Hannoveraner Champions gekürt – Titel und Schärpen für die besten Reit-, Dressur- und Springpferde

Verden. Verden International bietet nicht nur hochklassigen Spitzensport, sondern ist die perfekte Bühne für die besten jungen Hannoveraner Talente in Viereck und Parcours. Insgesamt wurden neun Champions gekürt.

Frizzantino wurde Hannoveraner Champion der vierjährigen Hengste. (Foto: Hannoveraner Verband)
Hannoveraner Verband Frizzantino wurde Hannoveraner Champion der vierjährigen Hengste. (Foto: Hannoveraner Verband)

Traditionell im Mittelpunkt des Interesses der Zuschauer in Verden stehen die Reitpferdeprüfungen. Dabei geht es nicht nur um Sieg und Placierung, sondern auch um die begehrten Tickets zum Bundeschampionat nach Warendorf. Als Favoriten waren Be Happy v. Belantis/Sunny-Boy (Z.: Gestüt Babiacki, Rees) und Beatrice Buchwald im Finale angetreten und wurden ihrer Rolle gerecht. Mit Höchstnoten für die Grundgangarten gewannen sie den Titel bei den vierjährigen Stuten und Wallachen. Das Spitzentrio lag dicht beisammen, Nuancen gaben den Ausschlag. Vizechampionesse wurde die San Amour/Fürst Romancier-Tochter Saniola (Z.: Gestüt Lewitz, Mühlen) mit Nicole Wego im Sattel mit nur einem Zehntel Abstand. Ein weiteres Zehntel dahinter folgten Costa Brava v. Christ/Londontime (Z.: Heinrich und Carola Clüver, Völkersen) und Kira Wulferding auf Rang drei. Der Rappe hat Verden bereits zweimal besucht: Über die Fohlenauktion wurde er nach Spanien versteigert und zwei Jahre später in der Niedersachsenhalle gekört.

Bei den dreijährigen Stuten und Wallachen kam es ebenfalls zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen, als es um die Entscheidung ging. Das beste Ende für sich hatte der neue Champion Dantiamo v. Dante Weltino/Londonderry (Z.: Dr. Christine Feichtinger, Vaduz/LIE) mit Jo Anne Meyer im Sattel, der in der Qualifikation noch Fünfter gewesen war. Zweite wurde die Borsalino/Danone-Tochter Barcelona (Z.: Michael Schenk, Niendorf). Jacob Schenk stellte die Hannoveraner Prämienanwärterin aus elterlicher Zucht vor, die fünf Tage zuvor schon bei der Herwart von der Decken-Schau hochplaciert war. Platz drei teilten sich zwei nahezu gleichwertige Talente: Vento v. Vivaldi/Fürst Romancier (Z.: Hans-Heinrich Janßen, Oederquart) mit Kristina Straeten-Winkler und Financial Times v. Floris Prince/Benetton Dream (Z.: Jürgen Strelow, Landesbergen), der von Heiko Klausing präsentiert wurde.

Mit besonderer Spannung werden in Verden die Finale der Hengste erwartet. So auch in diesem Jahr. Als Champion der Vierjährigen wurde der Finest/Quaterback-Sohn Frizzantino (Z.: Hermann Ulbrich, Peine) gefeiert. Der ausdrucksstarke Dunkelbraune, der zur Fohlenkollektion der Mai-Auktion 2015 gehörte, hatte mit seinem Reiter Borja Carrascosa bereits die Qualifikation für sich entschieden. Der Celler Landbeschäler D’Olympus v. Don Olymbro L/Dancier (Z.: Manfred Kregel, Laatzen) wurde Vize-Champion. Der Dunkelfuchs vom Verdener Hengstmarkt wurde von Janina Tietze geritten. Platz drei ging an den Teilnehmer mit der weitesten Anreise. Der in Spanien geborene Zack/Wolkenball-Sohn Zackson (Z.: Edgar Gutierrez Perez, Barcelon/ESP) zeigte sein großes Talent unter dem Sattel von Maik Schemmann.

Ein wahres Highlight war das Finale der dreijährigen Hengste. Mit der Traumnote 10 für Trab und Galopp stürmten der Prämienhengst Danciero v. Dancier/Floriscount (Z.: ZG Broers und Weber, Aurich) und Eva Möller zum spektakulären Sieg. Auch der Vizechampion Damaschino v. Danone/Fidertanz (Z.: Burkhard Wahler, Medingen) und seine Reiterin Hannah Laser erhielten ein glattes „sehr gut“ in der Gesamtnote. Kaum Wünsche offen ließen die beiden Drittplacierten. Der Rock Forever/Fidertanz-Sohn Rod Laver (Z.: Simone und Thomas Visser, Dentlein) erzielte mit Lena Stegemann dieselbe Punktzahl wie der Bon Coeur/Vivaldi-Sohn Bon Courage (Z.: Dr. Christine Feichtinger, Vaduz/LIE) und Jessica Lynn Thomas. Der Prämienhengst bescherte damit seiner Züchterin nach dem Titelgewinn bei den dreijährigen Stuten und Wallachen die zweite Medaille im Hannoveraner Reitpferdechampionat.

