BCH 2018: Traumnoten bei den Vielseitigkeitspferden

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Warendorf (fn-press). Nachdem sich gestern schon die Dressur- und Springpferde messen durften, sind heute auch für die Ponys, Reitpferde und Vielseitigkeitspferde die Bundeschampionate gestartet. Zuschauermagnet waren die dreijährigen Reitpony-Hengste und besonders hohe Noten gab es auf dem Militaryplatz, wo die fünf- und sechsjährige Vielseitigkeitspferde am Start waren. 

Den Anfang machten die dreijährigen Reitponystuten und -wallache. HBS Golden Mylight, ein Deutsches Reitpony von Golden West – Bavarottie lag am Ende in der Pony-Reitpferdeprüfung vorne. Die Stute und ihre Reiterin Jil-Marielle Becks (Senden), die übrigens auch Züchterin und Besitzerin des Ponys ist, erhielten eine Gesamtnote von 8,4 und setzten sich gegen 23 weitere Starter durch. Die besten acht Ponys der Prüfung qualifizieren sich für das Finale am Samstag. Bei den gleichalten Reitpony-Hengsten sind sechs im Finale am Samstag startberechtigt. Hier siegte: Cosmo callidus, ein deutsches Reitpony von Cosmopolitan D – Cyriac WE (Züchter: Bernd Sabel, Besitzer: Maria Crone-Münzebrock mit der Wertnote 8,3. Tanja Fischer (Halen) hat das Pony vorgestellt.Auch die vierjährigen Reitpferde hatten heute ihren ersten Start – ebenfalls eine Reitpferdeprüfung. Bei den Stuten und Wallachen durften sich die Oldenburger Stute Caty OLD von Sir Donnerhall I – Fürst Heinrich (Besitzer und Züchter: Paul Wendeln) und ihr Reiter Hermann Gerdes (Dötlingen) mit der Wertnote 8,4 über die Siegerschleife freuen. Bei den vierjährigen Hengsten gewann Dante Quandro OLD, ein Oldenburger von Dante Weltino – Fidertanz (Züchter: Franz-Josef Bolte, Besitzer: Ellanbrae Park Pty Ltd) mit seiner Reiterin Eva Möller (Hagen). Die Richter vergaben eine 8,8 als Gesamtnote.In den beiden Finalprüfungen am Samstag sind jeweils die besten acht Pferde startberechtigt.

Beeindruckende Leistungen zeigten vor allem die Vielseitigkeitspferde, die mit besonders hohen Wertnoten belohnt wurden. Bei den Fünfjährigen siegte der Holsteiner-Wallach Corragio von Cayado – Contender (Züchter: Hobe Magens, Besitzer: Pferd Total) mit seiner Reiterin Anna Siemer (Buchholz). Die beiden erreichten in der Finalqualifikation, einer Vielseitigkeitspferdeprüfung Klasse A**, die Wertnote 9,2. Im Finale starten dürfen die besten 25 Prozent der Qualifikation. Der Sieger bei den Sechsjährigen hieß Gentleman FRH von Grey Top – Fabriano (Züchter: ZG Annette und Detlef Schelhas, Besitzer: Gestüt Lichtenmoor). Der Hannoveraner Hengst erhielt die Traumnote 9,5. Seine Reiterin Sandra Auffarth (Ganderkesee) ist bekannt, aber auch er sollte dem ein oder anderen noch im Gedächtnis sein: Gentleman FRH wurde 2017 Bundeschampion der fünfjährigen Vielseitigkeitspferde. Er ist auf dem besten Weg, seinen Triumph zu wiederholen. Im Finale sind wie bei den Fünfjährigen die besten 25 Prozent aus dieser Qualifikation, einer Vielseitigkeitspferdeprüfung Klasse L, startberechtigt.

