Fünffach-Sieg für Steffen Peters beim CDI4* Leudelange

Suppenkasper mit Steffen Peters/USA (Foto: Sabine Wegener/Equitaris)
Suppenkasper mit Steffen Peters/USA (Foto: Sabine Wegener/Equitaris)

„I’m a lucky guy“, strahlte Steffen Peters über das ganze Gesicht. Zu dieser Aussage hatte der US-Amerikaner auch allen Grund, schließlich gingen fünf Siege beim CDI4* Leudelange/LUX auf sein Konto – und das bei sechs Starts.

Mit seinem Toppferd Rosamunde gewann er den Grand Prix und die Grand Prix Kür unter Flutlicht – und zwar mit 80,55 Prozent, dem zweitbesten Kürergebnis der beiden überhaupt. „‚Rosi’ kann jetzt nervlich die laute Musik viel besser ertragen, als das noch vor unserer mehrmonatigen Wettkampfpause der Fall war. Und an das Gehen unter Flutlicht hat sie sich bei der Turnierserie Anfang des Jahres im US-amerikanischen Wellington gut gewöhnt.“ Auch für seinen zweiten Grand Prix-Doppelsieger, Suppenkasper, fand Steffen Peters nur lobende Worte: „Im Grand Prix bin ich noch etwas vorsichtig geritten. Den Special konnte ich schon deutlich mehr nach vorne reiten. Er gibt einem einfach ein super Gefühl in Piaffen, Passagen, Pirouetten, starkem Schritt …“ Der Fehler in der Wechseltour ginge auf sein Konto, „da war ich ein bisschen zu risikobereit.“ Aber mit „Mops“, wie Suppenkasper im Stall genannt wird, befinde er sich ja auch noch in der Kennenlernphase, schmunzelt Steffen Peters. Der gerade mal zehnjährige KWPN Wallach, der jetzt den Special mit 73,93 Prozent gewann, war im Juli 2017 von Helen Langehanenberg an seine Sponsorin, Akiko Yamazaki, verkauft worden. Zum Thema „Kennenlernen“ passt auch der fünfte Sieg von Steffen Peters mit Donavan in der Inter I. Den zehnjährigen KWPN Fuchswallach, den bislang Akiko Yamazaki zeigte, stellte Steffen Peters erst zum zweiten Mal selbst auf einem Turnier vor. „Da ich nicht genau wusste, ob er sich auflädt, bin ich ihn im St. Georges noch etwas verhalten geritten. Aber das musste gar nicht sein.“

Und wie geht es nun weiter in Richtung Weltreiterspiele im eigenen Land? „Rosamunde und Suppenkasper gehen beide auf Wunsch unseres Nationalcoaches Robert Dover ins Trainingslager kurz vor dem Championat“, wobei die Reihenfolge schon klar sei: Rosamunde ist die Nummer 1, Suppenkasper (noch) die Reserve. Mit Donavan plant Steffen Peters eher für die Pan-Am Games im nächsten Jahr in Peru.

Leudelange war auch für die beiden Luxemburger Lokalmatadoren Sascha Schulz und Nicolas Wagner ein gutes Pflaster: Sascha Schulz ritt mit seinem Lusitano-Deckhengst eine mitreißende Kür, die seitens der Richter mit 77,81 Prozent bewertet wurde, was Platz zwei und eine neue persönliche Bestmarke für das Paar bedeutete. „Dragao liebt ja die Show und es macht unheimlich Spaß, zumal wir auch immer konstanter in unseren Leistungen werden“, gab Sascha Schulz anschließend sichtlich zufrieden zu Protokoll. Rang drei in der Kür ging an die Portugiesin Maria Caetano, die mit ihrem Coroado ebenfalls einen Lusitanohengst gesattelt hatte.

Nicolas Wagner, zuletzt beim CDI4* Achleiten siegreich, belegte auf seinem Quater Back Junior im Special Platz fünf, hinter der Dänin Victoria E. Vallentin mit Ludwig Der Sonnenkönig auf Rang zwei (71,23 Prozent), der Belgierin Fanny Verliefden auf Indoctro v/d Steenblok auf Platz drei (70,80 Prozent) und der Deutschen Svenja Kämper-Meyer mit Rania M auf Rang vier (69,61 Prozent). „Uns sind ein paar kleine, vermeidbare Fehler unterlaufen. Vielleicht wollte ich es vor heimischen Publikum einfach ein bisschen zu gut machen“, erklärt der 26-Jährige selbstkritisch.

Eine positive Resonanz des ersten CDI4* auf Luxemburger Boden zog Leudelange-Turnierleiter Christof Umbach vom Riders Club Luxembourg: „Unsere Erwartungen, was die Resonanz der Reiter und Zuschauer anbelangt, wurden weit übertroffen. Gefreut haben wir uns auch über die vielen helfenden Hände, die diese immerhin sechstägige Veranstaltung überhaupt erst möglich gemacht haben. Ein durchweg positives Feedback gab es auch von Seiten der Reiter, Offiziellen und Sponsoren.“

Weitere Informationen unter: www.dressage-grand-ducal.com

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