WM Zweispänner: Sandro Koalick auf Silberkurs

FN Logo (Herkunft: FN)
Herkunft FN FN Logo (Herkunft: FN)

Drebkau (fn-press). Die deutschen Zweispänner liegen nach dem Geländetag bei ihrer Heim-WM in Drebkau in Brandenburg ganz knapp vor den Niederländern auf Silberkurs. Es führen nach wie vor die Titelverteidiger aus Ungarn. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren die neun deutschen Zweispänner unter lautstarken Anfeuerungsrufen der über 6000 Zuschauer ihre Runden durch die aufwändig gestalteten und teilweise recht spektakulären acht Hindernisse.

Einen tollen Geländeauftritt zeigte Marco Freund (Dreieich) mit seinen Pferden Heppie und Crack. Nach flüssigen und flotten Runden in den Hindernissen übernahm er nach der Hälfte der 82 Starter die vorläufige Führung. Am Ende wurde es Platz vier für ihn mit 104,40 Punkten. „Die Pferde sind so toll gegangen, sie haben heute einiges wieder gut gemacht nach der nicht so tollen Dressur“, sagte der 23-jährige Student und Sohn von Mr. Fahrsport Michael Freund. In der Dressur hatte er einige Probleme, da seine Pferde sehr unter Spannung waren (Platz 42). In der Kombinierten Wertung liegt er vor dem Kegelfahren am Sonntag auf Platz 15.

Zweitbester deutscher Fahrer im Gelände war Sandro Koalick, der gemeinsam mit seinem Vater Torsten Ausrichter der WM in Drebkau ist, und auf seiner Heim-Anlage von vielen Fans angefeuert wurde. „In Hindernis drei ist er einen falschen Weg gefahren, das hat Zeit gekostet, aber ansonsten war das super“, sagte Cheftrainer Karl-Heinz Geiger. In der Geländeprüfung belegte Sandro Koalick mit 106,24 Punkten Platz sieben. Nach seiner starken Dressur am Freitag (Platz vier) liegt er nun mit Platz zwei in der Kombinierten Wertung auf Medaillenkurs (149,49). Auch für die deutsche Mannschaft lieferte er damit ein gutes Geländeergebnis ab.

Nicht so rund lief es dagegen für seinen Teamkollegen Arndt Lörcher (Wolfenbüttel), der als erster deutscher Fahrer am Morgen in die Hindernisse gestartet war. Er hatte Probleme mit seinen Pferd Grimbo und Fehler in den Hindernissen drei und sieben. „Unser Plan, dass Arndt ein gutes Geländeergebnis fürs Team liefert ist leider nicht aufgegangen“, ärgerte sich Bundestrainer Geiger. „Und dass Lars kein Top-Geländeergebnis fürs Team liefert war vorher klar, trotzdem hatten wir jetzt doch noch ein bisschen gehofft“, erklärte er. Lars Schwitte – der dritte deutsche Teamfahrer – ist Dressur-Spezialist und hatte mit Platz drei in der Dressur für die gute Ausgangslage der deutschen Mannschaft gesorgt. Er belegte im Gelände Platz 41 und liegt in der Kombinierten Wertung auf Rang sechs (156,71) – durchaus aber noch in der Nähe einer Medaille.

Gemeinsam auf Rang neun nach Dressur und Gelände sind Sebastian Warneck und Anna Sandmann mit 157,60 Punkten. Der Staatsanwalt aus Berlin war Achter in der Dressur und belegte im Gelände Platz 25. „Das war ein schweres Gelände, die ersten Hindernisse waren super, dann lief es nicht mehr ganz so, aber ich hatte auch keine optimale WM-Vorbereitung in diesem Jahr und den Pferden fehlte vielleicht etwas Turniererfahrung, besonders bei der Atmosphäre hier, dafür war das alles schon ok“, sagte er nachher. Nach Platz fünf in der Dressur, lief es an ihrem 24.Geburtstag im Gelände nicht ganz so gut für Anna Sandmann aus Lähden – Platz 34.

Stefan Schottmüller (Kraichtal) unterliefen zwei Missgeschicke mit seinen zu langen Leinen. Das hatte zur Folge, dass in Hindernis drei ein Ball fiel und in Hindernis fünf zogen seine beiden Pferde zu früh zur Ausfahrt, so dass er einmal rückwärts setzen musste. In der Kombinierten Wertung belegt er nun Platz 19. WM-Gastgeber Torsten Koalick liegt nach Platz 45 im Gelände nun auf Rang 37.

Sehr glücklich im Ziel war Jörg Zwiers. Der 25-jährige aus Emlichheim fährt seine erste WM. „Die Pferde wurden von Hindernis zu Hindernis besser, bei den letzten drei oder vier Hindernissen hatten sie dann richtig ihren Rhythmus gefunden, das hat nur noch Spaß gemacht“, strahlte er im Ziel. „Das ist hier schon was anderes als sonst auf Fahrturnieren, hier stehen so viele Zuschauer an jedem Hindernis“, sagte er. „Da gab es nichts zu meckern, toll gefahren“, so auch der Kommentar von Co-Bundestrainer Eckardt Meyer. Er kam auf den 43. Platz im Gelände, in der Kombinierten Wertung Platz 44.

Werbeanzeigen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.