BCH 2018: Hankifax H und Miss Mc Fly D springen zum Titel bei den Ponys

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Warendorf (fn-press). Zwei Stuten durften am Sonntagmorgen mit den begehrten Siegerschärpen durch das Springstadion galoppieren. Die neue Bundeschampionesse der fünfjährigen Springponys heißt Hankifax H von Halifax – Lordanos. Mit Reiterin Inken Haneborger (Moormerland) setzte sich das von Ralf-Günther Hanken gezogene und sich in seinem Besitz befindende Pony im CWD-Preis gegen die Konkurrenz durch. Bei den Sechsjährigen holten sich Miss Mc Fly D von Mc Fly High D – Leuns Veld’s Lord (Züchter und Besitzer: Christa Dahlkamp) und Lara Tönnissen (Senden) den Titel im Preis der Böckmann Fahrzeugwerke GmbH.

Tollen Springponysport bekamen die Besucher am Sonntagmorgen bei den Bundeschampionaten 2018 zu sehen. Und vor allem spannend war es. Die späteren Sieger Hankifax H und Inken Haneborger waren bei den Fünfjährigen in der Springponyprüfung Klasse L bereits als drittes Paar der 15 Starter an der Reihe und mussten vorlegen, um die Konkurrenz unter Druck zu setzen. Mit einer sicheren Nullrunde, die mit einer 8,6 belohnt wurde, gelang das sehr gut. Peter Teeuwen, Bundestrainer der Ponyreiter, kommentierte die Ritte und hatte viele lobende Worte für die Ponystute übrig: „Ein sehr geschmeidiges Pony, dass sehr schnell abfußt. Außerdem schwingt es gut durch den Körper. Auch eine tolle Halsung und gute Oberlinie bringt es mit.“ Gute Runden haben die zwei auch schon in der Einlaufprüfung und in der Finalqualifikation gezeigt: Einmal gab es eine 8,3 (Platz 4) und einmal eine 8,0 (Platz 5). Trotz ihrer noch einmal gesteigerten Leistung im Finale mussten sie noch ein wenig zittern, denn die eigentlichen Favoriten auf den Titel starteten noch.

Einer davon war sicherlich der Ponyhengst Matcho von Machno Carwyn – Hondsrug Don Gregory (Züchter: Angelika Jahr, Besitzer: Lillyhof Wacken), der von Johanna Beckmann (Brunsbüttel) vorgestellt wurde. In der Einlaufprüfung noch etwas unsicher unterwegs (7,6 und Platz 8), konnte der Hengst in der Finalqualifikation bereits seine Qualitäten zeigen und sich mit einer 8,5 den zweiten Platz sichern. Im Finale zeigten die beiden dann eine ähnlich gute Runde: 8,4 vergaben die Richter Hans-Joachim Giebel, Werner Peters und Karl-Heinz Streng. „Das Pony ist sehr aufmerksam vor dem Sprung. Und es zeichnet sich durch eine gute Rittigkeit aus, es kam schön nach dem Sprung wieder zurück“, urteilte der Bundestrainer. „Am dritten und vierten Sprung gab es zwar eine kleine Verzögerung im Ablauf, aber danach hat es sehr schnell seinen Rhythmus wiedergefunden.“ Matcho und Johanna Beckmann reihten sich direkt hinter den Führenden ein und durften sich später über den Vizetitel freuen.

Das vor dem Finale am meisten favorisierte Paar, Top Cinderella und Johanna Schulze Thier (Ascheberg), konnte ihre Leistung aus den ersten zwei Prüfungen nicht ganz wiederholen. Sowohl in der Einlaufprüfung als auch in der Finalqualifikation siegten die Stute von Top Christobell – Cornet Obolensky (Züchter und Besitzer: Josef Volle) und ihre Reiterin überlegen mit der Wertnote 8,8. Im Finale sind sie den Parcours dann etwas zu vorsichtig angegangen, am Ende mussten 0,2 für Zeitüberschreitung von der Wertnote 8,5 abgezogen werden. 8,3 reichte aber immerhin noch für die Bronzemedaille. „Die Stute ist höchst aufmerksam, setzt ihren Körper ein und hat gute Reflexe im Vorderbein sowie ein gutes Hinterbein. Allerdings war das Grundtempo heute leider an der untersten Grenze“, so Teeuwen.

