DAS Galopprennen des Jahres 2019: IDEE 150. Deutsches Derby

Was Olympische Spiele oder Weltmeisterschaften in anderen Sportarten sind, ist das Derby im Galopprennsport: Das herausragende Ereignis der deutschen Rennsaison 2019 fasziniert die Fans – am Sonntag, 7. Juli treffen sich die besten dreijährigen Pferde in Hamburg zum IDEE 150. Deutschen Derby. In diesem Gruppe I-Rennen, das natürlich zur German Racing Champions League gehört, werden auf der 2.400 Meter-Strecke in knapp zweieinhalb Minuten Rennpreise in Höhe von 650.000 Euro ausgeschüttet. Allein 390.000 Euro wandern auf das Konto des siegreichen Besitzers. Aber vor allem das Prestige ist so hoch, wie in keiner anderen Prüfung hierzulande.

Das Besondere am Derby ist seine Einzigartigkeit: Nur einmal im Leben kann ein Rennpferd am sogenannten Blauen Band teilnehmen, im Alter von drei Jahren, sofern es schon im Jahr zuvor für dieses Event eine Nennung erhielt.

Im Derby starten die Kandidaten, die sich in den wichtigsten Vorbereitungsrennen qualifziert haben. 7.500 Euro kostet die Anmeldung fürs Derby. Auch die Historie ist einzigartig: Seit 1869 wird das Derby in Hamburg bereits ausgetragen, es hat zwei Weltkriege überdauert und fand nur fünfmal auf einer anderen Rennbahn statt (1919 in Berlin-Grünewald, 1943 und 1944 in Berlin-Hoppegarten, 1946 in München-Riem und 1947 in Köln).

Gleichzeitig ist das Derby auch das Wettrennen des Jahres, denn hier wird soviel gewettet wie in keiner anderen Prüfung. Nervenkitzel ist angesagt, bei den Besuchern in der Hansestadt, in den Wettbüros und vor dem Live-Stream am heimischen Computer oder Smartphone. Natürlich ist die Atmosphäre in der Hansestadt besonders prickelnd beim von dem Hamburger Kaffeekönig Albert Darboven gesponserten Top-Event.

Favoritengruppe klar umrissen

Die Favoritengruppe im Derby 2019 ist klar umrissen; sie besteht aus drei Pferden, die sich in den vergangenen Wochen groß in Szene gesetzt haben: Als Favorit gilt der im Besitz des Gestüts Ittlingen stehende Laccario (Eduardo Pedroza), den Andreas Wöhler (Spexard) ins Rennen schickt, der zuletzt 2016 mit Isfahan hier erfolgreich war. Jockey Eduardo Pedroza möchte sein erstes Derby gewinnen. Ittlingen steht zuletzt 1993 und 1994 mit den Brüdern Lando und Laroche in der Siegerliste.

Die Chancen sind blendend, denn Laccario ist bei drei Starts in dieser Saison noch ungeschlagen, er sicherte sich in großem Stil das Union-Rennen, die bedeutendste Vorprüfung in Köln in der Champions League.

Zweiter wurde in der Domstadt Django Freeman (Lukas Delozier), der für den Kölner Trainer-Senkrechtstarter Henk Grewe u.a. das Bavarian Classic am Maifeiertag in München an sich brachte. „Er sollte kein hartes Rennen in Köln haben, die Vorstellung war bestens und eine ideale Vorbereitung auf das Derby“, erklärte Grewe. Besitzer von Django Freeman ist eine deutsch-australische Besitzergemeinschaft, nach dem Derby soll der Hengst seine Karriere in Australien fortsetzen.

Hochspannung auch beim Galopper des Jahres-Gewinner

Hochspannung herrscht auch bei Ralph Siegert, dem Gewinner des Hauptpreises der Galopper des Jahres-Wahl. Auch im Derby bekommt er eine virtuelle Gewinnbeteiligung in Höhe von ein Prozent der Rennpreise von Django Freeman. Sollte Django Freeman also ganz vorne sein, winken ihm 3.900 Euro.

Sehr gute Siegchancen werden auch Stall Salzburgs Quest the Moon eingeräumt, der mit dem siebenfachen Derby-Siegreiter Andrasch Starke ins Rennen geht. Seine Trainerin Sarah Steinberg aus München ist ebenfalls eine der Newcomerinnen der Szene. Ihr Crack imponierte als Gewinner des Prix du Lys in ParisLongchamp auf der Derby-Distanz und hat sicherlich das Zeug zum Derby-Triumphator. Noch nie hat eine Frau als Trainerin oder Reiterin das Derby gewonnen.

Vierter war in der Union vor Horst Pudwills Dschingis First (Adrie de Vries), dessen Jockey 2018 mit Weltstar das Derby für sich entschied. Trainer Markus Klug sicherte sich sogar die jüngsten beiden Editionen, vor Weltstar mit dessen Halbbruder Windstoß aus dem Gestüt Röttgen.

Weitere Klug-Hoffnungen (er hat fünf Pferde im Rennen) auf den Derby-Hattrick sind Accon (Jiri Palik), der Sieger des Frühjahrs-Preises in Baden-Baden, Moonlight Man (Maxim Pecheur), Sibelius (Martin Seidl), der Union-Fünfte, und Beam Me Up (Dario Vargiu) für das 2014 hier mit Sea The Moon erfolgreiche Gestüt Görlsdorf.

Internationale Note

Aus England reist Surrey Thunder (Jason Watson) an, der Dritte des Badener Derby-Trials, der damit für die internationale Note sorgt. Insgesamt starten 16 Pferde. Der Finaltag der Derby-Woche in Hamburg sorgt für Hochpannung rund um das Highlight im deutschen Galopprennsport!

Der Finaltag der Derby-Woche in Hamburg sorgt für Hochpannung rund um das Highlight im deutschen Galopprennsport!

Livestream auf Facebook

Keine Chance selbst vor Ort zu sein? Kein Problem: Schauen Sie das Champions League-Rennen einfach auf dem Facebook-Livestream von German Racing. Der Stream ist ca. 10 bis 15 Minuten vor dem jeweiligen Rennen verfügbar und steht später auch als Aufzeichnung zur Verfügung.

TV-Übertragung bei Sky Sport News HD

Bilder der Top-Rennen des deutschen Galopprennsports werden auf Sky Sport News HD zu sehen sein. Der frei empfangbare 24-Stunden-Sportnachrichtensender von Sky wird von allen Champions League-Rennen zeitnah nach deren Abschluss Zusammenfassungen zeigen.

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