DM Einspänner: Sechstes DM-Gold für Dieter Lauterbach

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Viernheim (fn-press). Der neue Deutsche Meister der Einspänner heißt Dieter Lauterbach. Der Weltmeister von 2016 hat mit seinem WM-Pferd Dirigent nach 2017 auch in diesem Jahr die Goldmedaille gewonnen. Das ist für den Jugend-Bundestrainer aus dem hessischen Dillenburg damit sein sechster nationaler Titel und seine 16. DM-Medaille. Silber geht an Jovanca Marie Kessler mit FST Enfado, die nach Dressur und Gelände noch geführt hatte. Bronze gewinnt Claudia Lauterbach, die sich mit FST Velten durch eine Null-Runde im Kegelparcours noch in die Medaillenränge schieben konnte.

Dieter Lauterbach belegte in der Dressur Platz vier, konnte dann aber die Geländeprüfung gewinnen und zeigte auch im Kegelfahren eine starke Runde mit lediglich 1,02 Zeitstrafpunkten, so dass er mit 129,43 Punkten die Kombinierten Wertung und damit Gold gewann. „Dieter ist unser alter Routinier, der hat das hier super gemacht“, sagte Cheftrainer Karl-Heinz Geiger. „In der Dressur fehlt es dem Pferd vielleicht ein bisschen an Ausdruck, aber Dieter ist auch ein fehlerfreie und ganz solide Dressur gefahren, dann den Marathon gewonnen und besonders stark auch im Kegelparcours.“

Jovanca Marie Kessler, die 23-jährige Studentin aus Friedewald, gehörte im vergangenen Jahr zur deutschen Mannschaft bei der Weltmeisterschaft in Kronenberg in den Niederlanden. Mit ihrem WM-Pferd FST Enfado gewann sie die Dressur und belegte in der Geländeprüfung Platz sechs, so dass sie vor dem Kegelfahren auf Goldkurs lag. Aber dann unterliefen ihr im Hindernisfahren 4,87 Punkte (gesamt: 131,83), so dass Dieter Lauterbach sich an ihr vorbeischieben konnte. „Jovanca ist eine ganz tolle Dressur gefahren, hatte einen tollen Auftritt auch im Gelände und im Kegelfahren hat ihr dann am Ende einfach das letzte Quäntchen Glück gefehlt“, so die Einschätzung von Bundestrainer Geiger. „Aber das waren drei super Runden in allen drei Disziplinen, obwohl sie wegen ihres Studiums zuvor wenig gefahren war“, erklärte er. 

Von Platz sechs in der Dressur und Platz fünf im Gelände hat sich Claudia Lauterbach (Dillenburg), Ehefrau von Dieter Lauterbach, bis auf den Bronzerang vorgearbeitet. Nach Dressur und Gelände noch auf Rang vier, blieb sie als einzige der 24 Teilnehmer im Kegelparcours fehlerfrei und sicherte sich so Bronze (133,32). „Claudia ist ein tolles Gelände gefahren und sehr souverän im Kegelparcours unterwegs gewesen, sie hat die Bronzemedaille verdient gewonnen“, so Geiger. 

Aber auch mit den weiteren Platzierten war der Cheftrainer sehr zufrieden. Nicht nur mit der Leistung seiner Tochter Anika Geiger, die mit ihrer Stute Annabelle Platz sechs (138,65) belegte, sondern auch mit den Top Ten-Platzierungen weiterer Nachwuchsfahrer. So belegte Fokko Straßner (Burgdorf) mit Stradivari Platz vier. Nach Platz fünf in der Dressur und Platz drei im Gelände, kosteten ihn drei Strafpunkte im Kegelparcours die Bronzemedaille. Mit Jens Motteler aus Baden-Württemberg platzierte sich ein weiterer Nachwuchsfahrer auf Rang fünf. Die 23-jährige Jessica Wächter aus Aschaffenburg wurde mit FST Charly Brown Zehnte. „Das sind alles Fahrer, die aus dem Jugend-Fahrsport hervorgegangen sind, das freut uns natürlich sehr“, so Geiger. 

Die Plätze sieben und acht gingen an zwei Routiniers aus Westfalen mit Nachwuchspferden. Klaus Tebbe(Neuenkirchen) belegte mit Lapas Platz sieben – nach Platz sieben in der Dressur, Platz vier im Gelände und sechs Strafpunkten im Hindernisfahren. „Das Pferd habe ich in Viernheim zum ersten Mal gesehen, das ist sehr vielversprechend“, so die Einschätzung von Geiger. Der Weltmeister der Einspänner von 2012 Christoph Dieker (Gescher) hat sich mit seiner Stute Nora nach Platz 14 in der Dressur und Platz 13 im Gelände durch lediglich drei Strafpunkte im Hindernisfahren nach auf Rang acht vorschieben können. 

Der Deutsche Meister von 2018 Philipp Faißt (Lahr), der im vergangenen Jahr mit Ann in Time G.W. seine dritte DM-Goldmedaille gewonnen hat, konnte seinen Titel in Viernheim nicht verteidigen, da er Ann in Time 2018 in den Ruhestand verabschiedet hatte. 
Als Veranstalter von hochkarätigen Fahrsport-Turnieren hat sich die Viernheimer Kutschengilde bereits mehrfach bewährt. “Das war wieder ein tolles Turnier, der Veranstalter hat sich viel Mühe gegeben und es waren viele Zuschauer da“, sagte Geiger. evb

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