70 Musiker, 60 Pferde und 170 Darsteller bei “Pferd & Sinfonie”

Letztes Jahr noch saß er im Publikum. Doch dieses Jahr wird es ernst. Am Freitag, 12. Juli, steht Christopher Ward, neuer Generalmusikdirektor der Stadt Aachen, am Dirigentenpult im Deutsche Bank Stadion. Um 20.30 Uhr erklingt unter dem Dirigat des gebürtigen Londoners der erste Ton beim wohl außergewöhnlichsten Konzert des Jahres: „Pferd und Sinfonie“ beim CHIO Aachen. Der diesjährige Titel: „La vie est belle“!

Ankuendigung Pferd und Symphonie (Foto: CHIO Aachen)
CHIO Aachen Ankuendigung Pferd und Symphonie (Foto: CHIO Aachen)

Im Jahr 2003 wurde „Pferd und Sinfonie“ erstmalig in der Soers auf die Bühne gebracht. Ein „Zufallsprodukt“, wie Turnierdirektor Frank Kemperman beim Pressegespräch im Stall 6 auf dem Turniergelände verrät. Der damalige Generalmusikdirektor Marcus R. Bosch überlegte, im Deutsche Bank Stadion ein Konzert zu geben. Kemperman gab grünes Licht – allerdings unter einer Bedingung: Nur in Kombination mit Pferden. „Pferd und Sinfonie“ war geboren. Mittlerweile ist das Konzert eine feste Größe beim Weltfest des Pferdesports. Seit einigen Jahren finden sogar zwei Konzerte am ersten Turnierwochenende statt, um der hohen Nachfrage gerecht zu werden. Das Zusammenspiel zwischen dem 70-köpfigen Orchester und den einzelnen Showacts hat in all den Jahren nichts von seiner Faszination verloren. Auch die Herausforderung für die Akteure ist geblieben. „Bei Pferd und Sinfonie kommt es auf Sekunden an. Es ist schon etwas Besonderes, wenn die Musik punktgenau zu einer Bewegung, einem Tanz oder einer bestimmten Geschwindigkeit passen muss“, erklärt Ward. 

Damit auch dieses Jahr zur Premiere alles sitzt, fanden in den letzten Wochen bereits zahlreiche Einzelproben statt. Nächste Woche Donnerstag ist endlich Generalprobe. Dann treffen erstmalig die Musiker, eine Solistin, 60 Pferde und 170 Darsteller aufeinander. Und was können die Besucher erwarten? „Es wird sehr französisch“, schmunzelt Ward. Nicht nur in puncto Musikauswahl mit Auszügen aus den Carmen-Suiten, Jacques Offenbachs CanCan und George Bizets L’Arlesienne. Auch die vielen Schaubilder sind eine Hommage an das diesjährige CHIO-Partnerland Frankreich. Ob Camargue-Pferde oder das „lebendige“ Musée du Cheval aus Chantilly – es wird einzigartig. Und ein Star kehrt sogar nach Aachen zurück: Jean-François Pignon, der wie kein anderer das Metier der Freiheitsdressur beherrscht. Ebenso die deutsche Olympiakaderreiterin Helen Langehanenberg, die wieder einmal ihre Showqualitäten im Scheinwerferlicht unter Beweis stellen wird. Turnierdirektor Frank Kemperman ist schon jetzt überzeugt: „Das wird gewaltig.“ Die Show am Samstag ist ausverkauft. Für den Termin am Freitag gibt es noch Karten, entweder online unter www.chioaachen.de/tickets oder an der Hotline: 0241/ 917-1111.

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