Im Viereck stand heute die Finalqualifikation der fünfjährigen Dressurpferde auf dem Programm, eine Dressurpferde L. In dem 57-köpfigen Starterfeld konnte Zuccero OLD, ein Oldenburger Hengst von Zonik – Prince Thatch (Züchter: Hans-Heinrich Brüning, Besitzer: Star Horses) die Richter am meisten überzeugen. 9,2 bedeutete die höchste Wertnote der Prüfung und damit der Sieg in der ersten Abteilung für den Hengst und seinen Reiter Frederic Wandres (Hagen). Die Hannoveraner-Stute Schöne Scarlett von Scolari – Londonderry (Züchter: ZG Heidi und Wilfried Bouws, Besitzer: Dr. Heidi Bouws), vorgestellt von Leslie Rohrbacher (Iserlohn), lag in der zweiten Abteilung mit der Wertnote 8,8 ganz vorne. Das Finale findet am Sonntag statt. Es qualifizieren sich die zwölf besten Paare der Qualifikation, außerdem noch die fünf besten Paare aus dem kleinen Finale am Freitag. Das kleine Finale der sechsjährigen Dressurpferde fand ebenfalls heute statt. Es siegte das Rheinische Reitpferd Dolcetto von Diamo Gold – Stedinger (Züchter: Heinz-Bernd Schumacher, Besitzer: Dr. Katrin Seidenstücker), vorgestellt von Stefanie Wittmann (Duisburg) mit der Wertnote 8,3. Die besten fünf noch nicht für das Finale qualifizierten Paare dieser Prüfung dürfen sich noch über ein Finalticket freuen.

Im Springparcours waren heute zum ersten Mal auch die siebenjährigen Springpferde unterwegs. In der ersten Qualifikation zum Warendorfer Youngster-Championat, einer Springprüfung Klasse S*, war Dynamit Nobel KW, ein Holsteiner-Wallach von Diarado – Narew (Züchter: Gestüt Nordvorpommern, Besitzer: BG Ulrike und Felix Meyer) mit 64,14 Sekunden der Schnellste. Vorgestellt wurde er von Alexa Stais (Morsum). Am Freitag findet die zweite Qualifikation statt. Die 30 punktbesten Paare aus der ersten und zweiten Qualifikation ziehen in das Finale am Samstag ein. Die sechsjährigen Springpferde bestritten heute ihre zweite Qualifikation, eine Springprüfung der Klasse M**. Hier gab es wieder drei Sieger: In der ersten Abteilung lag Conrad, ein Hannoveraner-Wallach von Cantoblanco – Lazio (Züchter: Arnold Wegbünder, Besitzer: Colognation) vorne. Josch Löhden (Heeslingen) führte ihn in 70,71 Sekunden ins Ziel. 71,95 Sekunden benötigten Cellato, ein Holsteiner Wallach von Cellestial – Calato (Züchter: Jörn Krusel, Besitzer: Petra Niemann) und Dieter Smitz (Lindlar) – der Sieg in der zweiten Abteilung. Die beiden waren in der ersten Qualifikation ebenfalls schon siegreich. Die dritte Abteilung entschied der Westfale Commano von Comme il faut – Quidam de Revel (Züchter: Heinrich Sterthoff, Besitzer: Premium Sporthorses) mit seinem Reiter Mario Maintz (Senden) für sich. Sie benötigten 72,37 Sekunden für den Parcours. Im Finale am Sonntag sind die zehn wertnotenbesten Paare und die 25 punktbesten Paare aus beiden Qualifikationen, sowie die fünf besten Paare aus dem kleinen Finale am Samstag startberechtigt. Den Abschluss des zweiten Turniertages machten die sechsjährigen Springponys. In der Einlaufprüfung, einer Springponyprüfung Klasse L, lag am Ende Magic´s Boy ST, ein deutscher Reitponyhengst von Magic Cornflakes – Negano (Züchter und Besitzer: Gabriele Steinriede) vorne. Er und seine Reiterin Eva Kunkel (Langenselbold) erhielen von den Richtern eine 8,7Die sechsjährigen Springponys durchlaufen morgen die Finalqualifikation, am Sonntag ist das Finale. Die besten 15 Ponys dürfen starten.

Der Tag begann allerdings mit einem Schrecken. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag geriet ein Pferdetransporter auf dem Turniergelände in Brand. Der Sicherheitsdienst entdeckte das Feuer frühzeitig und weckte die im Wohnbereich des LKW Schlafenden rechtzeitig. Eine Person wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Zum Glück wurde sonst kein Mensch oder Tier verletzt. Als Brandursache wird ein technischer Defekt vermutet, die Ermittler schließen Fremdverschulden aus.

Ausführliche Ergebnisse und das Programm der nächsten Tage unter http://www.bundeschampionate.tv. Die Bundeschampionate werden auch im Internet auf www.clipmyhorse.de übertragen.

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