Göteborg: Isabell Werth Zweite im Weltcup

Göteborg: Isabell Werth Zweite im Weltcup

Göteborg (fn-press). Die Weltcup-Saison 2017/2018 steuert ihrem Ende und damit ihrem Finale in Paris entgegen. Bei der vorletzten Etappe im schwedischen Göteborg lieferten sich Isabell Werth (Rheinberg) und die Dänin Cathrine Dufour ein spannendes „Kopf-an-Kopf-Rennen“, das letztlich die Dänin für sich entschied.

Der Dressur-Weltcup von Göteborg zählte an der Spitze sicher zu den hochklassigsten dieser Saison. Nach knapp dreimonatiger Weltcup-Abstinenz kehrte die zweifache Bronzemedaillen-Gewinnerin der Europameisterschaften 2017, Cathrine Dufour aus Dänemark, mit ihrem 15 Jahre alten, in ihrer Heimat gezogenen Atterupgaards Cassidy v. Caprimond-Donnerhall auf die internationale Bühne zurück. Die 26-Jährige gewann zunächst den Grand Prix mit 80,674 Prozent und verwies Isabell Werth und den westfälischen Wallach Emilio v. Ehrenpreis auf Platz zwei (79,717). In der Kür wuchs das dänische Paar dann über sich hinaus: Fehlerfrei, schwierig genug, mit viel Ausstrahlung absolvierten Dufour und Cassidy das Pensum: 88,2 Prozent, die fünf Richter bewegten sich in der B-Note für die künstlerische Gestaltung zwischen 92 und 96 Prozent. Der Prüfungsverlauf versprach viel Spannung. Würden Isabell Werth und Emilio dieses außerordentlich gute Ergebnis toppen können? Es klappte nicht. Die starke Kür mit nur einem kleinen Fehler bewerteten die Juroren mit 85,38 Prozent. Dennoch – zwei so großartige Ritte honorierte das schwedische Publikum mit nicht enden wollendem Applaus.

Pech hatte Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen). Den Grand Prix hatte sie mit dem niederländischen Hengst Unee BB als Vierte beendet, beste Voraussetzungen also, auch in der Kür zu punkten. Doch der 17 Jahre alte Gribaldi-Sohn verweigerte die Zusammenarbeit, zeigte sich gleich am Anfang der Kür schreckhaft und widersetzlich. Was passiert war? Schwer zu sagen, Jessica von Bredow Werndl gab jedenfalls auf.

Dritter in der Weltcup-Kür wurde der Schwede Patrik Kittel, der den Oldenburger Delauny OLD v. Dr. Doolittle zu 83,635 Prozent führte. Die Kür ihres Lebens ritt die viertplatzierte Österreicherin Belinda Weinbauer mit dem Hannoveraner Söhnlein Brillant (v. Shakespear in Love). Die 41-Jährige, die bei der Europameisterschaft 2017 Platz 14 in der Einzelwertung belegt hatte, erzielte 77,275 Prozent, ein neues persönliches Bestergebnis.

In drei Wochen können die Dressurreiter noch einmal Punkte sammeln. Das Turnier in s’Hertogenbosch ist die letzte Station vor dem Finale in Paris, bei dem Isabell Werth als Titelverteidigerin qualifiziert ist und dort – so die Planung – die Stute Weihegold einsetzen wird.    hen

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