Favoritensieg in der Alpenspan Team Tour 2018: Team RIEGERbau holte Finalsieg

Katrin Raunegger (Foto: Team Horsic)
Katrin Raunegger (Foto: Team Horsic)

Die Alpenspan Team Tour 2018 ist entschieden! Am Samstag (01.09.) fielen in Tillmitsch die Entscheidungen in allen vier Wertungen. Es kam zu Favoriten- und Überraschungssiegen.

Die Alpenspan Team Tour ist längst Kult. In ihrer dritten Saison wartete die von dem steirischen Vierergespann Patrick Lam, Christian Nussmüller, Benjamin Saurugg und Peter Scherr initiierte Spring-Serie erneut mit einer auf nationaler Ebene einzigartigen Dotation auf. Zahlreiche Reiterinnen und Reiter aus der Steiermark, angrenzenden Bundesländern und sogar dem Ausland fanden sich in zwölf Mannschaften zusammen und ließen den Teamgeist im Reitsport neu hochleben. Die Team Tour führte über insgesamt vier Vorrunden in Gniebing, Preding, Frauenthal und Sachendorf und gipfelte am 1. September im großen Finale in Tillmitsch.

Duell um Gesamtsieg

In der Team-Wertung lag vor dem Finale das Team RIEGERbau rund um die Familie Saurugg mit gesamt 237 Punkten und damit 17 Punkten Vorsprung auf das Predinger Team MUS-MAX auf Siegeskurs. Da beim Finale allerdings die 1,5-fachen Punkte vergeben wurden, war dennoch alles offen. Und tatsächlich wurde es in der Entscheidung um den Gesamtsieg noch einmal spannend.

Im ersten Teilbewerb über 95 cm qualifizierten sich je beide Reiter der zwei Spitzenteams für das Stechen. Als vorletzte Starterin betrat Julia Steifer mit Davontra für das Team MUS-MAX den Sandplatz und ging auf’s Ganze. Sie sorgte für einen kurzen Schreckmoment, als beim vorletzten Hindernis eine Stange fiel. Da es allerdings nicht die oberste, sondern die mittlere Stange war, wurde dieser Abwurf nicht als Fehler gewertet. Das Duo sprang in 34,84 Sekunden strafpunktefrei ins Ziel. Diese Zeit konnte auch Sara Surböck vom Team RIEGERbau als letzte Starterin nicht unterbieten. Sie blieb mit Casanova ebenfalls fehlerfrei und platzierte sich auf dem zweiten Rang. Damit schrumpfte nach dem ersten Bewerb der Rückstand des Team MUS-MAX auf 14 Punkte.

Im zweiten Teilbewerb, jenem über 105 cm, war es eine Reiterin vom Team M & M, die der Konkurrenz im Stechen zeigte, wo der Hammer hängt. Julia Jaritz ritt mit ihrer Schimmelstute Hildata fehlerfrei in 42,49 Sekunden zum Sieg. Um knappe fünf Zehntel musste sich Sophia Reuß geschlagen geben. Die Reiterin vom Team RIEGERbau zeigte auf Moulin Rouge II zwei souveräne fehlerfreie Runden und holte einen weiteren zweiten Platz für das führende Team. Der dritte Rang ging an Elisabeth Zenkl und Atlantic Blazing Heather. Die junge Amazone vom Team Spedition Thomas hatte beim Publikum besonders großen Applaus geerntet. Nach einem beinahen Sturz nach dem ersten Hindernis im Stechparcours, hatte sie beide Steigbügel verloren, ritt dennoch tollkühn weiter und sprang fehlerfrei auf den wohlverdienten dritten Rang. Die beste Reiterin des Teams MUS-Max, Martina Urch-Rossi, klassierte sich auf dem neunten Platz. Damit baute das Team RIEGERbau seinen Vorsprung auf 26 Punkte aus.

Rauneggers krönender Team-Tour-Abschluss

Doch wer dachte, dass damit die endgültige Entscheidung gefallen war, der hatte die Rechnung ohne Katrin Raunegger vom Team MUS-MAX gemacht. Die Predinger Amazone kann gemeinsam mit ihrer Stute Tybarla Z auf eine überaus erfolgreiche Team-Tour-Saison zurückblicken. Sie war als Führende in der Einzelwertung „Alpenspan erfolgreichster Reiter powered by Autohaus Robinson“ nach Tillmitsch angereist. Im Bewerb über 115 cm blieb sie in Umlauf und Stechen fehlerfrei und unterstrich eindrucksvoll ihre Dominanz in der diesjährigen Saison. Mit dem Sieg in diesem Bewerb besiegelte Raunegger nicht nur den Sieg in der Einzelwertung, der sie zur stolzen Besitzerin des nagelneuen Kia Rio im Alpenspan Design machte, sondern sammelte wichtige Punkte für ihr Team. Die weiteren Podestplätze im dritten Teilbewerb gingen mit Klaus Ferstl auf Beach de Riverland und Christian Nussmüller auf Magic Balou an die Mannschaft VONVIER & memoro. Katrin Höfler klassierte sich als beste Reiterin des Teams RIEGERbau mit Riegerbau’s Alasca auf dem fünften Rang.

