Zielfoto-Entscheidung im ersten Baden-Highlight – Alounak schnappt gegen Be My Sheriff noch zu

Alounak siegt unter Clement Lecoeuvre im 64. Pr.d. Sparkassen Finanzgruppe Gr.3 (Foto: Marc Rühl)
Marc R Alounak siegt unter Clement Lecoeuvre im 64. Pr.d. Sparkassen Finanzgruppe Gr.3 (Foto: Marc Rühl)

Große Überraschung im ersten Höhepunkt der Großen Woche 2019 am Samstag auf der Galopprennbahn in Baden-Baden-Iffezheim: Vor 9.500 Zuschauern triumphierte mit dem 14,3:1-Außenseiter Alounak ein stets hocheingeschätztes Pferd im 64. Preis der Sparkassen Finanzgruppe (Gruppe III, 55.000 Euro, 2.000 m), das allerdings nur wenige Wetter diesmal auf der Rechnung hatten.

Doch der von Waldemar Hickst in Köln für Darius Racing von Dr. Stefan Oschmann (CEO des Pharma-Unternehmens Merck) trainierte Camelot-Sohn galt 2018 als Kandidat für das Deutsche und das Französische Derby. Doch wegen einer Fissur hatten sich diese Pläne nicht realisieren lassen. Nach etlichen Platzierungen auf hoher Ebene gelang ihm nun der erste Saisontreffer und vierte Karrieresieg beim zwölften Start, der mit 32.000 Euro honoriert war.

Genau auf der Ziellinie schnappte der französische Jockey Clement Lecoeuvre mit Alounak noch den vom Start weg führenden und nie nachlassenden Be My Sheriff. Ein kurzer Kopf entschied für den sträflich unterschätzten Alounak.

Trainer Waldemar Hickst erklärte: „Im Training zeigt Alounak sehr wenig. Es war dem Besitzer, Herrn Oschmann, zu verdanken, dass wir hier gelaufen sind, denn ich wollte dieses Rennen eigentlich auslassen.“ Racing Manager Holger Faust fügte an: „Wir hatten noch einmal analysiert, dass Alounak seine besten Formen auf guter Bahn gezeigt hatte. Der Rennverlauf entwickelte sich wie gedacht, Be My Sheriff ging an der Spitze. Unser Pferd hat genau auf der Ziellinie zugeschnappt. Er hatte im vergangenen Jahr lange wegen einer Fissur pausieren müssen. Unser Fehler war, dass wir es oft auf 2.400 Metern versucht haben, da er wie ein Langstrecken-Pferd gezogen ist. Nun warten wir erst einmal ab, wo wir weitermachen, denn er ist in relativ kurzer Zeit oft angetreten.“

Siegreiter Clement Lecoeuvre analysierte: „Das Rennen war absolut perfekt für uns. Wir hatten eine günstige Position. Als ich ihn gefordert habe, hat Alounak groß angezogen.“

Be My Sheriff erst spät abgefangen

Glänzend zog sich Be My Sheriff aus der Affäre, der lange alles für sich hatte. „Das war ein gutes Rennen, leider reichte es nur zum zweiten Platz, es war schon sehr knapp. Wir gehen nun nach Hoppegarten in den Preis der Deutschen Einheit“, signalisierte Trainer Henk Grewe. Lukas Delozier meinte: „Das war eine sehr starke Vorstellung nach der langen Pause. Beim nächsten Mal haben wir wieder die Nase vorne.“

Viel Pech entwickelte der Favorit Royal Youmzain als Dritter. Trainer Andreas Wöhler: „Der turbulente Rennverlauf fing an der letzten Ecke an, Royal Youmzain fand nie in eine Position, in der er unterstützt werden konnte. Es ist erstaunlich, dass er nach so einem Rennen überhaupt noch Dritter wurde.“

Jockey Eduardo Pedroza berichtete: „Wir hatten heute nicht das erhoffte Rennen, er kam nicht so gut aus dem Bogen raus. Es fehlte uns das Tempo im Rennen.“

Sehr unglücklich agierte auch der Viertplatzierte Itobo. Besitzer Werner Gerhold: „Start verloren, Stock verloren, Rennen verloren. Diesmal ging leider alles schief. Daher fehlte auch der letzte Tick Unterstützung im Endkampf.“ Wai Key Star spielte als Fünfter keine Rolle, Ismene fiel noch ganz nach hinten zurück.

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