Reitpferdechampions made in Tübingen: Zoé, Emilio, First Date und Darling Harbour

Champion Darling Harbour (Foto: Olav Krenz)
Champion Darling Harbour (Foto: Olav Krenz)

Schaufenster der Landeszucht mit beeindruckender Qualitätsdichte

Beim 48. Championat der baden-württembergischen Pferdezucht in Tübingen konnte 2018 erstmals wieder eine Steigerung der Teilnehmer in den Reitpferdechampionaten verzeichnet werden. Und dies nicht nur quantitativ, sondern auch mit einer beeindruckenden Qualitätsdichte. Besucher konnten ein überaus positives Fazit ziehen und die beteiligten Züchter und Besitzer können stolz auf das diesjährige Schaufenster der Landeszucht sein. Mit einigen dieser Pferde wird es ein Wiedersehen im Herbst beim Marbacher Wochenende geben. Viel Anerkennung für ihre Richterurteile erhielt das Richterteam besetzt mit Katja Bentler, Tim Koch und Klaus Storbeck.


Zoé rockt die dreijährigen Stuten und Wallache


Vom Auktionsplatz Nördlingen stammt die Championesse der dreijährigen Stuten und Wallache: Im Finale am Sonntag präsentierte sich die dreijährige Stute in allen drei Grundgangarten mit Noten von 8,0 und höher und zog am Sieger der Einlaufprüfung, Damian, vorbei.
Mit einer Endnote von 8,0 siegte die schicke mit drei sehr guten Grundgangarten ausgestattete Dunkelbraune von Zalando aus einer
Mutter von Fürst Romancier aus der Zucht von Josef Rief. Ihre Reiterin, Ramona Ritzel, erwarb Zoé als Fohlen und wird sie nun weiter
ausbilden. Auf den Plätzen zwei folgten zwei Pferde: Der Don Diamond-Sohn Damian aus einer Sandro Hit-Mutter gezogen von der ZG Blessing und im Besitz von Thomas Casper. Anna-Lisa Schepper stellte den großrahmigen Dunkelfuchs vor, der schon auf der Riedlinger Auktionsbühne stand. Wertnotengleich auf dem zweiten Platz steht ein Sohn des Fürstenball aus einer Mutter von Scolari aus der Zucht
von Resi Wörz. Ihn erwarb die HorsePRO GmbH auf der Auktion in Nördlingen. Beide Vize-Champions kamen auf eine Endnote von 7,8.


Start-Ziel-Sieg für Darling Harbour.


Im Feld der vierjährigen Stuten und Wallache ließ sich der Dante Weltino-Sohn Darling Harbour den Sieg nicht nehmen. Mit einer Endnote von 8,4 siegte der aus der Zucht von Maria und Ekkehard Hellstern stammende sehr harmonisch konstruierte Rappe mit absolutem Höhepunkt im Galopp auch am Finaltag. Im Sattel des Champions saß Juliane Fehl, die ihn für die HB Equestrian International Pte. LTD vorstellte. Auf Rang zwei folgte mit einer Wertnote von 8,2 Donna Tessa, eine Tochter des Don Frederic aus einer Mutter von Sir Donnerhall. Valentina Bronner stellte die mit viel Schwung ausgestattete Stute aus der Zucht und im Besitz von Anton Herre vor. Auf den dritten Platz trabte Equi Diamonds Doris Day, einmal mehr eine Tochter des Don Frederic aus einer Mutter von French Kiss. Stefan Haas ist der Züchter der Dunkelbraunen, die von Melanie Mayer geritten wurde. Stolze Besitzerin wurde Martina Herboldsheimer.


Hengste: First Date und Emilio sind die Champions


Im Feld der drei- und vierjährigen Hengste, war der einzige vierjährige im Feld, der For Romance I/His Highness-Sohn First Date eine Klasse für sich. Der Rapphengst aus der Zucht und im Besitz von Martha-Rose Kullen beeindruckte mit drei hervorragenden Grundgangarten, die alle mit einer 8,5 bewertet wurden. Beeindruckend auch die Vorstellung von Katrin Burger, kein Wunder, dass die Richter für die Ausbildung und den Gesamteindruck jeweils nochmals die 8,5 zogen. Mit einer Endnote von 8,5 ist First Date strahlender Champion der vierjährigen Hengste.


