BCH 2018: Sieg von und mit Feingefühl

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Warendorf (fn-press). Mit einem Gesamtergebnis von 9,3 wurde die Hannoveraner Stute Feingefühl neue Bundeschampionesse der dreijährigen Stuten und Wallache. Erstmals fand das Finale der dreijährigen Reitpferde ohne Fremdreiter statt. Wie in der Finalqualifikation präsentierten die eigenen Reiter die Youngster der Richtergruppe unter dem Sattel und an der Hand.

Der Applaus brandete bereits auf, als Sandra Kötter (Bramsche) die dunkelbraune Hannoveraner Stute von Fürstenball – Farewell III zur Vormusterung vor die Richtergruppe führte. Die Richter bestätigen ihr Urteil. „Ein wunderbares Pferd“, kommentierte Reinhard Richenhagen. Wenn überhaupt kleine Abstriche gemacht werden mussten, dann am Exterieur, für das es „nur“ eine 8,5 gab. Doch „das Pferd funktioniert toll unter dem Sattel“, sagte Richenhagen. Den Fokus legten er und seine Richterkollgen auf die inneren Werte. So wunderte sich niemand, als diese nach einer 9 für den Trab und jeweils 9,5 für Galopp und Schritt am Ende die glatte 10 für „die altersgemäße Erfüllung der Aufgabe“ zückten. „Es kann fast nicht besser sein. Das Pferd hat eine tolle Anlehnung, höchste Werte in der der Losgelassenheit, in der Natürlichkeit, im Vertrauen zur Reiterin. Die Stute ist in allen Momenten immer auf dem richtigen Weg und will immer alles richtig machen“, schwärmte Richenhagen. Geboren wurde Feingefühl bei Gaby Heye-Hammerlage in Belm, die bisher nur als Besucherin bei den Bundeschampionaten zu Gast war. Feingefühl ist ihr erstes Pferd am Start in Warendorf. „Es ist unser Vermächtnis-Pferd“, sagt sie. „Die Uroma habe ich als Fohlen von meinem Cousin vier Wochen vor seinem Tod geschenkt bekommen, seither haben wir an diesem Stamm festgehalten.“ Großvater Farewell III habe sie unter Sandra Kötter erlebt und wegen des guten Interieurs ausgewählt, den Vater Fürstenball, um die sehr große Mutter etwas zu veredeln, verrät sie die züchterische Idee hinter der neuen Bundeschampionesse, die in diesem Jahr bereits die Reservesiegerin der Herwart von der Decken-Schau und Siegerin des Hannoveraner Reitpferdechampionats in Verden war.

Auf dem Silberrang landete mit einem Endergebnis von 9,0 die Oldenburger Siegerstute und Landeschampionesse Venecia OLD, vorgestellt von Pascal Kandziora (Emsbüren). Auch die Rappstute – „eine ganz bedeutende Stute im Typ des schönen, modernen Sportpferdes“ – erhielt eine 8,5 für das Exterieur, dazu die 9 für Trab und Galopp und eine 9,5 für den „kaum Wünsche übrig lassenden“ Schritt. Insgesamt bestätigten die Richter der Stute ein „fantastisches Interieur“. „Sie kann sich mal aufregen, kommt aber gleich wieder zur Ruhe, diese Pferde brauchen wir im Sport“, so Reinhard Richenhagen. Auch für die altersgemäße Erfüllung der Aufgaben gab es ein „Sehr gut“. Venecia OLD wurde von Bernd Schlüter von Van Vivaldi aus einer Mutter von Florencio I gezogen und befindet sich im Besitz von Adrian Gassner.

Auf dem Bronzerang landete der in der Muskulatur noch nicht so ausgeprägte Dunkelfuchs Daktari K v. Danciano – Belissimo M, der sich unter seiner Reiterin Tessa Frank (Soltau) jedoch in allen Grundgangarten ausbalanciert und taktsicher präsentierte. Fünf Mal gab es für den Hannoveraner Wallach aus der Zucht von Karin Hake aus Detmold und dem Besitz der Hengsthaltung Kemper GmbH in Dorsten-Lembeck die 8,5 und damit auch die 8,5 als Endergebnis. FN/Hb

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