EM Rotterdam: 24. Titel für deutsche Dressur-Equipe

Longines FEI European Championships Rotterdam 2019. (FEI/Christophe Taniere)
Christophe Taniere Longines FEI European Championships Rotterdam 2019. (FEI/Christophe Taniere)

Rotterdam/NED (fn-press). Die deutschen Dressurreiter haben zum 24. Mal Mannschaftsgold bei einer Europameisterschaft gewonnen. Damit verteidigten sie auch den Titel, den sie 2017 in Göteborg/SWE errungen hatten. Am zweiten Tag der Teamwertung erreichten die amtierenden Weltmeisterinnen Isabell Werth und Bella Rose eine neue persönliche Bestleistung im Grand Prix – 85,652 Prozent. Sönke Rothenberger und Cosmo zeigten ebenfalls eine starke Runde, die mit 79,084 Prozent belohnt wurde. Am Vortag hatten Jessica von Bredow-Werndl und TSF Dalera BB sowie Dorothee Schneider und Showtime FRH das deutsche Team in Führung gebracht. Insgesamt kam die Equipe auf 244.969 Punkte und siegte damit deutlich vor den Niederlanden (230.140) und Schweden (229.923).

„Das war spitzenklasse! Alle vier haben tolle Ergebnisse geliefert“, freute sich Monica Theodorescu, die ihren sechsten Mannschaftstitel als Bundestrainerin feierte. „Wir haben heute eine überragende Bella Rose mit Isabell gesehen, das war ein Ritt, bei dem wirklich alles passte. Ich habe erst hinterher realisiert, dass wir auch in der Einzelwertung auf den ersten drei Plätzen und mit allen Vieren in den Top-Ten sind. Das ist für die Galerie. Übermorgen geht es wieder von Neuem los. Aber heute feiern wir noch ein bisschen und dann konzentrieren wir uns neu auf den Grand Prix Special.“

Medaillen in der Einzelwertung gibt es erst am Donnerstag – die besten 30 Paare aus dem Grand Prix sind startberechtigt. Ob Isabell Werth (Rheinberg) und ihre westfälische Stute Bella Rose (von Belissimo M – Cacir AA) noch eins draufsetzen können? Es wäre Werths 23. EM-Medaille. Der diesjährige Mannschaftstitel war ihre 18. Goldmedaille bei einer Europameisterschaft. „Ich bin heute super happy, die Stute war fantastisch. Ich glaube, wir haben es beide sehr genossen. Nicht nur die Piaffe-Passage-Tour war herausragend, sondern auch die Galopptour war wohl ihre beste, die sie je gezeigt hat. Sie ruht mehr und mehr in sich, das Ganze war eine sehr gelungene Prüfung“, sagte Werth.

Auch Sönke Rothenberger (Bad Homburg) und sein niederländischer Wallach Cosmo steuerten ein starkes Ergebnis zum Mannschaftstitel bei. Ein, zwei Mal blickte Cosmo auf die Deko rund um das Viereck, verließ aber seine Linie nicht und war schnell wieder bei seinem Reiter. Lediglich ein Fehler in der Rechtspirouette kostete Punkte. Trotzdem kamen die beiden noch auf fast 80 Prozent (79,084). „Cosmo ist in einer super Verfassung, er hat sich hier frisch und motiviert gezeigt. Die Pirouette zählt leider doppelt, und wenn man dann so einen dicken Patzer drin hat, ist das natürlich extrem teuer“, sagte Rothenberger. „Aber wir haben auch sehr viele gute Sachen gezeigt und am Ende ist es ein super Ergebnis für die Mannschaft. Dass er mal kurz zur Seite geschaut hat, kann ich ihm nicht böse nehmen. Ich bin zuversichtlich, dass wir in den nächsten Tagen noch einiges bieten können, wenn wir uns konzentrieren und die Prüfungen gut zu Ende reiten.“

Am Montag hatte Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen) mit TSF Dalera BB den Auftakt für das deutsche Team gemacht. Mit 76.894 Prozent erreichten sie das neuntbeste Einzelergebnis. Dorothee Schneider (Framersheim) und Showtime FRH steuerten 80.233 Prozent zum Mannschaftsergebnis bei. „Ich glaube, wir hatten selten eine so starke Mannschaft bei einem Championat“, sagte Isabell Werth. jbc

Alle Ergebnisse aus Rotterdam finden Sie hier.

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