Den Kampf um die Schärpe der dreijährigen Hengste gewann einmal mehr ein Fohlen aus dem Nördlinger Auktionsring: Emilio. Der Sohn des Escolar aus einer Mutter von Don Schufro erwarb Patricia Reuner Krebs vor zweieinhalb Jahren auf der Elite-Fohlenauktion. Mit der Ausbildung betraute sie Katrin Burger. Diese stellte den Dunkelbraunen aus der Zucht von Sabine Reisenauer im Finale hervorragend in Szene und zog an dem bis dato führenden Doubtless, einem Sohn des Don Nobless aus einer Mutter von His Highness, vorbei an die Spitze im Feld der dreijährigen Hengste. Mit einer Endnote von 8,1 gewann Emilio das Championat der dreijährigen Hengste gefolgt von dem schicken Doubtless (WN 8,0), den Lukas Maier für das Haupt- und Landgestüt Marbach vorstellte. Züchterin von Doubtless ist einmal mehr Martha-Rose Kullen!


Auf dem dritten Platz folgte mit einer Endnote von 7,9 der Prämienhengst der DSP-Hengsttage 2018: ein Sohn des Diamond Hit aus einer Mutter von Don Larino. Im Sattel von Danzetti saß Sabine Klenk, Züchter des Hengstes sind Klaus u. Edwin Schuster, Besitzer ist Bernhard Heckler.

Schwarz-Goldenes Band: Faysha siegt bei den fünfjährigen Dressurpferden


Im Wettbewerb um das Schwarz-Goldene-Band der fünfjährigen Dressurpferde setzte sich die Lord Leopold-Tochter Faysha mit einer 8,1
an die Spitze des Feldes. Ihre Reiterin Nicola Haug konnte sich über ihren ersten Dressurchampion und die Qualifikation zum Bundeschampionat freuen! Höhepunkte der Vorstellung waren die Trabarbeit und darüber hinaus beeindruckte die Stute aus der Zucht der ZG Meder aus Bad Dürrheim und im Besitz von Regine Meder mit hoher Rittigkeit. Auf dem zweiten Platz landete mit einer 8,0 die letztjährige Landeschampionesse der vierjährigen Reitpferde, Diva Georgina. Die Tochter des Don Juan de Hus /Don Crusador aus der Zucht von Rupert Wiedemann erhielt für den Trab und Galopp die 8,5. Im Sattel der Stute saß analog dem Vorjahr Hayley Beresford. Die Stute steht im Besitz der HB Equestrian International PTE.LTD. Auf Platz drei in der Schwarz-Gold-Wertung platzierten sich zwei
Nachkommen des Lord Lepold mit einer Wertnote von 7,8: Zum einen Little Lord 101 aus einer Mutter von Blue Hors Leredo aus der Zucht von Matthias Schepper und im Besitz der Deuerer Vermögensverwaltung. Im Sattel saß Katrin Burger. Zum anderen Lütter Lord Loriot aus einer Mutter von Dr. Jackson D aus der Zucht von Gabriele Hettrich, im Sattel saß seine Besitzerin Kim Heininger..


Löwenherz holt das Band bei den sechsjährigen Pferden


Im Feld der sechsjährigen Pferde sicherte sich der ehemalige Münchner Körteilnehmer Löwenherz, ein Sohn des Lingh aus einer Mutter von Wolkentanz I mit Nicole Casper den Titel. Höhepunkt war bei dieser Vorstellung der Schritt, den die Richter mit 8,5 bewerteten. Löwenherz stammt aus der Zucht von Gillian Kleinhans und steht im Besitz der Familie Casper.