Jeweils vier Finalisten bewarben sich um das Championat der fünf- und sechsjährigen Dressurpferde. Champion der Fünfjährigen wurde souverän der Spörcken/Rotspon-Sohn Spökenkieker V (Z.: Alfred Reimann, Oer-Erkenschwick) mit seiner Reiterin Stephanie Leuenberger, der in puncto Durchlässigkeit und Gesamteindruck Maßstäbe setzte. Im vergangenen Jahr hatte der Privatbeschäler Hannovers Farben bereits in Warendorf im Finale der vierjährigen Reitpferde vertreten. Platz zwei ging an den imposanten Rapphengst Don Mateo v. Don Juan de Hus/Royal Highness (Z.: Axel Windeler, Verden-Walle), den Anna-Sophie Fiebelkorn gewohnt präzise durch die Prüfung dirigierte. Den Bronzerang belegte ein weiterer Hengst. Dimagico v. Dimaggio/Jazz Time (Z.: Manfred Doerries, Kremmen) hatte einst die Verdener Körung als Prämienhengst verlassen. Er wurde von Lena Waldmann geritten.

Zum Titel bei den sechsjährigen Dressurpferde tanzten Quaterdance v. Quaterhall/Dancier (Z.: Ulrich Meyer, Gnarrenburg) und Victoria Hecker, die in allen Bereichen überzeugten und von den Zuschauern mit großem Beifall belohnt wurden. Für ihre leichtfüßige Vorstellung wurden der Desiderio/Münchhausen-Sohn Deodoro (Z.: Ingo Pape, Hemmoor) und Greta Heemsoth mit der silbernen Schleife ausgezeichnet. Die drittbeste Wertung erhielt das jüngste Paar, Nymphenburgs Scofield v. Sir Donnerhall/Rubinstein  (Z.: Marion Menck, Rübehorst) und die 16 Jahre alte Maja Schnakenberg. Der Braune fand vor sechs Jahren über die Verdener Fohlenauktion den Weg zu seinem jetzigen Besitzer. Züchterin Marion Menck hatten keine 24 Stunden zuvor in der Niedersachsenhalle für Furore gesorgt, als ihr Fohlen Derby bei der Fohlenauktion zum Spitzenpreis von 112.000 Euro versteigert wurde.

Als frischgebackener Hannoveraner Champion der vierjährigen Springpferde ging Campino MR v. Colestus/Clinton (Z.: Marius Rittstieg, Seeburg) mit Roman Duchac auf die Ehrenrunde und krönte damit sein erstes Jahr im Sport. Ihm folgte auf Platz zwei der Grey Top/Laptop-Sohn Great Star (Z.: Detlef Jark, Drochtersen) mit Jens Goldfuß im Sattel. Der braune Hengst steht in Diensten des Landgestüts Warendorf und gehörte bereits bei seinem Sporttest zu den Besten seiner Zunft. Dritte wurden Cash Royal v. Carrico/Uccello (Z.: Karl Döring, Schlitz-Queck) und Enrico Süßenbach. Die Großmutter des Braunen ist keine Geringere als Sandra Auffarths Bundeschampionesse Corona.

Die Medaillen bei den Fünfjährigen wurden im spannenden Stechen mit getrenntem Richten vergeben. Mit zwei sehenswerten Runden holte sich ein weiteres ehemaliges Verdener Auktionsfohlen die gelb-weiße Siegerschärpe: Der auffällig gezeichnete Oak Grove‘s Clown v. Cascadello/Balou du Rouet (Z.: H. G. van Wijlick, Velden/NED) wurde von Harm Lahde präsentiert. Auf Rang zwei war der zweite teilnehmende Cascadello-Sohn zu finden. Der aus einer Federweißer-Mutter gezogene Code Red (Z.: Martin Klintworth, Ohrensen) war mit Richard Vogel bereits als Zweitbester aus dem ersten Umlauf in die letzte Runde eingezogen. Dritter wurde der typvolle Messenger/Contagio-Sohn Mangoon (Z.: Carsten Müller-Rulfs, Ritterhude). Der gekörte Hengst wurde von Züchtertochter Julia Müller-Rulfs geritten. Die beiden waren als Vizechampions des vergangenen Jahres nach Verden gereist.

Der Jahrgang 2013 ermittelte seine Champions im Stechen der Wertnotenbesten gegen die Uhr. Mit hohem Tempo und auf kurzen Wegen stürmten der Cador/Quaid-Sohn Cartwright (Z.: Jost Alexander Schäfer, Köchingen) und Richard Vogel zum Sieg. Erst im November vergangenen Jahres hat der sprunggewaltige Dunkelbraune über die Verdener Auktion im November seinen Weg an die hessische Bergstraße gefunden. Silber gewannen Steenken v. Stakkato/Grannus (Z.: Wilhelm Ovelhey, Isernhagen) und die Südafrikanerin Alexa Stais, die bereits internationale Erfolge in den Youngster Touren feierten. Damit hat sich der Rappe bei seinem dritten Auftritt im Hannoveraner Springpferdechampionat endlich die langersehnte Medaille geholt. Mit einer fulminanten Runde sicherten sich der Ludwigs As/Stakkato-Sohn Lucato Mad Jo (Z.: Jochen Meyer, Allwörden), im vergangenen Jahr mit Julian Goldmeier noch Sechster, und Rene Dittmer Platz drei.

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