Voltigieren: Spannende Duelle am Finaltag

Dem siegreichen Fredenbecker Team gratulieren ALRV-Präsident Carl Meulenbergh (2.v.l.), FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach 4.v.l.) und Ralf Wagemann (Vorstandsmitglied Sparkasse Aachen, 5.v.l.). Das Bild kann rechtefrei verwendet werden. Foto: CHIO Aachen/ Michael Strauch
Dem siegreichen Fredenbecker Team gratulieren ALRV-Präsident Carl Meulenbergh (2.v.l.), FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach 4.v.l.) und Ralf Wagemann (Vorstandsmitglied Sparkasse Aachen, 5.v.l.). Das Bild kann rechtefrei verwendet werden. Foto: CHIO Aachen/ Michael Strauch

Das CHIO-Wochenende im Juli 2018 war ein voller Erfolg für die deutschen Voltigierer, die alle großen Prüfungen um den Preis der Sparkasse für sich entscheiden konnten. Zum krönenden Abschluss holten sie auch noch die ersten beiden Plätze im Nationenpreis – und lieferten sich dabei ein verdammt spannendes Duell!

In der Albert-Vahle-Halle auf dem Turniergelände wartete alles gespannt auf die beiden favorisierten Teams: Deutschland II mit dem Team Norka des VV Köln-Dünnwald sowie den Einzelvoltigierern Thomas Brüsewitz und Sarah Kay und Deutschland I mit Kristina Boe, Jannik Heiland und den Gruppensiegern von gestern, Fredenbeck I. 
Deutschland II musste als erstes ran. Thomas Brüsewitz, das Team Norka, Kristina Boe und Jannik Heiland überzeugten, legten 25,479 Punkte vor.
Und dann war es so weit: Bühne frei für Fredenbeck, das Team Deutschland I! Insbesondere die Gruppe turnte die Kür ihres Lebens. Die Herzen des Publikums hatten sie schon gestern erobert. Aber als Viktor Brüsewitz gegen Ende des Programms die neunjährige Mirja König stehend auf seinem seitlich ausgestreckten Arm in der Luft balancierte, da blieben die Münder staunend offen stehen. Aber würde es reichen, um die Kölner, die designierten WM-Teilnehmer in Tryon, hinter sich zu lassen? 
Es reichte. Mit einem Gesamtergebnis von 26,276 Punkten setzte sich die Truppe gegen Deutschland II (25,479) und Österreich durch (24,482). Auf den Plätzen folgten Italien (23,506), Schweiz I (23,195), USA (22,914), Schweiz II (22,172) und Russland (19,049).
Die Fredenbecker konnten ihr Glück kaum fassen: „Das ist einfach unbeschreiblich! Das hätten wir nie für möglich gehalten“, hieß es da. Und: „Man kann das einfach nicht in Worte fassen!“ Die fand dafür die Bundestrainerin Ursula Ramge, die sagte: „Die Fredenbecker sind hier über sich hinaus gewachsen!“ Lob gab es auch für die anderen Athleten. Aber das sei den Erwartungen entsprechend gewesen, so die Equipechefin, die wieder einmal feststellte: „Hier in Aachen herrschen beste sportfachliche Bedingungen. Und die Atmosphäre, die ist wie bei einer Weltmeisterschaft.“ 

Pas de Deux

2017 waren Torben Jacobs und Theresa-Sophie Bresch als Bonnie und Clyde zum Pas de Deux beim CHIO Aachen angetreten. Dieses Jahr verwandelten sie die Albert-Vahle-Halle in eine Stierkampf-Arena und tanzten Paso Doble zum Sieg.

Der Applaus brandete auf, noch ehe Theresa-Sophie Bresch und Torben Jacobs ihren Abgang nach der letzten Figur ihrer Kür auf Danny Boy an der Longe von Alexandra Knauf gemacht hatten. „Wir hatten uns vor allem vorgenommen, hier Stimmung in die Halle zu bringen“, berichteten die beiden hinterher. Man darf wohl sagen: Das ist ihnen gelungen! Zu mitreißenden spanischen Rhythmen zelebrierten die beiden sämtliche Höchstschwierigkeiten ihres Programms, das sie als eine Mischung zwischen Paso Doble und Stierkampf bezeichnen. Der Lohn: 9,066 Punkte für den heutigen Auftritt. Platz zwei ging an die Vorjahressieger aus Italien, Silvia Stopazzini und Lorenzo Lupacchini auf Rosenstolz an der Longe von Laura Carnabuci. Dritte wurden mit 8,478 Punkten Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes auf Caram OE (Longe: Claudia Döller-Ossenberg-Engels).

3500 Zuschauer kamen an den drei Voltigier-Tagen in die Albert Vahle-Halle, wobei der Samstag und Sonntag mit jeweils 1300 Zuschauern ausverkauft waren.

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