Mit der Wertnote von 7,6 folgte die Ling-Florestan I-Tochter Latifa 11, die im Vorjahr bereits das Band im Feld der fünfjährigen Dressurpferde gewonnen hatte. Stefanie Lempart stellte die Stute aus der Zucht von Ralf Müller und im Besitz von Dr. Manuela Prokop vor. Ein Zehntel weniger schaffte Fiorenzo HJ. Der Sohn des Fürst Fugger/San Remo verließ den Platz in Tübingen schon einmal als Reitpferdechampion, ebenfalls mit Sabrina Bosch. Fiorenzo HJ stammt aus der Zucht von Karin Rettenmaier und steht im Besitz von Hans – Peter Bosch.

Goldenes Band für Topas


Der Birkhof-Hengst entwickelt sich zum Multichampion: Nachdem er sechsjährig das Schwarz-Goldene Band gewann, konnte sich der Totilas-Sohn, der 2017 im Finale des Bundeschampionates stand, auch auf Anhieb im Feld der sieben- bis neunjährigen Dressurpferde behaupten und gewann unter Nicole Casper das Goldene Band der Dressurpferde in der schweren Klasse. Der aus der Zucht von Simone und Martin Meder stammende Hengst, ein Halbbruder zu Lord Leopold, macht aktuell auch auf den Fohlenschauen mit seiner Nachzucht auf sich aufmerksam und stellt Siegerfohlen am laufenden Band.


Schwarz-Goldene Bänder Springen für Concordia und Coolio


Es war das Springchampionat des international erfolgreichen Württemberger Hengstes Colorit: Mit seinen Nachkommen Concordia und
Coolio, die beide aus der Zucht seines Besitzers Klaus Isaak kommen, sicherte sich der über das Gestüt Birkhof in der Zucht wirkende
Schimmelhengst in beiden Altersklassen den Sieg im Kampf um das Schwarz-Goldene Band.


Im Feld der sechsjährigen Pferde trat die letztjährige Bronzemedaillengewinnerin des Bundeschampionates, Concordia unter ihrem Ausbilder und Reiter Andreas Kreuzer an. Kreuzer, der am Samstag mit dem Flugzeug seinen Pferden nachreiste, stellte die Colorit –
Cassini I Tochter überragend vor. Immer auf Linie, immer im Rhythmus und auch der Sprungablauf ließ wenig Wünsche übrig. Die Richtercrew belobte diesen hervorragenden Ritt mit einer glatten 9,0!
Auf Rang zwei in der Schwarz-Gold-Wertung galoppierte Yvonne Ott mit Cäpten. Auch er stammt von einem Württemberger Hengst ab: Hier ist Cayton, von der Pferdeklinik Opfenbach, der Vater. Die Zuchtgemeinschaft Esther und Friedhelm-Ott strahlte mit ihrer Tochter Yvonne Ott, die den Wallach vorstellte, um die Wette. Mit einer Wertnote von 8,5 war dazu noch die Bundeschampionatsqualifikation geschafft.


Dritter in dieser Wertung und auch qualifiziert für das Bundeschampionat ist Creme de la Creme, ein Sohn des Birkhof-Hengstes Ciacomo aus einer Mutter von Lancado. Im Sattel hatte Sven Sieger Platz genommen. Züchter und Besitzer ist Alois Berkmann.


Im Feld der fünfjährigen Pferde stellte Andreas Kreuzer im Auftrag von Züchter und Besitzer Klaus Isaak den ehemaligen Süddeutschen
Freispringchampion des Jahres 2016, Coolio, vor. Auch dieser Colorit-Caretino-Sohn wurde von Andreas Kreuzer vorgestellt. Mit einer Wertnote von 8,1 war er als an dritter Stelle platziertes Pferd, das beste Pferd aus der Landeszucht in dieser Prüfung und wurde mit dem Schwarz-Goldenen Band ausgezeichnet. Auch Coolio wird man sicherlich auf den Bundeschampioanten in Warendorf wiedersehen.

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