Steiermark dominiert BLMM 2019

In der Lake Arena in Wiener Neustadt fielen am heutigen Sonntag (21. Juli) die Titelentscheidungen der diesjährigen Bundesländermannschaftsmeisterschaften in der Dressur und im Springreiten. Insgesamt wurden fünf BLMM-Schärpen vergeben. Vier der fünf Titel gingen an die Steiermark.

BLMM - Das Team Steiermark (Foto: iSportphoto)
Andreas Kerstan BLMM – Das Team Steiermark (Foto: iSportphoto)

Die jährlich stattfindenden Bundesländermannschaftsmeisterschaften gelten schon lange als traditioneller Vergleichskampf der neun Länder. In insgesamt zwei Dressur- und drei Springklassen wurden am 21. Juli in der Wiener Neustädter Lake Arena die diesjährigen Titel vergeben. Für einen fulminanten Auftritt sorgten dabei die steirischen Mannschaften. Ungeschlagen in der Dressur, siegreich in zwei Springklassen und in der dritten auf Rang zwei platziert – so lautet die beinahe makellose Bilanz der grünen Mark.

Dressur

Die BLMM Dressur wurde mittels einer Dressurprüfung der mittelschweren Klasse M entschieden. Obwohl es im zweiten Teilbewerb mit der Oberösterreicherin Katharina Haas und Damon’s Classic RSM ein neues Siegergesicht gab, sollte sich am Gesamtklassement nichts mehr ändern. Denn die Steirerin Jaqueline Toniutti ritt im Sattel von Stradivari im zweiten Teilbewerb erneut auf den zweiten Platz (72,150 %) und sammelte damit wichtige Punkte für ihre Mannschaft. Die Vortagessiegerin Maria Lisa Pfuisi (W) landete am Sonntag auf dem dritten Rang (71,970 %). Sie zeigte mit ihrem vierbeinigen Partner Donne par Dieu erneut eine souveräne Leistung. Im Endklassement ging die Meisterschärpe an das steirische Team, für das neben Jaqueline Toniutti (Reitsportclub Gössendorf) noch Madlen Suppan mit La Colifata C (Gut Schaftal, 70,440 %) und Cornelia Seidl mit Ewalia’s Quattro (Pferdesport Team Ewalia, 70,020%) punkteten. Wien und Oberösterreich holten Silber und Bronze.

Auch in der Ponyklasse sollte das Ranking der ersten Teilbewerbe bis zuletzt bestehen bleiben. In dieser Klasse der BLMM mussten jeweils zwei ReiterInnen des Teams eine Dressurprüfung der Klasse A reiten, die beiden anderen eine Dressurprüfung der Klasse L. Mit einem Doppelsieg in der Klasse L durch Katja Lembacher auf Chapeau (1. Platz, 71,960 %) und Corinna Gebhard auf Antares (2. Platz, 70,830 %) sowie den Rängen zwei und drei in der Klasse A durch Martha Wallner auf Petit Hope of Joy (69,510 %) und Sarah Salchenegger auf Marco Polo (67,840 %) baute das steirische Team seine Halbzeit-Führung noch weiter aus und holte den verdienten BLMM-Sieg. In der Klasse A wurde ein weiterer steirischer Doppelerfolg durch die für Niederösterreich reitende Jessica Gruber auf Donna Noel FM vereitelt (71,310 %), die mit ihrer Mannschaft auf dem zweiten Gesamtrang landete. Die Equipe aus Oberösterreich wurde Dritte.

Springreiten

Im Springreiten kam es in drei Klassen zu Schärpen-Entscheidungen.In der BLMM Springreiten, die ja aus sechs Teilbewerben, jeweils zwei der Klassen A (110 cm), L (120 cm) und S (140 cm) bestand, war nach dem ersten Teilbewerb am Samstag die oberösterreichische Equipe in Führung gewesen. Am zweiten BLMM-Tag starteten die Steirereine unglaubliche Aufholjagd. Schon in der Klasse A konnte ein Doppelerfolg der grünen Mark gefeiert werden. Johanna Wilfling gewann auf Esprit den Bewerb mit einer fehlerfreien Runde in Bestzeit vor ihrer Teamkollegin Anna Neureiter auf Collect. Im Bewerb über 120 cm platzierte sich Andreas Gorton-Hülgerth mit der österreichischen Stute Gentile auf dem dritten Rang. Schon vor dem letzten Durchgang lagen die Steirer in Führung. Besiegelt wurde der BLMM-Erfolg schließlich mit dem Sieg von Siegfried Schlemmer in der Klasse S. Er war auf Flick Flack als einer von insgesamt zwölf ReiterInnen im Umlauf fehlerfrei geblieben und damit ins Stechen eingezogen. Mit einer weiteren fehlerfreien Runde in der Bestzeit von 42,20 Sekunden verwies er Katharina Rhomberg mit Dinadja (V) und Willi Fischer mit Routinier Colmar (OÖ) auf die Ränge zwei und drei. Teamkollege Gerfried Puck wurde mit For Fun VT zudem 4. Mit 181 Punkten ging der Sieg mit rund 30 Punkten Vorsprung auf das zweitplatzierte Vorarlberger Team an die Steiermark, Oberösterreich wurde Dritter.

In der Ponyklasse konnte die steirische Equipe ihre Halbzeit-Führung verteidigen. Während die beiden Ritte von Wallner (16 Punkte, 1.Teilbewerb) und Pirker (14 Punkte ,2. Teilbewerb) als jeweiliges Streichergebnis nicht gewertet wurden, schrieben die drei übrigen Teamreiter insgesamt 29 Punkte an. David Gorton-Hülgerth blieb in beiden Bewerben fehlerfrei. Der 14-Jährige Reiter des RVV Epona, der Österreich erst vergangene Woche erfolgreich bei den Nachwuchs-Europameisterschaften im Springreiten im niederländischen Zuidwolde vertreten hatte, konnte mit Fuchswallach Florian beide Teilbewerbe gewinnen und trug damit maßgeblich zum Erfolg der Mannschaft bei. Die Steirer verwiesen die gemischte Mannschaft Salzburg/Oberösterreich (37 Punkte) und das Burgenland (40 Punkte) auf die Ränge zwei und drei. Beste Salzburgerin war EM-Teilnehmerin Antonia Weixelbraun, die mit Little Lady, ebenfalls in beiden Bewerben fehlerfrei geblieben war.

Bei den Oldies blieb das Ranking auch nach dem zweiten Teilbwerb am Sonntag unverändert. Insgesamt zehn der Ü-40-ReiterInnen kamen fehlerfrei durch den Umlauf und traten im Stechen um den Sieg an. Obwohl die Steirerin Sabiene Rath auf Calmira JW die schnellste Runde aufstellte und den Teilbewerb somit vor Roland Fischer (OÖ) und Boris Boor (W) gewann, sollte es für das steirische Team nicht ganz für den Sieg reichen. Im Gesamtklassement setzte sich dank der guten Platzierungen von Roland Fischer, der im ersten Teilbewerb Zweiter und Vierter und im zweiten Teilbewerb Zweiter und Zehnter geworden war, das oberösterreichische Team mit 37 Punkten an die Spitze. Die Steirer hatten gesamt 44 Punkte angehäuft und landeten damit auf Rang 2. Komplettiert wurde das Podium mit gesamt 54 Punkten von dem Team aus Niederösterreich.

BLMM-Ergebnis

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