WEG Tryon: Ingrid Klimke führt nach Gelände

FEI World Equestrian Games™ Tryon USA

Tryon/USA (fn-press). Durchwachsen war der Geländetag in Tryon für die deutschen Vielseitigkeitsreiter. Zwar hat Ingrid Klimke (Münster) mit SAP Hale Bob OLD die Führung in der Einzelwertung übernommen. Für ihre Teamkollegen lief es aber nicht so reibungslos, so dass die Mannschaft von Platz eins auf sechs fiel. Als beste Mannschaften empfehlen sich jetzt die Briten vor Irland und dann Frankreich. 

Nur Zeitstrafpunkte kassierten Andreas Dibowski (Döhle) mit FRH Corrida und Kai Rüder (Blieschendorf), der mit Colani Sunrise als erster Deutscher auf die Strecke ging. sowie Mit 43,5 beziehungsweise 47,7 Minuspunkten belegen sie die Plätze 39 und 45. Besonderes Pech hatte Aachen-Gewinnerin Julia Krajewski (Warendorf) mit Chipmunk FRH, die mit nur 19,9 Minuspunkten als Führende nach der Dressur ins Gelände gestartet war. Nach einem guten Beginn kassierte sie an Hindernis 14 einen Vorbeiläufer und fiel auf Platz 47 zurück (48,3 Minuspunkte). Einzelreiterin Sandra Auffarth (Ganderkesee), die mit ihrem Nachwuchspferd Viamant du Matz in die USA gereist war, gab nach zwei Verweigerungen am zweiten Wasserhindernis auf. 

„Wir müssen jetzt einfach versuchen, durch ein gutes Springen mindestens Sechster zu bleiben. Dann hätten wir unser Minimalziel erreicht, die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020“, sagte Bundestrainer Hans Melzer nach einem Geländetag, der den einen oder anderen Dämpfer bereit hielt. Der von Captain Mark Phillips optisch wunderschön gebaute Kurs war anspruchsvoll: Die 5.700 Meter lange Geländestrecke war mit 26 Hindernissen bestückt. Die erlaubte Zeit betrug 10 Minuten. Da für den Abend Regenfälle erwartet wurden, war der Abstand zwischen den einzelnen Startern von vier auf drei Minuten verkürzt. Nicht die einzige Wetterauswirkung: Das für Sonntag angesetzte Springen als letzte Teilprüfung wurde auf Montag verschoben, da Sturm und starke Regenfälle drohen. Tropensturm „Florence“ lässt grüßen. 

Im auf Montag verschobenen Springen werden auch die Einzelmedaillen entschieden. Mit 23,3 Minuspunkten ist die Goldmedaille für Reitmeisterin Ingrid Klimke mit „Bobby“ zum Greifen nah. Dazu darf aber keine Stange im Parcours fallen. Und trödeln ist auch nicht erlaubt, denn die Konkurrenz im vorderen Feld liegt eng beieinander. Es folgen mit nur 24,6 Minuspunkten Rosalind Canter (GBR) mit Allstar, Sarah Ennis (IRL) mit Horseware Stellor Rebound (26,3), Thibaut Vallette Lt Col (FRA mit Qing du Briot ENE HN (26,8), Astair Nicolas (FRA) mit Vinci de la Vigne (27,2), Tim Price (NZL) mit Cekatinka (27,2) und Padraig McCarthy (IRL) mit Mr Chunky (27,2).

Das sagt Ingrid Klimke zu ihrem Geländetag: „Am Start wurden wir erst aufgehalten, Bobby wollte schon gerne los. Da war ich froh, dass Carmen und Hans da waren und ihn nochmal ablenken konnten. Als er endlich los durfte, war er erst ganz schön wild. Der kleine Wackler an Hindernis fünf war nicht schlecht, so konnte ich ein bisschen bremsen. Danach lief er wie an der Schnur gezogen.“ Und mit Blick auf Morgen: „Das Springen kommt noch, die Verfassungsprüfung kommt noch, wir wissen nicht, was der Sturm mit uns vor hat. Von daher bin ich erstmal ganz dankbar, was ich jetzt habe. Ich weiß, dass Bobby ein guter Springer ist.“

Das deutsche Team geht auf Platz sechs (114,2 Punkte) in die letzte Teilprüfung. Mit 80,8 Punkten hat Großbritannien seine Ansprüche auf den Mannschaftstitel deutlich angemeldet. Es folgt mit 89 Punkten Irland vor Frankreich (91,8). Überraschend hat sich das japanische Team auf Platz vier (100,9) vor die Australier (112,2) geschoben. In der Team-Top-Ten folgen auf Deutschland Schweden (115,5), USA (121,0), Niederlande (123,6) und Neuseeland (126,2).

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