BCH 2018: Doppel-Sieg für Reitponyhengst Cosmo Royale

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Warendorf (fn-press). Er kam, sah und siegte: Der bildschöne, hessisch gezogene vierjährige Reitponyhengst Cosmo Royale sicherte seiner Züchterin, Besitzerin und Reiterin Danica Duen mit der Traumnote 9,0 den nächsten Bundeschampionatstitel in ihrer umfangreichen Warendorfer Medaillensammlung. Silber und Bronze gab es für zwei westfälische Reitponys: Golden Grey v. Golden State-Clooney AT (8,7) und Del Classico v. D-Day AT-Classic Dancer I (8,3).

„Der Druck ist natürlich groß, wenn man Vorjahr schon mal Bundeschampion geworden ist“, so die routinierte Championatsreiterin Danica Duen, die 2018 ihren insgesamt zwölften Bundeschampionats-Goldmedaille („wenn man die Fahrpferde mitzählt“) verbuchen konnte. Der imposante Dunkelfuchs Cosmo Royale v. Cosmopolitan D-Casino Royale K ließ schon in der Qualifikation keine Zweifel an seinen Titelansprüchen und bekam zwischendurch immer wieder Szenenapplaus. „Ein sehr typvoller Hengst mit guten Partien, der seinen schwungvollen Trab aus der Ruhe entwickelt, dabei eine schöne Rahmenerweiterung zeigt und aus einem geschlossenen Hinterbein in Richtung Schwerpunkt trabt. Der Galopp ist bedeutend, lässt sich schön zurückführen, um dann wieder groß zu werden. Der Schritt ist schreitend, losgelassen und raumgreifend“, befanden die Richter Wolfgang Egbers, Gerd Wolfgang Sickinger und Jürgen Uthoff und zückten für Trab und Galopp gleich zweimal die 9,5. Auch Testreiterin Claire Luise Averkorn fühlte sich extrem wohl im Sattel des rittigen Charmeurs.

„Wir haben im Winter nur locker trainiert. Und Cosmo Royale hat vierjährig das erste Mal gedeckt, was sich aber gut mit dem Sport vereinbaren lässt. Nächstes Jahr soll er dann bei den fünfjährigen Dressurponys mit einer jugendlichen Reiterin gehen, denn meine Tochter reitete ja bereits unseren Deckhengst Del Estero. Obwohl sie auch ganz verliebt in Cosmo Royale ist, denn er ist ein megabraves und cooles Pony. Außerdem haben beide am gleichen Tag Geburtstag“, gibt Danica Duen einen Ausblick auf den weiteren Werdegang des Bundeschampions. „Für mich war dieser Sieg schon besonders emotional, da ich das Pony ja auch selbstgezogen habe.“

Der zweiplatzierte Golden Grey v. Golden State aus der Zucht und im Besitz von Jill Mieleszko-Vekens, vorgestellt von Mareike Mimberg, arbeitete sich vom dritten Platz in der Qualifikation auf den Silberrang vor. „Ein sehr maskuliner Hengst, der wusste, sich im Trab mit gutem Grundablauf in Szene zu setzen. Besonders in den Verstärkungen zeigte er viel Schwung. Der Galopp war sehr durchlässig und in schönem Bergauf“, lautete sein Richterspruch. Zwei Neunen spendierten die Richter für Trab und Galopp des Falben, dreimal gab es die 8,5 für Schritt, Ausbildung und Gebäude. Dieses Jahr floss die Testreiternote nach Rücksprache mit den Richtern direkt in die Ausbildungsnote ein.

Den Sprung von Platz fünf in der Qualifikation (7,9) auf den Bronzerang (8,3) gelang Fuchshengst Del Classico v. D-Day AT-Classic Dancer I aus der Zucht von Ingrid Schmidt. Er gehört Heidi Faller und wurde im Viereck von Paulina Holzknecht vorgestellt. „Ein schön eingeteilter und typvoller Hengst, der ausbalanciert und taktsicher trabte. Der Galopp war sicher springend und losgelassen. Hervorzuheben war der raumgreifende und sichere Schritt. Die Reiterin wusste sein Temperament sehr harmonisch in Szene zu setzen.“  Seine Höchstnote war die 9,0 für den sehr guten Schritt. Insgesamt 15 vierjährige Reitponyhengste hatten sich 2018 um den Titel beworben, sechs zogen in das Finale ein.

