Wer wird 60. Galopper des Jahres?

Windstoss siegt unter Adrie de Vries (Foto: Marc Rühl)

Windstoß, Guignol und Dschingis Secret sind die drei Finalisten der beliebten Publikumswahl für den Galopper des Jahres 2017. Das ist das Ergebnis der Vorauswahl von renommierten Fachjournalisten und Galoppsportfotografen, die insgesamt 14 verschiedene Galopper auswählten. Auch Iquitos gehörte zu den am häufigsten Genannten, musste sich aber neben Lacazar und Wonnemond den drei Finalisten geschlagen geben. Genannt wurden außerdem Pferde wie Folie de Louise, Edelstein oder Rock my Love.

Der Derby-Sieger der Herzen 2017 war Windstoß: Nach einem Sturz in einer Derby-Vorprüfung in Hannover schien der Traum vom Sieg im wichtigsten Rennen des Jahres schon ausgeträumt zu sein. Der dreijährige Hengst aus der Zucht und im Besitz des Gestüts Röttgen wird von Markus Klug in Köln-Heumar trainiert. Doch während sein Jockey Adrie de Vries an der dort erlittenen Verletzung länger laborierte, schaffte Windstoß das Kunststück, nur wenige Tage später im Oppenheim-Union-Rennen (Gr. II) in Köln von der Spitze aus Zweiter zu werden und dann im Blauen Band in Hamburg mit dem jungen Maxim Pecheur zu triumphieren. Damit bescherte er Röttgen den ersten Derby-Sieg seit Uomo im Jahr 1959. Auch der Gruppe I-Sieg im bedeutendsten Rennen der Kölner Saison, dem Preis von Europa, war eine bärenstarke Leistung und der zweite Erfolg auf höchster Ebene.

Vom Sensationssieger 2016 zum Star-Galopper wurde Guignol 2017: Nachdem viele seinen Gruppe I-Sieg im Vorjahr noch als Eintagsfliege bezeichnet hatten, avancierte der von Jean-Pierre Carvalho in Bergheim für den Stall Ullmann trainierte Hengst als Fünfjähriger zum Gewinner der German Racing Champions League. Drei große Triumphe, alle mit der Start-Ziel-Taktik, waren für den Gesamtsieg in der elf Rennen in sechs deutschen Metropolen umfassenden Serie verantwortlich: Im Großen Preis der Badischen Unternehmer (Gr. II), wiederum in Baden-Baden im Longines – Großer Preis von Baden sowie bei der erfolgreichen Titelverteidigung im Pastorius – Großer Preis von Bayern (Gr. I) in München. Anschließend steuerte er den Japan Cup in Tokio an, wo er als Neunter immerhin noch 75.000 Euro Preisgeld sowie einen Bonus von 100.000 Dollar für seinen Gruppe I-Erfolg in Iffezheim mitbrachte.

Seriensieger in der Bel Etage des Turfs war 2017 Dschingis Secret: Nach dem spektakulären Saisonauftakt als Sieger im Gerling-Preis (Gr. II) in Köln sorgte der von Markus Klug in Köln-Heumar für Horst Pudwill (Hong Kong) trainierte Hengst vor allem in den Sommermonaten für Furore. Mit dem Großen Hansa-Preis (Gr. II), dem Longines- Großer Preis von Berlin (Gr. I) und dem Prix Foy (Gr. II), einer Vorbereitungsprüfung auf den Prix de l‘ Arc de Triomphe in Chantilly, gelang dem vierjährigen Crack aus der Zucht des Gestüts Park Wiedingen ein Hattrick der besonderen Art. Sehr beachtlich war auch der sechste Rang knapp vor Iquitos im Arc, ehe Dschingis Secret als knapp geschlagener Dritter hinter Guignol und Iquitos im Pastorius – Großer Preis von Bayern seine Top-Saison 2017 beendete.

Abgestimmt werden kann ab dem 15.02.2018 online unter www.galopper-des-jahres.com bzw. per Stimmkarte. Diese sind in allen Wettstar-Wettannahmestellen erhältlich, liegen dem Wochenrennkalender bei und werden auf den Rennbahnen in Dortmund und Neuss verteilt. Teilnehmern der Wahl  winken attraktive Preise im Gewinnspiel; verlost wird unter anderem ein Wochenende in Hamburg mit VIP-Karten zum Deutschen Derby.

Die Prämierung des Galoppers des Jahres 2017 findet am Ostermontag, den 2. April auf der Rennbahn in Köln statt.

(Foto: Marc Rühl)

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