Marbacher Youngster – Was ist aus ihnen geworden? Vorschau auf die Gestütsauktion am 10. März

Marbacher Youngster – Was ist aus ihnen geworden? Vorschau auf die Gestütsauktion am 10. März

Wenn am 10. März in Marbach Nachwuchspferde aus der Gestütszucht, aus der Nachzucht von Marbacher Landbeschälern und aus anderen Landgestüten angeboten werden, stellt sich die Frage, was aus früheren Marbacher Auktionskandidaten geworden ist.

 

Unter den fünf erfolgreichsten Marbacher Auktionspferden der letzten Jahre ist die im Fahrsport eingesetzte Cavallieri xx-Tochter Cassandra aus Diamond Queen (*2000) von Donnerhall/Matcho AA die Beste.

 

Mit 2357 Ranglistenpunkten im Fahren führt die 2004 in der Marbacher Stammherde gezogene Fuchsstute die Liste der 29 Pferde aus der Marbacher Zucht an, die 2017 auf Turnieren vorgestellt wurden. Bundesweit liegt Cassandra auf Rang 586. Unter der Nummer 1 stand sie 2009 als leistungsgeprüfte Fünfjährige im Auktionskatalog.

Nach der Auktion wechselte sie zu der Tierärztin und „Official Veterinarian FEI“ Dr. Laura Oberlin nach Heidelberg. „Cassandra ist mit mir im Reiten bis L Kandare sowie ein- und zweispännig im Fahren bis M platziert. Bei Turnieren wird sie hauptsächlich zweispännig eingesetzt. Sie ist immer verlässlich. Ihre Stärken sind ihre Unerschrockenheit und ihr Sinn für den Moment. Sie ist eine echte Teamplayerin“, berichtet Laura Oberlin. „Alles in allem eine starke Leistung für eine Halbblüterin, die einst als braves Ausreitpferd gekauft wurde.“ Im Jahr 2017 war Laura Oberlin mit den Stuten Cassandra und Tosca Nova (*2010) von Underberg/Valerius (STSW aus der Zucht Matzke in Zerbst) beste Zweispännerfahrerin in Baden-Württemberg in Klasse A und Zweitbeste in Klasse M. Cassandras Mutter, die im bis Dressur Klasse S erfolgreiche Diamond Queen (*2003) von Donnerhall, stammt aus der 1989 von Hugo Schmidgall in Wüstenrot gezogenen Württemberger Stute Melissa von Matcho AA/Wanderer/Pik König und kam über ihren Züchter Peter Bauer-Mandick aus Stuttgart nach Marbach. Unter Martina Bleher war Diamond Queen dreijährig beim Landeschampionat in Tübingen. Von ihr stammen die in Marbach gezogene Fuchsstute Locomotion (*2008) von Locksley II und deren Vollbruder, der Fuchshengst Locks Diamond (*2009). Unter Guido Kirmse bzw. Sarah Viktoria Pürmeier starteten beide dreijährig ebenfalls in Tübingen.

 

Zweitbester aus der Gestütszucht war 2017 mit 2370 Ranglistenpunkten der Dressurhengst FBW Woody (*2006) von Wordly II/Gardez/Bolero 2017. Für 15.000 Euro hatte Olympiasieger Martin Schaudt 2010 den damals Vierjährigen mit Stockmaß 1,80 m ersteigert. Mit dem um zehn Zentimeter gewachsenen Rappen feiert Dagmar Melwitz aus Ilsfeld seit Jahren Erfolge in Klasse S, zuletzt im November 2017 in der Stuttgarter Schleyer-Halle. Über die Großmutter mütterlicherseits geht der Gardez-Sohn auf die Linie der Marbacher Stute Halali von Halef ox zurück, der auch Gardez entstammt.

Drittbester in 2017 war mit 954 Ranglistenpunkten der Dunkelbraune Eminem A (*2003) von Epikur aus der Fliederblatt von Flirt/Herzbube. Dreijährig hatte ihn die Luxemburger Dressureiterin Laura Andriosso bei der Gestütsauktion 2006 für 12.300 Euro übernommen. Tochter der Marbacher Stammstute Fliederblatt, einer Halbschwester der Hengste Kern, Kerner, Karolus, Herbstball und Jurist, ist die zu Martha-Rose Kullen nach Metzingen gewechselte Ahornblatt (*1984) von Adriano. Zu deren bekanntestem Nachkommen zählt Rubin-Renoir (*2002) unter Jana Schlotter.

 

Der bei der Gestütsaktion 2009 von Christiane Eberwein-de Bruijn aus Kelkheim zum Spitzenpreis von 45.000 Euro ersteigerte Schwarzbraune Damiano (*2006) von Daramis/Metteur/Gardez/Bolero, der ebenfalls auf die Halali-Linie zurückgeht, erreichte unter Christian Eberwein-de Bruijn 200 Ranglistenpunkte.

Fünftbester ist der für 7.700 Euro von Julia Schmid auf der Gestütsauktion 2014 unter dem Namen „Reitzenstein“ ersteigerte Schwarzbraune Trakehner Renoir de Laurel (*2011) vom Stan the Man xx-Sohn Laurel aus einer nach Marbach gewechselten Graditzer Vollblutstute von Acatenango/Alpenkönig. Besitzerin des in L-Dresuren erfolgreichen Marbacher Trakehners ist Sylvia Schröder-Zischka aus Gingen.

 

 

Informationen zur Gestütsauktion am 10. März 2018

Die erste Präsentation der Auktionspferde im Freispringen und unter dem Reiter findet am Sonntag, 25. Februar um 13 Uhr, die zweite Präsentation am Sonntag, 04. März, 13 Uhr, in der Reithalle auf dem Gestütshof Marbach statt. Für alle, die an diesen Terminen nicht dabei sein können, werden die Präsentationen der Auktionspferde live auf www.clipmyhorse.deübertragen.

Die Abschlusspräsentation am Auktionstag 10. März beginnt um 10 Uhr, die Auktion am 10. März wird um 14 Uhr eröffnet.

Auskünfte zur Auktion und den Pferden erhalten Sie von Ausbildungsleiter Karl Single (Tel.: 0170 – 220 47 52).

Am Auktionstag sind die Tageskassen ab 9 Uhr geöffnet, es sind ausreichend Karten verfügbar.

Informationen erhalten sie in der Gestütsverwaltung, Tel: (0 73 85) 96 95-0 oder auf der Internetseite: www.gestuet-marbach.de

 

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