valerie Hitschold (Worms/RPF) mit Damon Jerome NRW, Aline Hilbrig (Moritzburg/SAC) mit Mondlicht, Dr. Tina Böhme (Leipzig/SAC) mit Lara Croft, Dorothea Rohde (Osnabrück/WEF) mit Santori, Katalin Garrn (Guderhandviertel/HAN) mit Didi De La Cour und Birgit Hild (Gedern/HES) mit Goldmond TSF. Insgesamt traten in der Dressur 40 Reiter aus 15 Landesverbänden an.

„Die Deutsche Amateur-Meisterschaften finde ich gut, sehr gut sogar. Die Reiter wollen das, es ist eine tolle Veranstaltung. Sie sind froh, dass sie mal unter sich sind, ohne gegen die Profis reiten zu müssen. Hier haben sie das Gefühl unter Gleichen zu sein. Allerdings sind auch die Ergebnisse ziemlich gleich“, sagte Michael Settertobulte, der zusammen mit Katja Westendarp und Harry Lorenz bei der Finalqualifikation am Richtertisch saß. Settertobulte zeigte sich zufrieden mit den gezeigten Leistungen: „Es gab keinen eindeutigen Sieger und keinen eindeutig Letzten heute. Das Gesamtniveau war gut, erkennbar daran, dass so viele über 66, 67 Prozent liegen. Das macht das Finale am Sonntag spannend, weil noch alles offen ist.“ Am morgigen Samstag, 21. September, haben jedoch zunächst alle noch nicht qualifizierten Dressurreiter im Kleinen Finale die Chance, sich eines der drei verbliebenen Finaltickets zu sichern.

Die Letzten werden die Ersten sein – das biblische Motto galt bei der ersten Wertungsprüfung der Springreiter. Mit einer schnellen Nullrunde zum Schluss der insgesamt 55 Teilnehmer in gerade einmal 59,86 Sekunden gewannen Frederik Schmitz und seine Hannoveraner Stute Sydney PJ die Auftaktprüfung der DAM Springen. Der Reiter vom Landesverband Hannover ist mit seinen 26 Jahren einer der jüngsten Teilnehmer: „Mit dem Sieg habe ich ehrlich gesagt nicht so richtig gerechnet. Sydney ist natürlich grundschnell, also wenn wir null sind, sind wir meistens auch schnell. Ich wollte zum vorletzten Sprung eigentlich den langen Weg reiten, aber irgendwie hat es mich dann doch gereizt vorne rumzureiten, weil ich ein gutes Gefühl hatte.“ Schmitz arbeitet nach seinem Master in BWL bei BASF im Verkauf, über seine elfjährige Stute sagt er: „Ich habe sie jetzt im vierten Jahr. Sydney war am Anfang sehr wild und kaum zu reiten, aber durch die Zeit und das Vertrauen ist sie immer besser geworden. Sie ist im Umgang super lieb und sie macht alles für einen. Wir haben eine gute Beziehung aufgebaut.“

Insgesamt konnten am ersten Tag 19 Nullrunden verzeichnet werden. Für die DAM-Wertung ist allerdings das Ranking entscheidend. So startet Schmitz mit 55 + 1 Punkten in die nächste Wertung am Samstag (ab 17.30 Uhr), auf Platz zwei folgt die Wendorferin Lisa Rohde vom Landesverband Mecklenburg-Vorpommern mit Lantano mit 54 Punkten vor Sven Speidel aus Sachsenheim in Baden-Württemberg mit Dawson (53 Punkte).

Hausherr Ludger Beerbaum freute sich über insgesamt 95 Starter in Dressur und Springen in der Reithalle seines Veranstaltungszentrums in Riesenbeck: „Wir sind, denke ich, gut beraten, wenn wir allen Teilnehmern im Pferdesport die nötige Aufmerksamkeit schenken. Die Idee eine DAM zu machen ist große Klasse und wir unterstützen das wirklich aus voller Überzeugung“, sagte er beim Empfang und Vorstellung der Teams aller Landesverbände. Beerbaum sprach von der guten Zusammenarbeit mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Sein größter Dank ging jedoch an sein Team, das das ganze Jahr über mit viel „Engagement und Herzblut“ die Reitsportanlage betreibe und für Top-Bedingungen sorge. FN/Melanie Köster

Mehr Infos unter www.pferd-aktuell.de/dam

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