Vielseitigkeit Luhmühlen: Tim Price gewinnt CCI5*-L

Luhmühlen (fn-press). Die erste Entscheidung bei den Longines Luhmühlen Horse Trials ist gefallen. Trotz eines Abwurfs im Springen gewinnt der Weltranglisten-Erste Tim Price aus Neuseeland die Fünf-Sterne-Prüfung (CCI5*-L) mit Ascona M. Andreas Ostholt (Warendorf) wurde mit Corvette Elfter.

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Es war kein Start-Ziel-Sieg für den Neuseeländer, denn in der Dressur musste er sich noch knapp dem Japaner Kazuma Tomoto geschlagen geben. Dieser war allerdings auf der rund 6.400 Meter langen Geländestrecke des Longines CCI5*-L ausgeschieden. Im Springen sorgten dann die Fehler seiner direkten Verfolger für den notwendigen Vorsprung. So konnte sich Price trotz eines Abwurfs den Sieg sichern. Mit einem Endstand von 31,4 Minuspunkten stand er zum zweiten Mal nach 2014 und nur ein Jahr nach seiner Frau Jonelle Price in der Hauptprüfung in Luhmühlen auf dem obersten Treppchen. Sein Pferd, die Holsteiner Stute Ascona M (v. Cassaro) aus der Zucht von Karl-Jochen Maas aus Südermarsch, hat er 2017 von seiner Frau übernommen. „Leider hat sie im Moment selbst kein Pferd für Luhmühlen, aber sie verfolgt meine Ritte von zuhause im Livestream – “, sagte er in der Price. Fehlerfrei, nur drei Sekunden zu langsam beendete der Brite Tom McEwen den Parcours mit Figaro van het Broekxhof, genannt mit Mr. Big („Ich kann den eigentlichen Namen nicht aussprechen“).

McEwen rückte damit auf Platz zwei vor, zu Lasten seines Landsmanns Alexander Bragg mit Zagreb. Nach Dressur und Gelände noch Zweiter kostete Bragg ein Abwurf sogar den möglichen Sieg. „Die Zeit war sehr knapp bemessen. Mit meinem Ritt wollte ich Tim Price unter Druck setzen, dabei ist der Fehler passiert. Das ist etwas enttäuschend. Denn natürlich wollte ich – wie wir alle – gerne gewinnen, aber ich bin sehr stolz darauf, auf dem Podium zu sein“, sagte er.

Von den 33 Teilnehmern am CCI5*-L beendeten beendeten Drittel die Prüfung in Wertung. Darunter auch der Warendorfer Hauptfeldwebel Andreas Ostholt. Auch der ehemalige Deutsche Meister ließ im Parcours alle Stangen liegen, kassierte aber Zeitfehler, die ihm am Ende einen Platz in den Top Ten kosteten. Mit einem Endstand von 43,6 Minuspunkten landete er mit der westfälischen Stute Corvette (v. Chacco-Blue) auf Platz elf. „Mein Fokus lag eindeutig auf einer fehlerfreien Runde. Wenn ich unter den ersten Fünf gewesen wäre, hätte ich wahrscheinlich mehr riskiert. Aber es ging mir hier auch im Gelände darum, eine korrekte, geplante Runde zu zeigen“, sagte er.

Der zweite deutsche Starter, der frühere Luhmühlen-Sieger Andreas Dibowski, war mit FRH Butts Avedon bereits im Gelände ausgeschieden.

Ergebnisse unter www.luhmuehlen.de

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