Vierjährige Reitponys (Stuten und Wallache)
Wahrlich golden endete der Sonntag für die westfälische Reitponystute Golden Princess v. Golden Challenge H-Dressman I, die wie ihre Halbschwester Dancing Daylight im Vorjahr, den Titel bei den vierjährigen Reitponys der Stuten und Wallache mit Reiterin und Besitzerin Christiane Seelig einheimste (8,8). Silber ging ins Rheinland für FS Nala v. FS Numero Uno-FS Champion de Luxe (8,5), Bronze holte sich die Westfälin Dabia Dior v. D-Day AT-Validos Highlight (8,4). Dabei hatte in der Qualifikation noch der baden-württembergisch gezogene Palominowallach Don Juan Flavio v. Don Dolino-Seven Mountain Natan aus der Zucht von Anja Maier mit Reiterin Michele Schulmerig auf Siegeskurs gelegen. Aber der Finalsonntag „war wohl nicht sein Tag“ so die Richter. Er konnte seine Grundgangarten nicht mehr so spannungsfrei wie im Freitag präsentieren, so dass es am Ende der achte Platz im Finale wurde.

Nun war der Weg frei für die Stuten, allen voran Bundeschampionesse Golden Princess v. Golden Challenge H-Dressman I, die von Bernhard Deitert gezogen wurde. „Ein Trab mit viel Abdruck aus der Hinterhand, der schön über die Schulter nach vorne geht. Der Galopp ist sicher gesprungen und der Schritt geregelt und energisch. Wir sahen ein hervorragend ausgeglichenes Pferd, das sehr gut auf den Reiter hört, für den Reiter arbeitet und einfach alles richtig machen möchte“, urteilte das Richter-Trio Wolfgang Egbers, Ute von Platen und Jürgen Uthoff. Sie waren auch einer Meinung mit Testreiterin Claire Luise Averkorn, die die Traumnote Zehn für die Ausbildung vergab, was vor allem Reiterin und Besitzerin Christiane Seelig sehr stolz machte. Der Trab wurde mit einer 9,5 honoriert. „Das war jetzt insgesamt mein vierter Bundeschampionatstitel, und der dritte in Folge. Im Vorjahr siegte ich mit der Halbschwester von Golden Princess, Dancing Daylight, die dieselbe Mutter hat. Die Stute ist ein sehr willensstarkes, ehrgeiziges Pony, das einfach alles richtig machen möchte. Sie hat den ganzen letzten Winter Pause gehabt und wurde von mir langsam wieder aufgebaut, damit ihr Arbeitswille und die positive Sensibilität beibehalten wird. Nächstes Jahr soll meine Tocher Marla sie reiten. Auf jeden Fall bleibt sie dann auch bei uns für die Zucht.“

Auch die rheinländisch gezogene FS Nala v. FS Numero Uno-FS Champion de Luxe konnte mit der Ausbildungsnote (9,5) überzeugen. Die von Josef Wilbers gezogene Palominostute ist im Besitz von Britta Lichtenberg und wurde von Sophie Dammeyer im Reitponyviereck vorgestellt. „Ein typvolles Pony in gutem Rahmen und schöner Aufteilung. Der Trab war gut durch den Körper schwingend, der Galopp entwickelte sich im Laufe der Prüfung immer wertvoller. Die Stute vermittelt einen sehr guten Reitkomfort, nahm die Reiterin sehr gut mit und ließ sich sehr gut von hinten nach vorne reiten mit tollen Übergängen“, lautete der Richterspruch für die elegante Vize-Bundeschampionesse. Eine kleine Aufholjagd von Platz fünf auf den Bronzerang legte die westfälische Fuchsstute Dabia Dior v. D-Day AT-Validos Highlight (Züchterin: Anja Maier, Besitzer: Dr. Matthias Kohnle) hin. Sie punktete vor allem für ihren Schritt und die Ausbildung mit jeweils 9,0. Im Vorjahr wurde sie Sechste bei den dreijährigen Reitponys. Insgesamt 30 Ponys hatten sich bei in diesem Feld um den Bundeschampionatstitel beworben, acht zogen ins Finale ein. FN/ Tina Pantel

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