Team RIEGERbau holt Gesamtsieg

Mit großer Spannung wurde die abschließende Prüfung über 125 cm erwartet. Im Duell um den Sieg legte zunächst Elisabeth Stoiser vom Team MUS-MAX gekonnt vor. Sie pilotierte ihren Fuchswallach Canduro S gekonnt über den selektiven Parcours und qualifizierte sich für das Stechen. Direkt nach ihr ging Benjamin Saurugg für das Team RIEGERbau an den Start. Der Stilist hatte Cantoro, einen Holsteinerhengst, gesattelt. Das Duo kassierte zwei unglückliche Abwürfe, womit ihnen ein Antritt im Stechen verwehrt blieb. Florian Starzacher, der Teamkollege von Elisabeth Stoiser verpasste ebenfalls unglücklich die Qualifikation für das Stechen. Er beendete im Sattel von Bert den Parcours zwar ohne Springfehler, kassierte allerdings 0,50 Strafpunkte für Zeitüberschreitung. Schlussendlich blieb auch Markus Saurugg, der seine Erfolgsstute Zita an den Start gebracht hatte, durch einen Abwurf beim Einsprung der dreifachen Kombination der Antritt im Stechen verwehrt. Das Team RIEGERbau hatte damit keinen Reiter in der finalen Entscheidung. Im Stechen blieb Elisabeth Stoiser vom Team MUS-MAX erneut souverän fehlerfrei. Nur ihre Zeit sollte unterboten werden. Mit einer schlau angelegten schnellen Runde ritt Siegfried Schlemmer vom Team M & M auf Flick Flack zum Sieg. Hinter ihm platzierten sich Alfred Greimel mit Astronaut Arni (Team Auto Pichler) und Evelyn Sint mit Cascada (Team VONVIER & memoro) auf den Rängen zwei und drei.

Mit gesamt 328,5 Punkten war der Vorsprung von Team RIEGERbau zwar stark geschrumpft sollte aber dennoch für den Gesamtsieg in der Alpenspan Team Tour 2018 reichen. „Es war bis zuletzt spannend! Es freut uns sehr, dass es im dritten Anlauf endlich für den Sieg gereicht hat“, resümiert Markus Saurugg. Neben dem zweitplatzierten Team MUS-MAX schaffte das Team M & M powered by MLW Montagen und McDonald’s den Sprung auf das Podest.

Zweifachsieg für Baumkirchner

In der Wertung „Erfolgreichstes österreichisches Pferd powered by Broadmoar“ kam es zu einer Überraschung. Bisher hatte Esta Loca unter Patrick Wilfling stets die Führung gehalten. In Tillmitsch kassierte die zehnjährige Schimmelstute insgesamt 20 Fehlerpunkte, womit sie die Chance auf den Titel vergab. An ihre Stelle trat Light my Heart, eine neunjährige Stute nach Lux, die ihre Reiterin Judith Baumkirchner in Tillmitsch fehlerfrei zum vierten Platz im Bewerb über 95 cm und damit auch zum Gesamtsieg dieser Sonderwertung trug. In Vertretung des Gestütes Broadmoar überreichte ihr die steirische Dressur-Amazone Isabella Willibald die Siegesprämie von € 500,-. Die Plätze zwei und drei gingen an Esta Loca unter Patrick Wilfling (Team Spedition Thomas) und Casanova unter Sara Surböck )Team RIEGERbau).

Doch damit nicht genug. Mit dieser tollen Tagesleistung rückte Judith Baumkirchner, die für das Team Diamond Horse powered by Fleischhacker gestartet war, zudem in der Wertung „Erfolgreichster Einsteiger powered by Reitsport Hirschmann“ an die Tabellenspitze. Mit einem Vorsprung von über acht Punkten durfte sich die Nachwuchs-Amazone auch hier über den Sieg freuen. Christian Sint (Team VONVIER & memoro) und Sara Surböck (Team RIEGERbau) komplettierten das Podest.

Springserie mit Exklusiv-Charakter

Die Alpenspan Team Tour lockte in ihrer dritten Saison erneut zahlreiche Teilnehmer und ebenso viele Zuseher an. Auf allen fünf Etappen wurden die Ritte gespannt verfolgt und lautstark bejubelt. Als einzigartige Mannschafts-Springserie lässt die Alpenspan Team Tour den Teamgeist im Reitsport wiederaufleben. Neben dem Spirit ist auch die Dotation einzigartig. Insgesamt € 20.000,- wurden an die Teams ausgeschüttet. Auch der Neuwagen, der an die beste Einzelreiterin vergeben wurde, ist mit seinem Wert von rund € 16.000,- eine Exklusivität im Amateur-Bereich. Die Relevanz einer Springserie wie dieser wird auch vom Präsidenten des Steirischen Pferdesportverbandes, Ludwig Hoffmann, unterstrichen: „Die Team Tour ist ein Highlight, das man in anderen Bundesländern nicht hat. Sinn und Zweck ist es, Teams zusammenzubringen, wo Amateure mit Stars in einer Mannschaft reiten.“ Diese Einzigartigkeit kommt an und motiviert auch Reiter, die sonst auf internationalem Parkett zu sehen sind, ihre Mannschaftsmitglieder mit guten Ritten zu unterstützen. Dass Hoffmann voll und ganz hinter dem Konzept und dem Bestehen der Alpenspan Team Tour steht, unterstrich er mit seinem Versprechen für das nächste Jahr: „Ich werde alles daransetzten, dass auch wir als Dressurstall wieder ein Team dabeihaben!“

Weitere Informationen & News: www.teamtour.at

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