Erster Stutensieg seit 29 Jahren im Ratibor-Rennen

Donjah siegt unter Lukas Delozier im Herzog von Ratibor-Rennen Gr. 3 (Foto: Marc Rühl)
Donjah siegt unter Lukas Delozier im Herzog von Ratibor-Rennen Gr. 3 (Foto: Marc Rühl)

Erster Triumph einer Stute seit 29 Jahren im Herzog von Ratibor-Rennen, das am Sonntag beim Saisonfinale auf der Galopprennbahn in Krefeld als Großer Preis des G.O.L.D Gartenstadt Olympisches Dorf von 1936 (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.700 m) firmierte: Die von Henk Grewe in Köln für Darius Racing trainierte zweijährige Teofilo-Tochter Donjah dominierte das letzte Grupperennen der deutschen Rennsaison 2018 in einer selten gesehenen Manier. Unter Jockey Lukas Delozier spurtete die 35:10-Mitfavoritin mit sage und schreibe sechs Längen ihren Gegnern Vorsprung davon und verwies Sibelius sowie Dschingis First auf die Plätze.

Donjah, die schon bei ihrem Debüterfolg in Köln mächtig imponiert hatte und damit nach zwei Starts ungeschlagen bleibt und 32.000 Euro Siegbörse mit nach Hause brachte, galoppierte unterwegs mit etwas Abstand an fünfter Stelle des neunköpfigen Feldes, das der favorisierte englische Gast Certain Lad gemeinsam mit Dschingis Secret anführte, gefolgt von Jeck Jeah und Sibelius.

Doch während es um Certain Lad auf der Geraden schnell geschehen und als Sechster die Enttäuschung des Rennens war, hatte Lukas Delozier den Turbo auf Donjah noch gar nicht gezündet. Lange wirkte Sibelius an der Außenseite sehr gefährlich, doch als die Grewe-Stute an der Innenseite rund 200 Meter vor dem Ziel so richtig anpackte, war sie sofort in Sicherheit. Völlig überlegen und wie ein Pferd von ganz hoher Klasse verabschiedete sich Donjah von der Konkurrenz und war damit die erste in diesem Top-Event erfolgreiche Stute seit Sound of Silence im Jahr 1989.

2019 auf Derby-Kurs?

Siegtrainer Henk Grewe erklärte in einem ersten Kommentar: „Donjah ist eine tolle Stute mit einem ebenso starken Charakter. Ich hoffe, dass sie genug Stehvermögen für nächstes Jahr mitbringt, habe aber nicht die geringsten Zweifel. Wir werden 2019 noch viel von ihr sehen. Logischerweise ist nun Saisonschluss. Sie hat Nennungen für den Henkel – Preis der Diana und das Deutsche Derby. Welchen Weg wir einschlagen, wird im kommenden Jahr in Ruhe entschieden. Wir werden hoffentlich die richtige Route finden. Es war mein vierter Gruppe-Sieg in dieser Saison. Besser konnte es kaum laufen.“

Racing Manager Holger Faust fügte hinzu: „Wir hatten immer eine gute Meinung von Donjah, der Trainer hatte früh gesagt, dass sie viel Talent besitzt, nun hat die Stute geliefert. Die Art und Weise des Erfolges war schon extrem beeindruckend. Sie muss natürlich gesund bleiben, dann könnten wir mit ihr auf das Derby zielen. Sie hat nun zweimal gegen die Hengste bewiesen, dass sie in diese Klasse gehört.“

Sibelius stand früh als Zweiter fest und war damit das beste der drei Pferde aus dem Stall von Champion Markus Klug vor dem vorne gut standhaltenden Dschingis First und dem noch etwas Boden gut machenden Accon auf Rang vier. Auch Manx kam noch an dem klar abbauenden Certain Lad, der etwas Probleme hatte, um die erste Ecke zu kommen, vorbei. Die übrigen Pferde konnten keine Akzente setzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.