Goldene Peitsche für Musical-König Andrew Lloyd Webber

Royal Intervention siegt unter Gerald Mosse in der 149. Casino Baden-Baden Goldene Peitsch Gruppe 2 (Foto: Marc Rühl)
Marc Rühl Royal Intervention siegt unter Gerald Mosse in der 149. Casino Baden-Baden Goldene Peitsch Gruppe 2 (Foto: Marc Rühl)

Musical-König Andrew Lloyd Webber holte sich den begehrtesten Ehrenpreis hierzulande im bedeutendsten deutschen Sprintrennen: In der 149. Casino Baden-Baden Goldene Peitsche (Gruppe II, 70.000 Euro, 1.200 m) dominierte die von Ed Walker in England trainierte dreijährige Stute Royal Intervention für ihren prominenten Mitbesitzer (gemeinsam mit Will Farish) in grandioser Manier gegen die besten Kurzstrecken-Pferde hierzulande.

Die 2,8:1-Mitfavoritin zog an der Spitze bald schon dem ebenfalls schnell gestarteten Big Boots davon und parierte auch die Schlussoffensive des von sehr weit hinten kommenden Favoriten Waldpfad. Der französische Jockey-Altmeister Gerald Mossé bewies seine große Klasse auf Royal Intervention, in dem er sich vorne auf nichts einließ und locker mit anderthalb Längen Vorsprung den mit 40.000 Euro Siegprämie honorierten Triumph früh unter Dach und Fach brachte. Beim neunten Start war es der dritte Treffer für die Engländerin, deren große Karriere offenbar gerade erst begonnen hat.

Trainer Ed Walker berichtete: „Der Plan war, mit Royal Intervention vorne zu gehen. Gerald hat einen tollen Ritt hingelegt. Sie ist eine tolle Stute. Wir haben die genaue Route noch nicht abgesteckt, aber sie besitzt eine Nennung für den Prix de la Foret am Arc-Wochenende in Paris. Wir könnten auch nach Amerika gehen, Wichtig ist abgetrockneter Boden.

Siegjockey Gerald Mossé ergänzte: „Ich freue mich sehr, dass ich meinen Erfolg vom letzten Jahr wiederholen konnte. Die Stute war perfekt vorbereitet. Wir hatten einen idealen Rennverlauf an der Spitze, sie ist eine Klasse-Stute und hat heute gezeigt, dass sie das beste Pferd im Feld war.“

Waldpfad kam nicht so schnell vom Start

Waldpfad machte zwar noch viel Boden gut, doch mehr als Rang zwei hinter einer souveränen Gewinnerin war nicht mehr drin. Immerhin verdrängte er noch Big Boots, der als Dritter sehr stark abschnitt, und Namos, das andere Moser-Pferd, auf Rang vier. Trainer Dominik Moser analysierte: „Für Waldpfad war es am Anfang zu schnell. Er brauchte einige Zeit, bis er ins Rennen hineinkam, aber da war die Stute schon weg, wobei ihr Reiter das natürlich auch genial gelöst hat. Waldpfad hat sich aber wie Namos teuer verkauft, der die Form aus Deauville wettgemacht hat. Es war ja eine starke Konkurrenz für einen Dreijährigen. Wir werden die weiteren Pläne genau besprechen, Waldpfad könnte wieder nach England gehen.“

Maxim Pecheur, der Jockey von Waldpfad, brachte es auf den Punkt: „Er ist gut gelaufen, es war heute für Ihn schwer, den Rennverlauf zu bekommen, den er liebt. Er kommt ja gern vom Ende des Feldes, das war heute bei dem  Rennen einfach zu weit nach ganz vorne.“

Im Lager von Big Boots war man mit Rang drei hochzufrieden: „Unser Pferd hat sich sehr gut aus der Affäre gezogen, zumal ich glaube, dass 1.400 Meter besser für ihn sind. Wir greifen nun vielleicht in einem hochdotierten Rennen in Prag mit ihm an“, so Trainer Waldemar Hickst. Reiter Marco Casamento fasste es folgendermaßen zusammen: „Er ist super gelaufen auf einer etwas kurzen Distanz. Bis zum Schluss hat Big Boots wie ein Löwe gekämpft.“ Zargun war als Fünfter ebenfalls nicht weit geschlagen, während Iron Duke und K Club keine Rolle spielten.

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