Hengstpräsentation in Neumünster: Ein voller Erfolg

Sein großes Vermögen stellte der vierjährige Cornet Obolensky-Sohn Crack unter Christian Hess unter Beweis (Foto: Janne Bugtrup)
Sein großes Vermögen stellte der vierjährige Cornet Obolensky-Sohn Crack unter Christian Hess unter Beweis (Foto: Janne Bugtrup)

Ausverkauft war die Holstenhalle von Neumünster als sich die Hengste der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH vor Beginn der Zuchtsaison 2019 den zum Teil von weither angereisten Züchtern präsentierten.

Sie hatten die Qual der Wahl, denn die 32 Hengste, die sich unter dem Sattel, über dem Sprung oder sich wie die älteren Hengste an der Hand präsentierten, zeigten sich von ihrer allerbesten Seite. Die im November an gleicher Stelle gekörten Dreijährigen stellten unter Beweis, dass sie in wenigen Wochen gut gerüstet in den obligatorischen 14-Tage-Test gehen. Allen voran der zweite Reservesieger der Körung 2018, Keaton v. Kannan, der nicht nur außergewöhnlich gut sprang, sondern seine Bewegungsqualitäten bereits jetzt unter dem Sattel von Kimberly Hinrichs offenbarte. Für viele Zuschauer war das Parcoursspringen der Höhepunkt der Veranstaltung. Die Hengste wurden fachmännisch vom internationalen Springreiter Holger Wulschner an der Seite von Carsten Soestmeier und Norbert Boley, dem Geschäftsführer der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH kommentiert. Während die vierjährigen Hengste altersgemäß in einem Kurzparcours präsentiert wurden, präsentierten sich die älteren Vererber über einen „Turnierparcours“. Ziel für Unlimited v. Uriko (Reiter Jesse Luther), der Siegerhengst von 2016, Castle Creek v. Casall (Ebba Johannsen) und Catch v. Colman (Maximilian Gräfe) ist die Teilnahme am Bundeschampionat in Warendorf. Für Starts in der Youngster-Tour der sieben- und Achtjährigen bieten sich der famos springende Million Dollar v. Plot Blue, Barcley v. Baloubet du Rouet und Zuccero v. Zirocco Blue an. Während Million Dollar auf weitere Aufgaben von Ebba Johannsen im Elmshorner Hengststall vorbereitet wird, haben Barcley und Zuccero ihre Box bei Christian Hess bzw. Rolf-Göran Bengtsson bezogen. Der Casall-Reiter hatte zwei weitere Hengste mit nach Neumünster gebracht: Casaltino v. Casall, den Siegerhengst von 2013, und Crunch v. Clarimo. Casaltino wird in dieser Saison in internationalen Youngster-Prüfungen an den Start gehen, während Crunch mit diversen Platzierungen auf Global-Champions-Tour-Turnieren bereits „oben“ angekommen ist. Aus Holstein kommen auch immer wieder Dressurpferde, die von sich reden machen. Der bewegungsstarke vierjährige Goldball v. Goldberg, in gemeinsamen Besitz von Paul Schockemöhle und der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, entpuppte sich unter Mareike Peckholz als Kandidat für das Bundeschampionat in Warendorf. Dort war Clarksville v. Cascadello I im vergangenen Jahr in aller Munde gewesen und zeigte nun, kommentiert von Christoph Hess, dass er deutlich gereift ist und in diesem Jahr in Dressurpferdeprüfungen unbedingt ein Wörtchen mitreden will. Rainer Schwiebert war vom Helenenhof gekommen, um den ehemaligen Bundeschampion Catoo v. Con Air in einer Grand-Prix-Kür vorzustellen. Und last but not least waren da noch die beiden Sportheroen Casall v. Caretino und Clarimo v. Clearway, beide fantastisch aussehend, die sich dem Publikum frisch und fröhlich an der Hand von Marc Horns bzw. Uwe Benzin präsentierten. „Es war bedauerlich, dass uns die Zeit ein wenig aus dem Ruder gelaufen ist“, bilanzierte Norbert Boley nach der Präsentation. Mit den Hengsten war er aber sehr zufrieden: „Sie haben sich fast ausnahmslos hervorragend gezeigt“.

Ausgezeichnete Züchter

Anlässlich der Hengstpräsentation standen auch erfolgreiche Züchter, die sonst eher im Hintergrund bleiben, im Mittelpunkt. Die Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH hatte für die Züchter der erfolgreichsten springbetonten vierjährigen und älteren Nachkommen ihrer Hengste nicht nur Preisgelder – 1000 Euro für Platz eins, 750 Euro für Platz zwei, 500 Euro für Platz drei, je 200 Euro für Platz vier bis zehn und je 50 Euro für die Plätze elf bis 50 – ausgelobt. Der Züchter des erfolgreichsten Nachkommen der jeweiligen Altersklasse erhielt einen Wanderehrenpreis, eine von der Künstlerin Heike Landherr geschaffene Statue von Casall, die im Holstenhallenrund feierlich übergeben wurde.

Vierjährige:

Wolfgang Bromberg, Handewitt (Cola von der Wiesharde v. Cassilano-Lorentin I– 254 Euro)

Fünfjährige:

Hans-Peter Petersen, Tating (Conquisto v. Clarimo-Quebec – 2353 Euro)

Sechsjährige:

ZG Marks/Muffels, Sommerland (Wild Wave v. Water Dance xx-Acobat II – 3075 Euro)

Ältere:

Anja Steen, Gießelrade (Cita v. Casall-Pik Ramiro – Platz 25 Weltrangliste)

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