Finale der sechsjährigen Springponys
Das Finale der sechsjährigen Springponys, eine Spezialspringponyprüfung Klasse L, mit den besten 15 aus der Qualifikation, bestand aus zwei Umläufen. Die besten Fünf der ersten Runde durften in der zweiten an den Start gehen, beide Ritte wurden mit einer Wertnote beurteilt. Diese zwei Wertnoten wurden dann addiert – die höchste Gesamtwertnote ergab den Sieger. Zwei Bilderbuchrunden haben Miss Mc Fly D und Lara Tönnissen hingelegt, die Richter Helmut Hartmann (Erster Umlauf), Herbert Schmerling (Zweiter Umlauf) und Werner Tapken vergaben die Traumnoten 8,8 und 9,0. Teeuwens Urteil: „Dieses Pony ist Werbung für den deutschen Ponysport. Es weiß mit jeder Situation am Sprung umzugehen und macht den Sprung immer zu Ende, egal ob dicht oder weit. Es springt durch den Körper und das sehr energisch.“ Mit der Gesamtnote 17,8 sicherte sich die Stute den Titel Bundeschampionesse 2018 der sechsjährigen Springponys. In der Einlaufprüfung zwar noch etwas unsicher unterwegs (7,5 und Platz 11), war die Stute bereits in der Finalqualifikation siegreich (Wertnote 8,5).

Den Vizetitel sicherte sich der Hengst Magic’s Boy ST von Magic Cornflakes – Nagano (Züchter und Besitzer: Gabriele Steinriede), vorgestellt von Eva Kunkel (Langenselbold). In allen Prüfungen wusste der Hengst zu überzeugen, die Einlaufprüfung konnte er bereits mit der Wertnote 8,7 für sich entscheiden. In der Finalqualifikation landete er auf dem dritten Platz mit 8,3. Dies war auch das Ergebnis des ersten Umlaufs im Finale, nachdem 0,2 für Zeitüberschreitung abgezogen wurden. „Dieses Pony macht seinem Vater alle Ehre. Es ist mit enormer Sprungkraft ausgestattet und springt gut durch den Körper. Es winkelt das Vorderbein gut an. Allerdings müssen wir die Zeit berücksichtigen, es sollte etwas mehr aus der Vorwärtsbewegung gesprungen werden“, betonte der Bundestrainer. Im zweiten Umlauf hat Eva Kunkel dann besonders auf die Zeit geachtet. Und auch der Rest war sehr gut: 9,0 vergaben die Richter, die Gesamtnote war 17,3.

Die Bronzemedaille sicherten sich Pinocchio S.W. von Principal Boy – Bolero und Antonia Locker (Hamminkeln). Der von Hugo Schulze Wartenhorst gezogene und sich im Besitz von Josef Schulze Wartenhorst befindende Hengst zeigte im Finale zwei identisch gute Runden und erhielt zweimal die Wertnote 8,6 (Gesamtnote: 17,2). Das war eine Steigerung zu den Runden, die er in den zwei vorherigen Prüfungen gezeigt hat: 8,1 und 8,2 bedeuteten zweimal Platz vier in der Einlaufprüfung und in der Finalqualifikation. „Von Anfang bis Ende waren die beiden sicher im Parcours unterwegs“, lobte Teeuwen. „Der Hengst weiß sich zu bewegen, vor allem wenn es dicht wird. Er hat ein energisches Hinterbein und ein schnelles Vorderbein. Er könnte aber etwas mehr den Hals fallen lassen und den Rücken benutzen.“ Antonia Locker erhielt außerdem den Tierschutzpreis dieser Prüfung, wurde also für ihren vorbildlichen Umgang mit ihrem Partner Pferd ausgezeichnet. FN/Theresa Müller

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