Ranglisten Fahren 2018: Georg von Stein an der Spitze

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Warendorf (fn-press). Nicht nur für die Reiter, auch für die Fahrer gibt es nationale Ranglisten. Georg von Stein hat seit 2011 erstmals wieder Platz eins in der Rangliste der besten deutschen Vierspännerfahrer übernommen. Im vergangenen Jahr noch auf Platz zwei konnte er sich 2018 mit 117 Punkten deutlich an die Spitze setzen. Auch in den anderen Anspannungsarten gibt es einige Veränderungen. 

Hinter dem aus Modautal in Hessen stammenden Georg von Stein belegt in diesem Jahr Mareike Harm aus Negernbötel in Schleswig-Holstein Platz zwei (102 Punkte). Damit konnte die 33-Jährige im Vergleich zu 2017 einen Platz gut machen. Platz drei geht an Michael Brauchle (Lauchheim), den Europameister von 2015, der sich mit 93 Punkten vor Anna Sandmann (90) und ihren Vater Christoph Sandmann (80) rangiert. Christoph Sandmann (Lähden) muss damit die Spitzenposition, die er 2017 noch hatte, abgeben. Durch seine Verletzung zu Beginn der Saison nahm er nicht an so vielen Turnieren teil und stellte außerdem seiner Tochter Anna sein Top-Gespann zur Verfügung. Die 23-Jährige belegte 2017 noch Platz zwei in der Rangliste der erfolgreichsten deutschen Zweispännerfahrer und reiht sich 2018 in der Liste der Vierspänner direkt auf Platz vier ein.

Bei den Zweispännern kann Lars Schwitte (Stadtlohn) dagegen seine 2017 erstmalig erkämpfte Spitzenposition erfolgreich verteidigen. Mit 171 Punkten führt er deutlich vor Sandro Koalick (Drebkau) mit 138,5 Punkten und Sebastian Warneck (Rangsdorf) mit 137 Punkten. Von Platz elf auf vier (130,5) vorgearbeitet hat sich Marco Freund, Sohn von Fahrsport-Legende Michael Freund.

Einspänner: Philipp Faißt übernimmt Führung von Jens Chladek
Bei den Einspännern gibt es dagegen ebenfalls einen Führungswechsel. Philipp Faißt (Schwanau), im vergangenen Jahr noch auf Platz fünf, übernimmt mit seiner Stute Ann in Time G.W. die Spitzenposition von Jens Chladek (Viernheim) und Cheyenn. Die beiden rutschen auf Rang sieben ab (88,5). Platz zwei geht an Dieter Lauterbach (Dillenburg), der 2016 mit Dirigent nicht nur Weltmeister war, sondern auch die nationale Liste anführte. 2017 belegte er Rang drei, jetzt konnte er sich um einen Platz verbessern (135,5). Nachwuchsfahrerin Jovanca Marie Kessler (Friedewald) hat 2018 nicht nur an ihrer ersten Einpänner-WM teilgenommen, sondern marschiert mit Enfado bis Platz drei (130) durch, nachdem sie 2017 noch Platz 22 belegt hatte. Claudia Lauterbach (Dillenburg) und FST Velten verbessern sich von Rang sieben auf vier (128,5). Marlen Fallak (Bad Langensalza) und ihre Stute Tessa FST rutschen von Rang zwei auf fünf (119) ab. Auf Rang sechs (109,5) findet sich mit Marie Tischer (Neu-Isenburg) mit dem ehemaligen Bundeschampion Fortino ein weiteres Nachwuchsgespann erstmalig in den Top Ten der nationalen Rangliste wieder.

Rangliste der Ponyfahrer: Michael Bügener an der Spitze der Pony-Vierspänner
In der Rangliste der Pony-Vierspänner hat sich der amtierende Weltmeister Michael Bügener (Gronau) mit 46 Punkten an die Spitze gesetzt. Im vergangenen Jahr belegte er noch Platz zwei hinter Mannschafts-Weltmeister Steffen Brauchle (Lauchheim), der aber 2018 auf Rang fünf (30) abrutschte. Platz zwei geht an Jaqueline Walter (Petershagen) mit 43 Punkten, die 2016 die Führung hatte und 2017 Platz vier belegte. Platz drei geht an Sven Kneifel (Wunstorf) mit 40 Punkten vor Thomas Köppen (Dreieich), der sich nach einigen Jahren Pause wieder in der Rangliste zurückmeldet (32).

Eine neue Führung gibt es auch in der Rangliste der Pony-Zweispänner. Denn Max Berlage (Schüttorf), der in den vergangenen zwei Jahren die Spitzenposition übernommen hatte, ist mit seinem erfolgreichen Gespann nicht mehr im Sport aktiv. Platz eins belegt nun erstmalig Christof Weihe (Petershagen) mit 63 Punkten vor Birgit Kohlweiß (Weil der Stadt) und Thomas Schuppert (Kremkau), die mit 61 Punkten gemeinsam Platz zwei belegen. Platz vier (53) geht an Carl Holzum (Steinfeld) vor Dieter Baackmann (Emsdetten/52).

Die nationale Rangliste der Pony-Einspänner führt erstmalig Sandra Schäfer aus Nordwalde in Westfalen an. Und das sogar auf Platz eins und zwei. Mit ihrem Pony Carino S belegt sie mit 75 Punkten Platz eins, mit ihrem Pony Nemo von Bergen Platz zwei mit 68 Punkten. Auch auf Platz drei und vier findet sich zwei Mal der gleiche Name. Hierbei handelt es sich um die Geschwister Grundmann aus Vreden: Niels Grundmann, der mit Tadeus mit 63 Punkten Platz drei belegt, und Pia Grundmann, die mit Darisco mit 60,5 Punkten auf Platz vier kommt. Auf Platz fünf rangiert Katja Helpertz (Nettetal) mit Nordstern’s Störtebecker vor Fabian Gänshirt (Lahr), der mit seinem Pony David im vergangenen Jahr die Führungsposition hatte. 

Für die Disziplin Fahren gibt es eine Auflistung nach Anspannungsarten. Diese Ranglisten sind nach einer speziellen Punktevergabe erstellt worden. Es zählen alle bundesweit offenen S-Turniere und CAI. In Anlehnung an § 802.3 LPO werden für den Fahrer Punkte vergeben. Die kompletten Ranglisten und eine Erklärung zur Berechnung der Punkte gibt es unter www.pferd-aktuell.de/fahren/ranglisten-fahren evb

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