Lindt-Preis an Isabell Werth und die außergewöhnliche Bella Rose

Der Siegerin gratulieren v.r. ALRV-Aufsichtsratsmitglied Stefanie Peters, Dr. Adalbert Lechner (Geschäftsführer Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli GmbH) und Elisabeth Gürtler, Generaldirektorin der Spanischen Hofreitschule Wien und Mitglied des Verwaltungsrats der Lindt & Sprüngli AG. Foto: CHIO Aachen/ Michael Strauch
Der Siegerin gratulieren v.r. ALRV-Aufsichtsratsmitglied Stefanie Peters, Dr. Adalbert Lechner (Geschäftsführer Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli GmbH) und Elisabeth Gürtler, Generaldirektorin der Spanischen Hofreitschule Wien und Mitglied des Verwaltungsrats der Lindt & Sprüngli AG. Foto: CHIO Aachen/ Michael Strauch
Man musste Isabell Werth nicht fragen, wie es ihr nach dem über 80 Prozent-Sieg mit Bella Rose im Lindt-Preis, dem Grand Prix Special beim CHIO Aachen 2018, geht. Man sah es ihr an.

Man sollte meinen, wenn man 595 Grand Prix-Prüfungen auf nationaler und internationaler Ebene gewonnen hat, gewöhne man sich irgendwann daran. Den Eindruck machte Isabell Werth heute nicht, als sie nach einer 80,149 Prozent-Runde auf Bella Rose aus dem Viereck kam. „Ich bin natürlich überglücklich!“, strahlte die erfolgreichste Dressurreiterin aller Zeiten und ergänzte halb im Spaß, halb im Ernst vielsagend: „Wenn der Jockey das jetzt noch mit den Wechseln hinbekommt …“. Ganz fehlerfrei war die Prüfung der beiden nämlich nicht. Dass sie es trotzdem auf über 80 Prozent gebracht hatten, lag vor allem an überragenden Piaffen, Passagen und Traversalen. Das geht kaum besser, wie die Noten es in diesen Lektionen auch widerspiegelten. Werth brachte es auf den Punkt: „Es ist unwahrscheinlich, wie dieses Pferd mitkämpft! Natürlich war da heute noch ein bisschen Spannung in den Wechseln. Aber es ist außergewöhnlich, dass sie nach vier Jahren mit dieser Atmosphäre hier so umgehen kann!“ Alles andere sei nun nur noch eine Frage von Kraft und Prüfungsroutine. Ob es sich für sie anders anfühlt, mit Bella Rose ins Viereck zu reiten, die mehr als drei Jahre kein Turnier mehr gesehen hat und vor vier Jahren zuletzt hier in Aachen war? „Ja …“ Ein einziges Wort kann so viel aussagen. 

Allen Grund zur Freude hatte trotz kleiner Fehlerchen (unter anderem Angaloppieren statt starker Trab aus der Passage) auch Jessica von Bredow-Werndl mit ihrer KWPN-Stute Zaire-E, ihrer Ballerina, wie sie sagt. Die Stute war im Grand Prix um den HAVENS Pferdefutter-Preis doch noch sehr beeindruckt gewesen von der Atmosphäre im Deutsche Bank Stadion. Heute schien sie sich sehr wohl zu fühlen und ging eine weitgehend runde Prüfung, die mit 72,702 Prozent bewertet wurde. 

Rang drei teilten sich zwei Paare: die Dänin Betina Jæger mit dem Hannoveraner Mane Stream Belstaff und Steffen Peters (USA) auf Suppenkasper, einen KWPN-Wallach, der von Helen Langehanenberg ausgebildet worden war und vor ziemlich genau einem Jahr aus dem Münsterland nach Kalifornien zu Steffen Peters zog. Beide erhielten 71,340 Prozent von den Richtern.

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